Warum werden Kinder zu Organspendern?

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16 Antworten

Hallo Niklas

Kinder werden zu Organspender, weil mit ihren Organen andere gerettet werden können.

Biologisch gesehen lebt ein Hirntoter durchaus noch, da Leben an 6 Kriterien festgemacht wird.

- Aufbau aus Zellen

Ein Hirntoter besteht selbstbverständlich noch aus Zellen

- Stoffwechsel

Ein Hirntoter hat immernoch einen Stoffwechsel, das Herz schlägt (dank dem Sinusknoten), die biochemischen Reaktionen laufen weiter

- Wachstum

Ein Hirntoter wächst auch noch weiter, Wunden verheilen, seine Zellen teilen sich

Fortpflanzung

Auf Zellulärer Ebene sowie, die Zellen teilen sich weiter, und auch auf sexueller Ebene ist Fortpflanzung noch möglich, es wäre kein Problem eine Hirntote zu schwängern und Männer haben immernoch Errektionen, eine Frau die mit ihnen Sex

- Reizbarkeit

Ein Hirntoter ist auch noch reizbar, das Immunsystem funktioniert, die Haut reagiert auf mechanische Reizungen, selbst Nervenreize sind noch möglich.

Das Rückenmark selber besitzt genug Neuronen um sogar komplexe Abwehrreaktionen auszulösen, deshalb lähmt man die Muskel bei der Organspende mit Medikamenten, weil Hirntote sich aufrichten und sogar (ungezielt) um sich schlagen können. Gerade weil die Medulla (der unterste Teil des Gehirns) es nicht mehr unterdrückt, kann das Rückenmark "sich voll austoben", diese Reaktionen nennt man Lazarus Phänomen

- Interaktionen mit anderen Lebewesen

Das Immunsystem funktioniert wie gesagt, es wehrt Bakterien, Pilze und Parasiten ab (Viren zählen hier nicht), zudem sie die Lazarus Phänomene ebenfalls Interaktionen.

Aber, ein komplett Hirntoter hat kein Bewusstsein und auch keine Empfindungen mehr, eine Organspende würde ihn ebenso wenig stören, wie eine Bakterium sich an Sagrotan stört. Das Bewusstsein im Körper ist tot, der Körper lebt noch, damit ist ein Hirntoter nicht viel mehr als eine biologische lebende Maschine.

Andere Menschen, die noch fühlen und denken können, können jedoch durch die Organe dieses Körpers gerettet werden und weiter bewusst leben.

Und auch wenn die hirntote Person noch ein Kind ist, dann ändert es nichts daran, allerdings kann anderen Kindern mit den Organen dieses Kindes geholfen werden, wenn man seinen Körper im Rahmen der Organspende verwertet.

Und letztendlich sind Hirntote sterbende, deren biologisches Leben sowieso zuende geht.

1-2 Jahre könnte man sie vielleich noch durschnittlich am Leben erhalten, irgendwann gerät der Sinusknoten aus dem Takt, das Hormonsystem ist schwer gestört, die Körpertemperatur schwankt sehr stark wenn alles zusammen kommt, dann bricht der Kreislauf zusammen und ewig oft gelingt eine Reanimation auch nicht.

Also mal ganz ehrlich, in der Theorie ist Organspende doch eine ganz vernünftige Sache, sofern jeder die Möglichkeit hat sich dagegen auszusprechen.

Was mich nur stört ist, dass die Hirntoddiagnostik meiner Meinung nach nicht genau genug ist,

In Deutschland gibt es einmal die die apperativen Tests und einmal die nicht Apperativen Tests, die auf Refexe setzen

Nur auf Reflexe zu zu prüfen würde zum Übersehen des selektiven Stammhinausfalls führen aber dieser Fall ist recht selten, meisten läuft es eher andersrum, sprich das die Patienen im Wachkoma liegen.
Und es ist in Deutschland durch erlaubt nur auf Stammhirnrefelxe zu prüfen, denn nach dem ersten Test können die entweder 12 Stunden warten und dann nochmal reflexe Prüfen oder zu Apperaten Greifen, also ne 50/50 Chance was die nun tun und was nicht.

