Warum war niemand für die ermordeten Deutschen auf der Straße, aber alle für den Toten aus der USA?

21 Antworten

Es geht nicht nur um die Solidarität mit den Demonstrierenden in den USA.

Es geht auch um die Diskriminierung von farbigen Menschen in Europa.

Es geht in den USA um viele Probleme, die nicht mit dem Tod von George Floyd zu tun haben. Benachteiligt werden Afroamerikaner seit Jahrhunderten.

Ein Buch, dass diese Probleme gut beschreibt:

"Der Mann, der überlebte" von Lawrence Elliott

https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/ID43755864.html

Es ist die Biografie des Afroamerikaner George W. Carver. Einem ehemaligen Sklaven der unzählige weiße Farmer vor der Ruin bewahrte.  

https://www.youtube.com/watch?v=sdz8XTNttdc

auch wenn eigentlich schon alles erwähnt wurde, auch von mir nochmal:

bei den Demonstrationen geht es nicht um den ermordeten Floyd, sondern um Rassismus im allgemeinen.

Und die deutschen Opfer die du erwähnst starben nicht durch Rassismus. So was wie z. B. Mia aus Kandel - das war eine Beziehungstat. Der junge, der vor einen Zug gestoßen wurde - da gab es keinen rassistischen Hintergrund.

Und was ist mit den anderen deutschen Opfern, die von Deutschen vergewaltigt oder ermordet wurden? Willst du für die auch demonstrieren? Oder nur für die, die von Ausländern ermordet wurden? (das war eine rhetorische Frage, ich hab deine andern Antworten schon gesehen).

Und wer sagt, das das Kind nicht aufgrund von rassismus vor den Zug gestoßen wurde? Wer sagt das der Polizist in den USA den Mann vorsätzlich und rein aus rassistischen Beweggründen umgebracht hat? Der 75 Jährige der von den Polizisten in den USA vollkommen Grundlos geschubst und mit blutendem Hinterkopf auf dem Asphalt liegen gelassen wurde war auch kein "farbiger".

Es ist einfach jede Tat die an einem "nicht weißen" begangen wurde als Rassismus zu klassifizieren. Diese Annahme alleine ist genauso rassistisch wie die Unterstellung alle Angriffe von Personen mit muslimischem Glauben haben einen terroristischen Hintergrund.

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@xNevan
Und wer sagt, das das Kind nicht aufgrund von rassismus vor den Zug gestoßen wurde?

In Deutschland ist die Mehrheit immer noch hellhäutig. Glaubst du, der Mann hätte warten sollen, bis ein schwarzes Kind vorbeiläuft, damit es nicht als Rassismus gewertet wird? Zudem war der Täter geistig verwirrt.

Wer sagt das der Polizist in den USA den Mann vorsätzlich und rein aus rassistischen Beweggründen umgebracht hat? Der 75 Jährige der von den Polizisten in den USA vollkommen Grundlos geschubst und mit blutendem Hinterkopf auf dem Asphalt liegen gelassen wurde war auch kein "farbiger".

Kannst du oder willst du es nicht verstehen? Hier noch mal für dich:

bei den Demonstrationen geht es nicht um den ermordeten Floyd, sondern um Rassismus im allgemeinen.

Der Mord an Floyd war der Auslöser der Rassismus-Proteste. Mittlerweile sind diese Proteste aber längst gelöst von Floyd, weil es nach wie vor Rassismus gibt, in jedem Land. Und dagegen wird protestiert.

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@Saturnknight

"Der Mord an Floyd war der Auslöser der Rassismus-Proteste. Mittlerweile sind diese Proteste aber längst gelöst von Floyd, weil es nach wie vor Rassismus gibt, in jedem Land. Und dagegen wird protestiert."

Kannst oder willst du es nicht verstehen? Die Proteste bezüglich Rassismus wurden durch den Tod von George Floyd ausgelöst. Ein Vorfall bei dem zum damaligen Zeitpunkt nur die bloße Vermutung im Raum stand es wäre eine rassistisch motivierte Tat. Heißt es war absolut nichts bewiesen. Sprich der Auslöser hat gegebenenfalls nichtmal im Ansatz was mit den Protesten zu tun. Das wäre so als würde man für die Erhaltung des Regenwalds protestieren weil auf der A1 eine Kuh überfahren wird.

"Glaubst du, der Mann hätte warten sollen, bis ein schwarzes Kind vorbeiläuft, damit es nicht als Rassismus gewertet wird? Zudem war der Täter geistig verwirrt."

