Warum war Gott so unkreativ?

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23 Antworten

Wenn du ein Auto baust mit 4 Rädern, und die siehst das es gut war, baust du das nächste wieder mit 4 Rädern :)

imago6 07.09.2015, 19:11

sehr guter Ansatz, vielen Dank! ^^

aber ich werde wohl nie verstehen, warum ein allwissendes Wesen überhaupt irgendetwas planen oder beurteilen muss. Es weiß doch schon alles!?

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Ein Gott, der Lebewesen direkt erschaffen hat macht wenig Sinn.

Schau nur mal  uns Menschen an:

wir sind unnötig kompliziert aufgebaut und haben in vielen Fällen (z.b. Kniestruktur) eine mehr als mangelhafte Konstruktion.

Das lässt sich alles nur durch Evolution erklären, da diese eben keinem Bauplan folgt und deshalb auch solche Konstruktionen auftreten.

Ein allmächtiger Gott der in der Lage ist ein solch komplexes Universum zu erschaffen würde wohl kaum solche groben Fehler machen, die selbst Laien mühelos auffallen.

Die allermeisten Gläubigen akzeptieren die Evolutionstheorie und sehen die Schöpfungstheorie als etwas abstrakteres an.

Also sehen das auch viele Anhänger der Schöpfungsgeschichte so.

Diejenigen die da anders eingestellt sind und Evolution (genauso wie vieles andere) generell ablehnen würden da beispielsweise damit argumentieren, dass Gott das absichtlich gemacht hat um den Menschen zu verwirren (so haben ja auch mal welche die Fosilienfunde erklärt).

Oder das der Mensch ja super komplex ist und nichts mit anderen Tieren zu tun hat (Naturwissenschaften zählen da für die ja als Argumente nicht).

imago6 07.09.2015, 19:13

vielleicht ist Gott auch garnicht allwissend und allmächtig, sondern nur der etwas weniger begabte Angestellte eines noch viel größeren und mächtigeren Gottes?

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kayo1548 07.09.2015, 22:19
@imago6

möglich;

das ist ja ohnehin eines der größten Probleme: was ist Gott? wie definiert man Gott?

könnten wir diese Kriterien dann überhaupt prüfen

wobei das mit der Evolution nichts zu tun hat - da gibt es noch andere Belege; wobei man sich natürlich fragen könnte ob die gesamte Entwicklung von vorneherein vorhersehbar war, was mit der Frage einhergeht ob es Zufall überhaupt gibt oder ob man alles berechnen könnte wenn man denn nur genügend Informationen und Rechenkapazitäten hätte

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Mark1616 08.09.2015, 10:58
@kayo1548
was mit der Frage einhergeht ob es Zufall überhaupt gibt oder ob man alles berechnen könnte wenn man denn nur genügend Informationen und Rechenkapazitäten hätte

Soweit ich weis gibt es die Annahme, dass man Dinge vorhersehen könnte, wenn man die genaue Position und Geschwindigkeit aller Teilchen im Universum kennt.

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mychrissie 08.09.2015, 12:03

Die Kreativität Gottes – falls wir spaßeshalber mal dessen Existenz annehmen wollen – besteht darin, eine Welt geschaffen zu haben, die in ihrem Kern bereits von Anfang an die Fähigkeit hatte, sich durch die Evolution selbst zu vervollkommnen. Hätte er jedesmal korrigierend und nachbessernd eingreifen müssen, hätte er schon beim ursprünglichen Schöpfungsakt seine Nicht-Allmacht bewiesen.

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kayo1548 08.09.2015, 17:55
@mychrissie

sehe ich persönlich genauso;

ich finde die Vorstellung einer Welt, die aufs unverstellbarste genau abestimmt war, damit dort Leben entstehen und sogar entwickeln konnte, viel faszinierender und eindrucksvoller als die Vorstellung eines Gottes, der einfach Bausteinmäßig alles zusammensetzt..

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Die Anhänger der "vereinfachten Schöpfungstheorie" könnten z.B. antworten: 1. Die Einteilung stammt von den Menschen - sie haben eben alle Krabbeltiere mit 6 Beinen "Käfer usw." genannt, die mit 8 Beinen "Spinnen" usw. 2. Gottes Absichten sind unergründlich. Etwas "eingeschränkt": Er hat irgendwelches einfaches Leben auf die Erde gebracht bzw. sich dort entwicklen lassen - und sich dan nicht mehr darum gekümmert, so dass die "Evolution" ablaufen konnte. Die Kreationisten, bibelgläubigen Christen, korangläubigen Muslime kannst du nicht mit naturwissenschaftlichen Argumenten überzeugen. Die glauben es eben. "Gott" hat die Naturgesetze so eingerichtet, dass das Universum entstehen konnte, und in ihm Leben.


Derzeit beginnt ja gerade die herbstliche Zeit und die Blätter beginnen von den Bäumen zu fallen. Weißt du eigentlich, dass kein einziges Blatt dem anderen gleich ist?

Es gibt einfach Idealtypen bei Bauplänen. Von da an bringt jede Weiterentwicklung nur mehr eine Verschlechterung.

Stell dir mal vor Menschen hätten zwei Köpfe. Sie richten ja schon mit einem Gehirn genügend Dummheiten an, wie viele würden ihnen erst mit zwei Gehirnen einfallen!

Noch eine Frage drängt sich mir auf: Wenn Gott gewollt hätte, dass wir Menschen uns unter allen anderen Lebewesen als absolut exklusiv empfinden sollen, dann hätte er sich doch etwas mehr Mühe geben können, uns auch anders aussehen und funktionieren zu lassen, als alle anderen. Aber das hat er nicht.

Doch, das hat er schon, aber hast du schon einmal versucht, einen Dummkopf zu etwas vernünftiges zu überreden?

imago6 08.09.2015, 15:59

Hallo Josef,

wovon ist es abhängig, welches der Idealtyp ist? Der Wurm hat den idealen Körperbau, um sich durch die Erde zu wühlen. Ein Gepard hat den idealen Körperbau, um eine Thomson-Gazelle verfolgen zu können, so scheint es zumindest. Denn die Gazellen sind nur deswegen so schnell, weil die Geparde immer nur die langsamsten Beutetiere erwischen. So züchtet sich der Gepard immer schnelle Gazellen, weil er die langsamsten herausfiltert. Und wenn ein Gepard auf die Welt kommt, welcher auch nur ein wenig schneller ist, als seine Artgenossen, so hat er einen entscheidenden Überlebensvorteil gegenüber den anderen und wird diese Eigenschaften an die nächste Generation weitergeben. So haben sich Gepard und Gazelle gegenseitig zu den schnellsten Landsäugetieren entwickelt. Diese Räuber-Beute-Beziehung ist ein einfaches Beispiel dafür, wie die Anpassung der Arten funktionieren könnte. Oder ist das unlogisch?

