Warum werden Menschen homosexuell? Womit häbgt das zusammen?

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10 Antworten

Das wird man nicht das ist man ganz einfach

Sprich es ist angebohren

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Moin.

Tja, das ist die große Frage, mit der sich schon viele beschäftigt haben. Und die Lösungen, die viele dazu gefunden haben, reichen von Prägung über Genetik und Evolution bis hin zur Theologie.

Der Ansatz der Prägung geht davon aus, dass Homosexualität eine Neigung ist, die sich teils während der pubertären Selbstfindungsphase, teil aber auch schon deutlich früher entwickelt. Letzterem wird zum Beispiel unterstellt, dass Ergebnis eines gestörten Elternhauses zu sein. Es wird postuliert, dass sich Homosexualität bei einem Kind entwickelt, weil die Eltern als heterosexuelles Paar dem Kind eine Heterosexualität vorleben, die von dem Kind als abstoßend empfunden wird. Etwa, wenn sich die Eltern häufig streiten oder der erziehende Elternteil häufig die Partner wechselt und damit unter anderem dem Kind die Hälfte der ihm zustehenden Liebe vorenthält, weil es von den wechselnden Partnern in der Regel nicht so geliebt wird, wie es vom "leiblichen Partner" der Fall wäre.

Es wird postuliert, das Kind entwickle seine Homosexualität, weil es heterosexuelle Partnerschaft nicht als dauerhaft oder liebevoll erlebe. Ein weiterer Ansatz dieser Theorie ist die kindliche Entwicklung zur Homosexualität aus der Angst heraus, selbst ein mal Kinder zu bekommen und aufgrund der normalen Heterosexualität dazu verdammt zu sein, dieses Kind genauso zu behandeln, wie es selbst in einem solchen, gestörten Elternhaus behandelt wird oder wurde.

Der Ansatz der Genetik und Evolution sieht die Heterosexualität darin begründet, dass entweder die Homosexualität bereits in einer elterlichen Gensequenz bereits enthalten war, dieser Elternteil sie aber nie angenommen und folglich willentlich heterosexuell gelebt und so eben das Kind gezeugt hat.

Oder, dass die Homosexualität eine spontane, genetische Anomalie ist, wie sie sich bei der Verschmelzung zweier Gensequenzen auch außerhalb der sexuellen Neigung regelmäßig ereignet. So bekommen zum Beispiel auch zwei Naturblonde (also genetisch zur Blondheit bestimmte) Elternteile von Zeit zu Zeit auch mal ein schwarzhaariges Kind.

Eine weitere Theorie sieht den Ursprung einer solchen Anomalie nicht in der Spontanität der Gene, sondern in einer Reaktion der "Natur" auf zum Beispiel die drohende Überbevölkerung. Woher die Natur aber von einer drohenden Überbevölkerung wissen soll und warum sich diese Anomalie hauptsächlich in den Ländern manifestiert, in denen Familien nur ein bis zwei Kinder haben und nicht etwa in Afrika, wo Familien mit 5+ Kindern die Regel sind und diese Kinder meist durch Hunger und Krankheiten auch nicht sonderlich alt werden, erklären diese Theorien allerdings nicht.

Der theologische Ansatz basiert hauptsächlich auf dem buddhistischen Glauben an die Reinkarnation und postuliert, dass die sexuelle Neigung eines Menschen ein Echo seines früheren Lebens ist. Heißt: Männer, die in ihrem letzten Leben Frauen waren und sich als solche zu Männern hingezogen fühlten, würden sich auch nach ihrer Wiedergeburt weiterhin zu Männern hingezogen fühlen, auch wenn sie bei ihrer Reinkarnation das Geschlecht gewechselt haben und nun selbst männlich sind - und umgekehrt. In besonder starker Ausprägung solle dies auch erklären, warum sich Menschen in ihrem aktuellen Geschlecht nicht wohl fühlen und entsprechend von der inzwischen gegebenen Möglichkeit der geschlechtsangleichenden Operation Gebrauch machen.

Fakt allerdings ist, keine dieser und auch noch manch anderer Theorien dazu, warum einzelne Menschen Homo- oder bisexuell sind, ist bislang schlüssig bewiesen und die einzig korrekte Antwort auf die Frage, warum ein Mensch Homo- oder Bisexuell ist muss folglich lauten, dass man es einfach nicht weiß.