Ach gestig verwirrte Menschen können keine Rassisten sein? Wer behauptet das bitte und wie kommt man zu diesem Schluss? Ändert aber auch nichts an der Tatsache, das in Fällen in denen "Migranten" die Täter sind in Deutschland NIE ein rassistischer Hintergrund auch nur im Ansatz in Erwägung gezogen.

Aber wenn bei einer Kneipenschlägerei jemand mit Migrationshintergrund von einem "deutschstämmigen" angegriffen heißt es sofort am nächsten Tag "Rassist schlägt Ausländer krankenhausreif" obwohl beide einfach nur hackedicht aneinander geraten sind. Solche Unterstellungen sind im übrigen genauso rassistisch.

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@xNevan
Kannst oder willst du es nicht verstehen?

Der Spruch muß dir ja gefallen, wenn du ihn so einfach übernimmst.

Sprich der Auslöser hat gegebenenfalls nichtmal im Ansatz was mit den Protesten zu tun. Das wäre so als würde man für die Erhaltung des Regenwalds protestieren weil auf der A1 eine Kuh überfahren wird.

Der Vergleich hinkt gewaltig.

Floyd wurde unnötig hart behandelt. Das hat man bei Verhaftungen in den USA schon öfters erlebt. Bei Weißen passiert so etwas eher selten. Dadurch steht der Verdacht im Raum, daß es Rassismus war. Und so sind endlich mal viele Leute aufgewacht und protestieren gegen die aktuellen, rassistischen Zustände. Es gibt also auf jeden Fall einen Zusammenhang.

Deine Geschichte mit der Kuh und dem Regenwald hat aber mal so gar keinen Zusammenhang und ist somit sinnlos.

" Glaubst du, der Mann hätte warten sollen, bis ein schwarzes Kind vorbeiläuft, damit es nicht als Rassismus gewertet wird? Zudem war der Täter geistig verwirrt."

Es war klar, welchen Teil meiner Aussage du dir rauspickst. Aber gerne noch mal: hat der Täter sich sein Opfer bezüglich der Hautfarbe ausgesucht? Nein, hat er nicht. Hätte er auf ein schwarzes Kind warten sollen?

Aber wenn bei einer Kneipenschlägerei jemand mit Migrationshintergrund von einem "deutschstämmigen" angegriffen heißt es sofort am nächsten Tag "Rassist schlägt Ausländer krankenhausreif" obwohl beide einfach nur hackedicht aneinander geraten sind. Solche Unterstellungen sind im übrigen genauso rassistisch.

Komisch, vielleicht konsumierst du die falschen Medien? Ich kenne keine vergleichbaren Fälle. Ich denke eher, das ist Wunschdenken deinerseits, um die aktuelle Rassismusdiskusion ins Lächerliche zu ziehen.

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@Saturnknight

Das hat nichts mit ins lächerliche ziehen zu tun sondern mit fakten. Lies mal ab und zu eine Tageszeitung.

Es geht auch nicht darum, das es auf ein schwarzes Kind hätte warten sollen. Es gehz darum das, selbst wenn es einen rassistischen Hintergrund für die Tat geben würde dieses niemals in betracht gezogen wird.

Das unverhältnismäßige Polizeigewalt im Spiel war habe ich mir keinem einzigen Wort abgestritten. Bezüglich Polizeigewalt solltest du dich vielleicht mal Bilden bevor du unsinn erzählst. Die Anzahl von Polizisten getöteten Weißen seit 2015 beläufz sich auf knapö 2400 Weiße und "nur" 1250 schwarze. Das einzige worin es sich bei den Zahlen Unterscheidet ist die relation pro 1 mio Einwohner. Die ist tatsächlich für schwarze höher. Aber ich bin mir sicher, dass hat absolut nichts damit zu tun, das die meisten Gangs und Drogenringe eben nicht in der Hand von weißen sind. Aber genau solche "Personen" treiben die Statistik zu ungunsten der afroamerikaner nach oben. Das wird nur bei der Anführung solcher Statistiken gerne "vergessen" zu erwähnen.

Und fürs Protokoll: die Tat ist und bleibt abscheulich und verachtenswert. Das änder aber nichts daran, das die Diskussion emotional und nicht rational geführt wird.

