Warum war die antisemitische Propaganda im NS-Regime so erfolgreich?

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5 Antworten

Zum einen gab es niemanden, der die NS-Propaganda kritisch hinterfragen konnte, ohne sich in Lebensgefahr zu bringen. Es hat beileibe nicht nur Antisemiten in Deutschland gegeben, die die Juden gehaßt haben. Aber alle ohne Ausnahme waren zum Schweigen verdammt und hatten das als "Wahrheit" zu verdauen, was tagtäglich in der Zeitung stand, aus dem Radio tönte oder im Kino gezeigt wurde.

Zum anderen wurden auf perfide Art und Weise primitive Neidempfindungen geschürt. Schließlich gab es vor der Machtübernahme durch die Nazis unter den Juden in Deutschland eine große Anzahl Kaufleute, Intellektueller, Künstler und Wissenschaftler, die man heute als Angehörige des Bildungsbürgertums oder Großbürgertums bezeichnen würde. - Es war nicht schwer für die NS-Propaganda, im Unterschichtmilieu Neid und Mißgunst gegenüber solch "elitären Kreisen" zu entfachen.

Dies sind nur zwei Aspekte.

1232372 01.03.2017, 18:20

Hast du auch irgendwelche Quellen und Belege dafür?

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Golumbinsky 01.03.2017, 18:28
@1232372

Die m.E. gründlichsten Analysen zum Thema finden sich bei Dr. Helmut Heiber.

Für etwas leichter verständliche und mehr populärwissenschaftliche Texte empfehle ich Sebastian Haffner.

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Meine Urgroßoma (es ist mir eigentlich wirklich peinlich, mit solchen Leuten verwandt so sein) war damals NS-Sympatisant (und das, OBWOHL sie schwarz war). Weil sie in einem anderen Land gelebt hat (und inzwischen tot ist), weiß ich nicht, ob sie auch so gedacht hätte, hätte sie in D gelebt. Sie hat aber gesagt:

"Die Juden mochte eh keiner. Die Christen waren neidisch, weil die alle so viel Geld hatten. Und dann immer in ihren schwarzen Anzügen...nein, es hat niemand gesagt, aber es war niemand darüber traurig, dass die Juden verschwanden." 

Ich distanziere mich klar davon, möchte damit aber erklären, dass vermutlich wirklich viele Menschen die Juden als Gesamtheit eh nicht so sympathisch fanden und nichts gegen getan haben. Selbst wenn sie selbst nicht antisemetisch wurden, wurde das halt so toleriert. Und weil niemand etwas gesagt hat, wurde sein Schweigen quasi als Zustimmung interpretiert. Und dadurch hat sich alles hochgeschaukelt... 

Es gab einen latenten Antisemitismus, man projizierte alle Probleme auf die Schuld der Juden.

Das kennt man heute doch auch, schau dir nur die Flüchtlingsproblematik an. Es gibt viele Menschen die alles nur noch durch den Filter "die da sind Schuld" betrachten.

Wenn jetzt jemand kommt und "Die da" mit politischen und pseudowissenschaftlichen sowie quasireligiösen Gründen bestätigt, dann.........

Ganz einfach wenn die Nazis etwas gut konnten dann war es Reden, ferner dürften nicht wenige einfach auch in Angst gelebt haben

Weil es viele waren,die im durchschnitt mehr verdient haben?

Wie viele Leute wollen heutzutage,dass die türken verschwinden?Juden gab es damals noch viel mehr und die situation war viel schlechter.Das war ganz einfach eine gute Situation für die nationalsozialisten denke ich.

wirsch1 26.02.2017, 15:48

Juden konnte in der christlichen welt schon seit dem Mittelalter keiner leiden.Außerdem gab es die rassentheorien.Es wurden auch Bücher diesbezüglich geschrieben z.B. Von "Houston Stewart Chamberlain",die sich wohl sehr gut verkauften.

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