Warum werden deutsche Namen in ausländischen Nachrichten nicht deutsch ausgesprochen?

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19 Antworten

Du hast schon viele Antworten bekommen. 

Ich finde es auch interessant, dass manche Namen sich völlig verändern. So war unser Papst Johannes Paul der zweite im italienischen Giovanni Paolo secondo. Und bei den Franzosen wird er wieder anders ausgesprochen. 

Dagegen ist die landesübliche Aussprache in deinem Beispiel harmlos. Aber ich finde es auch ärgerlich. Nachrichtensprecher sollten in der Lage sein, herauszufinden wie ein Name korrekt ausgesprochen wird. 

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Kommentar von oelbart
17.05.2017, 18:56

Bringt doch aber wenig, wenn ein Nachrichtensprecher das korrekt ausspricht, die Mehrheit der Zuschauer das gehörte dann aber nicht mit der geschriebenen Variante des Namens (zB aus Zeitungen) in verbindung bringen...

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Das liegt wohl hauptsächlich daran, dass wir Deutschen Wert darauf legen.

Außerdem können wir normalerweise die Aussprachen mehr oder weniger korrekt. In anderen Ländern ist das nicht so. Da wird zum einen nicht so viel Wert darauf gelegt und zum anderen "können" die Leute die Namen auch einfach nicht richtig aussprechen.

Ich wage außerdem, die These aufzustellen, dass bei Namen, die über das Französische oder Englische hinausgehen (z.B. Thailand, China, Japan, etc.), auch unsere Nachrichtensprecher diese nicht korrekt aussprechen.

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Nicht jeder Deutsche spricht einen ausländischen Namen auch in der jeweiligen, landestypischen Aussprache aus... wenn man mal nach Bayern oder Sachsen gucken würde... ;)

Das Sprechen der eigenen Muttersprache führt dazu, dass sich die Zungenmuskulatur an bestimmte Formen zur Bildung von Lauten gewöhnt. Diese dann umzubilden erfordert Übung. Sonst könntest du genau so fragen, warum ein Sportanfänger nicht gleich eine 200 Kg Hantel stemmen kann, die Bodybuilder könnens ja auch...

Hochdeutsch scheint dabei aber wohl anpassungsfähiger zu sein. Früher haben manche ausländischen Poeten extra deutsch gelernt, weil sich die Sprache so gut für Poesie und Dichtkunst geeignet hat... das war die Zeit der deutschen Dichter und Denker...

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Menschen, die Englisch als Muttersprache haben, haben meistens kein Bedarf für Fremdsprachen, da Englisch die Weltsprache ist. Auch wenn die Sprecher im Fernsehen oder Radio kennen einige Fremdsprachen, die Zuhörer meistens nicht, so hören sie die Namen so, wie sie selbst aussprechen; so können sie wissen, über wen gesprochen wird.

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Weil Englisch eine Sprache ist, die nicht nur in England, sondern auch in den USA, in Australien ... gesprochen wird. Im Flugverkehr und im internationalen Handel ist auch englisch "normal". Für viele ergibt sich daraus einfach nicht die Notwendigkeit, sich Fremdsprachen ernsthaft zu widmen. "Es spricht ja doch fast jeder wenigstens gebrochen englisch." - Dafür sparen sie nicht an Komplimenten - egal wie man sich in englisch auch anstellt. :) Sind eben sehr höflich, wenn ihnen klar wird, wie schwer ihnen selbst die Fremdsprache werden würde.

Wir in Deutschland sind ein Flächenmäßig kleines Land. Und viele unserer Nachbarn haben eine andere Sprache. In den Ferien verreisen wir gerne und dass dort Deutsch gesprochen wird - eher nur, wenn wir uns auf Gästebunker beschränken. 

So what (was soll's) dann lernen wir halt ein paar Brocken. Macht doch auch Spaß :)

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Kommentar von Yuurie
17.05.2017, 12:29

Ich weiß, das hat jetzt nichts mit dem Thema zu tun, aber: Judy Hopps! <3 Echt toller Film!

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Jahre lang wurde der Name des französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac in Deutschland bei den Medien (TV, Radio) falsch ausgesprochen.

nämlich wie .... Jirac statt mit einem "ch"-Laut wie Schule.

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Das ist aber nicht immer so, bei slawischen Namen klingt es mehr deutsch als slawisch. Es liegt wohl daran das englisch Weltsprache ist und französisch gehört zu den bekanntesten Sprachen.

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Weil in den meisten Ländern des Auslands fremdsprachige Aussprache nicht akzeptiert wird. Engländer und Franzosen z.B. scheinen alle andere Sprachen überhaupt nicht korrekt aussprechen zu können(oder sind einfach nur zu faul, sich mit der Aussprache in Fremdsprchen zu beschäftigen. 

Leider aber unterlaufen auch Deutschen Aussprachefehler, wenn sie MEINEN, Wörter und Namen  richtig "ausländisch" auszusprechen.

Beispiele: "Lübien" (korrekt:Libyen/Libya),

"Los Eindsheless" (korrekt etwa : "Ändscheles)

"Tschikagoh" (korrekt: Schikagou)

"Grenohbel" (korrekt etwa : Grönoble)

"Mitschigen" (korrekt: Mischigen)

usw.

Falsch , grammatisch, ist auch z.B. "DER Grand' Place" und "DIE Tour der France".

