Warum verschieben sich die Kontienente?

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5 Antworten

Abgrenzung [Bearbeiten]

Die Frage der verursachenden Kräfte ist derzeit noch strittig, der geodynamische Befund jedoch eindeutig. Die Satellitengeodäsie und moderne geodätische Erdmodelle zeigen an fast allen Kontinentalrändern jährliche Bewegungsraten, die von 1 cm bis etwa 10 cm reichen. Auch einige innerkontinentale Bruchlinien (z. B. im Mittelmeerraum und in Ostafrika) zeigen rezente Verschiebungen.

Im Gegensatz zum Begriff Plattentektonik spricht man von Plattenkinematik, wenn es sich um rein geometrische Modelle der Erdkrustenbewegungen handelt, bei denen die verursachenden Kräfte außer Betracht bleiben. Diese kinematischen Modelle sind derzeit mit geringeren Diskrepanzen behaftet als ihre dynamischen Gegenstücke (z. B. NUVEL) und eignen sich daher bereits als Bezugssysteme für globale Koordinatenänderungen. Am bekanntesten ist der internationale Referenzrahmen des ITRF, der seit 2000 alle 1–2 Jahre den aktuellen Kontinentalverschiebungen angepasst wird.

Geschichte [Bearbeiten]

Erste Hypothesen (17./18. Jahrhundert) [Bearbeiten] Der offensichtlichste und daher am frühesten erkannte Hinweis auf die Kontinentaldrift ist die Ähnlichkeit im Verlauf der Westküste Afrikas und der Ostküste Südamerikas.

Die älteste Vermutung einer Horizontalverschiebung als Ursache stammt von dem flämischen Kartographen Abraham Ortelius [1]. In der Ausgabe seines Atlas Theatrum Orbis Terrarum von 1596 ist die Ähnlichkeit der beiden Küstenlinien bereits gut zu erkennen.

Häufig wird der erste Hinweis auch Sir Francis Bacon im Jahre 1620 zugeschrieben, doch soll Bacon sich nur auf die Ähnlichkeit der Westküsten beider Kontinente, also die atlantische Küste von Afrika und die pazifische Küste von Südamerika bezogen haben (nach Keary und Vine, Global Tectonics, 1990, Blackwell Scientific Publications, Oxford). Dagegen hat der Theologie-Professor Theodor Christoph Lilienthal in Königsberg angesichts der Ähnlichkeit der gegenüberliegenden Küsten Südamerikas und Afrikas 1756 die Möglichkeit erwogen, dass sie einstmals nahe beieinander lagen. Das Auseinanderbrechen brachte er mit der biblischen Sintflut in Verbindung.

Auch Benjamin Franklin machte sich 1782 in einem Brief an den französischen Geologen Jean-Louis Giraud-Soulavie Gedanken über die Kontinentaldrift:

„Solche Veränderungen in den äußeren Bereichen der Erde schienen mir unwahrscheinlich zu sein, wenn die Erde bis zum Mittelpunkt fest wäre. Ich stellte mir daher vor, dass die inneren Bereiche eine Flüssigkeit von weitaus höherer Dichte und höherem spezifischen Gewicht sein könnten als irgendeine der festen Substanzen, die wir kennen und dass deshalb die äußeren Bereiche auf oder in der Flüssigkeit schwimmen. Damit wäre die Oberfläche der Erde eine Schale, die durch die heftigen Bewegungen der Flüssigkeit, auf der sie schwimmt, zerbrechen und in Unordnung geraten kann...“ – Benjamin Franklin

Antonio Snider-Pellegrinis Darstellung des geschlossenen und geöffneten Atlantiks (1858) Von Flut- und Mondtheorien zu Eduard Suess [Bearbeiten] Alexander von Humboldt beschrieb 1801 und 1845 die Ähnlichkeit der gegenüberliegenden Küsten Südamerikas und Afrikas und spekulierte, dass der Atlantik durch einen katastrophalen Strom ausgewaschen wurde. Im Jahre 1858 ging der US-Amerikaner Antonio Snider-Pellegrini einen Schritt weiter, als er die erste Karte veröffentlichte, auf der die Alte und die Neue Welt ohne trennenden Ozean zu sehen waren. Auch er mutmaßte, dass es die Sintflut gewesen sei, welche die Kontinente voneinander getrennt habe. Um die Jahrhundertwende wurde das Auseinanderdriften des amerikanischen und des afrikanischen Kontinents mit der Entstehung des Mondes aus dem Pazifik in Verbindung gebracht.

