warum wählen viele die früher Die Linke gewählt haben nun die AfD, das sind doch komplette Gegensätze?

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15 Antworten

Nein, das sind nur augenscheinlich Gegensätze. Lese doch mal Sahra Wagenknechts Buch "Reichtum ohne Gier", und dann das Parteiprogramm der AfD. Sehr viele ihre Vorschläge für ein gerechteres und besseres Deutschland sind deckungsgleich mit dem was Frauke Petry sagt. Auch die Kritik an Frau Merkel eint sie. Natürlich gibt es auch Punkte in dem sich die AfD und die Linke niemals einigen könnten, aber sie sind sich längst nicht so fremd wie z.B Linke und FDP, oder Grüne und NPD :-) 

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Ich will mich nur auf ein Motiv beschränken, von dem ich meine, dass aus ihm die Beantwortung Deiner Frage einsichtig werden könnte.

Die Linke hat sich sehr stark mit der Problematik der mangelnden Verteilungsgerechtigkeit befasst. Sie hat also beklagt, dass durch die Politik der etablierten Parteien die ungleiche Verteilung der Vermögensgewinne immer wieder festgeschrieben wird. Die Vertreter der großen Koalition haben sich selbst massiv gelobt, dass die Arbeitslosenquote immer weiter reduziert werden konnte, dass die Neuverschuldung auf Null heruntergefahren werden konnte und dass die Produktivität jedes Jahr ein leichtes Plus verzeichnen konnte. 

Obwohl dies alles günstige Erscheinungen sind, wurde von der Linken lautstark beklagt, dass trotzdem der Mindestlohn viel zu niedrig ist, dass immer mehr Leiharbeit stattfindet, dass also im unteren Lohnbereich klare soziale Ungerechtigkeit besteht. Damit sahen sich die Wähler der Linken immer als Verlierer dieser Gesellschaft.

Wenn jetzt die AFD den ungebremsten Zuzug von Fremden ohne irgendwie brauchbare berufliche Qualifikation als extreme Bedrohung eben gerade wieder für den unteren Lohnbereich anklagt, dann sehen viele Wählerinnen und Wähler der Linken nun, dass der Markt überschwemmt werden könnte mit Menschen, die sich um die wenig attraktiven Jobs im unteren Lohnbereich reißen werden. Wenn aber in diesem Feld ein Überangebot von Arbeitsuchenden vorliegen wird, dann besteht überhaupt keine Chance für die gering Qualifizierten von heute, dass sich ihre Lohnsituation in Zukunft verbessern könnte. 

Sie wählen also nun die Partei, die eben diese Entwicklung vielleicht durch ihre mahnenden Aktivitäten irgendwie verhindern könnte. 

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Viele von denen haben davor "brav" CDU oder SPD gewählt, seltener auch Grüne oder FDP vielleicht. Dann sind sie zu den Linken gegangen. Allerdings macht Die Linke selbst einige Fehler und blockiert sich auch innerparteilich, daher wählen sie nun die AfD, das sind einfach die lautesten Schreihälse. Auch haben gute Wahlergebnisse der Linkspartei nicht, aber auch überhaupt nichts an der Politik insbesondere von SPD und CDU/CSU geändert. Also zieht der Wähler eben weiter, in der Hoffnung damit eskalieren zu können. 

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Nicht alles ist da so gegensätzlich. Aber ich vermute, dass es da vor allem darum geht, gegen etwas zu sein. Das dafür ist nicht so wichtig. Protestwähler halt.

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Man muss den Affen für D-Mark zugestehen, dass sie im Moment die einzige Partei ist, die das politische Geschehen endlich mal wieder aufwirbelt!

Und diesen erfolgreichen Wirbel, wünschen sich auch viele Linke, aber eben normalerweise von der anderen Seite. In der AfD steckt also momentan eine kleine Chance, die festgefahrene Lobby-Politik der Regierung ein bisschen ins Rutschen zu bringen.

Übrigens muss man auch als Linker nicht für unbegrenzte Zuwanderung ohne echte Integration der Migranten und Flüchtlinge sein! Jeder, der bis drei zählen kann, weiß, dass Deutschland viele Flüchtlinge aufnehmen kann, aber eben nicht alle! 

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Die Linke ähnelt zu sehr der SPD Grünen.Und wenn Wähler sich entschliessen was zu verändern wäre die Linke ein Fehler!