Was Menschen angeht, die ihre Homo- oder in diesem Fall wohl eher Bisexualität, erst in höherem Alter entdecken, kann man aber davon ausgehen, dass sie auch schon in jungen Jahren Homosexuell waren, sich diese Homosexualität aber aus Gründen wie etwa der gesellschaftlichen Homophobie, nie eingestanden oder gar zu leben getraut haben und damit erst beginnen, wenn sie ein Alter erreicht haben, in dem sie nicht mehr um ihren gesellschaftlichen Status fürchten bzw. die jetzt schon älteren Generationen jetzt damit beginnen, diese schon vorhandene Sexualität endlich auch offen zu leben, weil jetzt die Gesellschaft langsam ihre kollektive Homophobie verliert und Homosexualität jetzt deutlich mehr akzeptiert ist, als früher.

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ASRvw de André

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Kommentar von don2016
22.10.2016, 15:52

hi, lieber Andre`...so weit bin ich bei dir, aber viele "Theorien", vor allem der Steinzeitgläubigen kann ich nicht nachvollziehen, es sind auch solche, nach dem Motto: diese Art von Gläubigen, ich nenne sie auch Bibelableser, müssen ja etwas dazu sagen, i.S. Homosexualität und suchen sich passende Argumente raus, um diese Art Sünde zu untermauern; ich habe ein Beispiel, einen Beweis erlebt: mein Liebling trennte sich - nach 4 Jahren geduldeter Homoseuxalität in Liebe - durch Hetzerei der family..von mir;

...auf einmal war (nach 4 Jahren akzeptierter)  unsere homosexuelle Liebe : SÜNDE, unfaßbar, menschenunmöglich...; mit den Argumenten: a) man könne es ja noch wegbeten;  und b) ein Elternteil wohl gesündigt haben muß und dadurch das Kind homosexuell wurde...solch einen Schwachsinn von Glaube habe ich erlebt...,liebe Grüße aus Köln

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Warum das so ist, wird dir keiner genau beantworten können, es gibt viele Thesen dazu, aber letztendlich gibt es keine genaue Erkenntnis. Es ist noch nicht einmal genau erforscht, wie Homosexualität entsteht.

Die neusten Forschungen dazu drehen sich um das Thema Epigenetik. Es gibt nicht wirklich ein Homosexuellengen, eher ein Gen für Sexualität allgemein, und epigenetische Marker beeinflussen es dann in in die eine oder andere Richtung. Warum das so ist, darüber wird man noch lange rätseln.

Es gibt Studien, die teilweise nachgewiesen haben, dass es mit der Anzahl der Nachkommen zu tun hat, das würde für eine natürliche Bremse sprechen um Überbevölkerung zu vermeiden. Aus dem Tierreich wissen wir, dass homosexuelle Paare bei einigen Arten für Nachwuchs sorgen dessen Eltern gestorben sind. Das wäre, genau wie die Maßnahem gegen Überbevölkerung, eine Methode die Art zu erhalten.

Darüber hinaus gibt es die Erkenntnis, dass Sex nicht ausschließlich der Forpflanzung dient, sondern auch die Bindung zwischen Individuen einer Art festigt. In diesem Zusammenhang wäre es logisch, das die meisten Leute eigentlich Bisexuell sind und nur mehr oder weniger in eine Richtung tendieren. Homo und Heterosexualität wären dann eher die Ausnahmen. Auch dazu gibt es Studien und auch das würde wieder in das Schema der Artenerhaltung passen.

Die Natur der Lebewesen sorgt also auf die ein oder andere Weise dafür, dass die Art ansich erhalten bleibt.

Leider steht der Mensch außerhalb der Natur und wirkt dagegen. Die Natur wird durch Regeln und Bräuche ersetzt. Das ist zum einen zwar sehr gut, weil es ein Zusammenleben in größeren Gruppen begünstigt, aber andererseits führt es dazu, dass Menschen etwas das dumm ist nicht einfach wieder abschaffen.

Und damit will ich dann auch noch auf deine Frage in den Anmerkungen eingehen. Warum gibt es Leute, die erst nach 20 Jahre oder mehr merken, dass sie homosexuell sind? Sie hören nicht auf ihre Natur, sondern auf die Regeln der Gesellschaft in der sie leben. Und diese sagen auch heute noch ganz klar, Mann und Frau ist normal, Homosexualität ist unnormal. Als Junge wird man zum Beispiel niemals gefragt hast du schon einen Partner, sondern immer spzifisch, hast du schon eine Freundin. Das wurde uns antrainiert und ist nicht so leicht zu brechen. Daher schreitet die zunehmende Toleranz von anders lebenden (betrifft ja nicht nur Homosexuelität) auch nur sehr langsam voran.