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josef050153 08.09.2015, 17:51
@imago6

wovon ist es abhängig, welches der Idealtyp ist?

Die Methode durch Versuch und Irrtum ist nur eine Art, um zum Idealtyp zu gelangen. Meist reicht schon ein klein wenig Nachdenken. Das bleibt aber halt vielen Menschen erspart.

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Fantho 08.09.2015, 22:02

Stell dir mal vor Menschen hätten zwei Köpfe. Sie richten ja schon mit einem Gehirn genügend Dummheiten an, wie viele würden ihnen erst mit zwei Gehirnen einfallen!

Der war gut...

Gruß Fantho

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Ich denke das liegt daran, daß wie Tiere,Pflanzen, Atmosphäre,Meere und Menschen so genau aufeinander abgestimmt sind und so geschaffen wurden, daß sie ein funktionierendes Ganzes bilden. Hat ja auch Jahrtausende (lt. Bibel) funktioniert. Nun zerstört der Mensch aus Gier das Gleichgewicht und wir sehen, die Natur läßt sich das nicht gefallen.

So weit, so schlecht. Allein wenn man von der Schönheit der Natur spricht, macht man sich schon lächerlich. Die Natur ist nichts ein grausamer Ort, voller Elend, Hunger und Tod. Die meisten Lebewesen hangeln sich von einem knurrenden Magen zum nächsten, fressen, wenn nötig, ihre eigenen Nachkommen. Das vergisst man schnell, wenn man seit ein paar tausend Jahren in Häusern wohnt.

Meatwad 07.09.2015, 18:31

nichts als

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imago6 07.09.2015, 18:46

Natur ist nicht nur schön, da hast du ganz recht. Deswegen mag ich auch nicht, wenn man da von Perfektion spricht. Warum sollte ein perfektes Lebewesen andere Lebewesen zerstören müssen, um selbst zu überleben?

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Fantho 07.09.2015, 20:39

Oh je, hier schrieb ein bemitleidenswerter Mensch...

Gruß Fantho

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Fantho 07.09.2015, 22:50
@Meatwad

Ne, dafür bin ich mir zu wertvoll, als dass ich mich in Dein 'Leid' begebe...

Gruß Fantho

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Hallo wertes Imago!

Die Anhänger der Schöpfungslehre antworten immer knapp am Thema vorbei.

Vielmehr an den bekannten Themen mit den bekannten Argumenten. "Bekannt" kannst du auch mit "beliebt"  oder "populär" übersetzen. Vorgekaut jedenfalls, denn von Evolution und anderen Wissenschaften haben die Wiederkäuer keine Ahnung.

Natürlich antwortet kein "Anhänger" des Schöpfungsschwafelns. Weil eine Marionette nicht selbst Verbindungen knüpft.

Als Imago sollte man zu seinem Holometabolismus stehen, GyntHerr

imago6 08.09.2015, 20:52

Hallo Gynt,

einige Positionen sind mir tatsächlich neu, zumindest überrascht mich, wozu sie benutzt werden.

Hat nicht wiederkäuen eigentlich den Zweck, das, was man wiederkäut, verdaulicher zu machen?

Und ich zähle mich eher zu den Hemimetabolisten, fühle mich den Heuschrecken sehr nahe. Die können mit ihren Flügeln Musik machen. :)

Grüße,

Imago

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Warum war Gott so unkreativ?

Deine Frage ist berechtigt ... aber fundamentalistisch. Und damit ist sie - so wie sie gestellt ist - nicht besser, als die Fragen der Leute, deren Meinung du offensichtlich rundweg ablehnst.

Es gibt eine ganze Reihe Fragen, die die Evolutions-Theorie nicht schlüssig erklären kann. Und bis diese Fragen ausgeräumt werden, sind Zweifel an der Theorie letztlich wissenschaftlicher, als unbedingter Glaube daran.

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Beispielhaft sei das "Try-and-Error"-Prinzip der Evolution genannt: Für jede neue Art müsste es Millionen und Abermillionen Fehlversuche geben. Die Erde müsste also vor lauter (toten und lebenden) "Mutanten" nur so wimmeln. 

Doch weit gefehlt! Im Großen und Ganzen sind die Arten ziemlich "sauber". "Fehlentwicklungen" - i. S. v. "Abweichungen innerhalb der Art" - sind eher die Ausnahme als die Regel. 

Es ist also das genaue Gegenteil von "natürlichen Prozessen" und - wichtiger noch - "Zufallsmutationen"; wie sie eigentlich für einen unkontrollierten, selbststeuernden Prozess notwendig wären.

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Oder - ganz am Anfang - Wie entstand das Leben überhaupt?

Milliarden Jahre gab es nur unbelebte Chemie auf unserem Planeten. Dann gab es über Nacht plötzlich Leben. Weitere 2 Milliarden Jahre lang eierten zellkernlose Wesen durch die Ursuppen. Daraus entstanden die ersten Einzeller, wie wir sie kennen. ... Ohne "evolutionären Wettkampf". Ohne "Gegenwehr der Evolution", die hier mit "Vielfalt" glänzen könnte, wie sie es ja auch bis heute gern macht. 

Zumindest unter den Arten. Denn letztlich basieren sie alle auf dem gleichen Prinzip. Wirkliche "Prinzipien-Vielfalt", wie man sie von ungesteuerter Evolution erwarten können sollte, fehlt völlig.

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Ein weiteres Beispiel ist der triviale Sex, also die Trennung in Männchen und Weibchen und die daraus folgend notwendige Energie-Verschwendung zur Zeugung von Nachkommen.

Das ist nix, das sich "sachte entwickelt". Jedenfalls gibt es bis heute nicht den geringsten Hinweis auf "Übergangsstufen". Und das ist auch nix, was sich mit "evolutionärem Sparsamkeits-Prinzip" erklären ließe, denn Parthenogenese ist SEHR VIEL sparsamer, wirtschaftlicher und ERHEBLICH weniger störanfällig; von ungeschlechtlicher Fortpflanzung ganz zu schweigen.

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Oder einfacher: Blumen. Sie waren einfach da. Tauchten in der Kreidezeit plötzlich auf. In zahlloser Pracht und Vielfalt. Aus dem Stand. Ohne Vorläufer. Darwin nannte dieses Phämomen "the abominable mystery"; und bis heute gibt es keine Erklärung dafür. Nicht einmal sinnvolle Erklärungsansätze.

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Oder nehmen wir die Behauptung der Evolutions-Theorie, der Mensch habe sich aus dem Affen WEITER-entwickelt.

