Warum verweigern viele Geschäfte die Warenrücknahme, wenn kein Kassenbon?

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11 Antworten

Weil das Geschäft sichergehen muss, dass du die Ware auch tatsächlich dort gekauft hast.

Wenn du in Geschäft A einen Mixer zum Schnäppchenpreis von 50 Euro kaufst, könntest du den ja sonst auch in Geschäft B zurückgeben, wo er noch 100 Euro kostet und damit Gewinn machen. Und selbst, wenn er in beiden Geschäften dasselbe kostet, macht ein Geschöft dabei Verlust.

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Kommentar von Xipolis
20.05.2016, 05:31

Du übersiehst, dass es auch andere Kaufnachweise außer dem Kassenbon gibt.

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Ob der Verkäufer berechtigt ist, die Rücknahme der Ware bei fehlen des Kassenbons zu verweigern hängt auch davon ab, ob die Rücknahme im Rahmen der Kulanz erfolgt, oder im Rahmen einer Garantie (in dieser kann der Kassenbon tatsächlich Bedingung sein), oder im Rahmen der gesetzlichen Gewährleistung.

Wenn der Käufer diese gesetzlichen Gewährleistungsrechte (Mängelhaftung) in Anspruch nehmen will, ist der Verkäufer nicht berechtigt diese zu verweigern nur weil der Bon nicht vorgelegt werden kann.

Wenn es um einen Nachweis des Erwerbes geht, sind auch andere Beweise, wie beispielsweise das Preisschild des Verkäufers auf der Verpackung zulässig. Letztlich muss sich der Käufer fragen, welchen Beweis würde ein Richter anerkennen.

Die Regelungen hier sind die §§ 433 ff. und §§ 474 ff. BGB.

Warum einzelne Verkäufer dies dennoch nicht tun hat unterschiedliche Gründe:

  1. Unwissenheit des jeweiligen Verkäufers über die gesetzlichen Regelungen.
  2. gezieltes Abwimmeln eines Käufers - ergo nur hartnäckige Käufer können ihre Rechte durchsetzen
  3. Der Großhandel im Hintergrund verlangt für die weitere Rückabwicklung vom Einzelhandel den Kassenbon des Kunden. Deswegen will der Händler nicht Rückabwickeln, weil er sonst selbst auf den Kosten sitzen bleibt.
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Grundsätzlich besteht überhaupt keine Verpflichtung, gekaufte Waren zurückzunehmen. Wenn ein Händler es dennoch tut, kann er auch die Bedingungen dafür festlegen, z.B. einen Beleg, dass die Ware auch bei ihm gekauft wurde. Auch die Einhaltung einer bestimmten Frist ist üblich und wird durch den Kassenbon nachgewiesen.

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Kommentar von Xipolis
20.05.2016, 05:38

Das gilt allerdings nicht bei Reklamationen. Und was den Kaufnachweis betrifft so findet sich in der ganzen ZPO kein Hinweis, dass als Kaufnachweis im Einzelhandel ausschließlich der Kassenbon anzuerkennen sei (der übrigens auch noch mit der Zeit verblasst, dank Thermopapier).

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der Kassenbon gilt als Kaufnachweis. Wenn du keinen Kaufnachweis hast, wie soll das Geschäft wissen, dass du das Produkt dort bei denen gekauft hast. Natürlich kann es passieren, dass der Kassenbeleg versehentlich weggeschmissen wird , nur gibt es dann halt Probleme wenn du Bar gezahlt hast. Hast du mit einer Karte gezahlt, kannst du den Kontoauszug als Kaufnachweis vorlegen 

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Kommentar von Xipolis
20.05.2016, 05:46

Bei Barzahlung bietet sich das Preisetikett auf der Verpackung der Ware an, weil auf diesem meistens auch der Name des Ladengeschäftes steht.

War man nicht alleine einkaufen, gibt es überdies auch einen Zeugen.

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Hallo!

Der Kaufbeleg gilt als Nachweis für den Erwerb vor Ort... sonst könnte man ja alles Erdenkliche zurückgeben, egal wo man es gekauft hat.. und das treibt den Kaufmann in den Ruin.

