Warum verwendet man isotopen-markierte Standards bei Massenselektiven Detektoren?

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1 Antwort

Also, die grundsätzliche Quantifizierung mittels GC und externem Standard ist bekannt?

Man benötigt im Prinzip eine Kalibrierreihe des Analyten mit bekannter Konzentration und vergleicht dessen gemessene Intensität mit der Intensität der Probe. (Kurz gefasst.)

Wenn man isoptopenmarkierte Substanzen benutzt, hat man die Möglichkeit mit einem sog. "internem Standard" zu arbeiten. Also im Idealfall der Analyt mit natürlichem Isotopenverhältnis, sowie die gleiche Substanz zB C13-markiert.

Aufgrund von Verlusten und Unsicherheiten während der Aufarbeitung kann zu teilweise erheblichen Fehlern bei der Analytik kommen. Wenn man nun eine Substanz bekannter Konzentration zu meiner Proben gibt, die sich chemisch exakt so verhält wie mein Analyt, kann ich diesen Fehler einfach rausrechnen.

Das macht man eben mit einem isotopenmarkierten internen Standard.

Zu Teil 2 deiner Frage:

Scan-Modus: Durch Anpassung der Messparameter (diese hängen vom konkreten Gerätetypen ab) "fährt" dein MS den gesamten (oder einen Teilbereich) seines möglichen Massenbereiches bei der Messung durch.

Bei uns gab es früher die typische Anwendung für ein sog. "MS Screening" den Massenbereich von 40 bis 800 durchzumessen. Auf den alten Geräten hat das damals - wenn ich mich recht entsinne - 1,2 Sekunden pro Scan gedauert.

Das bedeutet, du erhälst alle 1,2 Sekunden ein komplettes Massenspektrum von 30 bis 800 Masseneinheiten, anhand dessen du eine unbekannte Substanz recht gut identifizieren kannst. Auch eine begrenzte Quantifizierung ist hier möglich.

Nachteil ist allerdings: Der Modus ist nicht besonders empfindlich aus verschiedenen Gründen.

Daher gibt es den ionenselectiven Modus, was bei Agilent (ist heute aber eine allgemeingültige Bezeichnung) SIM (single ion monitoring) heißt.

Bei diesem Modus werden bestimmte Massenzahlen ganz gezielt angesprungen und ich messe nur diese. (zB 78 für Benzol und 91 für Toluol)

Aromaten wie meine Beispiele sind recht stabil, daher hat man idR nur eine sog. "Ionenspur". Bei anderen Substanzen kann man eine sog. "Qualifierspur" zusätzlich messen. Das bedeutet ich habe eine Ionenspur für die Quantifizierung und eine zweite für die Qualifizierung (das Verhältnis beider Spuren zueinander muss stimmen.)

Vorteil des SIM-Modus ist, er ist deutlich empfindlicher und ich "scanne" schneller, habe also die Möglichkeit die Peaks welche von meiner GC-Säule kommen vernünftig abzubilden, was beim Scan-Modus nur halbwegs gut geht.

Daher ist die Quantifizierung hier sicherer, wenn meine Qalifizierung sicher ist.

Beim SIM-Modus habe ich die Möglichkeit zu messenden Ionen in "Fenstern" zeitlich zu gliedern. Also von 2 bis 5 Minuten messe ich die 78 und 91; von 5 bis 11 Minuten die 91, 103 und 105 usw.. Daher kann ich das an die bekannten Retentionszeiten meiner Analyten anpassen.

Der TIC ist eigentlich kein Modus, sondern lediglich die Summe aus den derzeit gemessenen Ionenspuren des SIM.

So, das ganze ich so nicht ganz einfach zu vermitteln, aber ich hoffe, ich konnte dir etwas weiter helfen.

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