Tatsache ist, dass beim Schimpansen 233 Gene "perfekt" sind. Beim Menschen sind es nur 154 Gene. Das hat unter anderem zur Folge, dass Menschenaffen fast nie an Krebs erkranken und noch seltener daran sterben. Beim Menschen stirbt hingegen jeder Fünfte sogar daran.

Evolutions-technisch ist das ein klarer Rückschritt. Die "positive Auslese", wie sie der Evolution in der Evolutions-Theorie systematisch unterstellt wird, ist also an existenziellen Punkten gescheitert.

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Oder nehmen wir zum Schluss dieser kleinen Liste die einfache Frage nach dem Erröten des Menschen, wenn er lügt oder sich unwohl fühlt.

Das ist nicht nur biologisch einmalig; es ist auch aus Evolutionssicht unnötiger Energieverbrauch und GEFÄHRDET obendrein das Überleben der Art. Da dieses zudem noch nach außen gerichtete Zeichen ein Zeichen der Schwäche ist, müsste es eigentlich "wegevolutioniert" worden sein; dürfte sogar gar nicht auftauchen, denn der Mensch ist das einzige Lebewesen, das erröten kann.

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Es gibt Tausende Fragen an die Evolution. Und nur wenige wirklich schlüssige Antworten. 

Dabei steht außer Frage, dass Evolution "im Kleinen" funktioniert und existiert. Sie ist nachweisbar; und jeder, der die Augen nicht verschließt, kann sie überprüfen.

Die Frage nach der "Evolution als alleiniges Mittel" ist jedoch mit so vielen Fragezeichen versehen, dass Zweifel nicht nur erlaubt sein müssen; sondern bis zum Beweis des Gegenteils auch zwingend geboten sind...

imago6 08.09.2015, 14:15

Mir ging es garnicht darum, hier die Evolution als einzig richtigen Erklärungsansatz darzustellen, wie sich sich die Arten entwickelt haben. Ich habe eine Frage aufgeworfen, über einen ganz offensichtlichen Fakt, dass sehr viele Arten anatomisch sehr ähnlich und nach dem gleichen Grundprinzip aufgebaut sind. Und da diese Tatsache ja nicht nur Atheisten auffallen dürfte, dachte ich, dass vielleicht auch Schöpfungstheoretiker dafür einen Erklärungsansatz haben könnten. Eben, weil ich nicht davon ausgehe, dass die Evolutionstheorie zwingend das einzige schlüssige Modell sein muss.

Mir gefällt dieser Satz:

"Die Frage nach der "Evolution als alleiniges Mittel" ist jedoch mit so vielen Fragezeichen versehen, dass Zweifel nicht nur erlaubt sein müssen; sondern bis zum Beweis des Gegenteils auch zwingend geboten sind..."

Wie wäre es damit:

Die Existenz eines Schöpfergottes als alleinige Antwort ist mit so vielen Fragezeichen versehen, dass Zweifel nicht nur erlaubt sein müssen; sondern bis zum Beweis des Gegenteils auch zwingend geboten sind.

Genau dasselbe Prinzip. Und ich muss sagen: die Existenz eines Schöpfergottes ist für mich keine Erklärung, weil sie keine Klarheit schafft, weil sie keine Erkenntnisse liefert, weil sie nur eine Behauptung ist, die durch nichts untermauert oder gestützt oder begründet wird, außer dem Glauben selbst.

Die Entwicklung der Evolutionstheorie war mit Mühe, Fragen, Gefahren und Reibereien verbunden, mit großen inneren Konflikten (bei Darwin zumindest), und dem Bedürfnis, die Welt zu verstehen und die entwickelten Ideen auch für andere verstehbar, also nachvollziehbar zu machen. Ich habe einen riesigen Respekt vor Menschen, die so viel Forschergeist aufbringen und soviel Arbeit, Mut und Herzblut in eine Sache stecken.

Du hast jetzt ein paar Phänomene aufgezählt, die man sich noch nicht schlüssig erklären kann. Aber was erwartest du denn? Da der Mensch kein allwissendes Wesen ist, muss er immer wieder neue Fragen stellen und vortasten, um an Erkenntnisse zu gelangen.

Wir werden niemals an einen Punkt kommen, an dem keine neuen Fragen entstehen werden. Dann wäre man entweder tot... oder ein Opfer einfacher und/oder dogmatischer Welterklärungen.

Achso, nochwas zum Sex: ich persönlich habe ihn noch nie als Energieverschwendung empfunden ^^

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Unsinkable2 08.09.2015, 16:14
@imago6

dachte ich, dass vielleicht auch Schöpfungstheoretiker dafür einen Erklärungsansatz haben könnten

Warum nicht? Die Tatsache, dass viele Arten ähnlich sind oder aufeinander aufbauen bedeutet nicht zwingend "fehlende Kreativität", sondern vielleicht einfach nur "ausreichende Zweckdienlichkeit"?!

Wie wäre es damit: Die Existenz eines Schöpfergottes als alleinige Antwort ist mit so vielen Fragezeichen versehen, dass Zweifel nicht nur erlaubt sein müssen; sondern bis zum Beweis des Gegenteils auch zwingend geboten sind.

Es gibt an beiden Fronten ignorante Fundamentalisten. Mittlerweile dürfte das zahlenmäßige Verhältnis ziemlich ausgewogen sein.

Und ich muss sagen: die Existenz eines Schöpfergottes ist für mich keine Erklärung, weil sie keine Klarheit schafft, weil sie keine Erkenntnisse liefert, weil sie nur eine Behauptung ist, die durch nichts untermauert oder gestützt oder begründet wird, außer dem Glauben selbst.

Ebenso, wie die Evolution, wenn man sie als "selig machendes Mittel" benutzt.

Beispiel: Was, wenn Gott nur die "äußeren Rahmenbedingungen", also Naturgesetze, Artenvielfalt, etc., geschaffen aber die Welt ansonsten der Natur - und damit zwangsläufig der Evolution - überlassen hat?

Die "Mikro-Evolution" ist unwiderlegbar. Die "Makro-Evolution" bis heute, trotz rund 100 Jahren Suche und unzähliger Milliarden Dollar Forschungsgelder, nur ein Gerücht, eine Theorie.

Auf beiden Seiten begibt man sich mit zu viel "Gott-Gläubigkeit" schnell aufs Glatteis. (Ersetze den Namen Gottes beliebig: "Gott"; "Evolution", "Natur", "Whoever", etc.)

Ich habe einen riesigen Respekt vor Menschen, die so viel Forschergeist aufbringen und soviel Arbeit, Mut und Herzblut in eine Sache stecken.

Es gibt auch am anderen Ende durchaus Leute, die ehrlich und intensiv nach Antworten suchen. Nicht jeder "Gläubige" ist auch zugleich "Not-Fanatiker".

