Warum werden Kinder zwischen 0 und 3 nicht ausgebildet?

11 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich hielte es auch für sinnvoll, gerade in den jungen Jahren mehr zu bilden. Das ermöglicht es, sehr grundlegende Kompetenzen zu vermitteln.

So ist es ja durchaus möglich, Kinder mehrsprachig aufzuziehen oder ihnen von klein auf ein musikalisches Verständniss anzutrainieren.

Selbiges sollte auch mit anderen Lerninhalten funktionieren.

Ja, du irrst dich. Mozart wurde schon in jungen Jahren gelehrt, weil er ein Ausnahmetalent und lernen wollte. Das trifft aber auf die wenigsten Kinder zu, denn das Wort "Ausnahmetalent" sagt schon aus, dass dies eine Ausnahme ist.

Viele Kinder z .B. in Asien werden gedrillt, und das ist dem Kindeswohl abträglich. Für weiteres schließe ich mich Userin turnmami an.

Frühkindliche musikalische Bildung ist doch üblich. Hauptsächlich muss aber zunächst die Motorik und die Kontrolle über den Körper erlernt werden. Damit ist das Gehirn durchaus schon sehr beschäftigt. Zu dem 3-jährigen Schachspieler hätte ich gern einen Link. Auch soziale Fähigkeiten müssen zunächst erlernt werden. Akademisiert man ein Kleinkind zu früh, fehlen ihm später evtl. elementare Grundfähigkeiten.

Mozart ist auch eher ein Ausnahmetalent, die wenigsten Kleinkinder sind zu so etwas in der Lage. Egal mit wie viel Übung.

Akademisiert man ein Kleinkind zu früh, fehlen ihm später evtl. elementare Grundfähigkeiten.

Das würde ich so nicht sagen. Zum einen sollte man die Bildung motorischer oder sozialer Fertigkeiten selbstverständlich nicht vernachlässigen.(Und vor Allem auch ethichsche Kompetenzen schulen), doch das eine schließt das andere keineswegs aus. Eine akademische Bildung sollte neben der ausschließlich motorischen/sozialen Bildung zusätzlich erfolgen.

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@Destranix

Sicher lassen sich so Inselbegabungen provozieren, die erwähnte Mehrsprachigkeit kann sicher positiv sein, aber zu tieferer Ethik oder Lösung logischer Problemstellungen ist ein Kind in dem Alter einfach nicht fähig erst recht nicht vor dem Spiegelstadium. Ich denke da kann man auch viel Schaden anrichten.

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@Kopfleer
aber zu tieferer Ethik oder Lösung logischer Problemstellungen ist ein Kind in dem Alter einfach nicht fähig

Nun, ich meinte an sich eigentlich mit "ethische Kompetenz", dass man es schlicht nicht komplett verhauen soll, sondern das Kind entsprechend so behandeln soll, dass es Emphatie und Ähnliches entwickelt.

Das komplexe Fragestellungen nicht lösbar sind ist selbstverständlich. Das betrifft allerdings quasi jeden erlernbaren Bereich, sofern das Kind nicht gerade ein "Wunderkind" oder Ähnliches ist.

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@Kopfleer

"Inselbegabungen" sollten zudem nicht das Ziel sein.

Lediglich eine weitgestreute Grundlage sollte gebildet werden, um die Ausbildung von Begabungen durch as Kind selbst zu ermöglichen.

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@IA3007

Das ist der Schluss zu dem ich, bei meinem Kenntnisstand über die Entwicklung von Gehirnen und Kindern, komme.

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@Destranix

Ethische Kompentenzen? Für Kinder unter drei?

Vielleicht solltest Du Dich mal darüber informieren, zu welchen Dingen so ein Kleinkind biologisch gesehen überhaupt in der Lage ist.

Und nicht die ganze Zeit auf irgendwelchen Ausnahmeerscheinungen herumreiten.

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@BBPB21
Ethische Kompentenzen? Für Kinder unter drei?
Vielleicht solltest Du Dich mal darüber informieren, zu welchen Dingen so ein Kleinkind biologisch gesehen überhaupt in der Lage ist.
Und nicht die ganze Zeit auf irgendwelchen Ausnahmeerscheinungen herumreiten.

Dazu hatte ich bereits in Antwort auf einen Kommentar von Kopfleer Stellung bezogen:

https://www.gutefrage.net/frage/warum-werden-kinder-zwischen-0-und-3-nicht-ausgebildet#comment-251710289

Ich kann durchaus verstehen, dass du diesen Kommentar noch nicht gelesen hattest, als du diesen hier gerade von mir kommentierten Kommentar verfasstest, ich empfinde deine Wortwahl allerdings dennoch als provozierend, insbesondere, da du mir unbewiesene und nicht nachvollziehbare Dinge vorwirfst.

