Warum verwechseln die meisten Atheisten Glauben und (weltliche) Religion miteinander?

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12 Antworten

Da hat wohl jeder Atheist seine eigenen Gründe. Die einen können es wirklich nicht auseinander halten, die anderen wollen nur nicht. Ich habe schon von manchen gehört, dass sie sich mit solchen "Haarspaltereien" nicht abgeben. Obwohl ich selbst atheistisch bin, lege ich Viel Wert darauf, Glaube und Religion zu unterscheiden. 

Weil das eine nicht vom anderen zu trennen ist.

Religionen sind die Beschreibungen Gottes. Ein Gott ohne Religion ist eigenschaftslos.

Wenn du an den Gott der Bibel glaubst, bist du Christ. Das Christentum ist eine Religion.

Wenn du an den Gott des Korans glaubst, bist du Muslim und gehörst der Religion des Islams an.

Usw.

Nun könnte es sein, dass du dir einen ganz persönlichen Gott gebastelt hast, der mit keinem der obigen Bücher und bisher bekannten Götter was zu tun hat. Hier bin ich mir unsicher, ob man das "Religion" nennen kann. Ich würde es aber als deine persönliche Religion bezeichnen.

Hab ich jetzt so nicht festgestellt. Da Atheisten zumeist relativ fit in religiöser Lehre sind kommt dies sogar eher seltener vor. Woran meinst du das festgestellt zu haben?

Ich kann nciht bestätigen.Nicht jederJugendlicher, der von sich behauptet ein Atheist zu sein, muß deswegen auch tatsächlich einer sein.Dies wird man nicht durch Behauptung oder irgendwelche Schwierigkeiten mit einer Religion.Dazu gehört auch eine gewisse Reife und Festigkeit des Geistes.

Die wahren und echten Atheisten sind erst durch lange Beoabachtung, Erfahrungen  über einen langen Zeitraum, dem dann eine bewußte Entscheidung folgte, zum Atheisten gworden.

Ein überzeugter Atheist kann daher eine Religion sehr wohl von einer" weltlichen " Religion ( d.h.Weltanschauung, Ideologie ) unterscheiden.


die Erfahrung hab ich nicht gemacht, bisher haben die Atheisten mit denen ich zu tun hatte, den Unterschied durchaus gekannt.

Hoffe, du weißt, dass die meisten Kirchen heutzutage mit ihrer Meinung komplett vom Wort Gottes abweichen und auch den eigentlichen Weg in den Himmel (die Annahme Jesu als unseren erretter) verdrängen

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@legomario

Da sagen diese Kirchen aber was anderes. Es gibt inzwischen sicher schon so viele Kirchen wie Interpretationen der Bibel, wer kann schon mit Gewissheit sagen wer im Recht ist?

Im Übrigen legt sich jede/r Religionsanhänger/in und Gläubige seine/ihre Religion so zurecht wie es ihm/ihr passt und stellt sich eine eigene Patchwork-Religion zusammen.

Wenn dieses Glaubens-Flickwerk einer religiösen Gruppe ausreichend entspricht, bezeichnet sich der/die Gläubige als dieser Gruppe zugehörig. Wenn nicht, kommen solche Kommentare wie von dir gerade.

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@legomario

Naja, das ist jetzt aber auch etwas "missionierend". Nun versuchst du, andere Leute von deiner Sichtweise zu überzeugen, indem du Meinungen als "Wissen" hinstellst.

Also ich "weiß" das auch nicht, denn es ist ja kein Wissen, sondern nur deine Meinung. Die darfst du auch haben. Allerdings dürfen andere Leute auch andere Meinungen dazu haben (und mir geht es nicht darum, die Kirchen zu verteidigen, sondern darum, dass man nicht versuchen sollte, mit Meinungen zu missionieren).

Das ist ein psychologischer Trick, indem man abweichende Meinungen als unwissend hinstellt. Nur ist es ein leicht zu durchschauender Trick.

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@legomario

legomario

dass die meisten Kirchen heutzutage mit ihrer Meinung komplett vom Wort Gottes abweichen und auch den eigentlichen Weg in den Himmel (die Annahme Jesu als unseren erretter) verdrängen

Das sieht die ganze Welt, sogar einige Hardcore-Christen!

UND?? 

Macht Euer Gott irgendwas dagegen?

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@OlliBjoern

Nun versuchst du, andere Leute von deiner Sichtweise zu überzeugen, indem du Meinungen als "Wissen" hinstellst.

Nein, das tu ich nicht. Das was ich hier präsentiere IST Wissen und keine Meinungen.