Du hast jetzt ein paar Phänomene aufgezählt, die man sich noch nicht schlüssig erklären kann.

Gott lässt sich noch nicht schlüssig erklären. ;)

Du merkst, dass die Argumentation auf beiden Seiten der Front identisch ist? Man tauscht nur "Evolution/Natur" gegen "Gott" aus. Alles andere kann stehen bleiben.

Aber was erwartest du denn?

Wie wäre es mit "Wissenschaftlichkeit"? Ganz besonders, wenn diese auch noch als "eigenes Argument" gilt?

Auch du bist nicht anders: Gott-Gläubige sollen an Gott zweifeln, weil noch nicht alles schlüssig erklärt werden kann. Aber Natur-Gläubige haben Recht, obwohl noch nicht alles schlüssig erklärt werden kann? (Vertausche die Gläubigen und lasse die Sätze ansonsten unberührt. Das ist die Zuammenfassung solcher Debatten. Auch hier in diesem Thread.)

Wir werden niemals an einen Punkt kommen, an dem keine neuen Fragen entstehen werden.

Die Christen können das schöner ausdrücken: "Gottes Wege sind uns unbegreiflich. Wir werden Gott nie in Gänze verstehen." Das sagt exakt dasselbe aus...

Achso, nochwas zum Sex: ich persönlich habe ihn noch nie als Energieverschwendung empfunden ^^

Dann ist es ja nett von der Evolution, dass sie deinen Spaß berücksichtigt und ihn schon vor Hunderten Millionen Jahren vorhergesehen hat, hm?! ;)

In der Zwischenzeit hat sie dem Schlechteren den Vorzug gegeben. Aus all den unzähligen Möglichkeiten hat sie ausgerechnet die Art der Vermehrung herausgesucht, die am störanfälligsten, riskantesten und energieverschwendendsten ist. Sonst nicht gerade die Art, wie Evolution funktioniert oder zumindest der Lehre nach funktionieren müsste, oder?!

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imago6 08.09.2015, 17:39
@Unsinkable2

Deine Sätze lassen meine Bereitschaft zu weiterer Auseinandersetzung mit deinen „Argumenten“ verfliegen. Warum?

Weil du den entscheidenden Unterschied zwischen dem Konzept „Gott“ und der Evolutionstheorie anscheinend nicht verstanden hast (oder leugnest):

-Evolutionstheorie: macht Aussagen über die Entstehung der Arten und die Wirkmechanismen, die der Entwicklung zugrunde liegen. Sie lässt sich anhand von Beobachtungen überprüfen und demnach wiederlegen oder beweisen. Und da sie eine wissenschaftliche Theorie ist, wird sie ständig weiterentwickelt und ergänzt.

-Gott: ist ein Konzept, eine Vorstellung. Gott hat keine messbaren Eigenschaften. Die Existenz eines Gottes kann man weder prüfen, noch beweisen, noch widerlegen, weil sie sich jeglicher objektiver Messbarkeit entzieht. Innerhalb von Debatten liegt darin sowohl die Stärke dieses Konzepts (aus Sicht der Theisten), wie auch seine Schwäche (aus Sicht analytisch denkender Menschen).

Und es geht alles an meiner Eingangsfrage vorbei. ich wollte eigentlich garnicht darüber debattieren, ob es Gott gibt oder nicht oder ob die Evolutionstheorie wahr oder falsch ist. Trotzdem kurz zu dem, was ich denke:

Für mich ist die Existenz Gottes sehr unwahrscheinlich und die Evolutionstheorie sehr plausibel (wobei diese beiden Dinge sich weder gegenseitig ausschließen, noch irgendetwas miteinander zu tun haben müssen). Ich schließe nicht aus, dass es irgendeine Kraft gibt, die Dinge ins Rollen bringen könnte. Die in den Lebewesen wirkt, damit sie wachsen, damit sie leben wollen, damit sie überhaupt irgendetwas wollen.

Die Vorstellung eines personifizierten Gottes finde ich dagegen unlogisch, viel zu widersprüchlich und auch irgendwie naiv.

Woran glaubst du eigentlich?

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imago6 08.09.2015, 17:53
@Unsinkable2

Nochwas zum Thema Sex:

ich habe keine Ahnung, wie du auf die Idee kommst, dass die geschlechtliche Fortpflanzung nicht zur Evolutionstheorie passt.

Die geschlechtliche Vermehrung beinhaltet das höchste Potenzial für Entwicklung, weil sich damit die DNA jedesmal neu kombiniert und somit die Variationsbreite der Lebewesen ebenso vervielfältigt.

Und wie kommst du darauf, dass dies Energieverschwendung sei? Dass sich diese Art der Fortpflanzung derart etabliert hat, zeigt doch, wie erfolgreich dieses Prinzip ist.

Ich glaube du bist nur neidisch auf die Bonobos.

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Unsinkable2 08.09.2015, 18:15
@imago6

Die geschlechtliche Vermehrung beinhaltet das höchste Potenzial für Entwicklung, weil sich damit die DNA zweier Lebewesen neu kombiniert und somit die Variationsbreite der Lebewesen ebenso vervielfältigt.

Der klassische Dogmatismus schlägt zu: Leicht zu schluckende Argumente werden gedankenlos weiter verbreitet. Das erspart das selbständige Denken.

Um die geschlechtliche Vermehrung überhaupt realisieren zu können, bedarf es sehr komplexer Biologie. Wenn die Evolution also keinen Baukasten im Hinterzimmer hat, woher kommt diese Biologie? Wo sind die - EVOLUTIONÄR zwingend erforderlichen - Zwischenschritte?

... Nein, "Sex" ist eher ein Argument FÜR einen Gott, der das "mal eben 'nach seinem Bilde' gebastelt" hat. Noch dazu, da die Bibel zu berichten weiß, dass die Göttersöhne sich mit den Menschentöchtern paarten ... 

Wenn wir nur eine Sekunde lang annehmen, dass die Geschichte der Bibel nicht völlig frei erfunden ist (und dazu fehlt uns der Beweis), dann steht da auch noch die Frage nach "biologische Kompatibilität" im Raum. Denn falls wir nicht glauben wollen, dass es tatsächlich "Götter" gibt, müssten auch diese Götter-Söhne der Evolution unterlegen sein. Und das bedeutet: Evolution ist im gesamten Universum nach dem gleichen Muster gestrickt - oder zumindest auf sehr wenige Muster reduziert.

... und was das bedeutet, kannst du dir selbst denken, nicht wahr?!

Und wie kommst du darauf, dass dies Energieverschwendung sei? 

Weil der Aufwand - gemessen an anderen Methoden - in keinem Verhältnis zum Nutzen steht. Partnersuche, Kopulation und (meist langjährige) Bindung verbrauchen extrem viel Energie und schränken die "kombinatorischen Vervielfältigungsmechaniken" ERHEBLICH ein. 