Wie gesagt, es gibt gute und schlechte Regeln und Bräuche. Das eine vom anderen zu unterscheiden ist nicht immer einfach. Dazu kommt, dass Regeln und Bräuche nicht immer nur zum Wohle der Menschheit gemacht werden, sondern leider sehr häufig auch um Macht über andere auszuüben.

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Eine Gruppe schwedischer und amerikanischer Wissenschaftler haben womöglich eine Erklärung gefunden: Die Ursache für Homosexualität sei nicht in den Genen selbst, sondern in der Gen-Regulation zu finden, schreibt das Forscherteam um William Rice von der University of California im Fachmagazin „The Quarterly Review of Biology“. Und: Homosexualität sterbe deshalb nicht aus, weil sie in jeder Generation neu entstehe.

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.forscher-raetseln-warum-sind-schwule-schwul-gibt-es-das-homo-gen.c5cda499-9f90-4736-8b0e-5c977adc0277.html

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Kommentar von ASRvw
22.10.2016, 12:37

Moin.

Ja. "Womöglich und sei". Eine von vielen Theorien zum Thema. Empirisch bewiesen allerdings ist bislang noch keine davon.

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ASRvw de André

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Das liegt in der Natur der Sache. Glaub nicht, daß das was mit Erziehung oder einschneidenden Erlebnissen oder dergleichen zu tun hat.

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Menschen werden nicht homosexuell, sie sind es. Die meisten merken es in ihrer Jugend, andere sogar noch später. Deine Frage, was Bisexuelle betrifft: Bisexualität ist auch eine Orientierung und da ist genau das selbe wie mit Homosexuellen.
Wenn deine Frage jetzt aber war, warum manche Menschen homosexuell sind und manche nicht, das kann man noch nicht beantworten, ist aber auch egal. Gib dich damit zufrieden :)
LG McLink ^^

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Man wird so geboren. Es ist einfach so

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Kommentar von Alinaaanilaa
22.10.2016, 10:55

Warum sin dann manche Menschen bi?

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Sie sind von Geburt aus homosexuell, Hetero usw. ,das merken sie meist aber im Alter von 14-20

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Bist du wirklich so von deinem Umfeld manipuliert worden, dass du glaubst, das Menschen schwul WERDEN?

Man kann sich nicht aussuchen, ob man schwul, lesbisch, bisexuell oder hetero geboren wird. 

Man kann sich ja auch nicht aussuchen ob man schwarz oder weiß ist, oder?

LG^^

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Kommentar von Alinaaanilaa
22.10.2016, 10:59

Warum gibt es aber Menschen die zuerst hetero waren und erst später homosexuell "geworden" sind? :/

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Kommentar von thisgirl0
22.10.2016, 11:08

@alinaaanilaa Weil die meisten das verdrängen und "normal" sein wollen.

Was meinst du wieso es so wenige türkische/arabische bzw südländische etc homosexuelle gibt? Weil fast alle von denen Muslimas sind und der Islam ist eben gegen so etwas. Und auch in deren Kultur ist das nicht gerne angesehen. Und trotzdem tun die es heimlich und von außen erscheinen die ja so "normal", mit einer Frau an der Seite.

Es ist einfach die Gesellschaft, die den Druck auf solchen Menschen ausübt. Würde man so etwas ganz normal akzeptieren und die Menschen so leben lassen wie sie wollen, würden die das nicht einmal verstecken und erst nach 20 Jahren die Homosexualität ausleben.

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Kommentar von Garlond
22.10.2016, 12:14

Vielleicht interpretierst du die Frage falsch.
Man wir ja auch ein Mädchen oder ein Junge wenn man geboren wird, man wird blond oder braunhaarig und dementsprechend wird man auch homosexuell oder nicht.
Die Frage gilt aber wohl doch eher dem Grund dafür, und nicht der korrekten Ausdrucksweise.

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Das weiß man nicht. Aber auch in der Tierwelt gibt es homosexualität. Vielleicht ist das ja total natürlich

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