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Erstmal finde ich den Begriff "Schwarze" rassistisch. Sag bitte dunkelhäutig, denn diese Menschen sind tatsächlich nicht "schwarz" sondern eben dunkelhäutig. Der Begriff Schwarz im Bezug auf Hautfarbe ist eine unnötige Übertreibung.

Zunächst einmal ist natürlich jeder Mord gleich schlimm, egal aus welchen Motiven. Aber es gibt einen Unterschied, wenn eine Person von einem Mörder umgebracht oder misshandelt wird, aus psychologischen Gründen, die nur auf diesen Mörder zutreffen (z.B. Frauenhass, Schizophrenie, Mordlust, Wutstörung) und wenn eine Person von einem Polizisten (also quasi von der Staatliche Gewalt) umgebracht wird, aus rassistischen Motiven. Das eine ist individuell-psychologisch erklärbar und das andere ist ein systematisches Problem der Apartheid, das auf Rassismus zurückzuführen ist.

Wären die Leute nicht überall auf die Straße gegangen, würden in Zukunft weitere Polizisten solche rassistischen Taten begehen. Es wäre im System verankert und Menschen würden weiterhin wegen ihrer Hautfarbe dramatisch diskriminiert werden. Es wäre ein schlimmes Signal. Man demonstriert also nicht gegen den Mord an sich, sondern gegen ein System.

Aber wenn man gegen einen einzigen Mord demonstriert, z.B. an ein 16 Jähriges Mädchen, was würde das bringen? Mord und Vergewaltigung sind Straftaten. Der Staat unternimmt also bereits etwas dagegen. Es wird trotzdem immer welche geben, die aus psychologischen Gründen diese Taten begehen werden. Das ist ein individuelles Problem.

Der Mord an George Floyd war aber keine individuelle Straftat, sondern eine systematische. Es war ein Signal: "Ihr dunkelhäutigen seid hier nicht willkommen und wir werden euch töten, wenn ihr euch hier weiter blicken lässt" Und das von einem Polizeibeamten

Ich finde es daher sehr gut, dass so viel demonstriert wurde, denn Amerika darf niccht wieder auf die Schiene der Apartheid rutschen.

Dennoch gute Frage!

Woher ich das weiß:Hobby – Beschäftige mich seit Jahren mit den Themen

Immer wenn ich Schwarze näher kennen lerne frage ich sie, ob sie es beleidigent finden o.ä., wenn jemand sagt, dass sie schwarz sind. Oder ob sie "Mohrenköpfe", "Negerküse" als schlecht o.ä. empfinden. Gerade über das Letzte wird dann gelacht. Und wegen "dem schwarzen" haben mich viele gefragt, ob ich es schlecht finde, wenn sie zu mir Weißer sagen.

Schwarzer wurde von der Politik zum Unwort/ bösen Wort gemacht.

Vielleicht sagt mir ja einmal jemand, dass ich nicht Weißer zu ihm sagen soll.

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@tommy40629

Ich finde sowohl die Begriffe Schwarz als auch Weiß unnötig polarisierend. Denn offensichtlich gibt es keine schwarzen oder weißen Menschen. Es gibt nur Varianten von dunkelhäutig und hellhäutig. Es geht nur um eine Hautfarbe. Es ist so trivial, dass es nicht diese ganze Aufmerksamkeit verdient.

Warum sagst du denn schwarz und nicht dunkelhäutig?

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@RicVirchow

Wie ich schon schrieb, finden die es selber affig wenn ich es sage. Auf der Arbeit und so sage ich immer Nicht-Weißer. Beim Kunden rede ich immer um alle Begriffe künstlich herum, bis er mir sagt, dass ich das lassen soll.

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@tommy40629
Vielleicht sagt mir ja einmal jemand, dass ich nicht Weißer zu ihm sagen soll.

Mich stört das nicht, mich kann jeder Neger stundenlang Weißer nennen.

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@tommy40629
Immer wenn ich Schwarze näher kennen lerne frage ich sie, ob sie es beleidigent finden o.ä., wenn jemand sagt, dass sie schwarz sind. Oder ob sie "Mohrenköpfe", "Negerküse" als schlecht o.ä. empfinden.

Hast du keine besseren Themen, wenn du Menschen näher kennen lernst? Da würde ich mich wundern, wenn in deinem Bekanntenkreis viele dunkelhäutige Menschen sind. Vor allem, wenn du dir überlegst, dass du vermutlich nicht der einzige bist, der ihnen gegenüber die Hautfarbe so thematisiert.