Und weil das Austragen extrem riskant für Mutter UND Kind ist. Und weil die Aufzucht von Einzelkindern genau die verargumentierten Möglichkeiten der Kombination ad absurdum führt. 

Bis vor kaum 200 Jahren war die "Vermehrung" der Menschen mit "überschaubar" noch sehr euphemistisch beschrieben. Mehrere Hunderttausend Jahre lang gab es nur ein paar Zehntausend Menschen auf diesem Planeten. Und BIS HEUTE ist die "genetische Vielfalt" ziemlich eingeschränkt: Alle(!) Europäer stammen von etwa 5.800 Vorfahren ab und haben - mit wenigen Ausnahmen - bis heute dieselben Anfälligkeiten.

Seeschnecken, die Hunderte Millionen Nachkommen in einem Schwung erzeugen, sind - dank der Zufallsmutationen - nachgewiesenermaßen "kombinatorisch" ähnlich erfolgreich, verbrauchen aber nicht ein Trillionstel der Energie, die ein Säuger für den gleichen Erfolg verschwendet.

Ich glaube du bist nur neidisch auf die Bonobos.

Das bin ich in der Tat. Wie schön wäre eine Welt, in der George Bush und Saddam Hussein ihre Probleme wie Bonobos ausgetragen hätten? XD

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Dummie42 08.09.2015, 19:17
@Unsinkable2

...Noch dazu, da die Bibel zu berichten weiß, dass die Göttersöhne sich mit den Menschentöchtern paarten ...

Ähm... wo in der Bibel kann ich das bitte nachlesen?

Wie schön wäre eine Welt, in der George Bush und Saddam Hussein ihre Probleme wie Bonobos ausgetragen hätten? XD

:DDDD volle Zustimmung!

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imago6 08.09.2015, 20:36
@Unsinkable2

1. „Um die geschlechtliche Vermehrung überhaupt realisieren zu können, bedarf es sehr komplexer Biologie. Wenn die Evolution also keinen Baukasten im Hinterzimmer hat, woher kommt diese Biologie? Wo sind die - EVOLUTIONÄR zwingend erforderlichen - Zwischenschritte?“

→ Na gut, jetzt merks selbst ich: Gott hat die Biologie erfunden. Die Zwischenschritte auch. Warum Gott immer für alles Ungeklärte herhalten muss, weiß ich zwar nicht, aber gut. Gott wird schon wissen, warum.

2. „"Sex" ist eher ein Argument FÜR einen Gott, der das "mal eben 'nach seinem Bilde' gebastelt" hat. Noch dazu, da die Bibel zu berichten weiß, dass die Göttersöhne sich mit den Menschentöchtern paarten.“

→ Da kann man nur zustimmen. Nur: hat Gott einen Penis, eine Vagina oder beides? Hat er auch einen Anus? Wenn ja wozu?

3. Zitat: „Und das bedeutet: Evolution ist im gesamten Universum nach dem gleichen Muster gestrickt - oder zumindest auf sehr wenige Muster reduziert.... und was das bedeutet, kannst du dir selbst denken, nicht wahr?!“

→ Naja, weiß nicht so richtig...was meinst du mit denken? Ach...du meinst Gott? Stimmt ja..absolut offensichtlich!

4. Zitat: „Weil der Aufwand - gemessen an anderen Methoden - in keinem Verhältnis zum Nutzen steht. Partnersuche, Kopulation und (meist langjährige) Bindung verbrauchen extrem viel Energie und schränken die "kombinatorischen Vervielfältigungsmechaniken" ERHEBLICH ein.“

→ Und weil diese Art, sich fortzupflanzen, so dämlicher Unfug ist, sollten die Tiere sich gefälligst wieder selbst klonen, um den Schöpfer UND die Evolutionstheoretiker nicht zu verärgern!

5. „Und weil das Austragen extrem riskant für Mutter UND Kind ist. Und weil die Aufzucht von Einzelkindern genau die verargumentierten Möglichkeiten der Kombination ad absurdum führt.“

→ Na, ich wusste garnicht, dass die DNS von Mutter und Vater sich erst ab 2 Nachkommen miteinander vermischt. Also meine Mutter lebt noch. Und die meisten meiner Freunde haben auch Mütter, und ich kenne sogar die Mutter des Hundes meiner Schwester!

Zum Thema erfolgreich:Was hat Gott sich nur dabei gedacht, dass eine Rattenmutter über ein Dutzend Nachkommen mit einem Wurf zur Welt bringen kann und das auch noch überlebt, so dass sie gleich nach der Geburt mit dem nächsten Rattenmann die nächste Generation zeugen kann! Ziemlich unnatürlich und ein Beweis für die Falschheit der Evolutionstheorie. Wo kommen wir denn hin, wenn wir das als äußerst erfolgreiche Fortpflanzungsstrategie und ziemlich gute Anpassung an sich schnell verändernde Umweltbedingungen sehen würden?

6. „Alle(!) Europäer stammen von etwa 5.800 Vorfahren ab.“

→ Na das geht ja noch, stell dir vor, es gibt Menschen, die behaupten, dass alle Menschen von 2 biblischen Fantasiemenschen abstammen. Ich hoffe sehr die beiden hatten unterschiedliche DNS!

7. „Seeschnecken, die Hunderte Millionen Nachkommen in einem Schwung erzeugen, sind - dank der Zufallsmutationen - nachgewiesenermaßen "kombinatorisch" ähnlich erfolgreich, verbrauchen aber nicht ein Trillionstel der Energie, die ein Säuger für den gleichen Erfolg verschwendet“

→ Ja, nochmal, wozu brauch die Welt eigentlich diese lästigen verschwenderischen Säugetiere, die nichts von der Evolutionstheorie kapieren und sich einfach auf dem ganzen Erball breitgemacht haben? Die sich erdreisten, zu schwimmen, zu tauchen, zu fliegen, zu gleiten, zu klettern, zu singen, Werkzeuge zu basteln und in solzialen Gruppen leben! Wie unevolutioniert ist das denn!

8. „Wie schön wäre eine Welt, in der George Bush und Saddam Hussein ihre Probleme wie Bonobos ausgetragen hätten?“

Auf jeden Fall wäre die Welt menschenreicher!

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imago6 08.09.2015, 20:40
@imago6

Also zumindest, wenn Bush und Hussein mit ihrer Methode überzeugt hätten...

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Unsinkable2 09.09.2015, 03:10
@Dummie42

wo in der Bibel kann ich das bitte nachlesen?

