Warum werden Leute die sich überdurchschnittlich auf der Arbeit arrangieren und dadurch irgendwann ein Burnout bekommen noch verspottet?

10 Antworten

Hey,

von der Gesellschaft wird heutzutage tatsächlich ein hoher Leistungsdruck ausgeübt. Am besten sollte jeder funktionieren wie eine Maschine. Das geht natürlich nicht. Man hat auch mal schlechte Tage oder ist krank. Auch dauerhaft Stress oder Überstunden verträgt der Körper nur eine gewisse Zeit lang. Irgendwann gibt er dir ein Zeichen und du fällst in ein psychisch und körperliches schwarzes Loch - Burn out. Dann geht gar nichts mehr.

Um dem vorzubeugen solltest du dringend das Umfeld wechseln. Du hast die Ausbildung mitgemacht. Versuche, deinen Abschluss zu machen, den kann dir dann keiner mehr nehmen. Aber du solltest dir gut überlegen, ob du dann auch in dem Unternehmen arbeiten willst. Im schlimmsten Fall kannst du auch komplett den Berufszweig wechseln und etwas ganz anderes machen. Das ist erstmal ein großer Einschnitt, tut dir aber vielleicht gut.

Gesundheit ist das wichtigste! Sowohl deinem Körper als auch deiner Psyche muss es gut gehen, damit du vernünftig durchs Leben (auch durchs Arbeitsleben) kommst. Hör nicht darauf was andere sagen und kümmer dich um dein eigenes Wohl. Du lebst nur einmal. Mach dich nicht kaputt.

PS: Wer über Burn out lacht, hat den Ernst der Lage wahrscheinlich noch nicht verstanden. Burn out wird derzeit wie eine Art Volkskrankheit gesehen. Tatsächlich gibt es wesentlich mehr Fälle als in der Vergangenheit, andererseits behaupten auch viele Menschen, sie hätten Burn out, obwohl sie sich nur mal schlapp und lustlos fühlen. Es kann daher sein, dass du mit so einer Selbstdiagnose einfach nicht ernst genommen wirst. Geh am besten mal zum Arzt und lass dich durchchecken. Der schickt dich dann zum Psychologen oder Psychiater, der dir eine entgültige und offizielle Diagnose stellt. Dann kann auch keiner mehr was dagegen sagen.

Dass du die Ausbildung durchgezogen hast, obwohl die Arbeitszeiten so extrem waren, ist doch gut. Klar hättest du auch abbrechen können, aber ab und zu muss man sich im Leben mal durchbeißen. Leute, die jetzt im Nachhinein sagen, du hättest das ja nicht tun müssen, einfach ignorieren.

Oft ist dies ein moralisches Problem. Kommt nun ein intelligenter sozialer Mensch in eine Abteilung in der nur nicht so kluge unsoziale Menschen arbeiten. Fällt der eine Mensch der seinen Vertrag und Pflichten nachkommt natürlich direkt auf und wird meist von den anderen dafür gemobbt.

Warum arbeitet diese eine Person nun deutlich mehr, na ja weil sie einfach nicht verstehen kann wie andere ihre arbeit so schlecht machen können oder gar arbeitsverweigerung zeigen weil sie privates am Arbeitsplatz machen oder unbequemes wegschieben etc.   Jemand mit Verantwortungsbewusstsein und auch sozialer Intelligenz fühlt sich verplichtet dem nachzukommen was im Arbeitsvertrag unterschrieben wurde. Letztendlich tut er also mehr weil er es moralisch nicht vertreten kann die Fehler der Kollegen nicht auszumerzen, weill wenns Ärger gibt kriegen den ja alle.

Psychisch ist dies natürlich ein enormer Druck, denn man muss für die dummen/Faulen Kollegen mitdenken, die eigenen Sachen machen und man wird ständig angefeindet, weil die Person es nicht ertragen könnte auf dem Niveau der anderen zu arbeiten und das auch komplett der eigenen Persönlichkeit widersprechen würde.

Dieses Szenario ist eine mögliche Erklärung, die mir mal ein Psychologe erklärt hat. Trifft wohl auch tatsächlich auf einige Menschen zu die dann wegen Depressionen oder Burn-Out in Behandlung müssen.