Ich habe aufgehört zu missionieren, da ich die Erfahrung gemacht habe das Gläubige sich ohnehin nicht missionieren lassen. Ich kann nicht emotional genug argumentieren um sie von den Emotionen die sie glauben lassen, abzubringen.

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Das tun sie doch gar nicht: Glaube ist eine psychische Störung, während Religion eine soziologische Frage ist.

Die meisten Atheisten denken, dass Gott allmächtig ist.

Dann sehen sie, wie elend Menschen an Krankheiten, an Naturkatastrophen oder an Kriegen krepieren müssen.

Dass Kinder mit schweren Behinderungen geboren werden, obwohl sie vorher NIE die Chance hatten, zu sündigen. Oder halt nicht.

Dann kapieren sie, dass mit diesem allmächtigen Gott etwas definitiv nicht stimmen kann.

Falls er / sie / es echt allmächtig ist, kann er / sie / es charakterlich nicht besonders ausgereift sein.

Falls aber GOTT = LIEBE gilt, kann GOTT nicht allmächtig sein. Sonst würde GOTT eingreifen und schuldlose Menschen nicht so erbärmlich krepieren lassen.

Aber sie verwechseln dann nicht einfach. Das würde sie ja in die Gruppe der geistig Armen einstufen. Die kraft Bergpredigt selig wären und damit rechtsgültigen Anspruch auf einen Platz im Himmel hätten.

Sie entscheiden sich oft bewusst gegen diesen Platz im Himmel.

Mit Argumenten wie: 

Muss ich echt die Ewigkeit in der Nähe eines Typen verbringen, der solches Unrecht zulässt. Oder sogar selbst einfordert?

Der mir Belohnung zusichert, wenn ich Heiden rücksichtlos in seinem Namen kille (Buch Josua).

Der klar stellt, dass es ihm ein Gräuel wäre, wenn ein Mann einen Mann liebt?

Der so etwas aber nicht über Frauen sagt, weil die ihm gar nicht echt wert sind, echt über sie zu reden?

Klar, das sind Argumente von Hirnis. Von Teilen, die vom verbotenen Baum der Erkenntnis genascht haben.

Selbst Schuld!

Ich bin stolz darauf, voll christlich und strunz dumm zu sein. 

Wenn immer mir ein Engel Gottes erscheint und mir befiehlt, Heiden, Frauen, Perverse oder was auch immer zu killen, zögere ich nicht.

Weil Gott noch mächtiger ist als Donald Duck (oder wer grad die präservative Gewalt in den USA inne hat).

Und ich im Himmel mindestens ne eigene Villa mit beheiztem Swimming Pool erwarte.

Und weil ich weiß, dass Atheisten die in unserem marktwirtschaftlich organisierten Himmel nie bekommen werden.

Kannst du Pools gut reinigen, Legomario?

Falls ja, hoffe ich echt, dass du auch in den Himmel kommst.

Grüße,

Tanja

Tanja, DH!

Und ich füge hinzu: ich will lieber ins "Untergeschoss"! Da treffe ich meine Kumpels, ehemaligen Liebschaften, meine Ehefrau, die meisten meiner Verwandten und noch viele andere dufte Typen wieder! Dann geht die Lucie auch dort ab!

Wenn ich mir dagegen so ansehe, wer alles in den Himmel kommen könnte....!

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Verwechseln würde ich das nicht nennen.

Beides ist gleichermaßen Mist. Und ich vermeide sowohl Hundedreck wie ich auch nicht gern in Kuhfladen trete. Wobei Letztere eindeutig ein geringeres Übel sind.

Ist jedenfalls erstmal schön warm!

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Suggestiv-Frage.

Es wird da gar nichts "verwechselt".

Wenn die organisierten und staatlich legalisierten Lügenreligionen dem verdummten Volk den Manitou, den Montezuma, den Allah, den Christengott, den Zeus usw. vorgaukeln, dann ist das Massenbetrug.

Und wenn Du dir selbst irgendeinen Flaschengeist ausmalst, dann ist das Selbstbetrug.

Beides ist gleichermaßen abzulehnen.


Der Unterschied besteht also nur darin ob man sich selbst betrügt oder sich von Anderen betrügen lässt. Ein interessantes Konzept.

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@TroIIinger

Exakt so ist es.

Milliarden Mensch weigern sich leider selbst noch im Jahr 2017 mit allen Kräften, wahnfrei zu leben. Traurig, schrecklich.

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Vermutlich, weil beide das selbe "glauben" (Ps.53,2; 2.Kor.11,14; Offb17,1-6).

Welcher Atheist tut denn so etwas?

Eine Religion ist eine Glaubensgemeinschaft.

Glauben bedeutet so zu tun als wüsste man etwas, das man nicht weiß.

Das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge.

Hast du Beispiele?

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