"Als aber die Menschen sich zu mehren begannen auf Erden und ihnen Töchter geboren wurden, da sahen die Gottessöhne, wie schön die Töchter der Menschen waren, und nahmen sich zu Frauen, welche sie wollten." (1 Mo 6,2)

"Zu der Zeit und auch später noch, als die Gottessöhne zu den Töchtern der Menschen eingingen und sie ihnen Kinder gebaren, wurden daraus die Riesen auf Erden. Das sind die Helden der Vorzeit, die hochberühmten." (1 Mo 6,4)

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Unsinkable2 09.09.2015, 03:32
@imago6

Nur: hat Gott einen Penis, eine Vagina oder beides? Hat er auch einen Anus? Wenn ja wozu?

Sobald ihn jemand trifft, kann man das sicherlich beantworten. 

Im Übrigen solltest du nicht vergessen, wer die Cheops-Pyramide gebaut hat: War es wirklich Chepos? Oder waren es seine Arbeiter, also ein ganzer Haufen mehr Leute, als der eine Pharao?

Wenn es also heißt "Gott tat dies. Gott tat das." und - auch, aber nicht nur - im gleichen zeitgeschichtlichen Kontext von "Chepos tat dies. Cheops tat das." gesprochen wird, kann man von ... Wie vielen? ... ausgehen? Einem?

Und wenn es mehrere waren - was im Übrigen auch die "biblischen Göttersöhne" nahe legen -, wie wahrscheinlich ist wohl, dass das biblische "nach seinem Bilde" nur auf einen einzigen zurückfällt?

Naja, weiß nicht so richtig...was meinst du mit denken? 

Bei manchen deiner Einlassungen bin ich nicht sicher, ob du wirklich eine Antwort auf deine Frage gefunden hast.

Und weil diese Art, sich fortzupflanzen, so dämlicher Unfug ist, sollten die Tiere sich gefälligst wieder selbst klonen, um den Schöpfer UND die Evolutionstheoretiker nicht zu verärgern!

Die Frage lautet hier wohl eher, warum sich die Evolution partout nicht an den Evolutionstheoretikern orientieren will. Immer und immer wieder bricht sie aus. Und je genauer wir hinschauen, desto mehr Fragen entstehen...

Zum Thema erfolgreich:Was hat Gott sich nur dabei gedacht, dass eine Rattenmutter über ein Dutzend Nachkommen mit einem Wurf zur Welt bringen kann und das auch noch überlebt, so dass sie gleich nach der Geburt mit dem nächsten Rattenmann die nächste Generation zeugen kann!

Und der Preis dieser Energieverschwendung? Ein - bestenfalls - 2 - 3-jähriges Leben. Voll von Gendefekten, die mit steigendem Alter auch noch rasant zunehmen.

Tipp: Interessiere dich mal für die Gerontologie und die Thanatologie. Spannende Studien gibt's da. 

Na das geht ja noch, stell dir vor, es gibt Menschen, die behaupten, dass alle Menschen von 2 biblischen Fantasiemenschen abstammen. Ich hoffe sehr die beiden hatten unterschiedliche DNS!

Und wieder von der eigenen unlogischen Dogmatik verwirrt, hm?! WENN der Mensch von 2 Menschen abstammt, dann wurden sie von Gott geschaffen; ergo gibt es Gott; ergo kann Gott auch Einfluss auf die möglichen Probleme nehmen. 

Die Antwort darauf ist also weitaus unproblematischer, als die Antwort auf die Frage, wie es sein kann, dass der Mensch 2 Millionen Jahre lang über den Planeten stolpert; und dennoch am Ende nur 5.800 Menschen stehen. 

Nicht nur, dass sie "Sex" offensichtlich für eine Geheimwissenschaft hielten; das Risiko des Aussterbens der gesamten Art war damals größer als zu Zeiten des Kalten Krieges. Nicht gerade eine Glanzleistung der Evolution, hm?!

Ja, nochmal, wozu brauch die Welt eigentlich diese lästigen verschwenderischen Säugetiere, die nichts von der Evolutionstheorie kapieren ... Wie unevolutioniert ist das denn!

"Unevolutioniert" ist es eher, wenn man das Hirn, das einem die Evolution gegeben hat, so selten benutzt. Diese Frage stellt sich nämlich vor der Evolution auch, imago6. Wie kommt es, dass die Evolution etwas zur Verfügung stellt, das eigentlich nur für Reflexe gebraucht wird, das aber im Normalbetrieb fast 50 Prozent der gesamten Energie verschlingt und selbst im Ruhezustand knapp 30 Prozent konsumiert?

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imago6 09.09.2015, 10:36
@Unsinkable2

immer dasselbe: die Probleme, die du mit der Evolutionstheorie hast, kommen daher, dass du sie wirklich nicht kapiert hast, noch nichtmal im Prinzip. Statt Gerontologie empfehle ich dir mal Populationsbiologie. Und wirf vorher deine subjektiven Wertmaßstäbe in den Müll! Zum Beispiel den, dass ein "evolutioniertes/ erfolgreiches" Lebewesen eine lange Lebensdauer haben muss.

Ich habe keine Lust mehr auf die Evolutionstheorie. Wenn die von so vielen Menschen nicht verstanden wird (vor allem Gläubige und Fromme), dann muss da ja was faul sein. ^^

Außerdem hast du mir ja gezeigt, dass selbst die Tiere sich nicht an die Evolutionstheorie halten. Von denen hätte ich ja am meisten Respekt erwartet!

"Sobald ihn jemand trifft, kann man das sicherlich beantworten."

Sagt mir bescheid, wenn es so weit ist!

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Ich finde das hebt unsere Zusammengehörigkeit mit der gesamten Welt hervor. Es drückt einen Gemeinschaftssinn aus. Es symbolisiert, dass diese Welt ein Boot ist worin wir uns alle befinden. Und, dass alle Lebewesen den selben Schöpfer haben, der Gedanke, dass sich Menschen von der restlichen Schöpfung gesellschaftlich abgrenzen sollten finde ich persönlich für verkehrt. Denn wir Menschen sind so sehr von der Natur und, den darin lebenden Tieren abhängig. Wir leben alle in einem Einklang. 

imago6 07.09.2015, 18:51

Hm...da ist wohl Gottes Plan nicht so ganz aufgegangen, wenn die Menschen es nicht mal hinbringen, genug Mitgefühl für die Art zu haben, die ihm am allerähnlichsten ist, nämlich dem Menschen selbst.

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Fantho 07.09.2015, 20:42
@imago6

da ist wohl Gottes Plan nicht so ganz aufgegangen, wenn die Menschen es nicht mal hinbringen, genug Mitgefühl für die Art zu haben

Und wieder ist Gott schuld...

Nur nicht selber die Mühe machen wollen...

Im Übrigen: Nicht die Menschen, sondern viele Menschen, weil  nicht alle...