Außerdem sind auch die Apperate nicht immer sicher, denn beim EEG kann die Nulllinie auch daher kommen, das zum einen noch Narkosemittel im Blut sind, die die Nervenzellen kurzzeitig abschalten sollen oder gerade weil die Schwellung, die durchauslaufende aber noch lebende Zelle verursacht wird, das Blut teilweise aus dem Gehirn drückt, daher die Zellen quasi zu wenig Saft haben um zu arbeiten.
So eine Schwellung braucht über eine Woche um abzuklingen, genauso wie ein wirklich totes Gehirn über eine Woche braucht um sich aufzulösen und wenn man aber schon nach 4 Tagen testet, dann lässt das meiner Meiner Meinung nach genügend Spielraum für Fehldiagnosen.

Besser wäre meiner Meinung nach, wenn mit der Feststellung des Hirntodes gewartet würden, bis die nektrotischen (abgestorbenen) Nervenzellen vom Körper abgebaut sind, denn dann könnte man Mittels MRT wirklich sicher sagen, ob der Patient komplett Hirntod ist, oder eben nicht.

Man kann allerdings mittels Verfügung verlangen, dass der Sicherste der apperative Tests, das Angiogramm durchgeführt wird, dazu würde ich dir auf jeden Fall raten, das zu tun, da du erst 14 bist, sprich am besten mal mit deinen Eltern darüber.

Doch letztendlich gilt, solange noch ein Teil des Gehirns funktioniert, ist ein Mensch und damit auch ein Kind nicht hirntod, aber wenn wirklich alles kaputt ist, bringt es eh nicht mehr viel, dann wäre eine Organspende vertretbar, solange die Person zugestimmt hat.

Da Kinder jedoch je nach Alter, dieses Thema vielleicht nicht mal verstehen können, können die Eltern dann entscheinden, ob das Kind spenden soll oder eben nicht.

Man kann ein kleines Kind auch auf sowas nicht ansprechen, es würde es wie gesagt nicht verstehen und ältere Kinder, die das verstehen können, würden zumindest manchmal bis oft dadurch Angst oder Albträume bekommen, auch nicht schön oder.

Deshalb sollte man die Kinder Kind sein lassen und sie besser nicht damit behelligen.

Ich bin allerdings wie du der Meinung, dass ein Kind, sollte es sich von selbst dazu Gedanken gemacht haben, ein Recht dazu hat abzulehnen, da es sein Körper ist, beim Zustimmungsrecht allerdings sollten auch die Eltern berücksichtigt werden, da Kinder zu leicht zu manipulieren sind.

Ich hoffe ich konnte dir mit diesem ziemlich langen Beitrag ein wenig weiterhelfen, wenn du noch Rückfragen hast, frag gerne in den Kommentaren, ich werde dir diese dann beantworten, sobald ich Zeit habe :-)

LG

Darkmalvet

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Kommentar von NiklasSonOfSnow
29.03.2016, 03:29

Sag ich doch, hirntote sind nicht tot

Mit dem ganzen was du hier schreibst, es ist sinlos und so hast du ja vielleicht ein klein wenig recht, aber es sind doch noch Kinder und jeder Tag, den Kinder länger leben dürfen, gut, auch mit Maschinen ?

Nur weil wer nicht mehr denken kann und sein Bewustsein weg ist, darf man ihn doch nicht ausschlachten.

Was ist mit der Seele, wenn man von den Schmerzverzerten Gesichtan der Spender liest, dann stört es die Seele, Bakteriums haben keine Seele, aber Hirntote schon und deshalb will ich wirklich nicht ausgeschlachtet werden und Qualen erleiden.

Wenn ich echt tot bin, könnten die mich ja weiterverwerten, aber nur hirntot reicht mir da nicht aus.

Kann man nicht einfach ein Gesetz machen, dass jeder der das will solange Maschinen bekommt wie es möglich ist ?

Weil ich würde das schon wollen.

Auf jeden Fall danke für den Tipp mit dem Aginogramm, das steht jezt in meinem Ausweis drin, direkt unter dem Nein.

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Kommentar von cyracus
11.04.2016, 02:45

@Darkmalvet, Du schreibst, bei den "Hirntoten" handele es sich um Sterbende ...

Sich im Sterbeprozess Befindliche leben also noch. Und die brauchen keine Ausschlachtung, sondern Schutz und Fürsorge während dieses Prozesses.

