Warum wachsen Kürbisse jedes Jahr schlechter?

7 Antworten

du solltest einfach mal ein oder 2 Jahre etwas anderes anpflanzen. Dann klappt es danach mit den Kürbissen auch besser.

wie mit dem Nachbarn

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Das habe ich auch schon versucht, jedoch ohne Erfolg. Ich hatte mal ein Kürbis-Feld. Zuvor waren dort noch nie Kürbisse gewachsen. Es war eine unfassbar große Ernte, obwohl die Erde wirklich mies aussah. Diese Pflanze hat irgendwelche Geheimnisse....

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@Brauer

Ich überlege, ob ich noch einen Tip geben soll, weil ich fürchte, daß man mich sonst auslacht... Na gut, ich gebe den Tip, er wirkt nämlich wirklich. Die Kürbisse auch mit H-Milch düngen. Also ruhig täglich ein Glas Milch zum Kürbis aufs Feld kippen.

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"Blaukorn" - gut oder nicht gut ?

Zum Thema "Blaukorn" möchte ich, sozusagen aus aktuellem Anlaß, etwas schreiben. Vor einigen Tagen (24.4.02) schaute ich mir nämlich im MDR - Fernsehen die Sendung "Unser Garten" an. Dort wurde den gärtnernden Zuschauern empfohlen, ihrem Garten mit dem blauen "Gold" auf die Sprünge zu helfen. Ich muß leider sagen, daß ich solche Empfehlungen für nicht mehr ganz zeitgemäß halte und ich möchte Ihnen an dieser Stelle auch erklären warum.

Zur Information, "Blaukorn", das ist ein rein mineralischer Kunstdünger, der die Nährstoffe Stickstoff, Phosphat und Kali (NPK) im Verhältnis 12% : 12% : 17%. Die Nährstoffe sind sofort verfügbar. "Blaukorn" enthält keinerlei organisches Material, - das bedeutet kein Ausgangsmaterial zur Humusbildung und keine Nahrung für`s Bodenleben.

Jahrzehnte lang war dieser Volldünger auch bei Hobbygärtnern sehr beliebt. Jetzt werden die Folgen sichtbar. Wie sich durch Bodenuntersuchungen immer wieder herausstellt, sind Gartenböden nämlich mit den Nährstoffen Phosphat und Kali nur allzu oft völlig überversorgt.

    Die Wurmkiste:

einfach Kompost selbst produzieren

Was den Stickstoff angeht, so geschieht hier bei Überversorgung keine Anreicherung, sondern was nicht von Pflanzen aufgenommen wird, wird schlichtweg (als Nitrat) ins Grundwasser ausgewaschen. Schon allein der drohenden Nitratauswaschung wegen darf also kein Düngemittel einfach blindlings ausgebracht werden. Das ist der eine Teil des Problems.

Der andere, sehr nachhaltig wirksame Faktor ist der, daß das Bodenleben und die Bodenstruktur durch die fehlenden organischen Anteile in rein mineralischen Düngern extrem leiden.

Ein gesundes Bodenleben und ein ausreichender Humusanteil sind jedoch die grundvorraussetzung für einen leistungsfähigen Boden und somit nachhaltige Fruchtbarkeit.

Die Bodenlebewesen ernähren sich zum einen von organischem Material und bauen dieses zum anderen zusammen mit mineralischen Bodenbestandteilen zu Ton - Humus - Komplexen um. Dadurch entsteht eine stabiles, speicherfähiges Krümelgefüge. Außerdem werden durch die biologische Aktivität Nährstoffe aus toten organischen Materialien herausgelöst und für die Pflanzen verfügbar gemacht.

    Bodenprofile:

kennen Sie Ihren Gartenboden?

Ein weiterer Effekt ist, daß durch eine gesunde Besiedlung des Bodens mit Mikroorganismen pflanzenschädliche Keime zurückgedrängt werden.

Werden diese so wichtigen Lebewesen nun nicht mehr "gefüttert", weil der rein mineralische Dünger keine organische Substanz enthält, dann sind sie zum Tode verurteilt und langfristig wird mit ihnen die Bodenfruchtbarkeit dramatisch schwinden

Daß sich eine rein mineralische Düngung negativ auf die Bodenfruchtbarkeit und somit die Erträge auswirkt, das ist mittlerweile wissenschaftlich bewiesen und selbst konventionelle Großproduzenten von z.B. Gemüse setzen seit Neuestem wieder auf eine teilweise organische Düngung.

Für einen Hobbygärtner, dessen Gartenboden durch jahrelange Gaben von mineralischen Volldüngern wie "Blaukorn" mit Kali und Phosphat immer noch mehr als ausreichend versorgt ist, tut sich da jedoch ein Problem auf. Er dürfte nämlich für einige Jahre diese Nährstoffe gar nicht mehr zuführen. Viele organische Dünger wie z.B. Kompost enthalten aber reichlich davon. Und so hat er entweder die Wahl, den Nährstoffgehalt des Bodens noch mehr zu erhöhen, womit er neben der Auswaschungsgefahr auch das Erreichen pflanzenschädlicher Konzentrationen riskiert, oder er muß sich mit der "Wiederbelebung" noch einige Jahre gedulden bis die Gehalte durch Entzug gesunken sind.

    Kompost:

enthält reichlich Nährstoffe

Das klingt vielleicht sehr drastisch, aber es ist die Wahrheit. Ich finde das ist Grund genug, spätestens jetzt, mit der Anwendung von Düngern wie "Blaukorn" Schluß zu machen!

Vertrauen Sie lieber auf den guten alten Kompost. Der kostet Sie nichts extra, steht immer zur Verfügung und er enthält Phosphat, Kali und Spurenelemente i.d.R. ausreichend. Außerdem ist er bereits "von sich aus" belebt und enthält viel organische Substanz. Um Stickstoff zuzuführen sind sie mit Stallmist oder organischen Handelsdüngern wie Guano, Rhizinusschrot oder Maltaflor gut bedient.

Aber achten Sie darauf, daß Sie auch hier nicht über die Stränge schlagen. Natürlich muß auch bei einer organischen Düngung eine Überversorgung vermieden werden. Es ist deshalb ratsam den Boden hin und wieder untersuchen zu lassen. In der Regel werden Sie von den Mitarbeitern der Institutionen die Böden analysieren auch gerne bezogen auf ihren Einzelfall beraten. Nehmen Sie dieses Angebot ruhig wahr. Mehr zum Thema Bodenproben und Düngung in brisantes und in Bücher.

Kürbis ist in Starkzehrer. Der braucht jedes Jahr Dünger. Aber niemals mit anoganischem/verbrennendem Dünger wie Blaukorn arbeiten. Blaukorn-Dünger ist sehr kritisch, er beeinflusst eher das Grünwachstum als die Blütenbildung und die Fruchtentwicklung.

Kannst Du mir einen Dünger empfehlen?

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@Brauer

Organische Dünger, sprich Kompost(Gärtners Gold) und Guano und Hornspähne. Letztere wirken eher gleichmäßig und langfristiger.

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Korrekt!

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