Warum wehren sich soviele gegen die Homoehe?

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8 Antworten

Viele haben Angst, dass es das eigene Lebensmodell irgendwie herabsetzen würde. Dass die heterosexuelle Ehe dann weniger wert wäre, nicht mehr sowas besonderes. Ist immer besonders lustig, wenn das von Menschen kommt, die nicht verheiratet sind, nicht vorhaben je zu heiraten oder schon 3 mal geschieden sind.

Dazu kommt, dass der Begriff Ehe stark religiös geprägt ist, auch für jene, die mit Religion gar nichts am Hut haben.

Dabei ist die Ehe mittlerweile einfach nur noch eine rein rechtliche Institution. Menschen, die miteinander leben, werden dabei unterstützt dieses gemeinsame Leben auch führen zu können. Der finanzielle Aspekt ist dabei einer der Wichtigsten, aber auch der verwalterische. Wenn ein Partner nicht fähig ist, wegen Krankheit oder dergleichen, einer Behandlung zuzustimmen oder eben auch nicht zuzustimmen, weiß man, an wen man sich wenden muss, denn man geht davon aus, dass der Partner weiß, was der Patient will. Beim Nachlass von Verstorbenen ist direkt klar, wer was bekommt, es sei denn es existiert ein Testament. Man weiß, wer die Verantwortung für den Partner trägt, wenn der das nicht kann. Das erspart einiges an Arbeit, wenn man nicht erst einen Angehörigen suchen muss, der sich verantwortlich fühlt.

Thema Adoption: Ehepaare können gemeinsam ein Kind adoptieren. Homosexuelel paare bisher nicht. Nur ein Partner kann das, der andere kann später nachziehen, aber es bedeutet eben zwei mal das komplette Prozedere.

Und im Grunde gibt es keinen Grund, wieso homosexuelle Paare es da irgendwie schwerer ahben sollten, denn die können schließlcih genauso füreinander einstehen wie heterosexuelle Paare.

Weil leider immer noch sehr sehr viele Menschen mit Scheuklappen durch die Welt laufen und nicht in der Lage sind, mal einen Blick über den Tellerrand zu werfen!

Genauso wie es für diese Menschen keine psychischen Erkrankungen gibt, so gibt es für diese auch keine andere Sexualität als ihre eigene und wer anderes empfindet gilt halt als "unnormal"!

Ich persönlich finde das absolut traurig und weltfremd! Weil sich kein Mensch aussuchen kann, in welchem Körper er geboren wird. Auch Homosexualität liegt dem Menschen bereits mit in der Wiege. Man kann keinen Knopf umlegen und nix umerziehen, weil sich auch kein heterosexuell veranlagter Mensch umerziehen lässt!

Was spricht denn gegen eine Ehe? Nichts!

Jeder der eine Beziehung und echte Partnerschaft mit einem anderen Menschen eingeht und das oft über Jahre und Jahrzehnte, möchte diese Menschen im Falle eines Falles versorgt wissen! Auch das ist rein zufällig und von Menschen gemacht und Bestandteil einer Ehe! Warum sollte dieser Bestandteil nur Mann und Frau vorbehalten bleiben? Es gibt keinen vernünftigen Grund für solch eine Einschränkung!

Da gibt es viele Motive. Das häufigste wird jedoch ein religiöses sein. Einige Menschen verstehen die Ehe nach wie vor als religiöse Institution. Und Kirchen (oder auch andere religiöse Instanzen) verstehen die Ehe als "Mittel" um Kinder zu fabrizieren. Gleichgeschlechtliche Paare sind zum Zeugen von gemeinsamen genetischen Nachwuchs leider nunmal biologisch (noch?) nicht befähigt.

Heute wird die Ehe doch in weiten Teilen der Gesellschaft viel mehr als Entscheidung für eine bestimme Lebensform und Stellung vor dem Gesetz verstanden. Entsprechend hat der Gesetzgeber (wenn auch in einem Wahlkampfmanöver) die Gesetze entsprechend der Lebensrealität angepasst.

Das liegt vor allem an religiösen und kulturellen Gründen, die sich manche in ihr Hirn eingebrand haben und stur dazu stehen. Das zeigt sich auch in dem Motto "früher war alles besser", das viele vor allem Ältere in unserer Gesellschaft haben. Es fehlt einfach an der Intilligenz die Legitimät von gewissen Sachen zu hinterfragen und die Fähigkeit gegen den gesellschaftlichen Strom zu schwimmen und auch das Ego sich gegen das zu wehren bzw. das zu hinterfragen, was einem unter anderem auch Verwandte von klein auf ins Gehirn setzen wollen.

Ich hoffe ich konnte helfen!

Die Ehe soll Mann und Frau vorbehalten bleiben. Sexuell kann sich jeder ausleben wie gewünscht. Nur heiraten und Kinder adoptieren muss tabu bleiben.

Weil die Ehe zwischen Mann und Frau heilig ist, sie wurde von Gott gestiftet. Die Familie ist die Zelle der Gesellschaft, aus der Nachwuchs hervorgehen kann und in der Kinder behütet aufwachsen können.

Ein homosexuelles Paar kann miteinander keine Kinder zeugen, sie sind lediglich zusammen, weil sie geil aufeinander sind, sie sollten nicht den Status der Ehe zuerkannt bekommen.

Wann werden Menschen darauf bestehen Tiere oder Gegenstände heiraten zu können? Wehret den Anfängen!

Ich verrat dir mal was: auch in Kulturen, in denen die Menschen nicht an "Gott" glauben, wird geheiratet. Und schon lange bevor das Konstrukt "Gott" erschaffen wurde, sind Menschen Partnerschaften eingegangen, die der Ehe nicht nur ähnlich waren, sondern in nichts nachstanden, man nannte es nur nicht so.

