Warum werden lehrer nicht nach den leistungen was sie ihren schülern beibringen bezahlt?

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16 Antworten

Wie konkret stellst du dir das denn vor? Wie willst du das denn vergleichen? Sind etwa zwei verschiedene Klassen wirklich vergleichbar? Ich schreibe als Lehrkraft den gleichen Test nach dem gleichen Vorunterricht (sofern das überhaupt möglich ist) in zwei verschiedenen Klassen und sie fallen völlig unterschiedlich aus. Hab ich dann in der einen Klasse so viel besser unterrichtet? Oder liegt es vielleicht einfach daran, dass eine jede Klasse unterschiedlich ist?

Möchtest du wirklich Lehrkräfte, die möglichst streng sind, deren einziges bestreben es ist, dass ihre Klasse bei Vergleichstests möglichst gut abschneiden, damit sie besser bezahlt werden? Was bringt das? - außer einen verstärkten Frontalunterricht, in dem nur noch die Inhalte von Vergleichstests gepaukt werden?

Projektartiger Unterricht, Museumsbesuche oder Oper-/Musicalbesuche, was selbst erforschen, was selbst ausprobieren, Versuche selber aufbauen, durchführen, auch mal Aufgabenstellungen, die etwas Kreativität erfordern, bringen in meinen Augen Schüler*innen sehr viel weiter als stupider Frontalunterricht, der in irgendwelchen Vergleichstests mündet. Aber einzig letztgenannter wäre noch irgendwie überprüfbar bzw. vergleichbar.

Es gibt an jeder Schule stärkere und schwächere Klassen. Meistens ist das auch so mehr oder minder im Kollegium bekannt. Welche Klassen man bekommt, kann man aber nur ganz minimal beeinflussen. Der Schulleiter kann einzelne Lehrkräfte benachteiligen, indem er ihnen schlechtere Klassen gibt, woraufhin diese Lehrkraft schlechter abschneidet und weniger Geld bekommt?

Es gibt z.B. Schulen, an denen es G8 und G9-Klassen gibt. Natürlich schneiden G8-Klassen besser ab - auch wenn sie exakt die gleichen Lehrkräfte haben. Woran liegt das wohl? Ja, genau, weil sie sich ja bewusst dafür entschieden haben, das gleiche in kürzerer Zeit lernen zu wollen. Die Lehrer, die die "einfacheren" Klassen bekommen haben, noch zusätzlich finanziell belohnen und die, die die "schwierigeren" Klassen bekommen, kriegen dann auch noch weniger Geld? Ist das wirklich ein faires System? Manche Schulen haben eher "Problembezirke" als Einzugsbereich. Die Lehrkräfte dort, die meistens eh sehr viel mehr zu kämpfen haben als die in "wohlsituierten" Einzugsbereichen, bekommen zusätzlich weniger Geld? Und dann sollen sich noch irgendwelche guten Lehrkräfte freiwillig entscheiden, dort zu unterrichten? Das verstärkt die Schere zwischen arm und reich nur noch viel mehr. Oder ist es genau das, was du erreichen willst?

In der Schule arbeitet man nicht am Fließband, nicht mit Maschinen, sondern jeder Schüler und jede Schülerin ist unterschiedlich, in jeder Klassengemeinschaft herrscht ein ganz anderes Gruppengefüge. Und ich bin sehr froh, dass ich die Freiheit habe, meinen Unterricht auf die jeweilige Klasse anzupassen und meinen Unterricht so zu gestalten, dass die entsprechenden Schüler*innen gut damit klar kommen, möglichst auch Spaß am Lernen haben und was für sie relevantes mitnehmen.

Müsste ich jetzt nur noch Frontalunterricht machen und den Schüler*innen in möglichst kurzer Zeit möglichst viel Wissen eintrichtern, damit sie in den Vergleichsarbeiten (die dann übrigens immer von außerhalb gestellt und korrigiert werden müssten -> extremer personeller und damit finanzieller Aufwand) möglichst viel Wissen ausspucken, damit ich mein Geld bekomme, hätte ich - ganz ehrlich - keine Freude mehr an dem Job. Nebenbei bemerkt widerspricht es auch jeglicher aktueller Pädagogik, einfach Wissen in Schüler*innen einzutrichtern ohne deren persönliche Voraussetzungen zu berücksichtigen.

