Warum werden die armen immer ärmer und die reichen immer reicher?

14 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das ist bedingt durch unser Finanzssystem, welches den Zinseszinseffekt beinhaltet.

Jedes Produkt, jede Dienstleistung enthält einen bestimmten Zinsanteil, also wo jemand in der Wertschöpfungskette zuvor einen Kredit aufgenommen hat zur Finanzierung von Anlagen, Maschinen usw.

Dieser Zinsanteil beträgt irgendwas zwischen 30 ... 40 %.

Jeder der etwas konsumiert zahlt also auch diesen Zinsanteil.

Hat nun jemand Kapitalvermögen in einem Umfang, bei dem der Ertrag aus Kapitalvermögen den Zinsanteil aus den konsumierten Produkten und Dienstleistungen überschreitet, erfolgt auf diesem Wege die Umverteilung von unten nach oben.

Diese Umverteilung wirkt bei den oberen 10 %, weitere 10 % gehen mit +/- 0 aus dem Spiel, 80 % zahlen die Zeche.

Günter

Woher ich das weiß: Recherche

Zwar weiß nicht, ob meine eigenen Erfahrungen allgemein gültig sind, allerdings habe ich einige Jahre mit einem Geringverdiener zusammengelebt, dessen Familie eine ähnliche Lebenseinstellung hatten wie mein ehemaliger Lebenspartner.

Anfangs brachte er noch ein wenig Geld nach Hause, nach kurzer Zeit durfte ich den gesamten gemeinsamen Lebensunterhalt bestreiten (incl. seiner Krankenversicherung).

Er rauchte zwei bis drei Schachteln Zigaretten täglich. Er trank täglich ein bis zwei Flaschen Wiskey täglich (jede Flasche für mindestens € 25,--). Jedes Jahr sollte ein Neuwagen für mindestens € 200.000,-- auf meine Kosten angeschafft werden, den nur er allein hätte fahren dürfen. Mein gut ausgestattetes Mittelreihenhaus mit 80 qm Wohnfläche war ihm zu wenig; er hätte lieber eine riesige Villa mit allen erdenklichen Extras haben wollen. Für Haushalts- oder Gartenarbeiten war sich der Herr zu fein. Auf Urlaubsreisen mussten es unbedingt fünf-Sterne-Hotels sein ... und dort selbstverständlich (!) immer die größten Suiten!

Das waren nur einige wenige Beispiele. Seine Familie war ganz ähnlich: protzen, protzen, protzen! Aber keiner von ihnen hat das "Kleingeld" dafür. Wenn der Zahler (in diesem Fall meine Wenigkeit) diese Angeberei nicht mitmachen oder zahlen wollte, war man dumm und geizig.

Nach meiner Erfahrung wollen viele armen Menschen nur angeben, aber keine entsprechenden Gegenleistungen erbringen.

Aus meinem Bekannten- und Verwandtenkreis bin ich eine solche Einstellung gar nicht gewohnt, obwohl die meisten von ihnen recht gut verdienen.

Woher ich das weiß: eigene Erfahrung

Weil die Reichen den Zinseszins zu ihrem Vorteil einsetzen und die Armen zu ihrem Nachteil.

Das ist zumindest eine der am einfachsten zu verstehenden Gründe, also das die Reichen mehr Zinsen und Rendite bekommen als sie ausgeben können und dass sie Armen mehr für Kreditzinsen und Inflation zahlen als sie verdienen.

Dann gibt es noch die unterschiedlichen Lebensweisen wie das Arme nur für Geld arbeiten, anstatt Geld für sich arbeiten zu lassen oder so abstrakte Dinge wie das Mindset das Arme keinen Wert in Bildung und Zeit sehen und dementsprechend damit umgehen oder auch so banale Dinge wie das Arme sich und andere über ihre Beziehung zu Geld belügen und dass sie zu viel Angst haben...

