Warum war der Englische Langbogen so stark im Krieg?

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2 Antworten

Zwei Aspekte:

Zum einen ist das eine Fernwaffe, welche genutzt werden kann, ohne dass der Nutzer selber angegriffen werden kann. Im typischen Masseneinsatz im Mittelalter wurde weniger auf Präzision des einzelnen Schusses wert gelegt, sondern auf möglichst hohe Schussfrequenz (pro Schütze bis zu sechs Pfeile pro Minute). Dadurch entsteht ein regelrechter "Pfeilhagel", welcher den Gegner sehr lange beschäftigt.

Zum anderen ist der Langbogen gerade auch im Vergleich zu den bis dahin verwendeten Kurz- oder Krummbögen in Sachen Reichweite und Durchschlagskraft deutlich verbessert. Das erlaubt taktisch einen Beschuss gegnerischer Reihen im unmittelbaren Vorfeld vor einem Infanterie- oder Kavallerieangriff, ohne dass sich die Bogenschützen der Gefahr des Angriffs durch die gegnerischen Linien aussetzen müssen. Wenn die gegnerischen Reihen bereits durch Pfeilbeschuss ausgedünnt sind, geraten sie eher in Verwirrung und können die Ordnung zur Abwehr eines anderen Angriffs nicht aufrecht erhalten. Die höhere Zugkraft des Langbogens führt dazu, dass die bis dahin übliche Panzerung verstärkt werden muss, wodurch die gepanzerten Einheiten weniger beweglich werden.

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Die Pfeile haben die Panzerung der Gegner durchdrungen, was anders herum nicht der Fall war.

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TUrabbIT 22.11.2016, 20:21

"anders herum"?! naja klar, die Panzerung hat wahrscheinlich nie den Pfeil durchbohrt, aber das erscheint mir relativ trivial, nicht wahr?

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AnonYmus19941 22.11.2016, 23:48
@TUrabbIT

Die Pfeile, die nicht aus Langbögen abgeschossen (sagt man das so?) wurden, konnten die Panzerung nicht durchdringen.

Ist ein bisschen ungenau formuliert ...

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