Warum werden Drogenkonsumenten vom Staat verfolgt?

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10 Antworten

Warum werden Drogenkonsumenten vom Staat verfolgt?

Werden sie nicht!

  1. Kleinkriminelle Drogenkonsumenten werden i.d.R. nicht verfolgt (selbst wenn die Daten bekannt sind, wie Bestellungen im Netz, Besitz geringer Drogenmenge, Handydaten etc.) - der Nutzen steht in keinem Verhältnis zum Aufwand.
  2. Drogenkonsum ist legal, daher sind Drogenkonsumenten zumindest nicht für den Drogenkonsum verfolgt werden.

Vor dem Konsum steht in 99,99% der Besitz, der in jedem Fall zur Anzeige führt. -> Verfolgung. Auf das Glück in NRW zu wohnen und an einen Staatsanwalt zu geraten der das Verfahren wegen Eigenbedarf im Falle von Cannabis einstellt ist nicht zu hoffen.

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@kulambaja

Drogenkonsumenten werden strafrechtlich kaum verfolgt, verglichen mit... mhmm.. fast jeden anderem Land der Welt?!

Polizisten sind dazu gezwungen Straftaten wie den Besitz von BTM, sofern sie darüber bescheid wissen, zur Anzeige zu bringen. Eine aktive Verfolgung ist das jedoch nicht.

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@Chillersun03

So ein Quatsch dann werden Einbrecher auch nicht verfolgt, schließlich gibts nur eine Anzeige wenn jemand darüber bescheid weiß. 

2014 Gab es 161000 angezeigte Rauschgiftdelikte mit Cannabis und hier steht jemand der behauptet Konsumenten werden nicht verfolgt... tzzz

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@Matravel

Oh mein Gott, Menschen lernt! Einbrecher werden aktiv von der Polizei verfolgt! Es gibt sogar einzelne Abteilungen die sich NUR damit beschäftigen.

Es gab in den letzten Jahren massive Entkriminalisierung von Drogenkonsumenten in Deutschland und in anderen Ländern.

Beispiel: die Einführung der Definition "geringe Menge" und "Eigenbedarf".


Eine geringe Menge bezeichnet die (Brutto-)Menge einer illegalen Droge, bis zu welcher nach § 29 Abs. 5, § 31a BtMG von einer zwangsläufigen strafrechtlichen Verfolgung abgesehen werden kann.....


Es kann Anklage erhoben werden, muss aber nicht. Ein Absehen von Verfolgung setzt weiter voraus, dass die Betäubungsmittel zum Eigenverbrauch bestimmt waren und kein öffentliches Interesse an der Strafverfolgung besteht. So besteht ein öffentliches Interesse an der Strafverfolgung, wenn der Eigenverbrauch mit einer Fremdgefährdung verbunden ist.

Fakt 1: Die Kriminalisierung & Verfolgung von Drogenkonsumenten war noch nie so niedrig wie heute!! 

Fakt 2: Das Strafmaß für Drogenbesitz ist in kaum einem anderen Land so niedrig wie in Deutschland.

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@Chillersun03

Auch für Drogen gibt es Drogendezernate und auch Konsumenten werden aktiv verfolgt. Wie gesagt, 161000 Rauschgiftdelikte mit Cannabis stehen für eine sehr umfangreiche Verfolgung.

Generell geht es bei der Frage um die massiven Schäden die der Krieg gegen Drogen produziert. Masseninhaftierungen, mordende Drogenkartelle, steigende Konsumentenzahlen, Substanzen sind extrem verunreinigt etc...

Würde der Krieg gegen Drogen beendet, hätte die Welt deutlich weniger Probleme.

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Der Konsum selbst ist grundsätzlich nicht strafbar, da sich jeder selbst schädigen darf. Allgemein wird der Besitz, der Handel, der Anbau etc. verfolgt, weil dadurch die Möglichkeit der Fremdschädigung besteht.

Im Straßenverkehr steht ebenfalls die Fremdschädigung im Mittelpunkt. Man soll sich durch Drogenkonsum nicht in einen fahruntüchtigen Zustand bringen und dadurch andere Verkehrsteilnehmer gefährden.

Weil man dadurch an die Verkäufer kommt und der Handel damit illegal ist.

Weil der Konsum gegen Gesetze verstößt. Weil der Konsum oft ins kriminelle Milieu führt (Beschaffungskriminalität). Weil Drogenkonsum sozial schädlich ist und Therapien die Allgemeinheit viel Geld kostet...

Beschaffungskriminalität gäbe es nicht wenn die legal wären. Sozial schädlich ist in den wenigsten Fällen der Konsum selbst, sondern die Tatsache dass der Konsument zum Kriminellen erklärt wurde und die daraus resultierenden repressiven Maßnahmen. Und die Zahl der benötigten Therapien geht bei Entriminalisierung nachweislich zurück, siehe Portugal. Das BTMG ist rein ideologisch, da herrscht im Allgemeinen Einigkeit bei Medizinern und Juristen.

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@Matermace

Aufgesetzte Begründungen von Rundum-Drogenbefürwortern. Egal, ob Drogen legal oder illegal sind, die Menschen können nicht damit umgehen (ggf. außer dir). Und so sind die allermeisten Drogen extrem schädlich und führen schnell zur Abhängigkeit (z.B. Crystal). Und nun kommen die Kosten für die Allgemeinheit ins Spiel...

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@ThommyHilfiger

Und was solls bringen Leuten die damit nicht umgehen können keine Hilfe anzubieten sondern sie einzusperren? AUßerdem hat Portugal, genau wie die Niederlande, bewiesen dass die Legalisierung bzw Entkriminalisierung zu einem massiven Rückgang von Konsumenten und Drogentoten führt. Und diese "aufgesetzten Begründungen" kommen beispielsweise vom Schildower Kreis, bestehend aus Professoren für Strafrecht, Erziehungswissenschaften, Verwaltungswissenschaften, Kriminologie und Sozialpädagogik, sowie Ärzten
und Vertretern der Deutschen AIDS-Hilfe und des Deutschen Hanfverbands.