Der österreichische Geologe Eduard Suess (1831–1914) vertrat in seiner Buchreihe „Das Antlitz der Erde“ zunächst die Landbrücken-Theorie, um die markanten Ähnlichkeiten zwischen bestimmten fossilen Tier- und Pflanzenvergesellschaftungen auf verschiedenen heutigen Kontinenten zu erklären. Später postulierte er jedoch die Existenz von zwei ehemals zusammenhängenden großen Landmassen. Für die südlichere von beiden prägte Suess den zuvor bereits von anderen eingeführten Namen Gondwana-Land. Dieser Kontinent habe noch im Mesozoikum alle heutigen Kontinente der südlichen Hemisphäre einschließlich Indien umfasst. Zu Beginn des Känozoikums aber seien große Teile dieses Kontinents abgesunken und zu Ozeanen geworden.

Siehe auch: Kontraktionstheorie, Expansionstheorie und Pulsationshypothese Alfred Wegener und seine Gegner [Bearbeiten] Wegeners unmittelbare Vorgänger [Bearbeiten] Diese zum Fixismus zählenden Modelle wurden jedoch vor allem durch die Arbeit von Alfred Wegener (1912, 1915) zugunsten des Auseinanderbrechens eines Urkontinents und der Verschiebung der Kontinente (Mobilismus) aufgegeben. [2] Wegener selbst gab 1929 an, dass andere die Idee einer Kontinentalverschiebung, wenn auch nicht in so ausgearbeiteter Form wie er selbst, schon vor ihm hatten. Er betonte dabei,

Geht das noch länger ? Du denkst bestimmt nicht dass ich mir das ganze durchlese

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soweit ich weiß liegt das an den erdplatten.. im inneren unsere erde ist eine sich ständig bewegende magma flüssigkeit die sich bewegt.. diese bewegt unsere erdplatten ganz leicht.. so entstehn zum beispiel erdbeben.. aber nicht nur.. durch dieser verschiebung verschieben sich die kontinente mit, da sie sich auf den erdplatten befinden.. so etwas nennt man kontinentalplattenverschiebung.. :-)

so hab ichs zumindest mal in der schule gelernt ;)

LG Fennel :)

Die Kontonentalplatten "schwimmen" praktisch auf dem flüssogen Inneren der Erde, sind also nicht fest an Ort und Stelle.

Plattenverschiebungen in der Erdgeschichte [Bearbeiten]

Es ist bekannt wie schnell und wohin sich die großen Platten derzeit bewegen, und verschiedene Indizien erlauben es, ihre Wege in der Vergangenheit zu rekonstruieren. Wegen ihrer Trägheit benötigen sie Dutzende von Jahrmillionen, um zum Stillstand zu kommen und noch länger, um ihre Bewegung umzukehren.

Verschiebungen in der Vergangenheit [Bearbeiten] Man geht davon aus, dass die Landmasse der Erde vor ca.320 Millionen Jahren im Wesentlichen zwei Kontinente umfasste, nämlich Gondwana und Laurasia. Vor rund 250 Millionen Jahren waren beide zum Riesenkontinent Pangaea zusammengewachsen, der vom Riesenozean Panthalassa umgeben war, und in den sich von Osten die Tethys wie eine riesige Bucht hinein erstreckte. Vor etwa 135 Millionen Jahren brach die Kontinentalmasse auseinander. Die Tethys öffnete sich weiter nach Westen und trennte einen Südkontinent ab, der wieder als Gondwana bezeichnet wird. Der Nordkontinent zerfiel durch die Öffnung des Nord-Atlantiks in die beiden Teile Nordamerika und Eurasien. Bis vor ca. 100 Millionen Jahren hat sich der Zerfallsprozess der Kontinente weiter fortgesetzt. Vor allem der große Südkontinent hat sich in Südamerika, Afrika, Indien, Antarktis und Australien gespalten. Die Tethys trennt nach wie vor die Nordkontinente von den Südkontinenten.

Durch die Plattenverschiebung :)

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