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Naja die linke spricht gerade im Osten doch ziemlich den sozialistischen kampfossi an, wenn man jetzt halt nur kampfossi ist ohne sozialistisch und vor allem an doch denkt und Angst vor dem bösen Moslem hat, dann wählt man jetzt halt die afd ohne zu verstehen dass das nicht unbedingt fürs Haushaltsbudget ist aber gut... 

Und nein die linke besteht nicht aus sozialistischen kampfossis Ufer radikalen, sie spircht diese nur an.

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Kommentar von Crack
28.09.2016, 19:45

Das ist mir zu einseitig.

Bedingt hast Du recht,
beispielsweise zeigen die Ergebnisse in BW aber auch das man keine "Die Linke" braucht und auch kein "Kampfossi" sein muss um die AfD zu wählen.

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Weil es freie Wahlen heisst. Wo steht das dass man immer gleich wählen muss oder nicht 2 Parteilen im Spektrum überspringen darf von Wahl zu Wahl? Du musst jeden einzelnen Wähler fragen warum er so wählt und nicht anders. Grundsätzlich müssen die Menschen nichtmal logisch und begründet wählen. Steht in keinem Gesetz.

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Etliche, die links wählten waren nie Linke, sondern nur bloße Protestwähler, solche Leute sind oftmals nix weiter als Pendler, mehr nicht.

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Die meisten (nicht alle) Wähler wählen die Partei, von der sie sich die meisten materiellen Vorteile erhoffen, dass ist bei Sozialschwachen die Linke, allerdings leiden die Sozialschwachen als erste und am meisten unter der Masseneinwanderung, also wählen sie die (einzige) Partei, die sich dieses Problems (glaubhaft) annehmen will, davon abgesehen gibt es große Schnittmengen zwischen Linke und AfD in Bezug auf Russland und die NATO.

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Kommentar von voayager
29.09.2016, 00:21

das ist keine sonderlich große Schnittmenge

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Kommentar von OlliBjoern
29.09.2016, 01:09

Sagen wir mal so: die Sozialschwachen glauben, dass sie unter der Einwanderung leiden. Glauben ist zwar nicht Wissen, aber der Glaube versetzt ja bekanntlich Berge (und Kreuzchen auf dem Wahlzettel).

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Kommentar von randomhuman
29.09.2016, 16:58

Ich musste ein wenig lachen. Man kann sich auch jeden Sch*** schön reden.

Meistens sind es einfach nur Protestwähler, die gegen etwas sind. Das ist bei der Linkspartei oftmals ähnlich. 

Die AfD will ja genauso nichts für die Sozialschwachen machen. Man bedenke nur das Steuermodell nach Kirchhof, 25% für jeden, wer profitiert denn davon? Jedenfalls nicht der kleine Mann, sondern die Reichen. Die versuchen nur eine Mogelpackung zu verkaufen. Aber, da der kleine Mann wunderbar mit den Ausländern abgelenkt ist, wählt er sein eigenes Grab. 

"Aber nur die dümmsten Kälber, wähl´n ihren Metzger selber"...

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Kommentar von Marc8chick
29.09.2016, 22:11

Erster der die afd gutredet und trotzdem argumentiert, habe mich nie vorher einen geliked der afd zu wählen scheint, danke.

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Die AfD hat viel zulauft von jeder Partei nicht nur von den Linken.

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Eine Umfrage hat ergeben, dass 75% aller AFD Wähler nur so gewählt haben weil sie die etablierten Parteien abstrafen wollen. Man könnte es Protestwahl nennen.

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Von einem Extrem ins andere. so ungewöhnlich ist das gar nicht.

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Die Linken versprechen das Geld der Reichen mit den Armen zu teilen. Die Rechten wollen das Geld, dass jetzt für Flüchtlinge ausgegeben wird, den Deutschen geben.

Arme Deutsche würden also von beidem finanziell profitieren. Wenn DAS nicht ein guter Grund ist, eine Partei zu wählen... 

Im Grunde ist beides Egoismus. Ich möchte mehr, wer deshalb weniger hat, interessiert mich nicht...

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Hab vor kurzem ein schönen Satz dazu gehört...

Wer vergisst links zu seän, der wird rechts eingesammelt... Ist wohl was wahres dran! 

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