Außerdem schreibst Du von Fehldiagnosen bezüglich "Hirntod". Schon allein das verbietet die Ausschlachterei.

Weiter schreibst Du, man solle kleine Kinder mit diesem Thema nicht behelligen, weil sie es noch nicht verstehen.

Es ist grausam, dass geschulte Transplantationsbeauftragte, die den Auftrag haben, die "Spendenbereitschaft" zu erhöhen, Eltern ein X für ein U vormachen und ihnen verklickern, ihr Kind sei tot und könne nun in anderen weiterleben und/oder anderen helfen.

Eltern, die sich so haben überrumpeln lassen und ihr Einverständnis zum Ausschlachten gaben, haben oft schwere Schuldgefühle, wenn sie sich weiter zu diesem Thema informiert haben. Siehe zum Beispiel hier


  • - Der Arzt Prof. Dr. Rocco Maruotti, der seinen Sohn zur Organspende freigab, traut Transplantationsärzten nicht mehr - er sagt: Es ist Mord:
    Tabu Hirntod und Organspende -
    https://www.youtube.com/watch?v=YpSDBg84xf4
  • - Auch diese Mutter berichtet, sie  wurde überrumpelt. Die Tochter hatte einen Unfall. Die Ärzte sagten, sie sei tot. Nach dem Ausschlachten sahen sie ihre Tochter nochmal und sahen: Sie hatte schweres durchgemacht:
    Was am Ende bleibt - Gewissenskonflikt nach Organspende

    https://www.youtube.com/watch?v=JAK0IxUxbHY&feature=related



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Ich bin Organspender und stehe voll dahinter. Weil ich der Meinung bin dann hat mein Tod wenigstens einen Sinn.
Ist aber jemand dagegen sollte dies auf jeden Fall akzeptiert werden.
Ich denke man kann mit kleineren Kindern darüber sprechen wenn man merkt das sie ein Verständnis dafür haben.
Meine Kids sind beim roten Kreuz seit sie ca. 8 oder 9 Jahre alt sind. Sie haben mich darauf angesprochen das sie gerne Organspender wären.
Wenn sie es ablehnen würden, würden, würde ich es auf jeden Fall akzeptieren.
Bei kleineren Kindern ist die Entscheidung schwer.
Evtl tröstet es dir Eltern das der Tod ihres Kindes einem anderen Leben schenkte.
Ich wüsste nicht wie ich entschieden hätte und bin froh nicht in dieser Situation gelesenen zu sein.  

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Für mich selbst habe ich eine Organspende und -empfang ausgeschlossen.

Dennoch finde ich es gut, wenn sich immer wieder Menschen finden, die diesen Weg gehen wollen.

Unser kleiner Nachbar, jetzt ein Jahr alt, wäre längst tot, hätten nicht Eltern im Angesicht des Todes ihres Kindes entschieden, daß sie die Organe spenden. So konnte unser kleiner Nachbar durch ein neues Herz leben.

Ich bin mir sehr bewußt um die Dramen, die bei totkranken Menschen ablaufen. Ich habe nur eine andere Sicht auf das Leben und den Lebenserhalt.

Sollten eines Tages Organe in vitro hergestellt werden können, würde ich vielleicht auch einem Organempfang bei mir zustimmen. So lange ein "neues" Organ ein gebrauchtes aus einem anderen Körper ist, möchte ich das nicht.

Ich bin dankbar dafür, mit meiner Einstellung auch sehr hautnah erleben zu dürfen, was Organspende bedeutet.

Als der Kleine transplantiert wurde, wurden meine Nachbarn gefragt, ob sie die Herzklappen ihres Sohns spenden würden. Die Antwort ist sicherlich klar. Ein neues Leben gegen ein Herz, aus dem noch Kleinteile zu verwenden sind.

Gerade bei Kindern ist die Thematik extrem aufwühlend. Es macht die Wahrheitsfindung nicht einfacher. Zumal es nicht DIE Wahrheit gibt. Sie liegt immer im Auge der Betroffenen.

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Und du findest es aber fair, dass Kinder, die das ganze Leben noch vor sich haben, sterben müssen, weil es keine Spendeorgane mehr gibt. Die können doch auch nichts dafür, dass sie krank sind. Das Leben ist nun mal nicht fair.

