Warum werden Gläubige Ansichten mehr toleriert als Atheistische?

16 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das ist eigentlich ganz einfach. Zunächst sind die meisten Deutschen immer noch Anhänger einer Religion bzw. von religiös-idealistischen Vorstellungen, selbst dann noch, wenn sie ausgesprochene Skeptiker sind und eher zweifeln und sich bedeutungsvoll "Agnostiker" nennen.

Die meisten Leute glauben immer noch, daß weder die Existenz eines Gottes noch dessen Nicht-Existenz bewiesen werden kann. Folglich glauben sie auch, daß Atheismus nur ein Glaube sein kann, worin sie leider auch von Atheisten noch bestätigt werden. Was Elternhaus, Schule und Medien leisten, kann man nur fragen ... Und das, obwohl sich der Atheismus seit dem 19. Jh. auf objektive Erkenntnisse stützen kann, die logisch schlußfolgern lassen, daß es weder einen materiellen noch einen immateriellen Gott geben kann. daß der menschliche Geist kein Geschenk Gottes, sondern nur ein Produkt der biologischen und sozialen Interaktion sein kann, daß dieser Geist nichts anderes als ein energetisch informationeller Prozeß sein kann, daß folglich auch kein größerer "Geist" im Universum unabhängig existieren kann, u.a. weil ihm das körperlich biologische Interesse fehlt ...

Nicht zu vergessen ist, daß Religionen einen absoluten Wahrheitsanspruch erheben, wovon hier auf GFN oft Kostproben zu erfahren sind ... Siehe z.B. das zentrale Glaubensmotiv: die Auferstehung von den Toten. Das angebliche Leben nach dem Tod. Das Heilsversprechen. Sag was dagegen schon drehen sie durch. Dann kommt, wenn was kommt, die "Nahtod-Erfahrung", mit der dann das sture Weiterglauben begründet werden soll, obwohl nachweisbar niemand aus dem Reich der Toten zurückgekehrt sein kann. Wer reanimiert wurde, hatte lediglich einen Traum und das war alles, denn noch niemand wurde je reanimiert, dem die Hirnstamm-Reflexe erloschen waren, der war dann richtig tot für immer.

Ja und unsere großartigen Politiker tun ja auch so, als glaubten sie noch all die Märchen und schwören bei Gott ... Das sind Eliten, denen das dumme Volk vertraut und auf sie reinfällt bei jeder Wahl, immer wieder. "Üb immer Treu und Redlichkeit bis in dein kühles Grab" - So wollen sie uns haben und deshalb die religiös verblendete Show vor jeder neuen Amtszeit.

Zwischen Wissen und Glauben kann es keine Gleichberechtigung geben und damit keine Toleranz, deshalb der beständige Konflikt zwischen Atheisten und Theisten. Auch ich habe den Eindruck, daß hier auf GFN der Glaube eine Art Bestandsschutz genießt, während sich Atheisten verstecken müssen ... Aber das ist ja in den öffentlich rechtlichen Medien auch so, wo dürfen sich da Atheisten im Rahmen einer Serie von Sendungen darstellen ?!

Nun ich denke Glaube ist etwas Persönlicheres und damit auch Emotionaleres. Bei einer Wissenschaft diskutiert man eben anders. Dadurch fühlen sich im ersteren Fall auch schneller Leute persönlich angegriffen, was die Diskussionen dann hitzig macht, die Gegenseite merkt natürlich, dass die Leute das persönlicher nehmen und nutze dies teilweise dann ebenso.

Was Internetplattformen und die Reaktionen angeht, das Internet verstärkt einfach alles ungemein und häufig haben auch Plattformen eine gewisse Grundrichtung, sei es in Bezug auf den Glauben oder eine politische Ausrichtung. Natürlich fließt sowas mehr oder weniger bewusst auch in die Arbeit von Moderatoren ein, sind eben auch nur Menschen.

Generell finde ich es aber bedenklich wie eingeschränkt mittlerweile Kommunikation im Internet teilweise ist, wie viel gelöscht, gesperrt, gebannt usw. wird. Auch weil ich schon genug Diskussionen gesehen habe, die total abgerutscht sind, die dann aber von ein paar sehr sachlich diskutierenden aufgefangen wurden, die ich als sehr wertvoll erachtet habe.

Davon ab, wenn man immer sagt du, du, du, dann gibt es eben auch Leute die absichtlich triggern wollen. Wenn mir jemand blöd kommt, dann denke ich mir meinen Teil, probiere ggf. sachlich mit ihm zu diskutieren, geht das nicht, dann geht man eben getrennte Wege.

Man muss sich auch nicht immer einig sein, man kann sich durchaus einig sein, dass man sich nicht einig wird und trotzdem die Argumente des Gegenüber teilweise oder gar voll nachvollziehen.

Ich bin z.B. nicht gläubig. Denke das hat alles auch sehr viel mit der Erziehung und Kultur zutun. Ich sehe Religion durchaus als sinnvoll und gerade in früheren Zeiten mit den Geboten und einer gewissen Ehrfurcht als Vorläufer von Gesetzen, die Mord und Totschlag ggf. ein wenig eingedämmt haben. Auch wenn es immer Idioten gab, die Religion genutzt haben um andere zu unterdrücken oder zu ermorden und darauf hat auch keine Religion das Patent drauf.

Heute sehe ich es bei Muslimen z.B. tief in der Kultur verankert, bei uns sehe ich es eher bei Leuten in schweren Lebenssituationen, die daraus ein wenig Mut schöpfen, sich ggf. nicht ganz alleine fühlen und vielleicht auch wirklich durch eine entsprechende Gemeinde oder andere religös verbundene Möglichkeiten (z.B. Diakonie etc.) entsprechende Unterstützung erfahren.

