Warum waren viele KZ-Aufseher Sadisten - im Privatleben aber absolut menschlich?

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15 Antworten

Hallo!

Oft ist Aggressivität oder Sadismus, aber auch in der Erziehung oder im Umfeld begründet... oder mit irgendwelchen Erlebnissen die man machte ------> ich kannte mal einen (sehr gebildeten) Mann, Serviceleiter & zum Schluss seiner Berufslaufbahn war er Niederlassungsleiter in einem Autohaus. Er wurde mal so sehr gemobbt, dass er als Schutzwall vor neuen Demütigungen ein Potenzial zu schier unglaublicher Aggressivität hatte und schon wegen Kleinigkeiten explodierte, immer sehr schroff zu seinen Angestellten und Kollegen war.. Winzige Anlässe genügten ihm, und er flippte aus. Der ganze Betrieb hatte ANgst vor ihm & niemand war vor ihm sicher. Er demütigte Leute & zeigte dem einen oder anderen knallhart, wie wenig er von ihm hielt. Das hat er so richtig genossen, da fühlte er sich dann stark.

Privat oder wo er sich sicher fühlte, war er ein liebevoller und empathischer Familienvater, Opa und ein klasse Kumpel, mit dem man total viel Spaß haben konnte. Er meinte mal vor Jahren zu mir, er habe sich mit dem aggressiven Verhalten eine Art Schutzwall angelegt.. dass ihm niemand mit Beleidigungen zuvorkommt & ihn niemand wieder verletzt, macht er alle fertig damit sie ANgst vor ihm haben.

Der Vergleich hinkt vllt., aber es kann trotzdem nicht abwegig sein. Der Berufsalltag stumpft ab und wenn dann vielleicht noch der Druck gehorsam über alle Maßen zu sein mitspielt und man selbst Angst um sich hat, ist man als Mensch zu fast allem fähig und kann trotzdem privat der liebe Onkeltyp sein.

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Kommentar von Torrnado
18.06.2017, 17:38

Danke für die ausführliche Antwort

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Nochmal meine Meinung zu allen Kommentaren hier das es ja nicht anders ging und diese armen Menschen gezwungen waren das zu tun wie ss oder verrat der Nachbarn und und und 

DIESE MENSCHEN HATTEN ALLE EINE WAHL! Genauso wie viele Juden vor dem KZ und den Ghettos geflohen sind hätten auch sie fliehen können. Sie hätten alle Untergrundorganisationen beiwohnen können um gegen das System zu arbeiten. Aber der Mensch lebt so nicht. Solange meine Familie Ruhe und Frieden hat tun viele oft alles. Und wenn dann noch gesellschaftlich und gesetzlich positiv auf diese schlechte Entwicklung Einfluss genommen wird denken sie sie bekommen keine Strafe oder kommen so davon. Sie wussten alle was sie da tun und gehören in den Knast! Wenn sie nachweisen können das sie wirklich versucht haben etwas zu ändern und nur weitermachten um nicht aufzufallen haben sie trotzdem getötet und gehören verurteilt. Das man über die dann später heldenhaft schreibt ist eine andere Sache, und es gibt heldenhafte Menschen die gegen das System gearbeitet haben. 

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Das kommt darauf an, die waren alle verschieden.

Ein Zeitzeuge, ehemaliger Gefangener im Konzentrationslager, sagte aus, dass in seinem Konzentrationslager wenige Sadisten oder Psychopathen waren, die gab es auch, aber die meisten Wärter waren ganz normale Menschen.

Und trotzdem begingen diese ganz normalen Menschen die schrecklichsten Gräueltaten, Folter, Schlagen, Erniedrigen, Mord...

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Kommentar von M0scheLejb
18.06.2017, 21:37

Und wohl gemerkt: sie standen nicht unter Zwang...

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Soziale Experimente haben gezeigt, dass sich solche Dynamiken selbst bei Studienteilnehmern entwickeln, da kannst du dir vorstellen wie es in einem richtigen KZ wird.

