Warum vermitteln versicherungsmakler gerne nur gesamtkonzepte?

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15 Antworten

Über die Gesamtkonzepte ist hier schon einiges geschrieben worden.

Ich gehe mal nur auf deinen Hinweis ein - nur eine Kfz-Versicherung.

Welcher Versicherungsvermittler möchte dich als Kunde haben?

Als Agentur-Inhaber kann ich einen Kfz-Kunden nicht ablehnen, aber er wird bei mir keinen super guten Preis erhalten, wenn er nicht bereit ist weitere Verträge abzuschließen.

Also bringt es dir in der Regel nichts, bei einem Versicherungsvermittler (Makler oder Vertreter) nur solch einen Vertrag abzuschließen.

Von vielleicht mal gerade 20 € im Jahr ist niemand in der Lage dich richtig zu beraten, bzw. zu betreuen.

Aber der kunde bin ja schliesslich ich und es hat schon seine gründe warum ich andere versicherungen wo anders habe

Und welche Gründe hast du denn?

Weitere kleinere versicherungen die bestehen hab ich mir selbsr zusammengesucht und dabei ein hervorragendes preis leistungsverhältnis erzielt, womit selbst der makler lt seinen angeboten nicht mithalten kann.

Na dann benötigst du doch auch keinen Versicherungsvermittler für den Abschluss deiner Kfz-Versicherung.

Du weißt doch alles besser!

Schließ deine Kfz-Versicherung selbst im Internet ab!

Aber beklage dich nicht hier im Forum, wenn deine einzelnen Versicherungen bei Schäden nicht leisten, bzw. Abstriche machen.

Ja aber bekommt ein Versicherer nicht laufend (also monatlich) Geld wenn ich eine Versicherung bei ihm habe? Wie ist das mit der Provision? Bekommt man nicht auch einen Abschlussprovision und dann noch eine Bestandsprovision oben drauf?

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@Luki1989

Auf Kfz-Versicherungen gibt es nur Bestandsprovisionen und die sind so niedrig, dass sich nur dieser Vertrag für keinen Vermittler lohnt.

Bedeutet, wir hätten dann einen Stundenlohn von ca. 0,50 €

Und wer arbeitet dafür schon?

Denn wir müssen eine Erstberatung durchführen.

Bei allen gewünschten Vertragsänderungen eine Beratung durchführen und auch noch Schadensmeldungen aufnehmen und weiter leiten.

Alle Änderungen hinsichtlich beitragsrelevanter Daten durchführen.

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  1. Ein einzelner Vertrag der mir mehr Aufwand in der Betreuung macht als er mir betriebswirtschaftlich an laufender Courtage bringt ist für mich nicht sinnvoll. Im Sachbereich wozu auf die KFZ gehört gibt es KEINE Abschlussvergütung.
  2. Kein guter Makler deckt bestehende LV-Tarife (KV genau so) ohne weiteres um, da hier immer Einstiegsalter, steuerliche und rechtliche Gesichtspunkte beim Abschluss eine Rolle spielen. Der Makler ist Sachwalter des Kunden und muss in dessen Interesse handeln.
  3. Der erste Schritt ist immer bestehende Verträge unverändert in den eigenen Bestand zu holen, das geht mit Maklervollmacht und -vertrag. DANACH kann man schauen welche Anbieter man ggf. umdecken sollte und dies beschränkt sich zumeist auf den Sachbereich.
  4. Wenn im Leben- oder KV-Bereich Versorgungslücken sind kann man dann anschließend immer noch klären ob man diese schließen will. Da ich als Makler aber hafte, muss ich dich auf diese Dinge hinweisen und das auch dokumentieren.

An einer reinen KFZ-Haftpflicht verdient der Makler so gut wie nichts. Wenn er noch seine tatsächlichen Kosten dagegen rechnet, ist das sogar ein dickes Minus-Geschäft.

Ein Makler ist sogar verpflichtet, dir seinen gesamten Dienstleistungssektor anzubieten.

Sonst könntest du später versuchen, ihn auf Grund seiner Beratungspflicht bei einem Vermögensschaden in Haftung zu nehmen.

Ganz so einfach ist das zwar nicht, aber wer will sich schon mit potentiellen Kunden streiten?

Wenn dir dieses Konzept nicht passt, musst du dich eben selbst durch das Bedingungswerk aller Versicherer wühlen. Viel Spaß!


Sie verdienen doch bei einer einzelnen versicherung auch schon.


Bei einem einzelnen Kfz-Vertrag aber in der Regel nicht mal genug um die Kosten zu decken. Okay, wenns nur die Erstberatung in ca. 30 Minuten ist und anschließend der Vertrag ein paar Jahre im Bestand bleibt "lohnt" sich das (im Sinne von "man verdient ein paar Euros"). Aber wenn du jedes Jahr auch nur einmal anrufst und ich mich 10 Minuten am Telefon mit dir beschäftige, bin ich effektiv schon bei +/-0 und wenn dann nochmal ein persönlicher Termin dazu kommt um irgendetwas zu klären oder vl. sogar ein Schaden der betreut werden muss, mach ich "Miese".

Als Selbstständiger musst du halt Aufwand und Ertrag abwägen.


