Warum verschließen manche?

9 Antworten

Es gibt trotzdem genügend Leute, die die AfD mit der NSDAP (undemoktratische Partei) gleichsetzen

Die NSDAP war in der Weimarer Republik (auch eine Demokratie) ebenfalls zugelassen. Heute wissen wir, dass das jetzt nicht unbedingt die beste Idee war.

Ich gebe dir allerdings Recht, wenn du beklagst, dass man sich mit der AfD bedauerlicherweise nicht inhaltlich auseinander setzt.

Das hat jedoch mit zwei wichtigen Punkten zu tun:

POLITISCHE EBENE: Auf der politischen Ebene - also bei Parteien und deren Wunsch nach Machterhalt - hat es vor allem damit zu tun, dass die AfD sich inhaltlich nur wenig von den etablierten Parteien unterscheidet. Insofern fällt es gerade - in dieser Reihenfolge - CSU, FDP, CDU und SPD sehr schwer, hier streitbare inhaltliche Diskurse zu führen.

Kurz gesagt: Die Parteien sind allesamt - also CSU, FDP, AfD, CDU und mittlerweile endgültig auch die SPD - weitestgehend beliebig austauschbar. Lediglich die Namen der Politiker werden ausgetauscht. Und da ist es wohl verständlich, dass jeder darum ringt, selbst ganz vorn stehen zu können.

STAMMTISCH-EBENE: Die meisten Vertreter der AfD argumentieren ausschließlich stark simplifiziert und ausgesprochen monokausal. Das macht inhaltliche Dispute ausgesprochen anstrengend; denn viele Apologeten der AfD haben sich noch nicht einmal die Mühe gemacht, das Programm dieser Partei verstehend zu lesen. Ganz zu schweigen davon, dass sie sich verweigern, über die Implikationen der Forderungen nachzudenken; was jedoch Grundvoraussetzung für einen inhaltlichen Disput ist.

Offenbar war die AfD stark genug Sorgen und Ängste vieler Steuerzahler publik zu machen. Das hat anscheinend schon gereicht, um auf 12,6 Prozent zu kommen.

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@user983101

... so, wie einst die NSDAP, richtig. Auch ihr gelang es, "Sorgen und Ängste der Wähler" publik zu machen und auf dieser Welle an die Macht zu schwimmen.

... aber was genau willst du mir darüber hinaus sagen, user983101?

Beispielsweise, dass die AfD-Wähler nicht rechnen können? Schließlich haben wir mittlerweile genug Belege, dass etliche Pläne der AfD, etwa "noch mehr Privatisierung", den Steuerzahler mittelfristig sehr viel teurer kommen.

So hat etwa der Bundesrechnungshof festgestellt, dass SÄMTLICHE PPP (Public-Private-Partnership)- Projekte den Steuerzahler um das 3- bis 5-fache teurer kommen, als wenn er sie gleich selbst durchführen würde. Trotzdem will die AfD "noch mehr" privatwirtschaftliche Arbeit für den Staat; also für den Steuerzahler NOCH TEURERE Projekte.

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Gleichzeitig kann der Steuerzahler mit der Abschiebung vieler Wirtschaftsmigranten entlastet werden.

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Was ich dir sagen möchte. Die "Alparteien" stehe als Versager und Verlier dar.

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Verlierer da*

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@user983101
Was ich dir sagen möchte. Die "Alparteien" stehe als Versager und Verlier dar.

Wenn du das glaubst, irrst du gewaltig. Sie sind gerade dabei, die AfD - als Partei - weitgehend überflüssig zu machen. Und sie werden dabei sehr erfolgreich sein.

Das wiederum zu glauben, wird dir derzeit noch schwer fallen. Deshalb schlage ich vor, wir schauen uns die Wahlergebnisse der AfD in den kommenden Jahren in den Ländern und in vier Jahren im Bund an. Ich behaupte hier und heute, dass es für die AfD sehr schnell wieder abwärts gehen wird.

Schon heute gibt es zunehmend Stimmen, die den Abgang Petrys zum Anlass für die Erkenntnis nehmen, die Frau Petry selbst äußerte: "Die AfD ist unhaltbar nach rechts gerutscht und wird mit dieser Strategie mittelfristig nicht bestehen können."

Nochmals: Das sind nicht meine Worte. Das sind die Worte der Ex-Parteivorsitzenden Frauke Petry. Und es gibt wohl nicht viele Leute, die diese Partei so gut kennen sollten...

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Mal sehen. Versuch mich nicht als blöd darzustellen, wenn ich etwas schnell tippe und ein paar Rechtschreibfehler mache.

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Auch die NSDAP hat mal als demokratische Partei begonnen und ihr Vorläufer.

Deine Argumentation hinkt

Die NPD ist nachweislich vom BVG als demokratiefeindlich eingestuft und war für die Wahl dennoch zugelassen

Und was willst du jetzt hören?

Es gibt auch Leute die bezeichnen die Union als Rot-grün versifftes Volksverräterpack

bezeichnen

Die Linke mit der SED gleichsetzen

die Grünen als Pädophilen-Partei betiteln

etc.

So what? alle in der Minderheit

Natürlich setzen sich viele mit anderen Parteien als der eigenen nicht sachlich ( meist nicht mal mit der eigenen) auseinander sondern begnügen sich mit ebenso unsinnigen gepöbel.

Insbesondere mit der AFD

da hast du recht!

da ist die AFD aber auch selbst dran Schuld

denn...........

  1. ein gewisser Anteil von AFD Funktionären oder Wählern argumentiert auf unterstem Stammtisch-Niveau, aus unterschiedlichsten Gründen.
  2. Belässt es die AFD bei bloßen Ansätzen, drum herum setzt man auf plumpen Populismus und überlässt den Populisten, Nationalisten etc. um Gauland, Höcke etc. das Ruder, basierend auf: Unstrukturiertheit, fehlenden Inhalten teilweise und Umsetzbaren
  3. Dazu kommt die teilweise absichtlichen Skandale die man konstruiert, damit die Hardcore AFD-Hasser aufschreien, unreflektiert, und die Hardcore AFD-Lover sich in die Opferrolle begeben können

so etwas Objektivität täte ALLEN Beteiligten ganz gut

Nur rein faktisch - keine politische Wertung gewünscht:

Warum war die NSDAP keine demokratische Partei? Sie wurde seinerzeit zur Wahl zugelassen und enthielt entsprechend Stimmen.

Erst die spätere Entwicklung und die Machtergreifung Hitlers waren nicht demokratisch (er verlor ja auch 1932 die Reichspräsidentenwahl).

Und zur heutigen Situation: vermutlich liegt es daran, dass insbesondere die Führungsriege der AfD (oder zumindest ein Teil) sich in ihren öffentlichen Äußerungen in den Bereich der späten NSDAP bewegt (und die spezielle historisch bedingte Sensibilität in Deutschland dabei nicht berücksichtigt).

Ich denke auch, dass im normalen Lebensumfeld eines Durchschnittsbürgers (nicht herabwertend gemeint) dieser gar keinen oder kaum internationale Bezüge in seinem Leben hatte, sei es wirtschaftlich oder kulturell. Wenn dieser nun durch die Flüchtlinge vehement und ohne Vorbereitung mit dieser konfrontiert wird, muss das Ängste und Ressentiments aufbringen. Diese damit für mich erklärbare Fremdenfeindlichkeit (auch nichts böses) innerpolitisch auszunutzen, ist sicher schwer zu verbalisieren, ohne in das Vokabular der späten NSDAP zu verfallen.

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