Es ist nun mal so, dass oft vorher auch gar nicht über so was gesprochen wird und dann eben die Angehoerigen entscheiden müssen. Auch bei Erwachsenen ist das oft so. Ich kenne keine Kinder unter 14, die dazu überhaupt eine Meinung dazu haben, ich denke, das ist eher selten, dass sich jemand dazu überhaupt Gedanken macht. Und sollte es so sein, dass ein Kind absolut dagegen ist zu spenden und das auch sagt, dann werden die Eltern sich wohl auch nicht dafür entscheiden nach dem Tod und den Willen respektieren.

Ich würde das tun. Aber ansonsten, der Tod eines Kindes ist sicher das schrecklichste, was einem passieren kann, aber ich würde mich als Mutter ein klein wenig besser fühlen, wenn ich wüsste, dass der Tod nicht ganz sinnlos gewesen ist und dass dadurch wenigstens andere Kinder gerettet werden können mit den Organen meines Kindes. Auf diese Art lebt es doch irgendwie weiter. Das wäre mir als Mutter sehr wichtig, das zu wissen.

Mein Kind kann dann mit seinen Organen eh nichts mehr anfangen, es ist tot, nur noch ein lebloser Körper, der verfault und von Würmern zerfressen wird. Um mit deinem "auseinandernehmen" zu antworten.

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Kommentar von NiklasSonOfSnow
27.03.2016, 19:01

Ein Hirntoter verfault aber nicht.

Wenn man ihn beatmet kann er noch lange leben

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Kommentar von CrEdo85
27.03.2016, 19:38

Und was für einen Sinn sollte es haben einen Hirntoten am Leben zu erhalten? Mal ganz davon abgesehen, dass die Verwandschaft solange nicht zur Ruhe findet und nicht abschließen kann.

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Ich finde es nicht fair, wenn man Wörter wie "auseinandernehmen und ausschlachten" benützt, wenn man von menschlichen Organspenden gesprochen wird. Das hört sich für mich wirklich abfällig an und kann schon tendenziell negative Gefühle erzeugen. Bei der Organentnahme wird weder geschlachtet noch verwurstet und sonst irgend ein essbares Produkt erzeugt!! Deshalb empfinde ich es als schändlich, solche Gedankengänge zu provozieren.

Im Vergleich könnte man sich sonst auch fragen, ob es vernünftig ist, sich nach dem Tod nur von Kleinstlebewesen und Würmern "ausschlachten " zu lassen, anstatt anderen Menschen zu helfen.

In Wahrheit können Organspenden gerade auch von tödlich verletzten Kindern vielen anderen schwer kranken Kindern das Leben retten.  Es gibt ganz viele kleine und einige grosse Körperteile, die man durch hohe medizinische Kunst und mit Einsatz neuester Technik auf andere kranke Menschen übertragen kann. Z.B. kann die Transplantation von Hornhaut der Augen oder die Herzklappe einem Kind eine normale Entwicklung ermöglichen. Mit der Transplantation von lebenswichtigen Organen kann  ein Unfallopfer meist mehrere schwerkranke  Menschen vor dem Tod retten.

Überlege mal wie du dich fühlen würdest, wenn da eine kleine Schwester schwer krank wäre und nur mit einer Organspende weiterleben könnte. Meinst du dann auch, es wäre fair, dass man den Organspendern Angst machen soll, damit sie sich lieber mit den hilfreichen Organen vergraben lassen als deine Schwester vor dem Tod zu retten? 

Echte Infos zum Thema ... http://www.kiohilfe.de/die-kinder/info

lg mary

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Kommentar von NiklasSonOfSnow
27.03.2016, 19:16

Bei der Organentnama wird ein lebender Körper getötet, die vorher lebenden Zellen sterben danach ab, weil kein Herz und keine Lunge ihnen mehr Sauerstoff geben kann.

Ihr redet alle von im Grab verrotten.