Die Ideologie darf man dabei auch nicht vergessen, nach dieser Weltanschauung haben sie ja nichts falsches oder böses gemacht. Die KZ Leute waren auch normalerweise aus den Reihen der SS, also glaubten auch wirklich an den Nationalsozialismus.

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Du musst bedenken: in der damaligen Zeit galt es nicht als verwerflich oder gar als Verbrechen, einen Juden zu töten. Die KZ-Heinis dachten, sie tun das richtige.

Durch die ganze Propaganda waren einige sicher auch der Auffassung, dass die Juden eine Gefahr für sie und ihre Familie darstellen würden. So unerklärlich ist dieses Phänomen also gar nicht.

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Kommentar von M0scheLejb
18.06.2017, 21:41

Das ist ein wichtiger Aspekt: Diese Leute waren grösstenteils der Meinung, es sei nicht verwerflich, Männer, Frauen und Kinder zu Tausenden zu töten.

Und das ist schon der Punkt, wo man sich fragen muss, wo der moralische Kompass dieses Volkes geblieben ist.

Interessanterweise ergab das Milgram-Experiment in Deutschland die höchste Rate derer, die bis zum bitteren Ende gingen: 85% (Durchschnitt war um 65%)...

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Im Endeffekt waren es auch nur Menschen, die den Befehl bekamen, die grausame Arbeit im KZ zu verrichten. Freiwillig hätten das wohl die wenigsten gemacht, aber durch den Druck von oben, akzeptierten sie "ihr Schicksal" und waren wohl froh in dieser Position zu sein im KZ und nicht in der Position der Häftlinge dort.

Es ist aber schwer zu beurteilen wie die Menschen im 3. Reich dachten. Es hab auch sehr viele unterschiedliche Meinung zu dieser Zeit.

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Kommentar von Dahika
18.06.2017, 20:51

Och , die armen, armen Hascherl... Das Schicksal.... WÜRG....

Ich denke da an den Auschwitzleiter Höss. Er wurde im Knast befragt über seine Motive. Er sage...  es war ein Befehl, ich musste das tun. Dann fragte ihn der Amerikaner: "Lieben Sie ihre Kinder?" Und Höss antwortete völlig konsterniert: "natürlich!"
Und der Amerikaner fragte dann: "Wenn man Ihnen befohlen hätte, Ihre Kinder zu töten, hätten Sie es getan?" Und Höss völlig erstaunt ob der dummen Frage: "Ja sicher. Wenn es mir doch befohlen war?"

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Kommentar von M0scheLejb
18.06.2017, 21:36

Sie waren nicht unter Druck.

Das wurde ausreichend studiert.

Vor allem gab es ja nach dem Krieg, bis hin in die 80er Jahre, noch "Kameraden-Treffen", wo sich diese Angehörigen der Totenkopf-SS treffen und nostalgisch in Erinnerungen schwelgten.

https://www.youtube.com/watch?v=5q8Ef8HrK1o

Genauso findest du hier Harry Seidel, einen Angehörigen der Totenkopf-SS Einsatztruppen C, das sind die, die in Babi Jar über 30'000 Menschen, Männer Frauen und Kinder einzeln erschossen haben (das hat mehrere Tage gedauert), und der zieht Bilanz "Es war eine schöne Zeit" (bei der Totenkopf-SS, Mördertruppe).

Er bestreitet zwar, dass er selbst an den Erschiessungen beteiligt war (was allerdings zu bezweifeln ist), aber sagt aus, dass er ein paar Erinnerungsphotos von den Leichenbergen bzw. Massengräbern in der Schlucht schoss.

Das alles mit einem netten Lächeln.

Ein netter Opa.

Und solche liefen in Deutschland nach dem Krieg zu Tausenden herum, und die allermeisten von ihnen wurden nie belangt...

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Du darfst eines dabei nicht vergessen: Diese Leute standen selber unter enormen Druck. Als sogenanntes Weichei, waren sie sofort selber dran.

Das gilt sicher nicht für alle, aber für die meisten von ihnen.

