warum war der hansebund Wirtschaftlich/Politisch so erfolgreich?

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1 Antwort

Die Stärke der Hanse war das Verhandlungsgeschick ihrer Vertreter. Falls das nicht zu einem günstigen Ergebnis führte, setzte die Hanse militärischen Druck bzw. Handelsblockaden ein. Die Hansekaufleute waren schließlich so mächtig geworden, dass sie ihren Landesherren jahrhundertelang widerstehen konnte.

In der Stauferzeit entwickelten sich zahlreiche Städte zu bedeutenden Zentren neben der Kirche und dem Staat. Die Kaufleute wurden in dieser Zeit zu einer anerkannten Berufsgruppe. Die Händler waren oft auch maßgeblich an Städtegründungen beteiligt.

Der Handel, besonders der Fernhandel begann anzuwachsen. Bevor die Hanse ihren Siegeszug antrat, beherrschten die Kaufleute aus Skandinavien und Russland den Fernhandel. Die Kaufleute der Hanse begleiteten zunächst ihre Handelswaren durch Europa. Zum Schutz vor Überfällen organisierten sich die Händler in Schwurgemeinschaften.Später blieb der Kaufmann in seiner Stadt, um seine Geschäfte zu tätigen. Die Waren wurden nun von Stellvertretern des Händlers begleitet. Der Hanse-Kaufmann war ab Mitte des 13. Jahrhunderts sesshaft geworden und konnte nun bequem Geschäfte in verschiedenen Ländern machen.

Der wachsende Handel sorgte für die Einführung schriftlicher Dokumente. Verträge und Buchführung waren für die umfangreichen Geschäfte nötig. Die Kaufleute setzten sich deshalb für die Errichtung von Schulen ein. Die Köster waren nicht mehr die einzigen Bildungsanstalten.

Die Kontakte mit Händlern in anderen Ländern führten dazu, dass die Hansekaufleute “globaler” dachten und handelten. Die Hanse verstand sich dabei aber immer als Zwischenhändler. Sie kauften Waren auf und verkauften sie an einem Ort, wo sie benötigt und gut bezahlt wurden. Die Hansekaufleute schufen dabei aber keine Nachfrage nach neuen Produkten. Sie reagierten nur auf Nachfrage nach Produkten.

Zwei Kaufleute kurz vorgestellt

Über das Leben einzelner Kaufleute ist wenig bekannt. Eine wichtige Quelle über deren Geschäfte waren die Schuld- und Rechnungsbücher.

Das Rechnungsbuch von Johann Wittenborg reicht von 1346 bis 1359. Seine Handelskontakte reichten von Flandern, über England und Preußen bis nach Russland. Er handelte mit Tuchen, Gerste, Malz, Wachs und Pelzen. Sein wirtschaftlicher Erfolg bedingte auch seinen politischen Einfluss in der Hanse und in Lübeck. Er vertrat seine Stadt beim Hansetag und wurde 1360 Bürgermeister von Lübeck. Im Kampf gegen Dänemark befehligte er die hansische Flotte. 1362 besiegte der dänische König die Hanseflotte und Wittenborg wurde deshalb in Lübeck hingerichtet.

Tidemann Limberg (1310-1386) gehörte zu den Hansekaufleuten, die den englischen König Eduard III. mit Krediten aushalfen. Limberg gelangte deshalb in England in einflussreiche Positionen und zog den neid der englischen Kaufleute auf ihn an. Als Eduard III. die Hanse 1351 in England verbieten ließ, nahm er Limberg von dieser Maßnahme aus. Im Gegensatz zu Wittenborg übernahm er keine politischen Ämter

Quelle Wikipedia

sehr informativ aber geht es auch zusammengefasst?

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