Aber mit Geld hat das nichts zu tuen, denn dem Geld ist es egal wer es hat und wofür er es verwendet, das liegt an jedem selbst wie er sein Leben gestaltet.

ha ha,

"Weil die Reichen den Zinseszins zu ihrem Vorteil einsetzen und die Armen zu ihrem Nachteil. "

wie hoch sind die zinsen?

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@robi187

Die Armen bekommen maximal 0,7% Zinsen, die Reichen haben Anlagen die 15% und mehr bringen.

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Das ist Unfug. In Europa sind Zinsen abgeschafft. Dasselbe gilt für die Inflation.

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@archibaldesel

Informiere dich bitte besser vorher, bevor du jemanden der pro Jahr 10-18% Zinsen bekommt erzählst, dass es keine Zinsen mehr in der EU gibt und das die EZB lügt wenn sie 2% als Zielinflation angibt.

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@Solenostemon

der geldhochadel weis immer wie sie ihr geld vermehren auf kosten der kleine leute?

dies war immer so und wird leider auch immer so bleiben?

mich wundert nur wieviel leute dem geldhochadel hörig sind? wer das rechte lager wählt soll sich da nie wundern?

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@robi187

Das Internet hat viele Steine auf dem Weg zum Reichtum beseitigt:

Früher konnten sich nur Reiche den Besitz von Aktien leisten wegen hoher Gebühren, heute zahlt man mindestens 1€ Gebühr wenn Aktien kaufen will und jeder kann alle wichtigen Informationen kostenlos bekommen für die man früher Gebühren bezahlen musste.

Auch ermöglicht das Internet neue Möglichkeiten Geld zu verdienen und Geld anzulegen.

Jeder kann reich werden, muss es eben nur wirklich wollen und auch was dafür tun.

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@Solenostemon

Wovon träumst du denn? Es gibt für keine seriöse Geldanlage 10% - 18%. Der 10-Jahres-Swap liegt heute bei 0,373%. Selbst eine spekulative Griechenland-Anleihe mit 9 Jahren Restlaufzeit von 9 Jahren bringt heute nur 3,35%. Also erzähle hier mal keine Märchen.

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@archibaldesel

Wenn du meinst, dann erzähl ich dass nächstes Jahr mal meinem Finanzamt, dass ich meine meine 16.588€ Zinsen auf meine 104.000€ P2P-Krediten nicht versteuern brauche, da es offiziell nicht sein kann das ich 16% Zinsen bekommen kann.

Danke für den Tipp, so muss ich dem Finanzamt weniger zahlen wenn ich sage, dass ich nur 3.500€ Zinsen haben kann bei einem Kapital von 104.000€. Hey dann kann es ja auch nicht sein, dass meine Varta-Aktien in 2 Monaten von 37€ auf 52€ gestiegen sind, denn offiziell ist ja laut dir alles über 3,35% unrealistisch und Microsoft hat letztes Jahr gar keine 40% gemacht 😱

Ich wiederhole mich nochmals:

Informiere dich bitte vorher, bevor du besser Informierten Personen erzählen willst, dass das was sie tun und schwarz auf weiß beweisen können, gar nicht gehen kann.

Nur weil du es nicht schaffst, heißt dass noch längst nicht, dass es niemand schafft.

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@Solenostemon

wieviel jahre machst du denn gewinn? wieviel verlust hast du schon mal gehabt?

auch an der börse gilt gewinne must wer bezahlen? wer hat bezahlt?

dies frage stellen viele nicht?

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@robi187

Mich interessieren Verluste nicht, außer in dem Sinne dass sie mir zeigen was meine Fehler sind (Hauptsächlich Ungeduld) aber so um die 1000€ werden es schon sein, aber solange die Gewinne höher sind als die Verluste ist alles in Ordnung, bei Aktien bin ich mit Verlierern insgesamt bei 12,8% Gewinn. In diesem Quartal.

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