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Kommentar von Torrnado
18.06.2017, 17:37

aber niemand war damals verpflichtet, in die SS einzutreten - auch nicht zu den Totenkopfverbänden ( die ja auch u.a. für die Bewachung der KZ`s zuständig waren )

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Kommentar von M0scheLejb
18.06.2017, 21:39

Sie waren nicht unter Druck.

Das wurde ausreichend studiert. Siehe dazu z.B. Christopher Browning oder Yakov Lozowik.

Vor allem gab es ja nach dem Krieg, bis hin in die 80er Jahre, noch "Kameraden-Treffen", wo sich diese Angehörigen der Totenkopf-SS treffen und nostalgisch in Erinnerungen schwelgten.

https://www.youtube.com/watch?v=5q8Ef8HrK1o

Genauso findest du hier Harry Seidel, einen Angehörigen der Totenkopf-SS Einsatztruppen C, das sind die, die in Babi Jar über 30'000 Menschen, Männer Frauen und Kinder einzeln erschossen haben (das hat mehrere Tage gedauert), und der zieht Bilanz "Es war eine schöne Zeit" (bei der Totenkopf-SS, Mördertruppe).

Er bestreitet zwar, dass er selbst an den Erschiessungen beteiligt war (was allerdings zu bezweifeln ist), aber sagt aus, dass er ein paar Erinnerungsphotos von den Leichenbergen bzw. 

Massengräbern in der Schlucht schoss.

Das alles mit einem netten Lächeln.

Ein netter Opa.

Und solche liefen in Deutschland nach dem Krieg zu Tausenden herum, und die allermeisten von ihnen wurden nie belangt...

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Kommentar von Dorfmofa1983
19.06.2017, 00:12

Um Gottes Willen wer hätte denn nicht zur SS gewollt das war damals das allergrößte für einen jungen Mann , niemand kann mir erzählen er habe nicht zumindest am Anfang von allem daran gedacht ! Und es wurde nickt jeder genommen dort ....

Wenn man über Jahre gesagt bekommt das mal die krone der Schöpfung ist und jetzt die Chance auf die Elite der Elite hat .... also bitte ...jeder von uns !

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Kommentar von Dorfmofa1983
19.06.2017, 11:58

Lassen wir das , nicht jeder kann das verstehen. Ist keine offense

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Weil sie die Erlaubnis dazu hatten. Weil ihnen gesagt wurde, dass alle Menschen außer den Deutschen Dreck wären. Und sie haben's gerne geglaubt weil sie von diesem System profitiert haben. 

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Die Antworten sind klüger als ich erwartet habe.

Eben , befehlt war Befehl und die Erziehung war eben genau darauf ausgelegt. Nicht jeder war ein Sadist....

Otto Moll zum Beispiel war da wohl eher die Ausnahme

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Kommentar von M0scheLejb
18.06.2017, 21:38

Sie waren nicht unter Druck.

Das wurde ausreichend studiert. Siehe dazu z.B. die Werke von Christopher Browning und Daniel Goldhagen.

Vor allem gab es ja nach dem Krieg, bis hin in die 80er Jahre, noch "Kameraden-Treffen", wo sich diese Angehörigen der Totenkopf-SS treffen und nostalgisch in Erinnerungen schwelgten.

https://www.youtube.com/watch?v=5q8Ef8HrK1o

Genauso findest du hier Harry Seidel, einen Angehörigen der Totenkopf-SS Einsatztruppen C, das sind die, die in Babi Jar über 30'000 Menschen, Männer Frauen und Kinder einzeln erschossen haben (das hat mehrere Tage gedauert), und der zieht Bilanz "Es war eine schöne Zeit" (bei der Totenkopf-SS, Mördertruppe).

Er bestreitet zwar, dass er selbst an den Erschiessungen beteiligt war (was allerdings zu bezweifeln ist), aber sagt aus, dass er ein paar Erinnerungsphotos von den Leichenbergen bzw. Massengräbern in der Schlucht schoss.

Das alles mit einem netten Lächeln.

Ein netter Opa.

Und solche liefen in Deutschland nach dem Krieg zu Tausenden herum, und die allermeisten von ihnen wurden nie belangt...