Allerdings gibt es immer wieder auch Kulanzlösungen, wobei das auf den Ladeninhaber/Verkaufsleiter zurückzuführen ist. Gerade wenn man sich kennt & ganz sicher ist, dass die Ware auch vor Ort gekauft wurde und sonst alles stimmt, kommt es immer wieder zu solchen Lösungen.

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Kommentar von Xipolis
20.05.2016, 05:35

Es gibt allerdings auch andere Möglichkeiten den Kauf zu belegen als nur durch den Kassenbon.

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Warum sollten sie die Ware überhaupt zurück nehmen, wenn sie nicht fehlerhaft ist? Dazu besteht keine Verpflichtung.

Und ohne Kassenbon kannst du halt auch nicht beweisen, dass du es dort gekauft hast.

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Kommentar von Xipolis
20.05.2016, 05:39

Warum sollten sie die Ware überhaupt zurück nehmen, wenn sie nicht fehlerhaft ist? Dazu besteht keine Verpflichtung.

Korrekt.

Und ohne Kassenbon kannst du halt auch nicht beweisen, dass du es dort gekauft hast.

Wenn es nur um den Beweis geht könnte dieser beispielsweise bei Kartenzahlung auch anders erbracht werden.

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1) Kaufvertrag ist Kaufvertrag. Das Geschäft muss die Ware gar nicht zurücknehmen und schon gar kein Geld auszahlen. (Außnahme Katalog und Internetbestellung). Geschäfte, die das tun, machen es aus Kulanz, nicht weil sie verpflichtet sind.

2.) Logischerweise brauchen die den Kaufbeleg als Nachweis, dass der Kauf tatsächlich stattgefunden hat. Sie müssen ja auch rechtfertigen, warum sie Geld an einen Kunden ausgezahlt haben.

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Kommentar von Xipolis
20.05.2016, 05:33

zu 1) Was wäre denn im Falle eine Reklamation bei einem Sachmangel der von Anfang an vorlag?

zu 2) Kassenbon ist nicht mehr vorhanden, aber auf der Verpackung ist noch das Preisschild des Verkäufers?

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Ohne Kassenbon könnte ja jeder kommen. Ansonsten gibt es bei mängelfreier Ware kein Gesetz, das einen Händler zur Rücknahme verpflichtet. 

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Kommentar von Xipolis
20.05.2016, 05:43

Ist im Grunde richtig, wobei der Kaufnachweis, wenn der Kassenbon nicht mehr vorliegt, auch anders erbracht werden kann.

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Sie haben keine Garantie, dass du das Gerät von ihnen hast. Könnten ja einfach die Ladeninhaber ihre Geräte prüfen und die defekten dann zum Umtausch in den Konkurrenz-Laden bringen.

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Kommentar von Xipolis
20.05.2016, 05:36

Denke auch bitte daran, dass der Kauf auch anderweitig nachgewiesen werden kann.

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Nein, gekaufte Ware muss nicht zurückgenommen werden es sein denn, diese ist defekt.

Wenn Geschäfte Ware wieder zurücknehmen, dann aus Kulanz, es ist einfach deren Entscheidung ob und was sie zurücknehmen.

Mit dem Kassenbon beweist du, dass du die Ware in dem Laden gekauft hast, in dem du jetzt dein Geld wieder haben willst.

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Kommentar von Xipolis
20.05.2016, 05:50

Mit dem Kassenbon beweist du, dass du die Ware in dem Laden gekauft hast, in dem du jetzt dein Geld wieder haben willst.

Wenn man den nicht (mehr) hat, kann man den Kauf im Laden allerdings auch anderweitig nachweisen.

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Selbst wenn es eine "Kette" ist, handeln alle auf eigene Rechnung. Du brauchst also einen Beleg aus welcher Filiale es ist. Nur dann nehmen sie es zurück. Natürlich ist auch das Kaufdatum entscheidend (für die Gewährleistung).

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Kommentar von Xipolis
20.05.2016, 05:48

Wobei der Beleg nicht zwingend der Kassenbon sein muss. Die Beweisführung kann auch durch einen Zeugen, der beim Kauf dabei war, gelingen.

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