Warum waren im damaligen Sudetenland vor dem 2. Weltkrieg so viele deutsche?

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Ganz einfach: bis Ende des 1.WK gehörte das Sudetenland Deutschland. Der Versailler Vortrag hat es der Tschechoslovakei gegeben, sodaß die Tschechen eine leicht verteidigte Grenze gegen Deutschland haben könnte.

Danke für den Stern!

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Nach der Völkerwanderung, wo die Germanen das Siedlungsgebeit des geohistorischen böhmens  verließen, ließen sich westslaven nieder im Kern des Gebiets. Nach dem sich daraus entwickelnde Böhmen von den Luxenburgern in der Früh-historischen-Phase des Heiligenrömischen Reichs regiert wurden, siedelten diese ihnen ethnisch nahestehenden Menschen in den leeren Gebieten an, wo noch keine Tschechen waren. Es entwickelte sich eine gesundes Hegemonieverhältnis zwischen dem Kerngebiets der Tschechen bevölkerten Teils und dem Deutschen Äußerensiedlungsraums, welcher weniger dicht besiedelt erfolgreich die Landwirtschaft 'auf Vordermann' hielten. 

Doch dann kamen die Österreicher, welche Römisch-Deutsche Kaiser stellten und eroberten Böhmen im Dreizigjährigenkrieg. Die Deutschen wurden abjetzt im Gebiet Böhmens bevorzugt, hinzu kam es zu mehr kontakt zu Deutschen in Schlesien, welches zu erwähnen gilt, denn das histopolitsche Sudetenland war nicht nur das deutschbesiedelte böhmen-mähren, sondern war halt auch das Restschlesien was Friedrich der Große nach den drei Schlesischenkriegen damals den Österreichern noch gelassen hatte.

Unter Österreich waren die Deutschbesiedelten Gebiete gut gestellt, sie wurden systematisch gefördert, so nahm die Bevölkerung im damaligen Sudentland enorm zu, es bildeten sich große und mittlere Städte heraus. Diese Förderungen gab den damaligen deutschsprachigen Regionen eine solidarische Haltung zueinander, welche im weiteren verlaufe der Geschichtsschreibung im nachkriegs Europa entstehende Deutsch-Österreich ausdruck, wie Einheit fand. Durch den alliierten Friedensvertrag namentlich des Ortes beigefügt "von Saint Germain", wurde Deutsch-Österreich um 3,2 Millionen Bundesgenossen verringert, welche entrissen wurden in Form der Annektierung des Sudentenlands, jenes das Gebiet an das neugeformte Staatsterritorium der Tschechoslowakei vielen ließen.

In der Endphase des europäischen Friedens, 1938, wurde Österreich, wie das Sudetenland eingegliedert. Als mehrheitlich deutsch besiedelte Gebiete wurden sie vollwertig mit Anerkennung internationaler Verträge in das Alt-Reich aufgenommen. Nur wenig Monate sollten jedoch vergehen, als durch die Annektierung der Resttschechei, Hitler die Außenpolitik auf Konfrontation auslegte und noch nicht Mal ein Jahr später im Ausbruch des 2. Weltkrieges münden sollte. 

Ich hoffe, ich konnte dir die Frage ausführlich und vor allem zufriedend stellend beantworten :*

Im Sudetenland lebten eben seit etwa 700 Jahren die Sudetendeutschen. Das war ihre Heimat. Das Sudetenland  gehörte zum Königreich Böhmen, das wiederum bis 1806 zum deutschen Kaiserreich bzw. von 1806 bis 1918  zu Österreich gehörte. 

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