Warum werden Kinder zwischen 0 und 3 nicht ausgebildet?

15 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich hielte es auch für sinnvoll, gerade in den jungen Jahren mehr zu bilden. Das ermöglicht es, sehr grundlegende Kompetenzen zu vermitteln.

So ist es ja durchaus möglich, Kinder mehrsprachig aufzuziehen oder ihnen von klein auf ein musikalisches Verständniss anzutrainieren.

Selbiges sollte auch mit anderen Lerninhalten funktionieren.

Kinder in dem Alter lernen sprechen,manche sogar mehrere Sprachen. Sie lernen, ihre Gedanken zu strukturieren und auszudrücken.

Sie lernen auch Körperkoordination und Gleichgewichtssinn. Sie lernen gehen. Sie lernen, selbständig essen, sie lernen klettern, werfen, klatschen, sich anziehen, mit Stiften malen.

Sie lernen auch den Umgang mit anderen Menschen und sammeln unendlich viele Erfahrungen, die sie verarbeiten und einordnen müssen, um daraus zu lernen. Z.B. dass Bügeleisen heiß sein können, dass nicht alle glänzenden Oberflächen nass sind, dass man sich selbst in einem Spiegel sieht, dass Staubsauger laut, aber ungefährlich sind, und so weiter, und so fort.

Es ist aber richtig, dass man die Entwicklung des Gehirns fördern kann, wenn man dem Kind viele verschiedene Dinge zeigt. Z.B. ist es sehr wichtig für Kinder, mit einem Ball zu spielen. Und mit Bausteinen. Unterschiedliche Dinge anfassen zu können, die unterschiedliche Strukturen haben. Auch Musik machen bildet bestimmte Synapsen im Gehirn aus. Also auf einem Mini Keyboard klimpern bringt was, außer dass die Eltern genervt sind.

Ja, du irrst dich. Mozart wurde schon in jungen Jahren gelehrt, weil er ein Ausnahmetalent und lernen wollte. Das trifft aber auf die wenigsten Kinder zu, denn das Wort "Ausnahmetalent" sagt schon aus, dass dies eine Ausnahme ist.

Viele Kinder z .B. in Asien werden gedrillt, und das ist dem Kindeswohl abträglich. Für weiteres schließe ich mich Userin turnmami an.

Du irrst Dich. Die Kinder zwischen 0 und 3 Jahren werden, genauso wie die älteren Kinder, altersgemäß "gebildet". Dass es Kinder gibt, die "frühreif" sind läßt nicht darauf schliessen, dass alle anderen Kinder, bei entsprechender Förderung, zu den gleichen oder ähnlichen Dingen fähig wären. Zudem muß man solche Erfolgsgeschichten immer kritisch sehen. Ob diese Prominenten wirklich im "zarten Alter" solche Leistungen gebracht haben kann man glauben - oder auch nicht.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung
Dass es Kinder gibt, die "frühreif" sind läßt nicht darauf schliessen, dass alle anderen Kinder, bei entsprechender Förderung, zu den gleichen oder ähnlichen Dingen fähig wären.

Allerdings werden in jedem Fall durch frühe vermittlung von vermittelbaren Inhalten fest verankerte grundlegende Kompetenzenm geschaffen.

("vermittelbar" ist dabei wesentlich. Versuchts du jemandem etwas zu erklären, der deine Sprache nicht spricht, dnan wirst du wenig erfolg haben.)

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@Destranix

Das wird ja auch gemacht. Man darf die Kinder zwischen 0 und 3 Jahren natürlich, genauso wie ältere Kinder und Jugendliche, nicht überfordern. Das würde bei vielen Kindern in dem Alter, wenn man die Forderungen des Fragestellers umsetzen würde, geschehen. Das wäre dann sogar kontraproduktiv.

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@Velbert2
Das wird ja auch gemacht.

Leider allerdings nicht überall in angemessenem Maß.

Ich verstehe die Frage des fargenstellers so, dass er wohl in irgendeiner Art und Weise eine einheitliche Grundbildung in diesem alter fordert, was ich durchaus für nachvollziehbar und sinnvoll halte, ohne konkret darauf einzugehen, wie man das bewerkstelligen sollte.

Man darf die Kinder zwischen 0 und 3 Jahren natürlich, genauso wie ältere Kinder und Jugendliche, nicht überfordern

Ich kenne mich mit der Psychologie von unter 3jährigen nicht wirklich aus und kann mich auch nicht selbst daran erinnern.

Gerade der Punkt, dass ich mcih nicht daran erinnern kann, bestärkt in mir die Annahme, dass man sehr kleinen Kindern wesentlich mehr zumuten kann, als älteren, schlicht, da diese noch kein wirkliches bewusstsein entwickelt haben, quasi noch (das mag jetzt doof klingen) "Maschinen" sind, die zwar durchaus Grenzen haben, allerdings dennoch eben besser und mehr lernen können, schlicht da sie außer lernen in dem Alter nicht viel anderes machen.

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@Destranix

Allerdings muss man auch berücksichtigen, dass diese kleinen Kinder viel schneller müde werden und mehr schlafen als ältere Kinder. Neben Schlafen, Essen, Windel wechseln, Spielen und den jetzt schon üblichen Fördermaßnahmen bleibt dann kaum noch Zeit für weitere Fördermaßnahmen.

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@Velbert2
Neben Schlafen, Essen, Windel wechseln, Spielen und den jetzt schon üblichen Fördermaßnahmen bleibt dann kaum noch Zeit für weitere Fördermaßnahmen.