Gruß Fantho

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imago6 07.09.2015, 21:21
@Fantho

wenn es Leute gibt, die selbstverantwortlich handeln, sind es nicht am ehesten die Atheisten? Wenn man an Gott glaubt, kann man ihm auch die Schuld für alles geben. Wenn nicht, dann muss man selber Lösungen finden.

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Fantho 07.09.2015, 22:57
@imago6

Du scheinst eine kindliche Vorstellung bezüglich Gott und Gott glaubende Menschen zu besitzen...

wenn es Leute gibt, die selbstverantwortlich handeln, sind es nicht am ehesten die Atheisten?

Ganz einfach geantwortet: Nein!

Wie sieht denn bei Dir 'Selbstverantwortung' aus?

Wenn man an Gott glaubt, kann man ihm auch die Schuld für alles geben.

Ganz einfach geantwortet: Nein!

Wer das tut, hat von Karma keine Ahnung...

Wenn nicht, dann muss man selber Lösungen finden.

Ob Du das glaubst, oder nicht: Das muss man auch als Gott glaubender Mensch...

Wie schon geschrieben: Du scheinst eine kindliche Vorstellung bezüglich Gott und Gott glaubende Menschen zu besitzen...

Gruß Fantho

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imago6 07.09.2015, 23:40
@Fantho

Kindlich. Gutes Stichwort. Ist nicht die Vorstellung von einem Gott als Vater, Autorität, Behüter und Richter und so weiter nicht auch eine sehr kindliche? Ist die unhinterfragte Anerkennung einer höheren Autorität nicht ein Indiz für eine kindliche Sichtweise?

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imago6 07.09.2015, 23:58
@imago6

Selbstverantwortung. Heißt für mich u.a., alles zu hinterfragen, was mir als Wahrheit verkauft wird. Und mich immer wieder selbst zu fragen, nach welchen Maximen und Werten ich leben möchte. Und bei allem, was mir passiert, die Frage zu stellen: Was kann ich daraus lernen? Wie kann ich eigenes und fremdes Leid in Zukunft minimieren?

Selbstverantwortung heißt für mich auch, Verantwortung zu übernehmen für meine Worte, meine Taten usw. Aber ich muss mich nur vor mir selbst rechtfertigen. Wenn ich Dinge tue, die schlechtes hervorbringen, wird das auf mich zurückfallen. Das ist ein Grundprinzip, das für mich auch ohne Gott oder Karma funktioniert.

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Fantho 08.09.2015, 22:12
@imago6

Deswegen schrieb ich ja: 'infantile Vorstellung'. Ich hab ja mit diesem Typus nichts zu tun...

Gruß Fantho

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Fantho 08.09.2015, 22:21
@imago6

Das sind Prinzipien, welche zB spirituelle ebenso beherzigen. Auch viele Andersgläubige leben nach diesen Prinzipien. Es ist einfach nur schändlich, dass dies von atheitsich geprägten Menschen in Abrede gestellt wird...

Das humanistische Weltbild, welches Du zu vertreten scheinst, hat seinen Ursprung im Wertekanon des Christentums; es ist nur ein Gott freies Weltbild, nicht unähnlich den Kernaussagen vieler Religionen und spirituellen Weisheitslehren...

Gruß Fantho

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imago6 08.09.2015, 23:34
@Fantho

Ich behaupte nicht, dass nur Atheisten so denken. Aber ich stelle bei vielen Theisten fest, dass sie das mit dem Hinterfragen nicht so sehr kultivieren. Meine Beobachtung. Es gibt auch genug Atheisten, die ihren Verstand unterfordern...

Und meine Werte sind natürlich auch von Religionen geprägt, weil ich mich mit einigen beschäftigt habe, vor allem mit dem Christentum und dem Buddhismus. Und in beiden finden sich einige sehr lebensdienliche Prinzipien.

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Die Erde hier ist nur eine kleine Kulisse. Eine Ausbildungsstätte, ein Klacks in Gottes Schöpfung. Sie ist nicht unsere Heimat. Es gibt Ebenen über der Erde da wirst du staunen, was du zu sehen bekommst.  Und glauben mir so wie der physischen Körper ist , ist es am besten, am Idealsten. Nebst dem physischen Körper haben wir noch den astralen und kausalen Körper. In unserer wahren Heimat sind wir dann nur noch rein Seelen, reines Bewusstsein. Du willst doch Gott nicht ins Handwerk pfuschen wollen?

imago6 12.09.2015, 18:46

Deine Antwort geht irgendwie auch an meiner Frage vorbei. Ich wollte von jemandem, der an den Ursprung der Arten durch Gottes Schöpfung glaubt, unter anderem wissen, was er darüber denkt, warum Menschenaffen und Menschen sich so sehr ähneln. Mehr eigentlich nicht.

Ich habe doch nicht behauptet, dass ich den menschlichen Körper als verbesserungswürdig ansehe...

Aber das mit den Ebenen über der Erde find ich jetz schon irgendwie spannend. Was gibt es dort zu bestaunen?

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Das sind Fragen auf die keine Antwort möglich ist außer nur schwammige und Allgemeine Antworten die nicht die eigentliche Frage beantworten.

Mögliche Antworten bekommst du jedoch mit unterschiedlichen Aussagepunkte in der Theologie, Wissenschaft und Philosophie.

Er hat doch einen Teil von ihnen anders gemacht! Dieser Teil der Menschen glaubt an die Schöpfungs"theorie", die Tiere haben hingegen mehrheitlich ein Gehirn.

Allah macht was er will und wie er will, außerdem ist dieses leben ein test, deshalb sollte es ja nicht schöner als das paradies ( das wahre leben )sein
Amin😇

Unser ewige Vater will nichts gegen unseren Willen tun, denn als Seine Kinder sollten wir eigene Entscheidungen treffen (5.Mose 30,19; Röm.4,20).

Wenn du aber lieber dem "Gott dieser Welt" gehorchst (1.Mose 3,1-7; Offb.17,1-6) ?

Wenn Gott gewollt hätte, dass wir Menschen uns unter allen anderen Lebewesen als absolut exklusiv empfinden sollen, dann hätte er sich doch etwas mehr Mühe geben können, uns auch anders aussehen und funktionieren zu lassen, als alle anderen. Aber das hat er nicht. Warum nicht?

Aber das hat er nicht

Vielleicht hat er GENAU DAS getan !

Mit welchen "Maßstäben" misst Du ?

...wie sollten wir "als Menschen" denn funktionieren ?

Wir sind geschaffen, um als vollkommene Menschen in einem vollkommenen paradiesischen Zustand zu leben !

( ok, da kam halt kurz der "Sündenfall" dazwischen.. aber das wird korrigiert werden... Seven of Nine würde sagen: "Sie werden sich anpassen "....)

