Warum verursacht die Bio-Ochsenmast mehr Treibhausgase als die konventionelle Zucht?

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2 Antworten

Bei der Verdauung beim Rind entsteht Methan (CH4 wird durch "Rülpser" ausgestoßen) durch die Tätigkeit der Bakterien im Pansen. Diese Bakterien ermöglichen es den Wiederkäuern die Cellulose der Pflanzen (Grünfutter, Gras) zu verdauen. Die Hauptmenge an CH4 entsteht durch die Verdauung von Grünfutter, bei sogenanntem Kraftfutter (Getreide, Soja u.a.) entsteht weniger Methan, da weniger faserreiche Stoffe vorhanden sind und die Bakterien weniger arbeiten. Reine Weiderinder produzieren also mehr Methan als Rinder, die auch mit Kraftfutter gefüttert werden.

Kraftfutter für Rinder muss irgendwo produziert werden, wenn man eine Bilanz der Umweltverträglichkeit erstellen möchte, muss man das mit einbeziehen.

Gib doch die Quelle für die o.a. Aussage an.

wickedsick05 06.12.2014, 15:54

richtig UND

Die Fixierung auf das Methan aus dem Pansen von Kuh und Co. greift zu kurz. Nicht vom Methan, sondern vom Lachgas geht die größte agrarische Bedrohung für das Klima aus: 75 Prozent des gesamten Lachgasausstoßes in Europa wird von der Landwirtschaft verursacht. Methan ist 25-mal klimaschädlicher als CO2, aber Lachgas ist 296-mal schädlicher. Lachgas wird vor allem beim Ausbringen von Kunstdünger für das Turbowachsturm der Monokulturen freigesetzt. Bereits mehr als ein Drittel der weltweiten Getreideernte wird an das so genannte Nutzvieh verfüttert.

Stelle ich in nachhaltiger Landwirtschaft die Kühe aber auf die Weide, sprich aufs Grünland, dann fressen sie eben keine mit Kunstdünger gemästeten Futterpflanzen: Kühe und andere Graser pflegen unsere Landschaft und halten jenes Grün-, Weide und Steppenland intakt, das rund 40 Prozent der weltweiten Landfläche ausmacht. Dauerbegrüntes Land speichert große Mengen Kohlenstoff: nicht nur in den oberflächlichen Graspflanzen, sondern vor allem im Boden. Nachhaltige Beweidung fördert die Humusbildung. Und jede Tonne zusätzlicher Humus im Boden entlastet die Atmosphäre um mehr als 1,8 Tonnen CO2. Gleichzeitig ist dieser Humus Garant der Bodenfruchtbarkeit, laut Weltagrarbericht die Basis unserer künftigen Versorgung mit Lebensmitteln.

http://www.bund.net/?5845

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wahrscheinlich weil man die Tiere eben nicht mästet, dann brauchen sie länger, bis sie auf ihr Schlachtgewicht kommen, dann leben sie länger, und lassen damit mehr Schase = mehr Methanemissionen

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