Warum werden Kreuzfahrtschiffe nicht mit Landstrom versorgt?

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11 Antworten

Gibt es natürlich schon. Nur steht halt nicht in jedem Hafen oder jeder Anlagestelle bereits die entsprechende Infrastruktur. Alternativ gibt es als Feigenblatt auch Schffe, die für die Hafenliegezeiten "saubere" Dieselgeneratoren betreiben, und nur auf hoher See, wo es wenige intressiert, die Umwelt verpesten.

http://www.stemmann.de/de/produkte/leitungstrommeln/motorleitungstrommeln/landstromversorgung\_fuer\_kreuzfahrtschiffe

Eine Landstromversorgung wird auch im Hamburger Hafen gebaut: http://www.ingenieur.de/Themen/Klima-Umwelt/Siemens-baut-im-Hamburger-Hafen-Landstromanschluss-fuer-Kreuzfahrtschiffe

Insgesamt muss international gegen die extrem umweltschädlichen Motoren von Großschiffen vorgegangen werden.

An Land wären das Sondermüllverbrennungsanlagen - auf See dürfen die aber ohne jeden Filter laufen....


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ich habe hier schon eine menge vergohrene milch mit Löchern gelesen...

also es ist so, dass MANCHE kreuzfahrtschiffe in der tat Lanstromversorgung haben. viele containerschiffe in zwischen auch...

international ist das übrigens zwischenzeitlich auch schon genormt (6.800 Volt) und bis zu 800 Ampere. die anpassung an die boardspannung auf dem schiff wird dort vorgenommen...

lg, Anna

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Weil diese eine andere Betriebsspannung haben ,meist nur 110 Volt statt 230 ,so müsste ein Trafo vorhanden sein ,auch ist es Schwierig die an Land anzuschließen, weil es nicht mit einem Kabeliebigen  wie beim Wohmobil getan ist sondern ,müsste schon was größeres sein weil dies einem Strambedarf wie ein größeres Torf haben ,die Anschlüsse bereit zu stellen wären in den Häfen zu teuer.

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Also um es noch einmal auf den Punkt zu bringen.

Es gibt bereits einige Häfen, in denen man ein Konzept entwickelt hat, um Schiffe dieser Größenordnung mittels Kabeln mit Strom zu versorgen. In Deutschland z.B. in Hamburg und Lübeck. In anderen Häfen arbeitet man daran.

Als Stichwort sei hier mal "Cold Ironing" genannt.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Cold_Ironing

Dann noch einmal folgende, interessante Seite, die sich mit der Problematik befasst.

http://www.hs-bremen.de/internet/hsb/projekte/maritime/studium/nautikseeverkehr/diplombachelor/diplomarbeit_brieske_pamela.pdf

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So ein Kahn braucht unglaublich viel Strom. Da ist es mit einer Steckdose nicht getan. Aber in immer mehr Städten wird die nötige Infrastruktur gerade aufgebaut. 

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Die Stadt Hamburg liess über ihre Pressestelle stolz verkünden, dass seit diesem Jahr die Kreuzfahrtschiffe von Land aus mit Strom versorgt würden, um die Luftbelastung durch die Schwerölverbrennung "Im Stand" zu vermeiden.

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weil derjenige der den landstrom erzeugt dasnatürlich bezahlt haben will. wie soll denn da die abrechnung laufen?

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Kommentar von sophie1235
28.04.2016, 14:48

Die Reederei bezahlt die Stromkosten statt die Treibstoffkosten.

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ein Ort mit 1000 Einwohnern hat irgendwo einige Transformator-Stationen, um aus Hochspannung 230V zu machen. Das hat sich bewährt, weil dadurch die Energie-Verluste geringer sind und in jedem Haus auch 230V ankommen.

Ähnlich müsste auch die Versorgung des Schiffes erfolgen.
Beim An- und Ablegen müssten also Hochspannungsleitungen zum Schiff geführt werden. Wie sollen diese Leitungen aussehen? Freileitungen ? Da hat schon die Energieversorgung bei starkem Wind das Problem, dass die Drähte nicht gegeneinander schlagen. Dabei bewegen sich die Masten nicht, das Schiff aber doch.
Was passiert, bei hohem Wellengang? Drähte aus Gummi? Geht nicht, es soll ja Strom fließen. Was, wenn so ein Draht reißt und die Spannung nicht schnell genug abgeschaltet werden kann? Und selbst wenn das ginge, wie viele Tote könnte es geben.

Keine Rederei wird sich auf so etwas einlassen.

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Kommentar von captjens
29.04.2016, 12:40

Ernsthaft? Selten so einen Schwachsinn gelesen. Natürlich gibt es Landstrom für Schife und natürlich sind das Kabel, mehrere, mit Gummiummantelung. Sicherlich ist der Energiebedarf sehr hoch, aber trotzdem wird z.B. In Hamburg gerade so etwas gebaut. Und sollten die Wellen IM HAFEN mal so hoch sein, dass Kabel reißen könnten, dann ist die Stromverbindung für Schiff und Hafen das kleinste Problem. 

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Vermutlich gibt es im Hafen keine ausreichend großen "Steckdosen".

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Kommentar von sophie1235
28.04.2016, 14:48

Die ließen sich ja errichten

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Das kommt auf die Infrastruktur des jeweiligen Hafens an. Wo die Versorgung mit Landstrom oder einem mobilen Kraftwerk möglich ist, wird es schon gemacht.

https://de.wikipedia.org/wiki/LNG-Hybrid-Barge

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Der Landstrom ist gewöhnlich auch nicht viel sauberer.

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