Wie wärs denn wenn man die Hirntoten in Pflegeheime statt in Gräber packt zumindest optional auf Wunsch

Die Technik zum weiterleben gibt es ja

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Hallo,

natürlich sollte man sich an die Wünsche der Menschen halten, aber wenn man es nicht weiß und man damit ein anderes Leben retten kann, dann befürworte ich die Organspende. Diese Kinder konnten doch gar nicht sagen, ob sie das wollten, weil sie nie jemand gefragt hat und selbst wenn, dann verstehen viele in ihrem Alter das noch gar nicht. Wieso? Wie geht das? Wann werden meine Organe entnommen?... Das kannst du einem Kind (meistens) noch nicht alles begreiflich machen. Da sind so viele die ein Organ dringend benötigen und sterben, wenn sie keines bekommen. Soll man die alle sterben lassen, nur, weil die meisten Kinder das geistig einfach noch gar nicht verstehen können? Natürlich nimmt man ihnen ein bisschen ihr Recht, aber dafür rettet man ein anderes Kind. Und wenn jemand mal Hirntod ist, dann lebt er eigentlich nur noch durch Maschinen. Und das ist eigentlich kein Leben mehr. Und ich kann dir aus Erfahrung sagen, dass sich die Erlösung eines Menschen manchmal besser anfühlt für einen Verwandten wie jemanden ewig leiden zu sehen/zu wissen, dass es ihm  oder ihr nie wieder besser gehen wird.

Das heißt nicht, dass ich dich nicht verstehen könnte, aber ich finde, dass Leben retten in diesem Fall überwiegt.

LG

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Kommentar von NiklasSonOfSnow
30.03.2016, 00:46

Wie wärs denn mit dem Kompromiss, den ich schon anderen angeboten habe ?

Wenn sich ein Kind von selber Gedanken dazu macht, dann darf es ablehen, ansonsten Entscheiden die Eltern.

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Und Du glaubst ein sagen wir mal 8-Jahriger kann das voll und ganz entscheiden? Oder glaubst Du ernsthaft dass die Eltern in diesem Falle kein Recht haben zu entscheiden? Soll ein anderes Kleinkind (Organempfänger) sterben, weil Eltern nicht im Sinne ihres Kindes entscheiden dürfen?

Das sind ethische Fragestellungen mit denen sollte man sich durchaus auseinandersetzen. Und ich finde solange Eltern entscheiden können, welche Schule die Richtige ist, welche Religion die Richtige ist, ob eine Blinddarmoperation in Ordnung ist, ob das verstorbene Kind im Sarg oder der Urne bestattet wird, etc. sollten Eltern auch darüber entscheiden können.

Und da ich nochmals in den Kommentaren lese "Hirntod ist nicht gleich tot", schaut bitte auch mal hier rein, bevor hier weiter solcher Unsinn erzählt wird:

http://www.organspende-wiki.de/wiki/index.php/Pro\_%26\_Contra

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Kommentar von NiklasSonOfSnow
30.03.2016, 00:46

Wie wärs denn mit dem Kompromiss, den ich schon anderen angeboten habe ?

Wenn sich ein Kind von selber Gedanken dazu macht, dann darf es ablehen, an sonsten Entscheiden die Eltern.

Lies mal die Antwort, der ich den Stern gegeben hab, da hat einer ganz genau erklärt, dass Hirntote leben

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Ich finde deine Einstellung absolut unmöglich. Deiner Meinung nach ist es also besser, mehrere andere Kinder, nämlich die Organempfänger, qualvoll sterben zu lassen, nur weil man einem kleinen Kind noch nicht erklären kann, was Organspende ist? Weil es vielleicht nicht nicht einmal weiß, was man sich unter dem Tod überhaupt vorzustellen hat? Und weil die Eltern natürlich nicht damit gerechnet haben, sich von ihrem Kind so bald schon wieder trennen zu müssen?

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Kommentar von NiklasSonOfSnow
27.03.2016, 18:51

Ok, wie wärs dann mit einem Kompromiss.

Sollte ein Kind sich selber Gedanken machen und dann nein sagen, dann ist das gültig, egal in welchem Alter.

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Für Minderjährige entscheiden nunmal die Eltern, dass ist in allen anderen Bereichen auch so. 

Diese Organe werden benötigt, ohne sie würden jedes Jahr tausende Kinder sterben. Entnommen werden sie von Patienten welche nicht mehr gerettet werden können, die Organe würden nur sinnlos in einem Grab verrotten. Dank der Organspende kann aus dieser Tragödie wenigstens noch etwas gutes entstehen und es bleibt anderen anderen Familien erspart dieselbe Tragödie durchzumachen, ein Kind zu beerdigen welches durch diese Organe gerettet werden könnte.