Und dein Gehaltsvergleich... Sorry, aber vergleiche mal Lehrkräfte bitte mit Berufen, die ebenfalls ein Abitur und ein Master-Studium + Vorbereitungszeit voraussetzen (also Abitur + ca. 7 Jahre Ausbildungszeit). Sonst könntest du einen jeden Beruf, der ein Studium voraussetzt, als überbezahlt bezeichnen. Sorry, wenn's dir nicht passt, aber das ist in unsrer Welt so, dass Berufe, die eine deutlich längere Ausbildungszeit voraussetzen auch meist in eine höhere Bezahlung münden.

Ich bin mal ganz offen zu dir.

Willst du etwa behaupten das du einen Lehrer Prüfen kannst, Mach du was du später gelernt hast und der Lehrer hat hat seine Prüfungen alle hinter sich.

Das die Zeit natürlich alles schnellebiger machte dafür macht der Lehrer auch Fortbildungskurse. Du kannst auch in der Klasse kein Förderband aufstellen. Wenn du das lernen am Fliessband erfindest wirstm du mal ,sehr reich. Lehrer haben es mit versch, Menschen zu tun jeder für sich ist anderns. Er hat ja in der Regel auch

mehr Klassen zu versorgen. Laut Studie war 1965 ein Mittlerer Bildungsabschluss mehr Wert wie heute ein Abitur.

Mit freundlichem

Gruß

Weil sie mit der heutigen Schülergeneration, die sich manchmal als penetrant lernresistent zeigt, verhungern würden.

Ich hab ne ganze Weile Nachhilfe gemacht und wenn ich jetzt höre, dass die ersten Taschenrechner sogar die gute alte PQ-Formel automatisiert ausrechnen, wenn die Schüler nur die Zahlen eingeben, dann könnt ich kotzen.

Nachhilfe war immer interessant, wenn in der 6. (!!) Klasse noch nichtmal das kleine 1x1 saß.

Muss ja nicht nur an den Lehrern liegen, Jugendliche haben immer mehr andere Interessen als sich auf den Lehrstoff zu konzentrieren. Es gibt an manchen Schulen Prämien für Vergleichstests hab ich mal gelesen, ob das stimmt oder überhaupt richtig ist finde ich dennoch fraglich. 

Wenn du der Meinung bist einige deiner Lehrer (?) machen ihre Arbeit nicht so wie sie sollten würde ich den Direktor aufsuchen 

Das liegt daran, dass die Leistung der Schüler nicht nur vom Lehrer abhängen und es in Deutschland so gut wie keine Berufe mehr gibt, in denen du nach erbrachter Leistung bezahlt wirst...

Wäre zu viel arbeit dafür müssten wieder viele Menschen eingestellt werden nur um Lehrer zu überprüfen.

Warum denn "überprüfen", anstandig "prüfen" wäre schon genug!

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Dann wären ja die Lehrer voll erpressbar! (Wunderschöne Vorstellung ...)

"Herr Müller. entweder Sie geben uns alle eine '1' oder wir treten in den Lernstreik! Dann müssen Sie aber noch einen Aushilfsjob annehmen, um über die Runden zu kommen diesen Monat!"

Da hast Du vollkommen recht. Sie stehen halt im Staatsdienst und dort sind Beamte nunmal wohlgelitten. 

Es war ja bis vor ein paar Jahren noch üblich, dass man auf Lehramt studieren konnte und bis zum Referendariat nicht ein einziges Mal vor einer Klasse stehen musste - diese praxisferne Ausbildung ist m.M.n. das wirklich Schlimme. Gerne gutes Gehalt für die Menschen, die unsere Kinder und Jugendliche zukunftsfit machen müssen und einen großen Einfluß auf ihr Leben nehmen: aber dann bitte mit verbesserter Ausbildung und stärkerem Aussieben. 

Was ist das denn für ein Unsinn ?

Die allerwenigsten Lehrer sind Beamte und wollen es teilweise auch gar nicht sein. Und Lehrer an Privatschulen stehen auch nicht im Staatsdienst.

