Warum waren die Gebiete Flandern und Brabant im Spätmittelater die wirtschaftlich stärksten Regionen Europas?

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2 Antworten

Danke DukeWellington, das ist eine berechtigte Frage, wo scheinbar auch viel Unwissen herrscht. ;-)

Gute Frage, wird hier präzise , allerdings auf Niederländisch erklärt:

http://neon.niederlandistik.fu-berlin.de/nl/nedling/taalgeschiedenis/middeleeuwen/



In der Antwort übertrage ich etwas frei das, was in der angegebenen Quelle inhaltlich steht.

Ich probiere mal die Schlüsselbegriffe diesen Textes kurz ins Deutsche umzusetzen. Zuerst die wichtigsten Sätze zu deinem Thema. Unten stehen die entsprechenden Paragraphen auf Niederländisch.

1)
Die politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Zentren des damaligen (Mittelalter) niederländischen Gebietes waren erst die Grafschaft Flandern (13./14. Jhd),

das Herzogtum Brabant (15.Jhd) und unter der Regierung von Floris dem Fünften auch die Grafschaft Holland.

2)

Die Grafschaft Flandern (West-, Ost-, Französisch und Zeeländisches Flandern) entstand aus den Territorien der Karolinger und gehörte im Mittelalter zu Frankreich.

In diesem Gebiet lagen die Städte Gent, Brugge und Ieper, sehr bekannt und berühmt durch ihre Tuchherstellung und den Handel, mit viel politischem Einfluß.
Damals war Brugge das internationale Zentrum des Handels von Westeuropa, bis das Zwin, eine alte Mündung in die Nordsee, versande.

Dadurch wurde dieser Seezugang abgeschnitten. Ferner hatte Flandern einen großen kulturellen Einfluß im 13. Jhd. !

3)

Das Herzogtum Brabant wurde im Laufe des Mittelalters stets mächtiger: Zum eigentlichen Kern gehörten Antwerpen, Noord-Brabant en
Limburg.

Antwerpen nahm die Rolle der wichtigsten Hafenstadt ein. Diese hatte vorher Brugge inne. Mechelen und Brüssel waren die politischen Zentren der Niederlanden.

4)

Mit zunehmender Macht der bugundischen Herzöge, die es verstanden, von der Schwäche der französischen Könige und der deutschen Kaiser zu profitieren,

kamen stets mehr Teile des niederländischen Reiches unter ihre Fittiche. In der Zeit von Philipp dem Guten und Karl dem Kühnen (1396-1477) war Burgund die politische und kulturelle Macht West-Europas.

Nach dessen Tod heiratete seine erbberechtigte Tochter Maria mit Maximilian von Österreich, das gesamte Gebiet fiel an das Reich der Habsburger.


Damit ist deine Frage doch ausreichend beantwortet, falls du noch mehr Details wissen willst, kann man das vertiefen.


De politieke, culturele en economische centra van het Nederlandstalige gebied waren in de middeleeuwen achtereenvolgens het graafschap Vlaanderen (13e-14e eeuw), het hertogdom Brabant (15e eeuw), en onder de regering van Floris V ook het graafschap Holland.

Het graafschap Vlaanderen (West-, Oost-, Zeeuws- en Frans-Vlaanderen) was uit enkele Karolingische territoriën
ontstaan en behoorde in de middeleeuwen tot de Franse kroon. In dit
gebied lagen de steden Gent, Brugge en Ieper, rijk door lakenproductie
en handel, en met veel politieke macht. De haven van Brugge gold als
internationaal handelscentrum van West-Europa, totdat het Zwin
verzandde, waardoor de toegang tot de zee afgesneden werd. Ook ging in
de 13e eeuw een sterke culturele invloed van Vlaanderen uit. 

Het hertogdom Brabant werd in de loop van de
middeleeuwen steeds machtiger: tot de oorspronkelijke kern - het
graafschap Leuven - behoorden weldra Antwerpen, Noord-Brabant en
Limburg. Antwerpen nam de rol van belangrijkste havenstad over van
Brugge, terwijl Brussel en Mechelen politieke centra van de Nederlanden
werden.

Met de toenemende macht van de Bourgondische hertogen,
die van de zwakte van de Franse koningen en de keizers van het Duitse
rijk wisten te profiteren, kwamen steeds grotere delen van het
Nederlandstalige gebied onder hun bewind. In de tijd van Filips de Goede
en Karel de Stoute (1396-1477) was Bourgondië de politieke en
culturele macht in West-Europa. Na de dood van Karel de Stoute trouwde
zijn erfgerechtigde dochter Maria met Maximiliaan van Oostenrijk, het
gebied kwam bij het Habsburgerrijk.

Also das kann ich mir nicht vorstellen. Vorallem Flandern hatte seit jeher und bis heute nichts weiter als viel Land und Mühlen. Wirtschaftlich stark war es dennoch nicht, konnte seit jeher bloß stets für sich selber sorgen und ist daher weiterhin eher eine verschlafene, malerische Region zwischen Belgien und den Niederlanden bis hin nach Deutschland geblieben. Der Seehandel war sehr viel stärker im Mittelalter und die damit verbundene Warenwirtschaft ins Landesinnere lukrativ. Auch davon dürften jene Regionen allerdings nichts mitbekommen haben. Brabant ist heutzutage allerdings dennoch sehr bekannt, womöglich auch für besondere Güter... vielleicht hatte der gelesene Artikel sich darauf bezogen.

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