warum war der Tierschutz den Nazis eigentlich so wichtig?

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6 Antworten

Das Schlachten ohne Betäubung war zu der Zeit nachweislich nur ein verkapptes Verbot, um den Juden das Schächten zu verbieten und ihnen somit koscheres Fleisch zu versagen.

Insofern war zumindest das Verbot des Schlachtens ohne Betäubung kein Tierschutz, sondern Diskriminierung einer Glaubensgemeinschaft.

Um den Schutz der Tiere ging es dabei nicht im Geringsten - das war reines Kalkül und nur vorgeschoben...

A.H. ließ später sogar Vegetarier-Vereinigungen verbieten.

Auch der Mythos, A.H. sei Vegetarier gewesen, diente ausschließlich dem Zweck, diesen Mann als Führer mit reiner Weste darzustellen - er aß für sein Leben gern z. B. Täubchen, Leberknödel und bayrische Würste...

Sein Leibarzt hatte ihm geraten, aufgrund seiner Magen- und Verdauungsprobleme auf rotes Fleisch zu verzichten.

A.H. liebte - wenn überhaupt - nur seinen deutschen Schäferhund... 

A.H. liebte - wenn überhaupt - nur seinen deutschen Schäferhund... 

Und nicht mal den. Erfahrene Hundetrainer haben sich alte Videos von Hitler und Blondi angeguckt und sind zu dem Schluß gekommen, daß der Hund kein normales Verhalten zeigte, wie man es erwarten würde. Der Hund war ängstlich und angespannt.

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@Saturnknight

Kein Wunder:

Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass jemand wie A.H. fähig ist, überhaupt positive Gefühle zu empfinden... 

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Dafür wurden dann Operationen und Tests an Menschen ohne Narkose gemacht.

Das hat mehrere Gründe: Einerseits wollte man natürlich Vertrauen in der Bevölkerung. Und diese wollte schon lange mehr Tierschutz.

Andererseits war es zeitglich auch eine nützliche Sache die Juden einzuschränken (Schächtverbot).

Ich glaube ich habe auch mal ein Plakat vom "der Stürmer gesehen", bei dem ein angebliches Labortier abgebildet wurde (natürlich in schrecklichen Zuständen dargestellt) und dann stand in etwa darunter "daran ist der Jude schuld".

Und es gab halt auch einige Nazis selbst, die eine gewisse "Tierliebe" entwickelten. Himmler und Hitler fallen mir da ein. Der dicke Göring glaube auch.

Also die Tierschutzgesetze haben als Grund nicht nur ideologische Gründe, sondern auch teilweise subjektive (Tierverbundenheit oder Teil der Diskriminierung). Ob das Schächtverbot nun aus Tierschutzgründen oder für Diskriminierung eingeführt wurde, bleibt wohl etwas Spekulation. Ich finde es - abseits jeglichem nationalsozialistischen Gedankengut - völlig richtig, dass das Schächtverbot auch heute verankert ist. Zum Wohle des Nutztieres. Religion muss sich dem Gesetz immer unterordnen. Aber das ist auch nur meine persönliche Meinung.

Ich hoffe ich konnte dir helfen.

Gruß
Omni

(BG)

Siehst du da einen leichten Widerspruch zwischen dem sehr ausgeprägten Tierschutz und dem völlig fehlenden Menschenschutz?

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@Qogyrama

Ideologien basieren ja nicht auf Logik. Meistens widersprechen sich Ideologien schon in ihrer Begründung.

Mann muss aber festhalten, dass "Voll-Juden" nicht als Menschen im Nationalsozialismus galten. Für die gab es überhaupt keine Rechte. Kein Anwalt, kein Richter, kein Gehör. Rein gar nichts. Selbst die Nutztiere dann hatten ja mehr "Rechte" bzw. Schutz genossen.

Wenn man sich mal so alte Propaganda (z.B. "der Stürmer" oder mein Kampf) durchliest, dann wird das auch deutlich. Der Stürmer hat glaube auch mal bei Tierversuchen dafür geworben, dass man nicht Tiere nehmen soll, sondern Juden.

Zurück zu deiner Frage: Aus heutiger Sicht ist das natürlich ein Widerspruch. Heute sind ALLE Menschen vor dem Gesetz gleich und ALLE genießen die gleichen Menschenrechte. Völlig egal wie jemand ist. Selbst ein Massenmörder hat nach dem deutschem Grundgesetz weiterhin die Menschenrechte. Denn diese kann man nicht verwirken. Das ist ein sehr erfreulicher Fortschritt.

Damals war es halt anders. Da stand zwar das Recht des Menschen vor dem Recht des Tieres, aber wurden Juden nicht als Menschen angesehen. Man hat sie schlechter behandelt als Vieh. Was aus heutiger Sicht natürlich ein völlig verständlicher Widerspruch ist, ist damals nun mal kein Widerspruch gewesen, da man an deren Definitionen ideologisch rumgeschraubt hat.

Ich kann dir auch mal den Film "Wannseekonferenz" empfehlen (DEUTSCHE Version. Schau dir bloss nicht die Ami-Version an. Die ist falsch). Da merkt man bei der Entscheidung um die sogenannte Endlösung der Judenfrage wie Juden dargestellt wurden.

Aus heutiger Sicht natürlich sehr erschreckend. Dieses Kapitel haben wir zum Glück hinter uns.

Ich hoffe das beantwortet deine Frage (?)

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@Omnivore14

Damals war es halt anders.

Ja, stimmt, es gibt halt Zeiten, wo es halt anders ist...

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@Omnivore14

Was ist an der Ami version des Films über die wannsee Konferenz falsch? Was stimmt nicht, was in der deutschen stimmt? 

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@DoktorSelstsam

In der Amiversion wird Ministerialdirektor Kritzinger so verfilmt, als hätte er vom geplanten Völkermord schon volle Kenntnis gehabt. Dabei ist dies nicht der Fall gewesen.

Außerdem gibt es leichte Unterschiede im Inhalt beider Filme. Und soweit mir bekannt ist, hat die Amiversion sich nicht strikt an das Sachprotokoll gehalten.

Daher werde ich mir diese Version auch nicht wieder anschauen, da da wieder einmal Amis nicht einfach so filmen können, wie es wirklich war. Nein....es muss reisserisch gemacht werden und alle Teilnehmer eingeweihte bestialische Massenmörder

Die deutsche Version hat sich da meines Wissens nach strikt an das Sachprotokoll gehalten.

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