Warum wählen viele afd?

9 Antworten

In sechs Jahrzehnten Bundesrepublik wurde die parlamentarische Opposition von 30-45 % der Abgeordneten gebildet. Dies sorgte für lebhafte Diskussion in der politischen Gestaltung und vor allem für Kontrolle über die Regierenden. Heute gibt es defacto keine parlamentarische Oppositionspartei mehr, sondern nur noch ein paar Abgeordnete, die ab und an sich mal trauen den Mund aufzumachen.

Die MSM spielen das Spiel mit und unterstützen diese "Deutsche Einheitspartei" nach Kräften. Hier bei hangeln sie sich meist haarscharf um die Wahrheit rum, berichten manipulativ und oft auch unehrlich. Gestern war wieder zu lesen Meuthen wolle mit der NPD "paktieren" und die Staatsgewalt ginge von den Parteien aus. Was soll man von so einem Stuss halten? Merkel setzt sich in die Bundespressekonferrenz und lügt ihrem Volk mehrfach ins Gesicht (u.a. Irakkrieg). Früher wäre die Bild Amok gelaufen ob solcher Dreistigkeiten, heute ist das nicht mal mehr eine Meldung wert.

Unser Maasmännchen führt dann noch Stasimethoden ein, bestimmt was "HateSpeech" ist bzw. gesetzeswidrig und macht den Eindruck, dass wir gar keine Gerichte mehr brauchen, weil er und seine Es-Stasi, jetzt AA Stiftung, das alles besser wissen und auch direkt den Löschknopf drücken.

Was soll also der Bürger machen, wenn er seine Rechte behalten und diese Politik nicht unterstützen will? Auf die Strasse kann er nicht, weil er dann "rechts" ist, eine "Hetzer" und ohnehin "Ausländerhasser". Gewerkschaften setzen Arbeitnehmer unter Druck, solche Protestierenden zu entlassen (das muss man sich mal vorstellen, was in einem "Linksstaat" alles möglich ist). Nachbarn sollen eh schon melden, ob der Typ nebenan nicht irgendwie "auffällig" ist.

Also bleibt nur das Kreuz bei der einzigen Partei zu machen, die anders ist und eine Chance hat in die Parlamente zu kommen. Ob die das später besser machen ist erstmal pupsegal, Hauptsache den Altparteien geht es an die Pfründe. Und je höher die AFD abschneidet bei einer Wahl, desto schneller merkt der Rest im Lande, dass man sich ja doch trauen kann eine Opposition zu wählen. 

Ein grosser Teil der Bürger hat eines erkannt: Egal welches grosse Projekt Merkel angepackt hat >>> Sie hat es versaut. Wehrdienstaussetzung, Europolitik, Klimawende, Masseneinwanderung. Merkel hat es verpatzt und diesem Land einen unermesslichen Schaden zugefügt. Einerseits in Billionenhöhe, wenn mal Zahltag ist und andererseits und das ist noch viel schlimmer, weil nicht so leicht zu reparieren, indem sie einen tiefen Spalt durch ihr Volk gezogen hat. Dies hat noch kein Kanzler in Deutschland geschafft. KEINER!

Und wenn das Gräuel aus der Uckermark, Specki und die Obergrüne morgen zurücktreten würde das auch nichts mehr retten. Das Vertrauen in die Altparteien beim "Pack" ist verspielt und kurzfristig irreparabel. Noch nen Terroranschlag wie in Nizza oder Paris in Deutschland und der wirtschaftliche Totalausfall Italiens, Spaniens oder Frankreichs und die AFD geht durch die Decke. Eine Partei, die noch vor 15 Jahren keine Sau gebraucht hätte, an der sich aber heute grosse Teile der Bevölkerung in letzter Hoffnung klammern. 

Ich glaube der/die Fragesteller*in braucht eine etwas neutralere Antwort, um die Aufgaben ordentlich zu erfüllen. Vorurteile, Pauschalisierungen und Verallgemeinerungen bringen einen da glaub ich nicht weiter.

Merkel hat das Land im Übrigen nicht gespalten. Merkel hat aufgezeigt, wie das Land wirklich tickt und schon immer war. Sie hat sozusagen aufgezeigt, wo sich der rechte Rand befindet in unserer Gesellschaft.

Es klingt ja glatt so, als wünschst du dir neue Terroranschläge, damit deine heilige Partei durch die Decke geht. Es wäre schade, wenn noch mehr Menschen durch solche Sachen sterben würden. Aber wenn es der AfD hilft, dann scheint wohl jedes Mittel recht. Klingt, wie der Reichtagsbrand damals.

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@randomhuman

Natürlich! Menschen, die mit der Politik von Merkel nicht zufrieden sind, befinden sich ausschließlich am rechten Rand! Glückwunsch zu dieser Erkenntnis - andere Gründe kann das nicht haben.

Und direkt hinterher noch eine dreiste Unterstellung. Auch Glückwunsch hierzu!

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Ich schätze, dass viele Bürger eine Alternative zur Flüchtlingspolitik möchten, welche die AfD ja auch verspricht. Die anderen Parteien bieten in dem Falle eigentlich nur das gleiche an, und da es viele Bürger verärgert, wählen sie die AfD. Ein Frustwählen. Das ist jedenfalls was ich schätze, kann auch falsch liegen.

Wegen der (zu) einfachen politisch ausgehäuteten Antworten auf komplexe gesellschaftliche Fragen und v.a. da sich die "Blauen" als politischen Auslage für diffuse und ja auch konkrete Fragen - die viel mit einer "Ambivalenz der Moderne", mit einer v.a. technologischen und ökonomischen Beschleunigungsgesellschaft zu tun haben, die mit Unsicherheiten und Kränkungen etwas zu tun, deren Antworten das AfD-Elektorat allerdings in einer vor- und ausgestellten Retention auf ein "Gestern", was in einer globalisierten Ökonomie (die auf der anderen Seite die AfD ja selbst proklamiert) nicht mehr in dieser Form anwendbar ist. Die AfD verschiebt die Werte in eine Richtung, die für dessen Wähler in deren Einseitigkeit und schmalen Populismus zur Suggestionssedierung und damit zum politischen Therapeutikum werden - verständlich, da wie ein Placebo wirkend. Nur eben in einer dermaßen synreferentiellen und damit überkomplexen Gesellschaft völlig unbrauchbar. Vielleicht aber verstehen manche Wähler der AfD auch die Zusammenhänge politische, sozialer und v.a. ökonomischer Konstitutionen einfach nicht mehr - so wie 2007/2008 kaum jemand die Subprime-Krise verstanden und "alle" froh waren, das "Mutti" Merkel die Spareinlagen der Deutschen für sicher erklärte. Was sich aber schon bei der Finanzkrise einsehen und beschreiben lässt, gilt ebenso für diese gesellschaftlichen Umbrüche - es gibt keine simplen Antworten und schon gar keine mit dem Charakter von Hostilitäten.

Welches Fremdwort würdest Du eigentlich verwenden wenn Du "Fremdwort" schreiben wolltest? Ich habe nämlich vergeblich "gegoogelt" und vorläufig nur Anglizismen etc. gefunden. Danke im Voraus!

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also ich kann in Rosenblads Beitrag keinen Anglizismus finden, er
verwendet Termini Technici aus dem lateinisch-griechischen Wortschatz.
Anglizismus wäre zb 'googeln' statt Suche, oder Handy oder ich geh jetzt mal shoppen.

Du könntest @Rosenblad höchstens ankreiden, er hätte
den gleichen Fehler wie der selige Steve Jobs gemacht: nämlich seine Kundschaft maßlos zu überschätzen.

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