Ja genau so war es bei mir, es wirkt ja nicht sympathisch wenn man sagt man hat nur mit Idioten zusammen gearbeitet. Ich bin schikaniert und Beleidigt wurden trotz Überstunden undenkbar enormes Arbeitspensum , ich bin quasi nur zum schlafen nach Hause gekommen. Weil ich alles besonders gut machen wollte und ich es nicht verstanden habe das dieses nicht gewürdigt bzw. anerkannt wurden ist. Ich musste mein Jahresurlaub an ein Stück nehmen nur im Winter. Als ich meine Verkäuferprüfung bestanden hatte wurde mir von ein besonders Inkompetenten Sozialen Exemplar gesagt heute schaffen selbst die Idioten die Prüfung. Ich war in den letzten Jahr so unkonzentriert und geschafft das ich tatsächlich mich auf nichts mehr konzentrieren konnte ich hatte ständige Zwangsgedanken etc, und bin dann tatsächlich 2 mal durch die für mich eigentlich einfache Ausbildung gefallen. Danach bekam ich eine neue Chance in einen anderen Unternehmen dieser Chef war ganz anders so etwas kannte ich nicht, und er ermöglichte mir mich zum Betriebswirt weiterzubilden, ich hatte kein Selbstbewusstsein aber er bestärkte mich darin und ich bestand . Heute mache ich mir viele Gedanken immer noch über die Ausbildung und bin mir Sicher es war ein Burnout auch ohne Diagnose. Aber wenn ich das erzähle wird das immer noch als Ausrede angesehen obwohl ich unter anderen Bedingungen bewiesen habe das ich es kann.

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Altes Arbeitergedicht:

Mit der Arbeit ist es so auf Erden, sie kann leicht zum Laster werden.

Du kennst die Blumen nicht- die duften, Du kennst nur arbeiten und schuften.

Und so vergehn die schönsten Jahre, bis Du liegst auf der Bahre

Und hinter dir, da lacht der Tod: "Kaputt malocht.......du Idiot"

Darin steckt viel Wahrheit, denn in unserer Leistungsgesellschaft steht der Ertrag im Vordergrund. Der Mensch wird mit der Viehhaltung gleich gestellt, nach der Formel: Anzahl der Menschen X qm Betriebsfläche = erwarteter Ertrag. Daraus resultieren Ängst der Mitarbeiter, wenn sie schwächeln und Gefahr laufen, gegen frische Leistungserbringer ausgetauscht zu werden. Es entsteht Mobbing gegen diejenigen, welche noch ertragreich sind. Der Mobber erzwingt dann ein Sozialverhalten, damit seine eigene Schwäche im Durchschnitt versteckt werden kann.

Der Leistungsträger erkennt die schwächelnde Person und interpretiert aus sozialer Sicht, dass er vorübergehend den Kollegen mit durchzieht. Soweit in Ordnung. Jedoch wird es zum Dauerzustand, bis der nächste Kollege schwächelt usw. Ein Teufelskreis, der den Leistungsträger wirklich keine Blumen mehr sehen lässt, während die Schwächelnden grinsend in der bunten Wiese liegen. Die leben gut damit und füttern den Leistungserbringer mit ablenkender Beschäftigung.

Da der Leistungserbringer schon 100 % seines Lebens mit "sozialer Unterstützung" verbringt, kommen plötzlich private Probleme hinzu, denn dort findet das Sozialleben tatsächlich statt und keine Viehhaltung. Der Leistungsträger verlagert unter massiven Widerstand der schwächelnden Kollegen den Fokus auf die Familie. Er glaubt tatsächlich, dass seine Kollegen genau so seine Schwäche überbrücken, wie er es bei ihnen getan hat. Ein schwerer Irrtum, denn die Kollegen wollen auf keinen Fall ihr erholsames Arbeitsleben aufgeben und streuen auch noch Salz in die Wunde.

Der Leistungsträger zerbröselt dann zwischen den Stühlen. Burnout.

Die Therapie versucht dann, dem Patienten die Blumen zu zeigen.

Muss ich evtl Strafgeld zahlen?

Der Arzt hat mir empfohlen zum Psychiater zu gehen. Aber ich denke er hat Viel falsch verstanden und auch Viel interpretiert.

Und wenn ich dann zum Psychiater gehe und er sagt ... Dass ich völlig gesund bin.. muss ich dann Strafgeld bezahlen ?

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