Warum waren die Franzosen so schnell eingenommen im 2 Weltkrieg?

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5 Antworten

Die Franzosen gingen davon aus, dass ein kommender Krieg ähnlich ablaufen würde, wie der 1. WK. Der war durch feste Stellungen gekennzeichnet, in denen man sich verschanzen kann. Dementsprechend bauten sie viele Festungswerke wie z.B. die Maginotlinie.

Die Deutschen hatten aus dem 1. WK gelernt, dass ein Stellungskrieg nur zu hohen Verlusten, aber keinen Geländegewinnen führt. Daher entwickelten sie das modernere Konzept von "Feuer und Bewegung", das letztlich auch als "Blitzkrieg" bekannt wurde. Um dieses Konzept zu verwirklichen, musste die Armee durchgängig mit Fahrzeugen mobilisiert werden und Panzer sowie Flugzeuge spielten dabei eine entscheidende Rolle. Im Rahmen der neuen Taktik wurde auch der Kampf der verbundenen Waffen eingeführt. Die einzelnen Truppengattungen kämpften nicht mehr jeder für sich sondern alle (Panzer, Infdanterie, Luftwaffe) arbeiteten eng zusammen bei einem koordinierten Angriff.

Die Finanzen spielten insofern eine Rolle, dass die Franzosen sozusagen eine solide Haushaltspolitk betrieben, bei der nicht viel Geld fürs Militär übrigblieb.

Die Deutschen konnten deswegen so viele Waffen bauen und der Bevölkerung wachsenden Wohlstand vorgaukeln, weil sie hemmungslos Riesenschulden machten. Die Idee war dabei, angangs jede Menge Kredite auch im Ausland aufzunehmen und die dann nach dem gewonnenen Krieg mit der Beute aus den eroberten Ländern zurückzuzahlen.

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Finanzen? Interessanter Ansatz. Im Grunde immer richtig. Sie haben sich, nach dem "Sieg" im Ersten Weltkrieg, nicht so sehr um die Modernisierung ihrer Armee gekümmert. Das hätte Geld gekostet und das war in den 20er und 30er Jahren nicht da (Stichwort Weltwirtschaftskrise).

Dadurch war ihre Wehrtechnik gegenüber der deutschen veraltet. Auch die taktische Ausrichtung auf einen (wenn auch bedingten) Stellungskrieg war längst nicht mehr das Neueste.

Und schließlich hatte die Bevölkerung, also auch die Soldaten, wenig Lust, für ein anderes Land den Kopf hinzuhalten. In dem Fall also für Polen, dem die (nicht unbedingt geliebte) Regierung ein Verteidigungsversprechen gegeben hatte. Demenstprechend nieder war die Begeisterung und der Einsatz. Die meisten Franzosen haben gedacht, gut, dann verlieren wir eben, Deutschland holt sich Polen und haut wieder ab und wir haben unsere Ruhe.

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Kommentar von MuRiTagQ
23.11.2016, 08:49

woher hatte Deutschland das Geld ??

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Weil sie die Hauptangriffsrichtung der Wehrmacht falsch eingeschätzt haben, die Panzerdivisionen der Wehrmacht stieß durch die als "panzeruntauglich" geltenden Ardennen in der Rücken der franz. Armee, die danach vom Nachschub abgeschnitten war und aufgeben musste. 

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Pervitin (heute: Crystal Meth) spielte da wohl auch eine rolle

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Die Franzosen hatten halt gegen die nachweislich beste Armee der Welt nichts entgegen zu setzen.

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Kommentar von MuRiTagQ
23.11.2016, 09:09

komm runter oder kanntest du die Kameraden ???

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Kommentar von MuRiTagQ
23.11.2016, 09:10

vollgepumpt mit Chemie

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