Kann ich schlecht nachvollziehen, hatte noch keine Kinder. An sich denke ich aber, dass man zum einen das Spielen durchaus mit Fördermaßnahmen verknüpfen kann und sollte(Dabei nicht vergessen, dass "Fantasie" und Ähnliches durchaus auch gefördert werden sollten. Also selbstständiges Spielen auch sinnvoll ist) und zum anderen nicht täglich die immer gleichen Fördermaßnahmen durchgeführt werden müssen. Selbst wenn man nur einmal in der Woche oder alle zwei Wochen mit dem Kind zusammen Musik macht, wird es später wesentlich fortgeschrittene Kompetenzen in diesem Gebiet besitzen.

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@Destranix

Glaube ich nicht. Ganz kleine Kinder vergessen schnell wieder, was sie gelernt haben. Das kenne ich zur Genüge von meinen Neffen.

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@Velbert2

Wenn du dem Kind versuchst, ein instrument beizubringen, dann wird es das Instrument sicherlich bald nicht mehr spielen können. Ich dachte mehr an grundlegendes, wie beispielsweise Melodien zu erkennen oder Akkorde unterscheiden zu können, etc.

Davon abgesehen gilt im allgemeinen allerdings, auch bei kleinen Kindern, dass man durch Wiederholung des gelernten in immer größer werdenden Zeitabständen das gelernte festigen kann.(Diese Zeitabstände sind aber bei kleinen Kidnern womöglich kleiner als bei älteren. Lernen geht zwar schneller, verlernen allerdings auch.)

An sich sollte man das gelernte auch noch viele Jahre weiter wiederholen, doch das dürfte nicht wirklich möglich sein, denn das, was das Kind lernen und man selbst lehren kann wird zunehmend mehr. Man müsste schlicht das neu zu lehrende so mit dem alten verknüpfen, dass altes Wissen weiterhin verwendet genutzt werden kann. Das wird allerdings dann problematisch, wenn das Kind in einem Alter ist, in dem es selbst Entscheidungen treffen kann und sollte und es bestimmte Dinge nicht machen will. Dann verlernt das Kind womöglich erlernte Kompetenzen, die es später einmal benötigt oder selbst gerne hätte.(Konkret als Beispiel fiele mir dazu bei, dass ein Kind ab einem Alter anfängt ein Instrument zu lernen, dann aber irgendwann nicht mehr spielen will, wenn es erwachsen ist aber merkt, dass es schon ganz hilfreich oder schön wäre, wenn es zumindest grundlegende Kentnisse auf dem Gebiet hätte.)

Ich selbst wüsste allerdings nicht, wie ich in dre zuletzt genannten Situation als Erziehender reagieren sollte. Das Kind zu ziwngen, weiter zu musizieren ist definitiv keine Option. Wahrscheinlich am sinnvollsten wäre es, das Kind anderweitig dazu zu bringen, das erlernte aufzufrischen, entweder durch unterbewusste manipulation oder durch unregelmäßige Aufforderungen, das erlernte anzuwenden.(Ersteres wüsste ich nicht, wie ich das bewerkstelligen sollte, letzteres meint beispielsweise die Aufforderung, zu besonderen Anlässen ein kurzes Stück auf dem Klavier vorzuspielen oder Ähnliches). Beides funktioniert allerdings danna uch nur, wenn das Kind mitspielt.

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@Destranix

"Spielen" ist für Kinder nicht "spielen".

Beim Spielen lernen Kinder. Immer. Das ist sogar recht anstrengend für sie.

Die meisten Eltern singen mit ihren Kindern. Und das wesentlich öfter als so alle 2 Wochen.

Das ist kein Garant für besondere Kompetenzen.

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@BBPB21
Das ist kein Garant für besondere Kompetenzen.

Das nicht.

Es ermöglicht aber definitiv die frühe Ausbildung sehr hilfreicher Grundlagen für entsprechende Kompetenzen.(Bzw. habe ich weitestegehend diese Grundlagen bereits als Kompetenz bezeichnet. Ich nehme an, dass du entsprechend auf diesen Grundlagen aufbauende Kompetenzen meinst und nicht die von mir genannten Kompetenzen/Grundlagen)

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@Destranix

Die beste Ausbildung ist in jedem Alter - Spaß an einer Sache zu wecken.

Und das machen die meisten Eltern.

Dann kommen die Kompetenzen von ganz alleine.

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@BBPB21

Ja, ds stimme ich dir zu.

Wenn man es als Erziehender schafft, ein Kind für etwas zu begeistern und dafür zu sorgen, dass es auch begeistert bei der Sache bleibt, dann hat man schon mehr erreicht, als das, was man dem Kind selbst hätte beibringen können.

Das sehe ich im Kontext der frage(Alter unter 3 Jahre) allerdings eher als "Lernmethode", denn in dem Alter ist die Begeisterung oft schnell wieder verfolgen.

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Das ist Quälerei! Man sollte die Kinder,besonders in diesem Alter, auch Kinder sein lassen! Die haben schon noch früh genug mit dem System zu tun!

Ich finde es sogar erbärmlich dass man schon bei 16/18-jährigen so einen Stress macht.

Außerdem wissen die Kinder doch nicht was du von ihnen willst! Es sind kleine Kinder Herr Gott nochmal! Oder wärst du glücklich wenn du deine Kindheit so vergeuden würdest für den erwachsenen-Mist? Da kann man ja nur depressiv bei werden.

Und die Beispiele die du hier aufführt sind keine guten. Es gibt immer Kinder die hochbegabter etc. sein können als andere Kinder/der Durchschnitt.

Ich bin zwar schon 19, aber das System macht mich schon lange depressiv. Wirklich depressiv!

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

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