Warum war der 30jährige Krieg hauptsächlich ein europäischer Machtkampf?

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3 Antworten

Sehr kompliziert, ich erlaube mir, dass ein bisschen zu vereinfachen...

Der Ausgangspunkt des 30jährigen Krieges war natürlich die Auseinandersetzung zwischen der Katholischen Liga und der Protestantischen Union Union, allerdings entwickelte sich aus diesem anfänglich sehr 'deutschem' Konflikt eine Auseinandersetzung aller europäischen Großmächte um die jeweiligen Machtbereiche...

Ein weiterer Krisenherd war der 80jährige Krieg zwischen Spanien und den Niederlanden, die sich bereits seit 1568 in ständigen Scharmützeln befanden. Weiterhin gab es Auseinandersetzungen in Westeuropa und Norditalien zwischen den Habsburgern und Franzosen, die Besitztümer der Spanier in der Po-Ebene und eben den Niederlanden zogen aber auch diese in den Konflikt mit hinein, die Franzosen fühlten sich von den Spaniern umstellt...

Die Konfliktherde an der Ostsee zogen die Dänen, Schweden und Polen mit in den Konflikt, dadurch war der 'deutsche Raum' von Konflikten umringt, innerhalb führte der Augsburger Religionsfrieden zu einer konfessionellen Trennung der Untertanen unter dem jeweiligen Landesfürsten, sah der sich dem Protestantismus zugehörig, mussten die Untertanen diesem Vorbild folgen oder das Land verlassen, man befürchtete, dass die eigenen Untertanen unterschiedlicher Konfession ansonsten zu Feinden im eigenen Land werden würden.

Im Laufe des Krieges verliefen die Fronten also z.T. zwischen einzelnen Dörfern und Gemeinschaften, dadurch wurde die Bevölkerung direkt in den Krieg mit einbezogen, deswegen forderte der 30jährige Krieg auch so schreckliche Verwüstungen und eine hohe Anzahl ziviler Opfer...

Eine Folge des 30jährigen Krieges war die gleichberechtigte Stellung der protestantischen Länderteile des HRR nach dem Westfälischen Frieden 1648, allerdings auch die Schwächung des Reiches, das auf der einen Seite Gebietsverluste (z.B. Vorpommern an Schweden oderden Sundgau an Frankreich) aber auch die immensen Zerstörungen minderten die Einnahmen auf Jahre hinaus. Dadurch sollten in der Folge einzelne Fürstentümer zu großer Macht aufsteigen, u.a. ist Preußens Aufstieg eine Folge dieses Krieges, wenn auch eine eher langfristige...

Weil in Europa durch die versch. Reformationsbewegungen die religiösen Lager geteilt wurden und die Konfessionen durch die Staatsreligion bestimmt wurde. d.h., die meisten Fürstenr haben ihren Untertanen verordnet ob sie Protestanten sein müssen und damit dem Einfluss des Papstes abzuschwören haben oder zu diesem treu sein müssen. Dadurch haben sich zwei grosse Lager gebildet. Und die Fürsten haben sich überlegt in welchem Lager sie entsprechende Vorteile haben. Es ging auch darum, den Geldfluss in die kath. Kirche zu stoppen.

Ein Machtkämpf Evangelsche gegen Katholische.Welche die Bessere Religion ist.

Ich bin zwar nicht katholisch, aber hoffe doch die Religion ist die gleiche... auch wenn die Konfession unterschiedlich ist... ;-)

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