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Kommentar von Dorfmofa1983
19.06.2017, 00:09

Harry Seidel ist Zeit seines Leben nie eingebrochen aber ihm kann babi jar nicht angehängt werden und ob er geschossen hat. Er kam aus einem Umfeld die gehorsam gepredigt haben , vergiss da nichts und wenn du schon einen ss Mann mit Namen vorschiebst dann nicht auf diese Art bitte.

Damals dachte jeder er macht das richtige...

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Kommentar von Dorfmofa1983
19.06.2017, 11:56

Ihr versteht noch immer nicht warum er diese kameradschaft so geliebt hat oder ? Ich kann es verstehen .... wirklich , es ging anfangs nicht um Blut und Tod dabei ....es ist schwer zu erklären...

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Kommentar von Dorfmofa1983
19.06.2017, 20:43

Gut dann verbleiben wir so , ist ja kein Thema.

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Gib dem menschen macht und siehe was er tut. Wenn menschen ohne konsequenzen verbrechen begehen dürfen dann tun sie dies. Umd zwar auf die abscheulichste weise die es gibt.

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Kommentar von Torrnado
18.06.2017, 22:12

ja, weitere Beispiele sind z.B. auch  Guantanamo und damals der Folterskandal der US-Soldaten im Abu Ghraib-Gefängnis während des Irak-Kriegs

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Kommentar von joelias7
18.06.2017, 22:13

Jep genau. Es gibt total viele beispiele

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Kommentar von M0scheLejb
18.06.2017, 22:19

Dieser Meinung bin ich nicht. Der Mensch ist kein "verbrecherischeres" Wesen, dessen "Verbrechensdurst" durch die "Zivilisation" eingedämmt wird.

Brutalität, Gewalt, Grausamkeit, Mord, Krieg sind meiner Meinung nach anerzogene "Kulturleistungen".

Natürlich ist für einen Menschen, dass z.B. eine Mutter sich um ihr Kind kümmert.

Aber man kann einer Mutter auch anerziehen, dass sie ihr Kind schlägt.

Das war in der westlichen Kultur so lange und so stark verankert, dass die Leute dachten, es sei "ganz natürlich". nein, es ist angelernt.

Genauso hat der Mensch auch eine natürliche Tötungshemmung gegenüber anderen Menschen.

Vielleicht hat er auch einen Selbsterhaltungstrieb, vielleicht ist er imstande dem anderen was wegzunehmen, wenn er selbst es braucht. Aber Krieg, andere Menschen umbringen ist nicht "natürlich". Das ist erlerntes Gruppen-Verhalten...

Und eigentlich sind die millionenfachen Verbrechen, Morde, Grausamkeiten die das hoch zivilisierte Volk der Deutschen von 1933 bis 1945 beging, ohne gross darüber nachzudenken, ohne es wirklich in Frage zu stellen, der beste Beweis dafür, dass "Zivilisation" nicht mit äusserster Grausamkeit und Herzlosigkeit im Widerspruch steht.

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Kommentar von joelias7
18.06.2017, 22:24

Dann bitte ich sie sich einmal experimente wie Rhythm 0 oder vergleichbare anzuschauen. Möglich, dass all das anerzogen ist, so ändert dies trotzdem nichts an der tatsache, dass menschen diese schrecklichen dinge vollbringen

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In der zeit des Nationalsozialismus war der weit verbreitete und von Hitler gefestigte Irrglaube, dass diese Menschen keine Menschen sind! Juden und behinderte hatten keine Rechte und Würde, sobald sie im KZ waren! Alle Nazis hatten so einen hass auf diese Menschen und waren so davon überzeugt das es rechtens ist was sie tun und das Behinderte selbst schuld sind, dass sie behindert sind und Juden das sie Juden sind und verfolgt werden. Und niemand hat was dagegen gesagt bzw. gemacht da der großteil ja so dachte (u.a. wegen der begeisterung von Hitler und Göbels Propaganda) und der rest hatte zu viel angst vor Konsequenzen.

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Kommentar von M0scheLejb
18.06.2017, 21:46

trotzdem hat ein normaler Mensch eine Tötungshemmung und gerät ausser sich, wenn er so etwas macht.