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Kommentar von NiklasSonOfSnow
27.03.2016, 19:04

Ihr redet alle von im Grab verrotten.

Wie wärs denn wenn man die Hirntoten in Pflegeheime statt in Gräber packt zumindest optional auf Wunsch

Die Technik zum weiterleben gibt es ja

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Kommentar von NiklasSonOfSnow
27.03.2016, 19:11

Und ich wurde auch nicht verhetzt, auch andere Jugendliche sind gegen Organspende.

Die beiden Zwillinge aus meiner Freundesliste hier haben mich umfassend aufgeklärt vor allem über die schlechten Diagnosen und die Verbrechen der Engländer und die sind nur etwa ein Jahr älter als ich.

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Ich finde es nicht okay...
Auf der einen Seite, bin ich selbst Organspender und sage ich gebe nach meinem Tod gerne etwas ab was ich nicht brauche... Aber grade wenn man anders denkt, sollte sich niemand darüber hinweg setzen dürfen nur weil man noch nicht alt genug ist... Wer alt genug ist zu entscheiden er will es nicht, der sollte dies auch ablehnen dürfen.

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Kommentar von NiklasSonOfSnow
27.03.2016, 18:57

Wenn ich wirklich tot bin, hätte ich kein Problem verwertet zu werden, aber bei der Spende wird der Körper ja erst getötet

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Man kleine Kinder zwar fragen, ob sie das "ok" fänden, aber glaubst du wirklich das Kinder unter 11, 12 Jahren wirklich verstehen, was das bedeutet?
Überhaupt, würdest du gerne mit deinem kleinen Kind über den möglichen Tod reden und ihm dann noch erklären, dass es mehr oder weniger ausgeweidet wird?

Natürlich ist es nicht ok, vor allem wenn Kinder doch schon in dem sind, wo man in Ruhe mit ihnen darüber sprechen kann. Aber andererseits überlege mal, wie viele Leben damit gerettet werden können. In dem Fall Kinderleben. Ich finde es in der Hinsicht auf jeden Fall ok, einem 7 oder 8 jährigen nicht zu erzählen, was eventuell mit ihm gemacht werden könnte.

Ich selbst habe einen Organspendeausweis seit dem ich 14 bin (jetzt bin ich 16).

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Kommentar von NiklasSonOfSnow
27.03.2016, 18:56

Ok, wie wärs dann mit einem Kompromiss.

Sollte ein Kind sich selber Gedanken machen und dann nein sagen, dann ist das gültig, egal in welchem Alter.

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Kommentar von Sarkoezy07
28.03.2016, 03:20

Du kannst aber nicht wissen, ob ein Kind wirklich versteht, was du von ihm willst. Tod, Organe spenden, aufgeschnitten werden, anderen Menschen die Organe einsetzen, Leben retten... das ist ein sehr komplexes Thema. Ich denke nicht, dass das jedes kleinere Kind wirklich versteht, was das im genauen bedeutet. Außerdem kann man ein kleines Kind, ziemlich sicher, sehr damit verstören, wenn man das Thema doch anschneidet. Darüber solltest du vielleicht auch mal nachdenken. Kinder sind keine kleinen Erwachsene. Du kannst dir nicht sicher sein, ob, wie und wie weit ein Kind versteht, was du ihm erklärst, vor allem, bei so einem Thema wie Organspende.

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Deine Wortwahl von "auseinandernehmen" und "als Spender herhalten" finde ich absolut unpassend - Kann es etwas Schöneres, Menschlicheres geben, als mit seinem Tod Menschenleben zu retten?

Es muss für Eltern ein unbeschreiblich positives Gefühl sein, wenn der schreckliche Tod ihres Kindes wenigstens nicht vollkommen sinnlos war, sondern einem oder vielleicht sogar mehreren anderen Kindern das Leben gerettet hat - und ihr eigens Kind in diesen Kindern wenigsten etwas weiterlebt.

Ich persönlich bin übrigens der Meinung, man sollte auch in Deutschland eine "Widerspruchslösung" einführen, also dass jeder, der nicht ausdrücklich widerspricht, automatisch Organspender ist!

