warum werden bei einem vaterschaftstest die prozentzahlen nicht zu 100% angegeben?

8 Antworten

Hi, es gibt versch. Fehlerquellen: Labor, Versuchsdurchführung, gemessene DNA Anteile, deren Verteilung in derBevölkerung usw. 99,9% sind erzielbar, Rest ist Toleranz. Beispw. könnte es ja auch einen engen Verwandten, Bruder uw. geben. Siehe Link. Zu 100% kann nur eine Vaterschaft ausgeschlossen werden. Gruß osmond http://de.wikipedia.org/wiki/Vaterschaftstest Zitat: Die Zuverlässigkeit eines DNA-Vaterschaftstests hängt von mehreren Faktoren ab:

Der muss Auftraggeber geeignete Proben einreichen, die genügend DNA enthalten und deren Herkunft klar auf die zu untersuchenden Personen rückführbar ist. Verwechslungen oder Manipulationen müssen ausgeschlossen sein. Bei privaten Tests trägt der Auftraggeber die Verantwortung hierfür, während bei gerichtlich oder behördlich verwendeten Tests ein Zeuge eingesetzt wird, der die Gewinnung der Proben überwacht, die Identitäten der Personen prüft und für die Echtheit der Proben garantiert. Das ausführende Labor muss fehlerfrei arbeiten und sollte seine Qualifikation durch externe Prüfungen nachweisen. In Deutschland hat sich hier die Durchführung von "GEDNAP-Ringversuchen" durch die Rechtsmedizin der Universität Münster als beste Methodik durchgesetzt (siehe unten). Die durchgeführten Messungen müssen genormt sein. Nahezu jedes deutsche Labor führt die Analyse derselben DNA-Marker durch, so dass die Messungen unterschiedlicher Labore vergleichbar sind. In aller Regel werden 16 DNA-Marker untersucht. Leider werden z.B. in den USA teilweise andere Marker als in Deutschland verwendet, allerdings gibt es momentan Bestrebungen, zumindest in allen europäischen Ländern einheitlich dieselben Marker zu verwenden. Somit wäre eine internationale Vergleichbarkeit von Messwerten gegeben. Die Aussagekraft eines Vaterschaftstests hängt ebenfalls von mehreren Faktoren ab. Grundsätzlich lässt sich die Aussagekraft der Tests enorm steigern, wenn nicht nur die beiden unmittelbar betroffenen Personen (Putativvater und Kind), sondern auch die Kindsmutter Proben für den Test abgeben. Kennt man das DNA-Profil der Kindsmutter, so lässt sich schnell festlegen, welche Varianten das Kind von seiner Mutter geerbt hat. Die restlichen Varianten müssen dann vom biologischen Vater stammen. Außerdem kann die Genauigkeit des Tests gesteigert werden, wenn man neben den üblichen 16 DNA-Markern noch weitere Marker analysiert. Je mehr Merkmale in den Test einbezogen werden, desto genauer wird das Ergebnis ausfallen. Grundsätzlich handelt es sich bei Vaterschaftstests jedoch um Wahrscheinlichkeitsaussagen. Eine Sicherheit von 100% kann nur im Falle des Ausschlusses der Vaterschaft erreicht werden. Ist die Vaterschaft nicht auszuschließen, berechnet der Sachverständige, wie wahrscheinlich die gefundenen Übereinstimmungen auf eine biologische Vaterschaft zurückzuführen sind. Hierbei muss zunächst für jeden einzelnen DNA-Marker geprüft werden, mit welcher Häufigkeit das übereinstimmende Merkmal (Allel) in der Bevölkerung vorkommt. Ist ein Allel sehr weit verbreitet, ist das Risiko für eine zufällige Übereinstimmung zwischen zwei Menschen relativ hoch. Ist das gemeinsame Allel jedoch eher selten in der Bevölkerung zu finden, ist das Risiko für eine Zufalls-Übereinstimmung gering, also würde ein starker Hinweis für eine Vaterschaft vorliegen. Diese Berechnungen werden für alle untersuchten DNA-Marker einzeln durchgeführt, die Ergebnisse multipliziert und so der Vaterschaftsindex errechnet. Aus diesem Index lässt sich die Wahrscheinlichkeit für eine Vaterschaft herleiten. Das Ergebnis eines Tests gilt als zuverlässig, wenn mindestens eine Wahrscheinlichkeit von 99,9% erreicht wird. In diesem Falle gilt die Vaterschaft als „praktisch erwiesen“.

weil es nie zu hundert prozent stimmen kann fehler können immer unterlaufen

Bei der DNA können minimalste Änderungen vorkommen... Die DNA eines Vaters und seiner Tochter kann ohnehin nicht zu 100 % übereinstimmen (männlich/weiblich)...

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