Aber gut: dann sollten zeugungsunfähige Paare und solche, die keine Kinder wollen auch nicht mehr heiraten dürfen, okay?

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@MaraMiez

Ich finde es zwar gut, dass du dem doch rückständigen Kommentar paroli bietest. Aber ich muss Dir widersprechen: Menschen lebten erst lange nach der Erfindung des "Konstrukts Gott" monogam.

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@ShinTwo

Ehe muss ja nicht zwingend monogam sein. Die Verantwortungen und Verpflichtungen, die damit einhergehen kann man ja auch mit mehreren Partnern haben.

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@MaraMiez

sie sind lediglich zusammen, weil sie geil aufeinander sind

Oh Gott! Und das da echte Liebe dahinter stecken könnte, dass entzieht sich bei Dir jeglicher Vorstellungskraft? 

Warum werden grad homosexuellen Menschen auf die Sexualität reduziert? Und wer bitte will anderen Menschen vorschreiben, welches Geschlecht sie zu lieben haben?

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Gegen homoehe habe ich nichts. Ich habe eher etwas dagegen wenn ein homo Pärchen Kinder adoptieren.
Was ist wenn ein schwules paar ein Mädchen adoptiert und sie ihre Tage bekommt? Wie ist es wenn sie ihren ersten freund mitbringt?
Das ist jetzt nur ein Beispiel.

Gilt sowas auch für Alleinerziehende? Was wenn ein alleinstehender Vater eine Tochter hat und die ihre Tage bekommt oder den ersten Freund nach Hause bringt?

Oder ist das "was ganz anderes"?

Denkst du die Kinder hätten dann keinen Kontakt zu Erwachsenen des jeweils anderen Geschlechts? Keine weiteren Bezugspersonen? Für dieses Beispiel eben Omas, Tanten, Freundinnen, Lehrerinnen, Freundinnen der Väter...

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Ja was ist denn dann? Meinst du männliche Homosexuelle wissen nicht was die Menstruation ist? Oder das Mädchen i.d.R. Jungs als Freund haben? Ich denke nicht, dass Homosexuelle Paare besser oder schlechter in sachen Erziehung sind als heterosexuelle Paare. Das ist weniger eine Frage der Sexualität und mehr eine des Menschen selbst.

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Das ist schon etwas anders. Ein Alleinerziehender Vater würde es ja kennen wenn ein Mädchen einen Freund hat (er hatte ja wahrscheinlich selbst eine Freundin wenn er ein Kind gezeugt hat) also kann er mit sowas besser umgehe . Denke ich...

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Und natürlich wissen Männer von der Menstruation. Aber sie können nicht wirklich erklären wie man eine Binde/Tampon verwendet, wie oft man es wechseln soll usw. Vielleicht können sie die Schmerzen auch nicht nachvollziehen weil sie es weder selber hatten noch es bei einem Partner miterlebt haben.

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@Animallover234

Und du denkst ein Vater/Väter die ihr Kind lieben und wissen, dass das Kind ein Mädchen ist, informieren sich nicht?

Dann liegts aber am Mann selbst, nicht an seiner Sexualität.

Ich meine, ich als Mutter denke schon, dass ich meinem Sohn später ganz gut erklären kann, was nen Samenerguss ist und dass es normal ist, wenn sein Penis größer und härter wird und mein Mann wird meiner Tochter erklären können, was Menstruation ist und wie man damit umgeht. Wieso? Weil er auch mal Sexualkunde in der Schule hatte. Und Frauen in seinem Leben hat, selbst wenn er homosexuell wäre. Er hat ne Schwester, ne Mutter, Omas, Freundinnen...

Davon ab werde ich auch nie nachempfinden können, wenn meine Tochter schmerzen hast wärend der Periode. Ich hab das nämlich noch nie gehabt (also Schmerzen dabei).  Disqualifiziert mich das jetzt irgendwie?

Nur weil man selbst mit etwas persönlich nicht konfrontiert wird, heißt das ja nicht, dass man darüber dann auch niemals irgendetwas wissen wird.

Mein Bruder ist z.B. in einer homosexuellen Partnerschaft und der weiß, wie die Biologie der Weiblichen Reproduktion und alles was damit zusammenhängt, funktioniert.

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@MaraMiez

Eine "interessante" Antwort und tolle Diskussion ;-)

@ Animallover234 - stell Dir doch bitte mal vor, ich bin nicht homosexuell, kann mich aber doch in Menschen rein versetzen, die einen anderen Menschen lieben und da ist es doch vollkommen egal, welches Geschlecht dieser Mensch hat! Oder? 

Anderes Beispiel; grad nach dem Krieg sind viele Jungs nur in Gesellschaft von Frauen aufgewachsen! Hat sich da je einer Gedanken drum machen müssen, dass da jetzt irgendwas verkehrt laufen könnte? Oder sind durch diese Lebensform, etwa alle Jungs verweiblicht oder sonstwas geworden?

Einzig wichtig ist für ein Kind, dass es Menschen an seiner Seite hat, die es bedingungslos lieben. Welches Geschlecht und in welcher Anzahl, ist ein absoluter Irrglaube, dass das zu irgendwas in der Entwicklung von positivem Nutzen wäre!

Welchen Vorteil hat denn ein Kind, wenn es zwar Vater und Mutter in der Familie hat, aber nur mit Gewalt aufwachsen muss? Meinst Du denn, dass sich dieses Kind mit seinen Eltern über Menstruation oder Samenerguss unterhalten kann?

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weil es nunmal immer ein paar Dumme auf der Welt gibt sonst wärs ja langweilig.

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