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@Destranix

Ich reagiere einfach nur auf das, was Du so von Dir gibst.

Du hast ganz offensichtlich keinerlei Ahnung, wie sich so ein Kind entwickelt.

Sonst würdest Du manche Fragen gar nicht stellen.

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@BBPB21
Sonst würdest Du manche Fragen gar nicht stellen.

Kannst du konkrete Fragen nennen? Mir wäre nicht bewusst, dass ich hier solche gestellt hätte.(Also bis auch die eine gerade eben beiu der ich nach Fragen fragte.)

Ich reagiere einfach nur auf das, was Du so von Dir gibst.

Selbstverständlich tust du das. Wäre ja sehr merkwürdig, wenn du komplett unabhängig einfach irgendetwas hier schreiben würdest.

Du hast ganz offensichtlich keinerlei Ahnung, wie sich so ein Kind entwickelt.

Deine Schlußfolgerung kann ich nicht nachvollziehen.

Mir mag es durchaus an Erfahrung mangeln. Das allein ist aberd efinitiv kein Grund auf Nichtwissen zu schließen.

Ich muss dich daher bitten, deine Kritik zu konkretisieren und dabei auch konkret Bezug auf Aussagen meinerseits zu nehmen.

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@Destranix

Ja, und hier ist wieder Dein Unverständnis.

Ein Kleinkind kann noch keine ethischen Kompetenzen erwerben.

Es durchläuft in diesem Alter sehr viele Prozesse in der Hirnreife. Die lassen Empathie meist noch gar nicht zu.

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@Destranix

Ich beziehe mich auf die Entwicklung eines Kleinkindes.

Das Kleinkind entwickelt erst mit ca. 4 Jahren ein Langzeitgedächtnis. Auf vorher Gelerntes kann es kaum zugreifen.

Erst ab 4 wird die linke und die rechte Hirnhälfte besser miteinander verbunden. Das Kind kann erst dann überhaupt damit anfangen, analytisch und intuitiv zu arbeiten. Das Kind fängt jetzt erst an zwischen Wirklichkeit und Traum zu unterscheiden und beginnt in Rollenspielen sich darin zu üben, empathisch zu sein.

Erst mit ca. 6 Jahren lernt ein Kind eine nennenswerte Selbstkontrolle. Der Frontallappen im Hirn des Kindes lässt erst jetzt logisches Denken, urteilen, rechnen usw..

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@BBPB21
Ja, und hier ist wieder Dein Unverständnis.

Ich möchte dich bitten, mich nicht unbegründet persönlich anzugreifen.

Zumal du mir weder ein wiederholtes noch ein einmaliges Unverständnis nachweisen kannst. Ich habe durchaus Verständnis für angebrachte Kritik udn gehe auch auf diese ein.

Es durchläuft in diesem Alter sehr viele Prozesse in der Hirnreife. Die lassen Empathie meist noch gar nicht zu.

Diese Aussage ist wahrscheinlich falsch. Auch Kleinkinder sind in der Lage, zu erkennen, wenn sich Menschen unwohl fühlen.

Im Grund genommen werden die Kompetenzen, auf die ich mich hier bezog, automatisch erworben. Wie ich bereits erwähnte bezog ich mich mit dieser Fomulierung mehr darauf, dass die Erziehenden dahingehend nichts grob falsch machen sollten.

Ich beziehe mich auf die Entwicklung eines Kleinkindes.

Das tue ich auch.

Das Kleinkind entwickelt erst mit ca. 4 Jahren ein Langzeitgedächtnis. Auf vorher Gelerntes kann es kaum zugreifen.

Die Aussage ist halb falsch.

Zwar mag es erst in späterem Alter ein Langzeitgedächtniss besitzen, auf das es bewusst zugreifen kann, bereits erlernte Kompetenzen sind aber sowohl davor als auch danach unterbewusst, und mit zunehmendem Alter womöglich auch bewusst, aufrufbar. (Sonst wäre es dem Kind ja beispielsweise nicht möglich zu sprechend oder zu laufen oder sonstetwas, bevor es ein bewusstes Langzeitgedächtniss entwickelt.)

Im Allgemeinen denke ich, dass ein Missverständniss in underem Diskurs vorliegt:

Ich beziehe mich vor Allem auf solche Dinge, die sich unterbewusst verankern.

Du scheinst vor Allem von bewusst erlerntem zu sprechen.

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@Destranix

Ich sehe auch gerade, ich werfe hier mehrere Personen fröhlich durcheinander.

Ich rede in der Tat von bewusstem Lernen.

Es gibt für alles Kinder, die irgendetwas früher können.

