Warum werden Menschen Anwälte? Wegen des Geldes?

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6 Antworten

Recht haben und recht bekommen sind 2 ganz verschiedene dinge das wirst du auch noch lernen die Gesetze haben Schlupflöcher und es kommt immer auf die Auslegung und den Anschein an und manche sind eben gut darin das Gesetz soweit zu biegen ohne 3s zu brechen und solche Leute nent man winkeladvokaten. Fazit ist einige tun es aus dem antrieb des gerechtigkeitssinnes und einige aus geldgier und um recht zu bekommen

Zu jedem Beruf gibt es Menschen, die ihn nur wegen des Geldes machen bzw. den Job überhaupt nicht leiden können. Da Du das Thema Verantwortung ansprichst, das selbe gilt auch bzw. vorallem für Politiker. Behaupten, dass das Geld nicht für wichtige Einrichtungen, Strassen ect. reicht und die Steuern erhöht werden müssen und im selben Atemzug das eigene Gehalt erhöhen. Der Diätenerhöhung hat übrigens der Großteil der Politiker zugestimmt, wenn nicht alle. Gerechtigkeitssinn oder Verantwortung findest Du da nirgendwo.

Was ist denn falsch daran, diesen Beruf aus Geldgründen zu machen? Verantwortungslos wäre es, das nur aus ideellen Gründen zu machen, obwohl man eigentlich eine Lusche in dem Bereich ist. Obwohl die intrinische Motivation natürlich wichtig ist, nützt es nichts, wenn man ein stilles Mäuschen ist, was unbedingt die Welt verändern will. Der finanzielle Aspekt kann da ganz schnell die Spreu vom Weizen trennen. Ich will viel Geld haben? Dann muss ich Erfolge vorweisen, außer ich bin bloß ein popliger Pflichtverteidiger. Je besser deine Quote, desto gefragter wirst du. Also ist es nur in deinem eigenen Interesse nicht nur gut, sondern überragend in deinem Beruf zu sein

viele jobs werden nur des geldes wegen ausgeübt.

beim anwalt geht sowas natürlich einwandfrei, man kann - selbst wenn man weiß, dass der mandant schuldig ist - alles dafür tun, beweise zu vertuschen und die kläger und staatsanwaltschaft in bredouille zu bringen.

schau dir mal den film "im auftrag des teufels" an, der zeigt schon ganz gut, was so mancher anwalt macht.

Nicht jeder Anwalt verdient satt Geld. Es gibt Anwälte die den eine oder anderen vor Gericht gut vertreten haben und das spricht sich herum. Für mich wäre der Beruf des Anwaltes nichts, wobei ich diesen Beruf als notwendig erachte. Da muss ein Anwalt z. B. einen Mörder vor Gericht verteidigen. Die betroffenen Angehörigen sitzen im Saal während des Prozesses dabei. Haben vielleicht ein Kind verloren. Der Anwalt versucht dann die ganze Sache mit allen möglichen Winkelzügen abzuwerten, damit die Strafe für den Mörder nicht zu hoch ausfällt. Der Anwalt weiss, er verteidigt einen Mörder. Was empfindet man da als Anwalt in Gegegenwart der Betroffenen ? Das wäre schon ein Grund für mich, einen solchen Beruf niemals zu ergreifen. Oder wie oft, entscheidet das Gericht anders, als es der Anwalt möchte. Das wären Niderlagen für mich.

Ich habe gehört das diesen Beruf sehr viele Menschen ausüben die diesen Beruf mit Leidenschaft machen und einen hohen Gerechtigkeitssinn haben.

Also das mag in TV-Serien so sein. Mit der Realität hat das absolut nichts zu tun. Der Anwalt muß die Interessen seines Mandanten vertreten und zwar auch dann, wenn der absoluten Mist gemacht hat. Ich bin selberJurist und kenne Studienkollegen die genau deswegen den Beruf des Anwalts hassen und sich anderweitig orientiert haben. Nur der Richter ist wirklich unabhängig da er nur dem Gesetz verpflichtet ist.

Stimmt dass das ein paar Menschen diesen Beruf größtenteils wegen des Geldes lernen?

Auch da bist Du völlig falsch orientiert. Im Fernsehen fahren Anwälte immer dicke Autos und leben in großen Villen. In der harten Wirklichkeit verdienen viele Junganwälte -nach bis zu 9 Jahren Ausbildung!- weniger als eine Kassiererin bei Aldi. Nur die Besten der Besten bekommen die Toppjobs in den Spitzenkanzleien. Das ist gerade mal eine handvoll Juristen. Die Masse der Anwälte krebst finanziell dahin.

Ich will in der Welt-auch wenn nur für meinen zukünftigen Mandaten-Gerechtigkeit schaffen..

Oh weia!!! Kennst Du folgenden Witz?

Ruft der Anwalt den Mandanten an und sagt: "Eben habe ich das Urteil in Ihrer Sache bekommen. Die Gerechtigkeit hat gesiegt!"

Antwortet der Mandant: "Dann legen Sie sofort Berufung ein!!!!"

So geht es abseits der Fernsehserien im Anwaltsleben zu: Nicht auf Gerechtigkeit kommt es dem Mandanten an, sondern, dass er gewinnt. Manche Mandanten haben in der Verfolgung eigener Ziele keine Skrupel und es gehört zur Anwaltskunst dazu, sich nicht zum Mithelfer dunkler Machenschaften machen zu lassen.

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