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Der Konsum führt ins Kriminelle Milieu WEIL der Verkauf verboten ist!

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@Leonider

Für einfache Gemüter: Auch wenn harte Drogen "legal verkauft" würden, sie machen TOT...

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@ThommyHilfiger

Dass Drogen durch die Kriminalisierung erst derartig tödlich werden verstehst du nicht?

Die meisten Heroinkonsumenten sterben an einer Überdosis. Diese tritt ein da Heroin bis es beim Konsumenten ankommt stark mit allem möglichen Gesundheitsschädigenden Mittel gestreckt wird. So kann es am einen Tag 10% rein sein, und am anderen Tag 30% rein. Der Konsument nimmt die gleiche Menge, konsumiert aber das 3fache Heroin -> Überdosis. So als würdest du nicht wissen ob du Bier oder Vodka trinkst.

Die legale Heroinausgabe in der Schweiz ist dass beste Beispiel. Dort ist noch kein einziger Mensch an diesem legalen Heroin gestorben. Sie kommen weg von der Straße, müssen nicht mehr klauen und einige können wieder arbeiten.

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@ThommyHilfiger

Denk nur mal daran wie Staaten wie Mexiko aussehen und was sie dort für Probleme mit Drogenkartellen haben ;)

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Am Beispiel der legalen Heroinausgabe in der Schweiz lässt sich bestens beobachten wie man Schwarzmarkt, offene Drogenszenen und Beschaffungskriminalität effektiv senkt und dabei Menschen mit Problemen hilft, statt sie zu kriminalisieren. Seit es diese legale Heroinausgabe dort gibt ist kein einziger Mensch an diesem legalen Heroin gestorben. 

Beschaffungskrimalität steigt also durch den Gesetzesdruck zumal sich viele Konsumenten so eh bereits in der Kriminellen Ecke, gegen den Staat sehen.

Das Argument mit dem Geld geht am meisten nach hinten los. Schließlich kostet die Verfolgung und Inhaftierung von Menschen die lediglich sich selbst schaden MILLIARDEN. Noch dazu gehen weitere MILLIARDEN in die Hände kriminelle Kartelle die ganze Staaten in Chaos versetzen, statt in die Hände des Staates.

Eine repressive Komponente der Verbote ist bei weiten nicht erwiesen. Zahlen aus Colorado, Washington, Niederlanden sowie Portugal sprechen eine andere Sprache.

Portugal entkriminalisierte 2001 alle Drogen, Drogentote und Konsumenten gibt es seitdem von Jahr zu Jahr weniger. Gefährliche Substanzen sollten gerade wegen ihrer Gefährlichkeit von staatlich lizenzierten Stellen heraus gegeben werden, sowohl medizinisch wie der Freizeit dienend. Wer nur süchtig ist, gehört in die Obhut des Gesundheitssystems, seiner Familie oder der Kirche, aber ganz bestimmt nicht durch Masseninhaftierung ins Gefängnis. 

https://www.youtube.com/watch?v=ceymlI6TOr8

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@kulambaja

Schon lustig, bei einem so ernsten Thema, wie hier die Therapieansätze für Schwerstabhängige mit der allgemeinen Freigabe von Drogen in einen Topf geworfen werden. Nur mal zur Klarheit: Ich beführworte seit Jahrzehnten die Methadontherapie und habe gegen die Legalisierung von z.B. Gras (unter staatl. Kontrolle) nichts einzuwenden.

Da ich zu diesem Thema (es wird ja im Monatsrhytmus immer wieder eingestellt) schon genug geschrieben habe, belasse ichs dabei...

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Danke! Mal wer, der es kapiert.

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Ich merk schon du bist so Einer, der erst selbst mal richtig auf die Fres*e fliegen muss um es zu checken...

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Weil es ein allgemein gültig Gesetz ist, das BtMG, das die Maxime unseres Handeln ist 🤔. Noch ist die Mehrheit des Staates dafür. Gesetze spiegeln in der Regel den Mehrheitswillen wider auch in einer parlamentarischen repräsentativen Demokratie.

Viele Gesetze spiegeln auch einfach nur die Interessen transatlantischer Netzwerke oder verschiedenster Think-Tanks & Lobbygruppen wieder ;)

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Das trifft deiner Ansicht nach auf das BtMG zu?

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@hunos

Zumindest beim BtMG in Verbindung mit Cannabis. Durch bereits legalisierte Länder ist es Quasi bewiesen dass die Legalisierung von Cannabis keine negativen Auswirkungen hat, im Gegenteil.

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Quasi halt, sehe ich nicht ganz so.

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Ganz einfach: Drogenkonsumenten nehmen nichts einfach hin sondern hinterfragen alles. Dies gilt auch für die Politik, und das ist für die Politik sehr sehr schlecht. Und deshalb werden Drogenkonsumenten verfolgt.

Weil sie gegen gültige Gesetze verstoßen.

weil die ideologie 1945 leider nicht vollständig aus der gesetzgebung verschwunden ist.

geld und ideologie stehen über dem wohl des volkes.

ups...falscher button. Sollte eine positive Bewertung sein :)

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Weil der Staat Ideologie vor Sicherheit seiner Bürger und wissenschaftliche Erkenntnisse setzt und deswegen das Betäubungsmittelgesetz gilt.

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Dummer Vergleich. Ein Dieb schadet einer anderen Person.

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Es ging mir darum, dass es illegal ist.

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