Warum werden bei einer Inflation die Reichen ärmer und die Armen reicher?

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4 Antworten

Weil Arme im Normalfallschulden haben und Reiche Geld auf der Bank.

Wenn jemand 1000 Euro Schulden hat, aber die Inflation ist so hoch, dass er mittlerweile 5 Millionen Stundenlohn bekommt, sind die 1000 Euro Schulden natürlich quasi nichts.

Umgekehrt ist es bei Menschen, die gespart haben.

Das leuchtet ein! Vielen Dank :)

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Das "arm" und "reich" ist in dem Fall auf Geldwerte zu legen, nicht auf Bestandwerte wie Immobilien

Die Reichen werden ärmer, da sich ihr Geld nicht so stark vermehrt wie der Wert des Geldes sinkt, die Armen hingegen, die große Schulden haben, freuen sich, denn dadurch sinkt die Schuldenlast und sie können es eher zurückzahlen.

Beispiel:

Ein Reicher besitzt 700.000 €. Er lagert dies irgendwo (der Verständlichkeit halber zinsfrei) ein und benötigt das Geld 10 Jahre nicht mehr. In der Zeit ist ein Haus 100.000€ wert.

In den 10 Jahren steigt der Wert des Hauses wegen der Inflation von 100.000€ auf 500.000€

Der Reiche möchte sich jetzt dieses Haus kaufen, hat aber weniger Geld, denn das Geld, das er gelagert hat, vermehrt sich ja nicht mit der Inflation, während das Haus an Wert "gewonnen" hat.

Der Arme verdient 1000€ im Monat. Er besitzt Schulden von 4000€.

Durch die Inflation steigt der Wert der Arbeit, den der arme Mensch leistet, auf 5000€ an.

Die Schulden sind zinsfrei und somit sind sie auf 4000€ geblieben.

Der arme Mensch musste also früher 4 Monate für sein Geld arbeiten, während er heute nur noch einen Monat arbeiten muss und dabei sogar noch 1000€ übrig hat

Ich hoffe, das war verständlich genug. Denn besser kann ich es nicht erklären ;)

"Inflation ist Diebstahl am Volk", sagte unser Wirtschaftsdozent.

Salopp gesagt:

Es verlieren alle.
Jene, die viel haben, verlieren auch viel an Werten.
Reiche "verlieren" also mehr als die Nichtshabenden.

Aber die Armen werden deswegen noch lange nicht reicher, nur weniger stark ärmer als die Reichen.

Wenn man Arme aber mit Schuldner gleichsetzt, dann stimmt es, dass diese Armen "reicher" oder weniger verschuldet weden, weil auch die Schulden an "Wert" verlieren. Die Schulden werden also weniger belastend.

Heute haben auch "Reiche" Schulden, weil unser perverses Wirtschafts- und Steuersystem das Schuldenhaben und Schuldenmachen belohnt.
Sie haben z.B. 1 Mio auf dem Bankkonto, aber eine Hypothek von 2 Mio.
Ist das nun arm oder reich...?

Ganz einfach:
Reicher mensch hat 1 million euro
Armer mensch hat 100000 euro schulden beim reichen mensch
Wenn es so viel geld gibt dass man für ein brot 100000 euro bezahlen muss, 100000 euro also wenig geld sind, dann kann der arme mensch dem reichen menschen seine schulden schnell zurück zahlen, da er auch millionen auf dem konto hat, da dieses geld nicht mehr so viel wert ist... Also kann sich der reiche mensch mit den schulden die der arme mensch zurück gezahlt hat kein lamborghini mehr kaufen, sondern nur noch ein brot... Das ist auch der grund warum man sein geld gerne in gold investiert, da gold immer sehr wertvoll ist, und im falle einer infaltion sein besitz nicht einfach wertlos ist...

Hoffe du hast es einigermaßen verstanden...

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