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Kommentar von OlliBjoern
17.05.2017, 21:28

Stimmt. Wobei dies aber auch z.T. Namen sind, die der englischen Aussprache unterworfen wurden. So ist "los angeles" ja eigentlich Spanisch ("die Engel") (und die spanische Aussprache wird sich von der englischen unterscheiden).

Und "Chicago" und "Michigan" (michi gan = großer See) sind mal aus verschiedenen Algonkinsprachen (Indianer) übernommen worden (werden sich im Original auch anders angehört haben).

Aber im Prinzip hast du natürlich recht.

Das "ch" in Chicago und Michigan wird anders ausgesprochen als z.B. das "ch" in "chica" (Spanisch)... 

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Das ist ein Ausdruck für den Umstand, dass Deutsch als Fremdsprache im Ausland kaum einen hohen Stellenwert hat und es schlicht an einer halbwegs ordentlichen Ausspracheidee mangelt. Also werden solche Namen nach dem phonetischen Muster der eigenen Sprache behandelt.

Korrekte Ausssprache reduziert sich bei uns ja auch im Wesentlichen auf englische und französische namen.

Noch nie habe ich andererseits jemals einen Nachrichtensprecher den namen des polnischen Ex-Präsidenten Walesa richtig aussprechen hören...:-)

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Das kommt dir nur so vor. Deutsche sprechen ausländische Namen auch nur "im Rahmen ihrer Möglichkeiten" richtig aus. So ist es andersrum eben auch. Da schleichen sich dann eben kleine Fehler ein.

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Nehmen wir doch mal die Frau Diane Krüger (Heidkrüger). Sie ist eine große Nummer in Frankreich und (oh Wunder) auch in den USA. Da aber die netten Herren hintern großen Teich Probleme mit der Aussprache haben - hier der Umlaut "ü" nannte man sie nun fortan Kruger.

Es liegt einfach an der Aussprache des jeweiligen Landes (Asien -> R und L bringen Schwierigkeiten).

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Kommentar von oelbart
17.05.2017, 18:50

Gerüchten zufolge wurde Immanuel Kant auch in vielen amerikanischen Universitäten eher Stiefmütterlich behandelt...sein Name weckt im Englischen unphilosophische Assoziationen...

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Kommentar von OlliBjoern
17.05.2017, 21:51

Wobei diese Sache (mit dem "r" und "l") in vielen Fällen eher eine europäische Fehlvorstellung ist.

Im Japanischen gibt es Namen wie "Takahara" "Hirohito" "Naohiro" usw. (das "r" ist ein sog. Tap)

Auch im Chinesischen gibt es "r", dieser Laut wird aber nicht "hinten" (wie im Deutschen) gesprochen, sondern "vorne".

Es gibt nicht nur ein "r", sondern mehrere verschiedene.
Zhōnghuá Rénmín Gònghéguó
ist die Bezeichnung für "chinesische Volksrepublik", wobei rénmín für "Volk" steht.

"l" ist im Japanischen tatsächlich nicht vorhanden. Wohl aber im Chinesischen (z.B. in hei long jiang = schwarzer Drachenfluss).
Mag sein, dass ein Chinese ein "deutsches r" zum l hin verschiebt, weil er es nicht mit dem "chinesischen r" identifiziert (was auch ein anderer Laut ist).

Koreanisch hat sowohl r als auch l (das r wiederum ähnlich wie im Japanischen gesprochen). (param, pal...)

Das "deutsche" r (hinten gesprochen) ist auch in Europa nicht unbedingt der Standard. Spanisch (oder auch Schwedisch) sprechen das r "vorne" (wie auch z.B. Schweizerdeutsch), im Englischen wird es als Approximant realisiert (interessanterweise auch im Mittelhessischen).

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Englisch und Französisch gelten in Deutschland halt als "chic", wer das falsch ausspricht, outet sich schnell als ungebildet.

Dagegen wird zB das "c" bin "Barcelona" oder das "s" in "Budapest" regelmäßig falsch ausgesprochen, von russischen, chinesischen oder arabischen (Orts)Namen mal ganz zu schweigen.

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Einiges sprechen wir auch sehr Deutsch aus.

In Italien fahren wir nach ROM, während sich der Italniener in ROMA wähnt.

In Frankreich besuchen wir PARIS, während die Franzosen dazu "Pari" sagen, das S bleibt stumm.

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nun, wenn ich zB höre wie 9 von 10 Deutschen Citroën aussprechen, kann ich nicht behaupten, dass deutsche ausländische Namen ausländisch aussprechen.

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Kommentar von owlerin
17.05.2017, 13:48

Gut getroffen!!!! Könnte von mir sein :-)))

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Das kommt dir nur so vor ;) es kann halt nicht jeder Deutsch und daher kann auch nicht jeder einen Deutschen namen sauber aussprechen. Das gielt natürlich für alle Sprachen! 

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Bei vielen Namen weißt du ja gar nicht ob die Namen richtig ausgesprochen werden, gerade bei asiatischen Namen zum Beispiel.

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Weil Deutsche besser Englisch können als umgekehrt.

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Weil der fremdsprachige Akzent dazu nicht in der Lage ist. Bsp Kennedys : Isch bin ain Bearliner!

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Aus dem selben Grund, warum ausländische Namen bei uns deutsch ausgesprochen werden.

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Kommentar von owlerin
17.05.2017, 17:07

Beispiel u.a.: die Stadt an der Côte d' Azur heißt Nice und nicht "Nizza"...

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