Glaube ich an Gott? Nein. Bin ich mir sicher, dass es ihn nicht gibt? Nein, ich schließe es nicht aus, bin aber eben ohne Religion erzogen wurden und ein wenig ein ich glaube was ich sehe, verstehe oder nachvollziehen kann Mensch.

Trotzdem sehe ich durchaus positive Aspekte an der Religion, ebenso wie Negative und das Gleiche fürs nicht religös sein.

Generell, unabhängig von dem Thema direkt finde ich, dass wir mittlerweile zu Dünnhäutig sind und sich entsprechende Internetritter zu stark aufspielen, egal worum es geht. Das ist imo eine traurige Richtung. Ich habe das Gefühl wir haben Richtung der 90er deutlich mehr Fortschritte gemacht in verdammt vielen Fragen, wo wir uns wieder zurückentwickelt haben. Gerade bei allen was Richtung Diskriminierung usw. geht, egal ob Religionen, Hautfarben oder sexuelle Orientierungen.

Heute ist das alles ein Kampf, es gibt klare Seiten ala Gut und Böse und nix dazwischen. Man probiert Leuten das Wort im Mund umzudrehen, eine blöde Aussage zu mehr zu machen, als sie ist etc. pp. Mal davon ab, dass mir diese öffentlichen Kämpfe um das alles langsam vorkommen, wie Cookie Warnungen auf Websites und sie eher das Gegenteil erreichen und extrem nervig wirken, was ich sehr schade finde. Vielen geht es da wohl eher um Aufmerksamkeit und sich selbst als um eine Sache, die sie angeblich vertreten.

Es ist schwer, Atheisten argumentativ anzugreifen, weil sie keine Glaubensgemeinschaft mit gemeinsamen Inhalten darstellen, die man widerlegen könnte. Deshalb prallt vieles an ihnen einfach ab, weil sie sich nicht angesprochen fühlen.

Fanatiker und Betonköpfe gibt es unabhängig vom Glauben überall. Doch Gläubige sind eher in ihren Dogmen und festgelegten Denkmustern gefangen als Atheisten. Sie fühlen sich eher persönlich angegriffen, weil sie meinen, ihre Glaubensgrundsätze verteidigen zu müssen.

Jede Religion erhebt für sich den Anspruch, die einzig „richtige“ zu sein - da ist es naturgemäß schwer, tolerant gegenüber Menschen zu bleiben, die eine andere Lebensauffassung haben. Sie erscheinen den Gläubigen als starrköpfig und ignorant, weil diese Menschen einfach nicht „erkennen“ wollen, was für sie selbst offensichtlich ist.

Ich habe aber viele Christen und auch Moslems kennen gelernt, die aufgeschlossen und tolerant gegenüber anderen Meinungen sind und mit denen man sogar gut diskutieren kann. Das betrifft vor allem junge Menschen, was ich sehr positiv werte.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Werden sie nicht.

wenn man etwas gegen Gläubige sagt oder schreibt, dann wird man von der Gesellschaft häufig sehr kritisch gesehen

Was hat das mit atheistischer Ansicht zu tun? Du sollst nichts gegen irgendwen sagen, das wird immer kritisch gesehen,

Wenn allerdings ein Gläubiger gegen atheistische Ansichten wettert und die Evolutionstheorie als unbewiesenen Unfug hinstellt, scheint das akzeptabel und in Ordnung zu sein

Ähm... nein. Eher Filterblase, denn wer halbwegs beisammen ist klickt so eine "Frage" gar nicht erst an.

Diese Frage wurde extrem häufig angeklickt...

1
@LucaRoeder

Überhaupt nicht. 753 mal in 20 Stunden. Deine Frage hier hat in 10 Minuten schon 68 Klicks, wenn das so weitergeht hast du die in 2 Stunden eingeholt.

0
@Trolljagd

Nein, falsch. Fragen werden vor allem am Anfang häufig angeklickt, danach wird es immer weniger. Der Verlauf ist NICHT linear!

Ich garantiere dir, dass meine Frage lange nicht so häufig angeklickt werden wird, wie die Christliche.

1
@LucaRoeder

Mag sein, trotzdem sind weniger als 800 Klicks in 20 Stunden nicht sehr viel.

0
@Trolljagd

Es ist in jedem Fall überdurchschnittlich. Genauso wie die Zahl der Antworten.

0
@Trolljagd

Kommt ja auch auf die Uhrzeit und alles an. Fakt ist aber tatsächlich, dass kritische Fragen an Atheisten kaum und kritische Fragen an Gläubige sehr schnell geblockt werden.

0

Nach meiner Vorstellung ist Toleranz = Leben und leben lassen. Was ich oben lese würde ich mit sozialen Neid Beschreiben, hat also auch mit Toleranz nicht viel zu tun, das entspricht dem was Geschwister untereinander auch machen, nämlich warum bekommt kleinkevin mehr Bonbons und die kleine Jaqueline nicht 😄 solltest also evtl auch Mal schauen ob du da nicht auch etwas übertreibst? 😆 Denn rein sachlich gesehen tun solche komische fragen niemanden ernsthaft weh und sie greifen auch nicht in dein Leben ein, warum sollte man die löschen? 🤔☺️ Den Fall seh ich da eher wenn zu Kreuzzügen aufgerufen wird 🤷😄

Leider kann man auch zur Religionskritik nix sagen da wäre es gut gewesen zu offenbaren was genau gefragt wurde 🤷 hatte es die Qualität von der Evolutionsfrage oder die Qualität eines Kreuzzuges? Vielleicht wurde da überreagiert, aber man kann es halt nicht sagen da man kein Schimmer hat worum es ging 🤷

Was möchtest Du wissen?