Und schon gar nicht verdienen sie genug, dass es auch ohne Spaß am Lehrer-sein lohnen würde.

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@valvaris

"Allerwenigste" - das bezweifle ich. Nicht sein wollen? Auch das bezweifle ich. 

Hast Du denn eine Statistik parat über die Verteilung von verbeamteten vs. angestellte Lehrer? Würde mich ehrlich interessieren, wie die Verteilung ist. Denn die, die ich kenne, sind alle verbeamtet (und das gerne bei den Aussichten im derzeitigen Rentensystem... )

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@Stellwerk

Die Statistik kannst du schnell bei Google finden.

Abgesehn davon haben Lehrer nunmal einiges zu tun, was nicht direkt Arbeit mit Schülern ist.

http://www.tresselt.de/arbeitszeit.htm

kleine Übersicht.

Außerdem was ist dann mit Klassenfahrten über ne Woche? Willst du das Gehalt dafür aus eigener Tasche zahlen, weil der Lehrer dann mal auf dein Kind aufpasst ?

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@Stellwerk

In Berlin wurde sehr lange nicht mehr verbeamtet. Die Diskussionen laufen.

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@valvaris

Bist Du Lehrerin oder warum reagierst Du so aggressiv? Ich hab doch geschrieben, dass ich kein Problem damit habe, wenn Lehrer gut verdienen, weil ihr Job für die Gesellschaft wichtig ist. Ich habe nur was dagegen, wenn das Studium reine Theorie ist und - wie im Fall einer Freundin - die Absolventen dann während des Refs erst merken, dass sie eigentlich gar nicht fürs Unterrichten geeignet sind.Und ich hab was dagegen, dass Leute Lehrer werden, weil ihnen nichts besseres einfällt. Dafür haben sie zuviel Verantwortung.

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Sie absolvieren nichr nur ein Studium. Sie werden auch geprüft wie sie ihr Unterricht gestalten und ob der Inhalt stimmt.

Haben sie die Prüfung bestanden sind sie auch bereit dafür Leuten was beizubringen.

Auch wenn man so paar Schwierigkeiten beim ein oder anderen Lehrer hat ihn zu verstehen.

Das wäre ja schön wenn das ginge. Traurigerweise lässt die Schulleitung immer wieder in der Oberstufe Lehrer auf uns los die absolut keine Ahnung haben wie man Unterrichtet. Es mag ja sein, dass sie viel von ihrem Fach verstehen aber unsere Kunstgeschichtslehrerin kommt vom Museum, hat keinerlei Ausbildung im Bereich als Lehrer und auch keine pädagogischen Fähigkeiten. Sie ist als Aushilfe wegen des Lehrermangels vor ein paar Jahren eingesprungen und jetzt ist sie unsere Klassenleitung und wir schreiben in diesem Fach Abitur. Unsere Englisch Lehrerin ist psychisch krank (und wer meint woher willst du das denn wissen- ich habe meine Quellen).

Des kann man doch nicht nachprüfen, jeder kommt mit anderen Typen gut zurecht...

Werde neuer Bildungsminister und setze das durch ;) .

Was machst du denn so Beruflich?

Was bekommen Lehrer in der Unterstufe denn im Monat?

Dachte ich mir.

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2600 brutto

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was bekommt ein schlosser/tischler der 10 stunden körperlich und oft in der kälte schuftet ... 1600 -1800 brutto

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@drklua

Ich liebe es wenn Argumente im Wechselspiel durch Unter- und Übertreibung künstlich erschaffen werden.

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@drklua

Möchtest du den Kommunismus? Wenn Du mehr gelernt hast...länger auf einer Schule warst wie z.B. Hauptschüler-----Abiturient----fändest du es dann gut wenn der Hauptschüler der evtl. keinen Bock auf Lernen hat-----so viel verdient wie du? Als Abiturient?  Keine Diskriminierung von mir beabsichtigt.-----aber meistens ist es ja so.

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Willst du die Kerle denn wirklich verhungern lassen mit leistungsgerechter Bezahlung? Dann fällt sogar noch Witwenrente an. Überlege mal!

Dann würden meine Lehrer keinen Cent bekommen!

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