Warum werden die Mietforderungen bei vermieteten Wohnungen an Flüchtlinge nicht limitiert?

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5 Antworten

Tja, unsere "Regierung" (die lt. Amtseid immer das Wohl des deutschen Volkes im Blick hat), hat die Lage halt voll im Griff...

Da der Staat unbegrenzt Schulden machen und die Steuern für die ehrlichen Steuerzahler erhöhen kann, ist die Finanzierung überhaupt kein Problem.

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Soweit ich weis wird jede Wohnung einzelnd geprüft damit sowas nicht vorkommt. Ich kann mir vorstellen, dass für einen TV Bericht die Wahrheit etwas verzerrt wurde.

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Kommentar von Ontario
23.02.2016, 08:43

Das ist eben nicht der Fall, dass jede Wohnung überprüft wird. Diese Arbeit macht sich das Amt nicht. Hauptsache die Warteschlange verkürzt sich, koste es, was es wolle. Ich würde den Bericht im TV nicht als verzerrt bewerten, oder inhaltlich falsch, weil Beispiele und Fotos von Örtlichkeiten vorgestellt wurden. Auch Familien die in solchen Wohnungen untergebracht wurden. Ich "bewundere" nur , wie schnell sich eine Mafiabande entwickelt, die solche Wohnungen vermittelt und das sicher nicht umsonst macht. Respekt zollt den Berichterstattern im Fernsehen, diese Art Geldverschwendung in die Öffentlichkeit zu bringen. Anmerken möchte ich, dass es nicht der Sender RTL gewesen ist, denn dort wird bekanntlich geturkt.

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Kommentar von tanztrainer1
23.02.2016, 10:27

Die vom Amt haben gar nicht so viel Zeit, dass sie jedes Angebot prüfen könnten.

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Was Sie schildern, trifft zu. Dieser Missstand zu beseitigen ist sehr nötig, aber es scheitert an der "Mannschaftsstärke" der Ämter. Ich habe das selber aus der Nähe miterlebt. 

Zwischen Herbst 2015 und Sommer 2016 habe ich einen Syrischen Flüchtling betreut. Da er so schnell wie es irgendwie ginge, Deutsch lernen wollte, und der Sprachkurs erst viel später anfing, habe ich ihn jeden Tag mit mir herumgeschleppt, von morgens bis abends, damit er die Sprache lernt. Ein sehr nervenzehrendes Unterfangen, aber es hat sich gelohnt. 

"Mein" Syrer wohnte zunächst in einer heruntergekommenen Pension in Berlin. Tagessatz 50 Euro/Tag. Es wohnten dort noch mindestens 30 andere Flüchtlinge. Sie waren zu zweit in Doppelzimmer untergebracht. Nach ca. 2 Monaten erhielt er einen Brief vom Lageso in dem er aufgefordert wurde, das Hotel zu verlassen, und im Lageso anzufragen, wo man ihn ab Tag XY unterbringen wollte. Ich bin mit ihm aufs Amt gegangen, und es stellte sich heraus, dass die Mitarbeiter dort gar nicht wussten, dass die Flüchtlinge in der betreffenden Pension kein Einzelzimmer hatten, und somit die Pension die doppelte Miete kassierte. Auch zahlte das Lageso für "Unterkunft und Frühstück", aber letzteres gab es nicht. Im Gegenteil: die Flüchtlinge durften den Frühstücksraum nicht betreten, wenn sich dort andere Gäste aufhielten. 

Dies spielte sich alles ab im chaotischen Herbst 2015. Es wurde kälter draußen, und man teilte "meinem" Syrer mit, es gäbe keine freie Plätze, nirgendwo in Berlin. Er möge sich doch selber um eine Unterkunft kümmern, die dann wieder 50/Person/Tag kosten dürfe. Er war nicht der einzige. Dieses Riesengeschäft haben sich die schon hier wohnende Araber nicht entgehen lassen: Sie haben Bruchimmobilien aufgekauft und vermieten sie zu diesen Tagessatz an Flüchtlingen. Dabei machen sie keine Mietverträge, sondern deklarieren die Immobilie als "Gasthaus", und das ermöglicht die Einnahme von Beträgen, die der Miete weit übersteigen. Sie sind ja nicht am Mietspiegel gebunden.

Als ich damals beim Lageso fragte, warum man nicht mal genau hinsieht, und wie es zu dieser Verschwendung kommt, hat die arme Frau (Zuständig für Wohngeld) fast angefangen zu weinen. Sie war fix und fertig, und sagte nur, dass alle jeden Tag Überstunden machen, und es überall an allem mangelt, vor allem an Personal. Es hat sich bis heute nicht sonderlich viel geändert, und Kontrolleure, die nachgehen, wie die Flüchtlinge wohnen, wird es so bald nicht geben.

Der Trick ist aber, keine "Wohnungen" zu vermieten, sondern "Gästezimmer", dann wird weiter 50 Euro am Tag bezahlt.

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Genau das lief auch zur Zeit des jugoslawischen Bürgerkriegs ab.

Da verlangten Pensionsbesitzer für ihre heruntergekommenen Zimmer auch pro Tag und Person etwa 50 DM.

So etwas sollte rigoros geprüft werden! Man sollte sich an so etwas wie den Mietspiegel halten!

Ist eben typisch: Man nutzt unverschämt die Notlage anderer aus, ich würd mich schämen, so etwas zu machen!

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Das Problem ist bekannt und es soll bald deutlich begrenzt werden. 

Aber bis dahin wird vermutlich noch viel Zeit verstreichen, wie immer sind sie nicht die Schnellsten. 

Leute, die ihr Kapital daraus ziehen, sind immer irgendwie einen Schritt voraus. 

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