Warum werden in der Psychiatrie nur vom Teufel Besessene als Patienten angesehen, und nicht auch Gottbesessene - Besessenheit ist Besessenheit?

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7 Antworten

Besessenheit ist keine Diagnose. Und in der Medizin gibt es so etwas nicht. Das ist ein Konzept aus vorwissenschaftlicher Zeit. Für dich mag Besessenheit etwas sein, das existiert, aber das ist in der medizinischen Praxis irrelevant. Menschen begeben sich dann in medizinische oder psychiatrische Behandlung, wenn sie ein Problem haben. Jemand der sich gut fühlt und sein Leben meistern kann, kommt weder selber in die Lage, sich in Behandlung zu begeben, noch kommt irgendjemand auf die Idee, dass man ihn gegen seinen Willen behandeln müsste. Das geht nur, wenn jemand für sich selber oder andere eine existentielle Gefahr darstellt.

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Napayshni 02.10.2017, 12:44

Paranoide Schizophrenie zählt nicht darunter?

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Tamtamy 02.10.2017, 12:47
@Napayshni

Eine paranoide Schizophrenie wird in aller Regel behandlungsbedürftig sein, wenn sie akut ist. Eine solche kann auch mit einem religiösen Wahn einhergehen; da muss es sich nicht nur um den Teufel handeln.

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Shiftclick 02.10.2017, 12:51
@Napayshni

Menschen, die an paranoider Schizophrenie leiden wurden vielleicht früher als besessen angesehen. Aber auch solche, die Visionen haben, z.B. Epileptiker (einige Religionsstifter sollen an Epilepsie gelitten haben), Stimmen hören, Menschen mit Tics, etc. Niemand kommt aber auf die Idee, eine paranoide Schizophrenie mit einem in der Wissenschaft gar nicht existenten Konzept wie Gott oder Teufel in Zusammenhang zu bringen. Wer besessen ist, wird, dem früheren Glauben zufolge von einer Macht oder einem Lebewesen gesteuert, das Absichten und einen Willen hat. Die Medizin kennt bei Psychosen nur biochemische Ursachen, die völlig ohne Absicht handeln. Die beiden Dinge, das vorwissenschaftliche Konzept der Besessenheit und eine psychische Krankheit, stammen aus völlig verschiedenen Welten und haben nichts miteinander zu tun.

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Erst mal werden weder vom Teufel Besessenen noch von Gott besessene in der Psychatrie eingliefert bzw als Patienten angesehen.

Und wenn es einer übertreibt - egal in welcher Richtung -  und sich und andern mit seinem Verhalten Schaden zufügt ( und damit sind jetzt keine Terroranschläge gemeint) dann können beide in der Psychatrie landen.

Allerdings heißt die Diagnose dann nicht Besessenheit.

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So etwas wie Besessenheit ist keine Diagnose, Wahnvorstellungen aber schon.

Religiöse Wahnvorstellungen werden komischerweise selten als krankhaft angesehen, obwohl sie das Leben teils erheblich beschweren, ähnlich einer Zwangsstörung.

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Ich kenne keine Psychiatrie, wo nur Leute sind, die vom Teufel besessen sind. Habe auch noch von überhaupt keinem Fall in einer Psychiatrie gehört, aber du scheinst dich ja mit solchen Einrichtungen richtig gut auszukennen.

An deiner Stelle würde ich mir aber nicht wünschen, dass vom Glauben besessene in eine Einrichtung kommen. Du hast nämlich ganz vergessen, dass die da auch welche reinnehmen, die vom Unglauben besessen sind. Und das sind ja im Grunde die, die sich von Satan leiten lassen und es nicht mal bemerken. Hhhh

Erst kürzlich habe ich Satanisten sagen hören, sie beten Satan nicht an. Sie wären nur Atheisten. Ja, nee, is klar..... Und im Himmel ist Jahrmarkt....

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Ich weiß zwar nicht, wovon du dein Fachwissen hast. Aber in der Psychatrie landen alle Menschen, die sich oder Mitmenschen schaden zufügen oder selbst sich da einliefern.

Es kann also auch ein "Gottbesessener" da landen, wenn er einen auf alttestamentlich macht.

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Napayshni 02.10.2017, 12:53

Besessenheit führt oft dazu, dass das eigene Ich immer weiter zurück gedrängt bis es gänzlich verschwindet. Es spricht dann nur noch der Dämon aus ihm.

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Ich weiß nicht nicht ob solche Fragen schon eine Art Besessenheit darstellen...

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willgott 04.10.2017, 10:08

Das Frage ich mich auch. Das erklärt zumindest die Be"Geister"ung mit der sich die  Atheisten in diesem Forum gegen den Glauben an den einzigen Gott; der Nächstenliebe gebietet, auflehnen.

Der Satan will nicht das man an ihn als solchen glaubt, sondern nur dann, wenn er sich als Gott maskiert und  viele Gläubige damit zu Verbrechen gegen die Nächstenliebe verführt.

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Der "Gott dieser Welt" (Offb.12,9) möchte ja auch etwas tun (Mk.3,26; Lk.6,46).


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