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Kinder in dem Alter lernen sprechen,manche sogar mehrere Sprachen. Sie lernen, ihre Gedanken zu strukturieren und auszudrücken.

Sie lernen auch Körperkoordination und Gleichgewichtssinn. Sie lernen gehen. Sie lernen, selbständig essen, sie lernen klettern, werfen, klatschen, sich anziehen, mit Stiften malen.

Sie lernen auch den Umgang mit anderen Menschen und sammeln unendlich viele Erfahrungen, die sie verarbeiten und einordnen müssen, um daraus zu lernen. Z.B. dass Bügeleisen heiß sein können, dass nicht alle glänzenden Oberflächen nass sind, dass man sich selbst in einem Spiegel sieht, dass Staubsauger laut, aber ungefährlich sind, und so weiter, und so fort.

Es ist aber richtig, dass man die Entwicklung des Gehirns fördern kann, wenn man dem Kind viele verschiedene Dinge zeigt. Z.B. ist es sehr wichtig für Kinder, mit einem Ball zu spielen. Und mit Bausteinen. Unterschiedliche Dinge anfassen zu können, die unterschiedliche Strukturen haben. Auch Musik machen bildet bestimmte Synapsen im Gehirn aus. Also auf einem Mini Keyboard klimpern bringt was, außer dass die Eltern genervt sind.

Du irrst Dich. Die Kinder zwischen 0 und 3 Jahren werden, genauso wie die älteren Kinder, altersgemäß "gebildet". Dass es Kinder gibt, die "frühreif" sind läßt nicht darauf schliessen, dass alle anderen Kinder, bei entsprechender Förderung, zu den gleichen oder ähnlichen Dingen fähig wären. Zudem muß man solche Erfolgsgeschichten immer kritisch sehen. Ob diese Prominenten wirklich im "zarten Alter" solche Leistungen gebracht haben kann man glauben - oder auch nicht.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung
Dass es Kinder gibt, die "frühreif" sind läßt nicht darauf schliessen, dass alle anderen Kinder, bei entsprechender Förderung, zu den gleichen oder ähnlichen Dingen fähig wären.

Allerdings werden in jedem Fall durch frühe vermittlung von vermittelbaren Inhalten fest verankerte grundlegende Kompetenzenm geschaffen.

("vermittelbar" ist dabei wesentlich. Versuchts du jemandem etwas zu erklären, der deine Sprache nicht spricht, dnan wirst du wenig erfolg haben.)

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@Destranix

Das wird ja auch gemacht. Man darf die Kinder zwischen 0 und 3 Jahren natürlich, genauso wie ältere Kinder und Jugendliche, nicht überfordern. Das würde bei vielen Kindern in dem Alter, wenn man die Forderungen des Fragestellers umsetzen würde, geschehen. Das wäre dann sogar kontraproduktiv.

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@Velbert2
Das wird ja auch gemacht.

Leider allerdings nicht überall in angemessenem Maß.

Ich verstehe die Frage des fargenstellers so, dass er wohl in irgendeiner Art und Weise eine einheitliche Grundbildung in diesem alter fordert, was ich durchaus für nachvollziehbar und sinnvoll halte, ohne konkret darauf einzugehen, wie man das bewerkstelligen sollte.

Man darf die Kinder zwischen 0 und 3 Jahren natürlich, genauso wie ältere Kinder und Jugendliche, nicht überfordern

Ich kenne mich mit der Psychologie von unter 3jährigen nicht wirklich aus und kann mich auch nicht selbst daran erinnern.

Gerade der Punkt, dass ich mcih nicht daran erinnern kann, bestärkt in mir die Annahme, dass man sehr kleinen Kindern wesentlich mehr zumuten kann, als älteren, schlicht, da diese noch kein wirkliches bewusstsein entwickelt haben, quasi noch (das mag jetzt doof klingen) "Maschinen" sind, die zwar durchaus Grenzen haben, allerdings dennoch eben besser und mehr lernen können, schlicht da sie außer lernen in dem Alter nicht viel anderes machen.

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@Destranix

Allerdings muss man auch berücksichtigen, dass diese kleinen Kinder viel schneller müde werden und mehr schlafen als ältere Kinder. Neben Schlafen, Essen, Windel wechseln, Spielen und den jetzt schon üblichen Fördermaßnahmen bleibt dann kaum noch Zeit für weitere Fördermaßnahmen.

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@Velbert2
Neben Schlafen, Essen, Windel wechseln, Spielen und den jetzt schon üblichen Fördermaßnahmen bleibt dann kaum noch Zeit für weitere Fördermaßnahmen.

