Warum verwendet nicht jeder True-Temperament Bünde auf Gitarren, wenn diese doch genauer "stimmen" als die herkömmlichen?

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3 Antworten

Gitarren würden sauteuer werden. Denn du kannst dafür nicht "mal eben" mit der Bundsäge die Rillen für die Bünde ins Griffbrett sägen. Die Dinger einzubauen, ist eine sehr aufwendige Arbeit.

Mal ganz davon abgesehen, dass du damit auch an die Standardstimmung gebunden bist. Wenn du bedenkst, dass etwa im Folk-Bereich DADGAD heute fast schon der neue Standard ist, wären solche Gitarren für Folk-Gitarristen unbrauchbar. Ebenso für Slide-Gitarristen, die meist in Open Tunings spielen.

Diese Wurm-Bundstäbchen halte ich für eine kleine Spielerei, sonst nichts.

Fanned Frets hingegen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, besonders bei Bässen und Gitarren mit langen Mensuren - geht jedes Tuning mit und sieht halt super aus.

Weil das mehr Geld kostet und wenn du deine Gitarre tieferstimmen willst, dann passt das von vorne bis hinten nicht mehr und klingt schief.

...wahrscheinlich, weil die meisten Menschen (Gitarristen.... ;-)) ganz gut mit Kompromissen leben können und sich zudem noch nie mit dem Problem der grundsätzlichen "Unstimmbarkeit" herkömmlicher Gitarren befasst haben.

Ich empfehle daher folgende Seiten zum Studium:

http://www.truetemperament.com/

sowie die Beiträge von Tolgahan Çoğulu zum Thema"Microtunal Guitar - beispw.:

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