Warum werden Akkus schwächer?

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4 Antworten

Hallo,

bei den "normalen" Akkus besteht das Problem in der prinzipiell angewandten Funktionsweise. Akkus speichern elektrische Ladungen auf chemische Weise. Dabei findet bein Laden und Entladen jeweils ein elektrochemischer Vorgang zwischen ionisierbaren Flüssigkeiten und Metallen statt.

Die Häufigkeit der Reaktionsumwandlung ist dabei allerdings begrenzt, weil sich entweder die Metalle dabei langsam zersetzen, oder die Flüssigkeiten nach und nach chemisch verändern. Dadurch nimmt die Kapazität mit zunehmender Anzahl von Ladezyklen je nach Akku mehr oder weniger stetig ab.

Die grundlegende Haltbarkeit hängt dabei von Faktoren wie

  • Technologie
  • Belastung / Leistungsentnahme
  • Temperatur
  • Ladestrom, Ladespannung und maximaler Entladungsgrad

ab. Bei allen Akkus ist die sogenannte Tiefentladung zu vermeiden, wobei auch hier einige Technologien empfindlicher als Andere auf eine Entladung unter ein Mindestmaß an nötiger Zellenspannung ( Ladeschluss-Spannung ) reagieren.

Relativ unempfindlich reagieren hier NiCD und Ni-MH Akkus, sehr empfindlich dagegen Bleiakkus und allgemein Li-Ionen Akkus.

Die momentan unempfindlichste Speichertechnologie stellen Feststoff-Kondensatoren dar, welche bezüglich den momentan höchsten Ladungsdichten z.B. als Gold-Caps zu finden sind. Nachteile gegenüber Akkus:

  • sehr teuer pro mA/h ( Beim Kondensator wird die Kapazität in Farahd angegeben. 1F = 1 VA/s )
  • Im Bezug auf die Baugröße noch sehr geringe Speicherkapazität.

mfg

Parhalia

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Bei Akkus ist halt jeder Lade- und Entladevorgang eine chemische Reaktion. Irgendwelche Stoffe werden zu irgendwelchen anderen Stoffen umgewandelt. Man könnte jetzt einfach ausgedrückt sagen, dass manche Stoffe dadurch "rosten", also nichtmehr zu dem Stoff werden, zu dem sie werden sollen und dadurch nichtmehr funktionieren.

Tastaturen und Motoren nutzen mit der Zeit ab, aber müssen halt keine Stoffe umwandeln und wieder zurückwandeln, um zu funktionieren.

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Die Chemie hinter dem Problem ist in der Tat die Chemie.

An den Elektroden (also nicht an den äußeren Anschlüssen, sondern im inneren des Akkus) bilden sich im Laufe der Zeit Ablagerungen, z.B. weil im Akku enthaltene Stoffe auskristallisieren.

Das lässt sich zwar zum Teil rückgängig machen (Es gibt ja diverse "Regenerationsverfahren" für einige Akkus) aber nicht vollständig. Die "Verschmutzungen" an den Elektroden reduzieren die wirksame Fläche und senken die Kapazität.

Darum ist auch nicht nur das Alter des Akkus für den Verschleiß verantwortlich, sondern auch die Art der Verwendung. Viele Ladezyklen zum Beispiel schwächen den Akku vorzeitig.

P.S.: Es sind nicht immer nur die mechanischen Bauteile, die verschleißen, sondern auch alles, was warm wird. Da gehören Akkus dazu!

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es gibt bereits akkus die nicht schächer werden sondern immer den selben ladezustand nach dem aufladen haben ! du musst dir nur ein teureres handy holen ;)

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Kommentar von crisni
02.07.2013, 16:54

Welche zum Beispiel? Selbst bei meinem hochwertigen iPad mini rechne ich nach 2 Jahren damit, dass die Akku-Leistung deutlich nachlassen wird. Also würde mich das schon sehr interessieren, was du unter "teuer" verstehst!? Mein 1400 Euro teurer Laptop schwächelt nach exakt 2 Jahren schon sehr sehr sehr deutlich. Wie teuer muss es noch werden? ;-)

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