Kann ich schlecht nachvollziehen, hatte noch keine Kinder. An sich denke ich aber, dass man zum einen das Spielen durchaus mit Fördermaßnahmen verknüpfen kann und sollte(Dabei nicht vergessen, dass "Fantasie" und Ähnliches durchaus auch gefördert werden sollten. Also selbstständiges Spielen auch sinnvoll ist) und zum anderen nicht täglich die immer gleichen Fördermaßnahmen durchgeführt werden müssen. Selbst wenn man nur einmal in der Woche oder alle zwei Wochen mit dem Kind zusammen Musik macht, wird es später wesentlich fortgeschrittene Kompetenzen in diesem Gebiet besitzen.

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@Destranix

Glaube ich nicht. Ganz kleine Kinder vergessen schnell wieder, was sie gelernt haben. Das kenne ich zur Genüge von meinen Neffen.

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@Velbert2

Wenn du dem Kind versuchst, ein instrument beizubringen, dann wird es das Instrument sicherlich bald nicht mehr spielen können. Ich dachte mehr an grundlegendes, wie beispielsweise Melodien zu erkennen oder Akkorde unterscheiden zu können, etc.

Davon abgesehen gilt im allgemeinen allerdings, auch bei kleinen Kindern, dass man durch Wiederholung des gelernten in immer größer werdenden Zeitabständen das gelernte festigen kann.(Diese Zeitabstände sind aber bei kleinen Kidnern womöglich kleiner als bei älteren. Lernen geht zwar schneller, verlernen allerdings auch.)

An sich sollte man das gelernte auch noch viele Jahre weiter wiederholen, doch das dürfte nicht wirklich möglich sein, denn das, was das Kind lernen und man selbst lehren kann wird zunehmend mehr. Man müsste schlicht das neu zu lehrende so mit dem alten verknüpfen, dass altes Wissen weiterhin verwendet genutzt werden kann. Das wird allerdings dann problematisch, wenn das Kind in einem Alter ist, in dem es selbst Entscheidungen treffen kann und sollte und es bestimmte Dinge nicht machen will. Dann verlernt das Kind womöglich erlernte Kompetenzen, die es später einmal benötigt oder selbst gerne hätte.(Konkret als Beispiel fiele mir dazu bei, dass ein Kind ab einem Alter anfängt ein Instrument zu lernen, dann aber irgendwann nicht mehr spielen will, wenn es erwachsen ist aber merkt, dass es schon ganz hilfreich oder schön wäre, wenn es zumindest grundlegende Kentnisse auf dem Gebiet hätte.)

Ich selbst wüsste allerdings nicht, wie ich in dre zuletzt genannten Situation als Erziehender reagieren sollte. Das Kind zu ziwngen, weiter zu musizieren ist definitiv keine Option. Wahrscheinlich am sinnvollsten wäre es, das Kind anderweitig dazu zu bringen, das erlernte aufzufrischen, entweder durch unterbewusste manipulation oder durch unregelmäßige Aufforderungen, das erlernte anzuwenden.(Ersteres wüsste ich nicht, wie ich das bewerkstelligen sollte, letzteres meint beispielsweise die Aufforderung, zu besonderen Anlässen ein kurzes Stück auf dem Klavier vorzuspielen oder Ähnliches). Beides funktioniert allerdings danna uch nur, wenn das Kind mitspielt.

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@Destranix

"Spielen" ist für Kinder nicht "spielen".

Beim Spielen lernen Kinder. Immer. Das ist sogar recht anstrengend für sie.

Die meisten Eltern singen mit ihren Kindern. Und das wesentlich öfter als so alle 2 Wochen.

Das ist kein Garant für besondere Kompetenzen.

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@BBPB21
Das ist kein Garant für besondere Kompetenzen.

Das nicht.

Es ermöglicht aber definitiv die frühe Ausbildung sehr hilfreicher Grundlagen für entsprechende Kompetenzen.(Bzw. habe ich weitestegehend diese Grundlagen bereits als Kompetenz bezeichnet. Ich nehme an, dass du entsprechend auf diesen Grundlagen aufbauende Kompetenzen meinst und nicht die von mir genannten Kompetenzen/Grundlagen)

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@Destranix

Die beste Ausbildung ist in jedem Alter - Spaß an einer Sache zu wecken.

Und das machen die meisten Eltern.

Dann kommen die Kompetenzen von ganz alleine.

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@BBPB21

Ja, ds stimme ich dir zu.

Wenn man es als Erziehender schafft, ein Kind für etwas zu begeistern und dafür zu sorgen, dass es auch begeistert bei der Sache bleibt, dann hat man schon mehr erreicht, als das, was man dem Kind selbst hätte beibringen können.

Das sehe ich im Kontext der frage(Alter unter 3 Jahre) allerdings eher als "Lernmethode", denn in dem Alter ist die Begeisterung oft schnell wieder verfolgen.

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