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Kommentar von NiklasSonOfSnow
30.03.2016, 00:48

Und wie würdest du dann mit Kindern umgehen die zu jung sind um zu wiedersprechen, weil sie das Tema noch nichtmal kennen ?

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Du tust ja beinahe so, als wäre das schlimm für die Kinder, die "auseinandergenommen" werden, dabei ist es das doch höchstens für Angehörige, aber auch die wären ziemlich egoistisch, wenn sie lieber ein unversehrtes totes Kind hätten, als einem anderen das Leben zu retten.

Ich hoffe, ich konnte dich zum nachdenken bewegen ;)

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Kommentar von NiklasSonOfSnow
27.03.2016, 18:55

Ok, wie wärs dann mit einem Kompromiss.

Sollte ein Kind sich selber Gedanken machen und dann nein sagen, dann ist das gültig, egal in welchem Alter.

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Ich bin selbst spender und finde auch das man auch als Kind spender sein darf.
Denn auch kleine Babys oder Kinder sind oft abhängig von Organspenden und mein Kind ist bereits tot aber das kranke Kind kann leben wenn ich die Organspende erlaube.

Und ich finde es auch ok wenn man Kinder nicht fragt. Irgendwo muss man die Grenze setzen und da halte ich 14 für ein gerade akzeptables Alter.
Jüngere Kinder können das Thema noch gar nicht verstehen, was es bedeutet Organe zu spenden. Was mit einem passiert. Wovor manche vielleicht angst haben und dem eigenen Tod.
Mit 14 habe ich mir darüber auch noch keine Gedanken gemacht.

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Kommentar von nochfrei
27.03.2016, 03:43

Man kann argumentieren, dass das Kind noch nicht die Komplexität des Problems erfassen kann. Das muss man natürlich nicht. Ich würde eher nicht gegen mein Kind entscheiden aber das ist auch nicht nur verwerflich es zu tun. Rückblickend finde ich alle 2 Jahre dass ich nun "sooo viel mehr weis" und denke dass viele meiner älteren Aussagen unreflektiert waren. ich glaube kaum dass sich dieser Prozess in den nävhsten Jahren ändern wird. Man kann also sagen dass es Kindern nicht zugetraut werden kann dad Problem wirklich zu verstehen.

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Kommentar von nochfrei
27.03.2016, 03:55

Du hast meine Aussagen nicht einmal durchgelesen oder? Nein. Man kann argumentieren dass das entscheiden über das leben anderer Menschen nach dem enden des eigenen nicht ihm überlassen werden sollte. Doe meisten Ärtze würden deinen Wunsch trotzdem respektieren und das ist auch gut so.

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Kommentar von Dorcooz
27.03.2016, 04:14

Finde ich nicht korrekt! Drecksstaat! Spenden und Hilfe sollten gewollt werden, nicht aufgezwungen!!

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Nur mal zum nachdenken: wenn das Leben deines Kindes von eben einer solchen Spende abhängen würde, würdest du ganz anders darüber denken.

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Kommentar von NiklasSonOfSnow
27.03.2016, 03:25

Ich bin 14 ich habe kein und sollte noch keine Kinder haben (auch wenn ich es lange könnte).

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Kommentar von CrEdo85
27.03.2016, 03:26

Darüber nachzudenken solltest du dennoch in der Lage sein.

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Kommentar von nochfrei
27.03.2016, 03:53

Niklas das ist keine Zerstückelung sondern das ist eine Op an einem Leichnam. da wird nicht mit einer Axt sonstwas abgehackt sondern nutzen aus den Umständen gezogen. Es geht hierbei nicht um Nieren. Wie willst du deine Leber spenden? Du hast selbst nur eine. Es ght hir z.B. ums Herz. man nimmt aus dem Leichnahm also eine Pumpe raus und setzt sie einem lebenden Menschen ein. Deiner Definition nach ist ein entfernen des Blinddarms auch "zerstückeln" obwohl es als op zum heilen 100.000 en von menschen verordnet wird, die dannach glücklich leben.

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Kommentar von CrEdo85
27.03.2016, 04:17

und genau das ist die Naivität, wegen der man den Kindern nicht zugesteht weitreichende Entscheidungen zu treffen.

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