Die meisten von uns sind nicht als "( künftige) Engel/Götter" geschaffen worden.. geschweige denn als kristalline Wesen, oder "Superhelden".....

Wir sind "Menschen"....

.. und...nicht dazu geschaffen, um durch die Lüfte zu fliegen, oder stundenlang unter Wasser zu bleiben, oder unbeschadet die wechselnden Temperaturen im Weltall aushalten zu können.

Wir sind "Terraner".. und befinden uns hier.....umgeben von "wunderbaren" Tieren und Pflanzen, die uns letztlich genau das geben werden, was uns erfüllen wird... UND: die "harmonisch" zu uns passen (werden)

Wenn Du "reklamieren" willst.. dann wende Dich direkt an "Das ewige Wesen".... und sprich Dich aus, "ES" wird Dich hören, und Dir früher oder später eine Antwort zukommen lassen....


Alternativ:

gehe vom Urknall aus, und davon  dass: "aus *Nichts* etwas entstand... und nimm es an, wie es ist...

Eine andere Lösung gibt es (dann) nicht !


Sonst vertraue und glaube:

1 Kor. 2, 9-10 :

 "Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört und in keines Menschen Herz gekommen ist, was das Gott denen bereitet hat , die ihn lieben; 

imago6 07.09.2015, 18:26

Danke für den ausführlichen Kommentar. Aber ich möchte nichts reklamieren. Ich meine es so: indem Gott uns Menschen und die anderen Primaten geschaffen hat, hat er doch provoziert, dass die Menschen irgendwann diese sehr große Ähnlichkeit entdecken und sich fragen, was es eigentlich damit auf sich hat. Kurz gesagt: Gott hat selbst den Grundstein gelegt, dass Menschen daran zweifeln, dass er alles erschaffen hat. Das hätte er vermeiden können, wenn er uns nicht als sehr ähnliche Variante zu Menschenaffen erschaffen hätte. Aber scheinbar war es ihm egal, wie die Menschen sich ihre Herkunft erklären....

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Jogi57L 08.09.2015, 04:25
@imago6

Das hätte er vermeiden können, wenn er uns nicht als sehr ähnliche Variante zu Menschenaffen erschaffen hätte

Ja, da hast Du wohl Recht.

Solche "Ähnlichkeiten" legen wirklich nahe, sich mit "Evolution" anzufreunden.

Zumal es erstaunlich ist, dass Affen die "Zeichensprache" erlernen konnten, und damit mit Menschen kommunizieren können.

Tierbesitzer können sich auch über eine gewisse Intelligenz ihrer Tiere berichten, oder "Gefühle".

Der einzige deutliche Unterschied wird wohl im "Geist, Bewusstsein" liegen... was evtl auch mit "mehr Intelligenz" zu erklären ist.

Ich denke eine konkrete Antwort wird es kaum geben auf:

Warum war Gott so unkreativ?

Eine deutlicherer Abgrenzung zwischen Mensch und Tier, würde "Glaubensdinge" vielleicht (!)  vereinfachen..... oder: man würde sich dann  fragen: "Sind wir überhaupt von diesem Planeten, wo wir uns doch so deutlich von allen anderen Lebensformen unterscheiden...?"

manche würden sagen:

DAS ist der Beweis, dass wir göttlich erschaffen wurden.

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Meatwad 07.09.2015, 19:31

Wieso sollte denn der Urknall aus dem Nichts entstanden sein? Davon geht die Wissenschaft keinesfalls aus.

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Jogi57L 08.09.2015, 04:40
@Meatwad

Wieso sollte denn der Urknall aus dem Nichts entstanden sein? Davon geht die Wissenschaft keinesfalls aus.

Da hast Du schon Recht. Es gibt verschiedene Theorien.. die jedoch alle damit enden, DASS etwas davor vorhanden war....sei es Quantenfluktuation, Multiversum, oder zyklisches Universum....o.ä.   .und dann kommen wir zur immerwährenden Frage: "Woher kommt überhaupt irgendwas"  oder: "Was tat Gott, bevor er Himmel und Erde schuf".. 

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Es wird schon einen Sinn haben, wenn wir anders aussähen oder funktionieren würden, hätten wir auf diesem Planeten einige Nachteile einzustecken.

imago6 07.09.2015, 17:25

Welche Nachteile meinst du?

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Wellenreiter985 08.09.2015, 11:33
@imago6

@imago6: Naja, wir sind doch perfekt für diese erde erschaffen worden. Was würde dir z.b. fehlen? Welche nachteile bzw. Verbesserungsmöglichkeiten siehst du denn im menschen? Wir haben den perfekten sauerstoffgehalt in der luft, der abstand sonne-erde erlaubt das leben auf der erde, die temperaturen sind für alle lebewesen erträglich und die erde ist groß genug für alle. Also, was fehlt dir denn noch?

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Ich weiß nicht, ob Du das alles hinbekommen hättest...

Meckern kann man hinterher immer...

Und den Durchblick, geschweige denn Überblick besitzen wir ja doch nicht; siehe Dich und Deine Frage...

Gruß Fantho

Es ist einfach erschreckend, in wie vielen Antworten hier Fachkenntnisse durch emotionale Irrationalismen ersetzt werden.

Lieber mal DENKEN, statt immer nur zu glauben!

Manche Antworten sind so erbärmlich einfältig, dass ich mich wundere, dass sich die Tastaturen beim Tippen nicht geweigert haben, sie einzugeben. 

Warum haben alle Insektenarten 6 Beine

Ich glaube, da sie sonst keine Insekten wären. Wenn ein Tier acht Beine hat, dann ist es (soweit ich weiß) eine Spinne.

Falls es Sie interessiert: Gründe/Argumente, warum ich an Gott glaube findet man z. B., wenn man auf mein Profil geht, oder wenn man mich in den Kommentaren fragt.

Imago8 19.06.2016, 22:15

Und warum haben Menschen 2 Beine und 2 Arme? Weil sie sonst keine Affen wären?

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Imago8 20.06.2016, 08:49
@comhb3mpqy

Warum ist der Himmel blau? Weil es sonst nicht der Himmel wär?

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comhb3mpqy 20.06.2016, 23:51

ein Tier, was keine sechs Beine hat zählt soweit ich weiß nicht als Insekt. Soweit ich weiß muss ein Insekt immer sechs Beine haben. Es gibt ja Tiere mit vier und acht Beinen, aber das sind dann eben keine Insekten. Ein Auto hat normalerweise vier Räder. Wenn ein Fahrzeug nur zwei Rädern hat, dann ist es vielleicht ein Motorrad, aber kein Auto.

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Ist doch wie in unseren Betrieben, man muss und sollte nur gut delegieren können, vorrausgesetzt man hat gutes Personal und er hat ja genügend!

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