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Bei deiner erklärung wie man denn nun einen neger richtig bezeichnet, dreht sich mir der magen um. Diese art von pc ist unnötig wie ein keopf. Versuch mal unverkrampft an die sache ranzugehen.

Übersetz mal bitte black lifes matter.

Müssen wir jetzt millionen von plakaten ummalen, weil wir entdeckt haben, dass sie politisch nicht korrekt sind, oder gehts vielmehr darum, dass wir auch in deinen schädel reinbekommen, dass es nichts hilft sich alle drei jahre neue, möglichst unbelastete ausdrücke einfallen zu lassen. Geschafft haben wir es erst, wenn auf den plakaten steht all lifes matter.

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@edmuina

Jeder sinnlose Tot ist einer zu viel. Vor allem wenn er vermeidbar gewesen wäre wie alle Toten, die ich meine. Keiner dieser Deutschen Weißen wäre eines gewaltsamen Todes gestorben.

Und der POlizist hätte Floyd nicht mit dem Knie den Hals zudrücken müssen. Warum Floyd kriminell wurde, dass wissen wir nicht. Deshalb kann man auch nicht sagen: Wäre er nicht kriminell würde er noch leben.

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@edmuina

Abgesehen von deiner nicht-diplomatischen Ausdrucksweise: Geschafft haben wir es erst, wenn wir aufhören, sich Begriffe für Menschen mit einer auffälligen Hautfarbe auszudenken. Begriffe wie Schwarz oder Neger sind sinnlos. Sie stecken Menschen in Schubladen, obwohl es diese Schubladen gar nicht geben sollte. Außerdem habe ich nicht gesagt, dass ich die Plakattitel "Black Life Matter" gut finde. Klar Dein Vorschlag "All Life Matter" würde besser passen.

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Übrigens ist es nicht rassistisch jemand Dunkelhäutigen als "schwarz" oder "Schwarzen" zu bezeichnen. Man könnte jetzt sagen, dass auch Hellhäutige keine "Weißen" sind, aber trotzdem so genannt werden. Darum geht es aber primär nicht.

Rassismus ist, wenn jemand aufgrund seiner Hautfarbe oder Ethnie als minderwertig oder schlechter gesehen oder/und so behandelt wird. Jemanden als schwarz zu bezeichnen, der vielleicht nicht tatsächlich wirklich "schwarz" ist, fällt eindeutig nicht unter Rassismus, da ich ihn damit nicht abwerte.

Bitte achte doch darauf den Begriff Rassismus nicht so inflationär so gebrauchen, nur weil dir eine Formulierung nicht passt. Dadurch wird nämlich echter und verurteilenswerter Rassismus verharmlost.

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@Nonsens05

Schwarz und weiß sind kontraste. In´dem fall ganz deutlich einfach hell und dunkel. Also hat das nicht wirklich was mit der Fareb, sondern eher mit dem spektrum zu tun.

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Bei dem rassistischen Übergriff in Amerika waren die Täter Polizisten (also Vertreter des Staates) und es war zu fürchten, dass die Tat vertuscht wird und die Täter nicht bestraft werden.

Bei den Verbrechen, die du anführst, wurden die Täter verfolgt und, wenn ermittelt, den Gerichten zugeführt, also wurde gehandelt, wie es in einem Rechtsstaat vorgesehen ist.

Selbst wenn es so wäre: Es wäre dann immer noch ein US-amerikanisches Phänomen, das sich kaum auf Deutschland übertragen läßt und bei dem wir uns besser heraushalten sollten, es gibt hierzulande genug eigene Probleme. Würden wir es etwa so toll finden, wenn, sagen wir mal, der Amoklauf von Hanau in den USA Demonstrationswellen ausgelöst hätte (egal mit welcher politischen Stoßrichtung)?

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@woflx

Bei mir haben sich US Bürger bedankt, dass wir sie in ihrem Kampf gegen Rassismus unterstützen.

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Der Widerspruch entsteht durch die Zuordnung regionale oder überregionale Bedeutung. Ein härterer, rassistischer Vorfall ist im Allgemeinen von überregionaler Bedeutung. Vergewaltigungen und Morde sind dagegen nur regional, wenn sie nicht gegen politisch engagierte Personen gerichtet waren.

Vergewaltigungen und Morde sind dagegen nur regional,

Den Opfern und Angehörigen wird diese Unterscheidung nicht weiter helfen und ja, ich habe die Frage verstanden.

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