Und nein, Angst vor den Konsequenzen musste im Prinzip niemand haben, der keine Lust hatte, unschuldige Zivilisten zu ermorden.

Aber es kamen Leute hin, die auch mal probieren wollten (Menschen zu erschiessen)

Warum mussten sie noch Erinnerungsphotos schiessen, um die Massen von Leichen als ihr "wohl getanes Werk" zu dokumentieren, tw. gegen den expliziten Befehl der Vorgesetzten?

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Kommentar von Luklum
19.06.2017, 20:26

Also wenn ich eine Mücke erschlage gerate ich nicht außer mich Und ja natürlich wenn jemand aus der SS aussteigen wollte, hat ihn niemand aufgehalten aber ich meinte die normale Bevölkerung, unter der sich nur wenige getraut haben etwas gegen das Regime zu sagen oder sogar zu tun. Und wie viele sind von denen geblieben? Um in Nazikreisen gut dazustehen. Ganz einfach!

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Kommentar von Luklum
20.06.2017, 07:12

Ich will damit sagen das Juden und Behinderte für Nazis genauso viel oder vlt sogar weniger wert waren wie eine Mücke. Für sie waren das keine Menschen!!! Es waren Dinge! Dinge mit denen man machen konnte was man will weil sie wie ein Gegenstand oder "Tier" angesehen wurden. Ich möchte nur betonen, dass das was in der NS zeit passiert ist, das schlimmste und Grausamste Verbrechen ist das die Menschheit je erlebt hat! Alle Nazis sind darmals viel zu gut weggekommen, für das was sie getan haben!

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Kommentar von Luklum
20.06.2017, 15:02

Natürlich glaub ich das? Aber wenn du meinst das hunderte Historiker und sonst jeder der auch nur n bischen ahnung von der deutschen geschichte hat, lügen dann von mir aus! Und Instinkte können da sein wie sie wollen! Wenn man denkt man tötet keinen Menschen dann gibts da auch keine hemmung?

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Warum sollten sie keine Familienmenschen sein? Sie konnten doch ihre dunkle Seite leben.....

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Aus ihrer Sicht sind das keine Menschen gewesen im kz. Sie waren Juden, behinderte, Ausländer, schnarotzer oder asoziale. Sie hatten keine Rechte oder sonst was. 

Wie die Sklavenhaltung wirkt das auf uns befremdlich. Manche sehen Kühe als heilig an, wenn die sehen was in der massentierhaltung abgeht wären sie genauso schockiert. 

Es sind ja auch alles ganz normale Menschen gewesen, welche aber ein falsches Verständnis von Rassen hatten.

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Kommentar von M0scheLejb
18.06.2017, 21:45

trotzdem hat ein normaler Mensch eine Tötungshemmung und gerät ausser sich, wenn er so etwas macht.

Warum mussten sie noch Erinnerungsphotos schiessen, um die Massen von Leichen als ihr "wohl getanes Werk" zu dokumentieren, tw. gegen den expliziten Befehl der Vorgesetzten?

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Macht über andere, siehe die Welle

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Es ist alles eine Frage der Weltsicht.

Wenn ein Mensch fest daran glaubt, dass ein anderer Mensch wertvoll und ein weiterer Mensch Dreck ist, dann fallen ab einem gewissen Level alle Hemmungen und dann ist es völlig normal Menschen wie Exkremente zu behandeln.

Es ist nur eine Frage des Glaubens und man fühlt sich wie ein Gott.

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Kommentar von M0scheLejb
18.06.2017, 21:43

Ich glaube, dass ein normaler Mensch schon eine Tötungshemmung hat.

Ich denke nicht, dass man "einfach so" darüber hinwegsehen kann, dass er der andere, den man tötet, ein Mensch, ein Kind, eine Frau, ein Mann ist.

Da muss man schon mit der Ratio die Gefühle überlisten.

Waurm haben sich so viele Deutsche dafür hergegeben? Warum waren dort so viele Leute, deren moralischen Komposs man so leicht so gründlich durcheinander bringen konnte?

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