Außerdem ist es die Pflicht des Vermittlers und Maklers den Kunden zu beraten. Und wenn wir über das Kfz sprechen bei dem es zu Unfällen kommen kann bei denen nicht nur dein Auto kaputtgehen sondern auch du selbst verletzt werden kannst, dann sprech ich halt so Dinge wie Risiko-Unfallversicherung und BU mit an. Denn hast du in einem halben Jahr nen schweren Autounfall und bist querschnittsgelähmt und kommst zu mir ins Büro und sagst "Toll, die paar Tausend Euro Schaden am Auto wurden mir reguliert, aber was ist mit den Hunderttausenden Euro die mir in den nächsten 30 Jahren entgehen, weil ich nicht mehr arbeiten kann?", kann ich dir dann sagen "Ich hab dich zumindest drauf hingewiesen".

 

Für mich persönlich gehts auch ganz einfach ums Prinzip. Ich habe an mich selber den Anspruch meine Kunden rundum zu betreuen und wenn jemand einen Vertrag bei mir abschließt will ich mich auch um die anderen Dinge kümmern. Und wenn dann einer klipp und klar sagt "Außer beim Auto will ich mit dir nix zu tun haben, den Rest mach ich alleine im Internet" dann sag ich auch "Okay, dann mach auch das Auto im Internet, denn ich mach es nicht." Zum einen halt, weil das erfahrungsgemäß der Vertrag mit dem meisten Aufwand und dem wenigsten Ertrag ist und ich nicht gerne "umsonst" arbeite. Zum anderen weil das generell keine Kundenbeziehung ist, wie ich sie möchte. Dann verzichte ich lieber ganz auf den Kunden. 

Einige Versicherungen sind so ausgelutscht, dass selbst der Makler oftmals nicht durchblickt. Im Schadensfall selbst kommt dann die Offenbarung, freie Werkstattwahl, einen Unfall frei ohne den eigenen Rabatt zu verlieren, Mietwagenwahl, Neuwagenerstattung bis zu 18 Monaten nach Kauf und weitere für einen nur im Schadensfall erfahren müssen- ach hätte ich doch - leider zu spät - oder uninformiert.

Makler haftet für seine Beratung.

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Weil es keinen Sinn ergibt an der gleichen Suppe drei Köche würzen zu lassen.

Bedeutet: Wenn dein Makler alle Verträge in seiner Übersicht hat kann er Deckungslücken erkennen oder Überversicherungen vermeiden. Er wird also mittels Maklervertrag die Verträge in seine Betreuung übernehmen und dann prüfen was verbessert werden kann. So hast Du und der Makler Vorteile.

alles sonst ist Flickwerk.

Für die paar Euro, die der Makler an einer kfz-Versicherung verdient, lohnt es sich eigentlich noch nicht mal den Laptop aufzuklappen! Ist doch klar, dass er gerne noch ein bisschen mehr verdienen möchte!

Mehr als was?

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eine Versicherungsagentur bekommt in der Regel 5-10 Prozent von der Jahresnettoprämie bei der Kfz-Versicherung als Provision. Übrigens auch der Kevin hier, der behauptet, nichts zu kriegen. Es gibt nur keine zusätzliche Abschlußprovision. Wenn man dann nur ein Leichtkraftrad versichern will, das EUR brutto 50 p.a. kostet, nehme ich als Agentur EUR 4,-- pro Jahr ein. Dafür kann niemand den Kunden eine halbe Stunde beraten und ggf. auch noch im Schadenfall helfen. Und da man sich aufgrund der Beraterhaftung ohnehin zumindest immer mit angrenzenden Themen beschäftigt, will man dafür dann auch das Geld verdienen. Ein Handwerker stellt es Dir in der Regel doch auch in Rechnung, wenn er nebenbei noch ein paar andere Probleme abgestellt hat.

"Übrigens auch der Kevin hier, der behauptet, nichts zu kriegen"

Genau lesen und nicht von Vertretern auf Makler schliessen. Für Letztere gibt es i.d.R. (ein paar Direktversicherer und die DEVK sind hier die Ausnahme) keine Abschlussprovision, sondern eine Bestandsvergütung von 2 bis 8 Prozent der Nettoprämie.

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Übrigens auch der Kevin hier, der behauptet, nichts zu kriegen.

Gerne zeige ich dir die Courtagevereinbarungen der von uns verwendeten Maklerpools.

Diese sehen für einen KFZ Vertrag, ebenso für sämtliche anderen Sachverträge KEINE ABSCHLUSSVERGÜTUNG vor, sondern eine laufende Courtage i.H.v. maximal 10% des Jahresnettobeitrags.

Eine KFZ Haftpflicht die im Jahr 300,- € Brutto kostet (252,10 € netto) bringt mir also maximal 25,21 € Umsatz pro Jahr in dem sie besteht. Besuche ich den Kunden also einmal im Jahr bin ich aufgrund der gefahrenen km wahrscheinlich schon im Minus.

Davon kann ich mir dann definitiv den nächsten Porsche finanzieren.

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Ich finde, es macht Sinn für DICH und den VERMITTLER:

- Alles in einer Hand

- Ein Ansprechpartner

- Rabatte aufgrund der Bündelung

- kostendeckende Provision für den Vermittler

Jedoch nur, wenn Du Vertrauen zum Vermittler hast, er dir sympathisch
ist, du den Eindruck hast, er kümmert sich, dich über Neuerungen und
Tarifänderungen informiert.

Das kostet dem Vermittler Zeit und bei Besuchen auch Benzin.
Die Provision ist zumindest bei Einzelverträgen im Bereich von Sachverträgen  -Hausrat, Kfz usw.- eher uninteressant.

Billig ist nicht gleich gut und als Laie kannst du Leistungsunterschiede
ohnehin nicht erkennen.  Lieber etwas mehr zahlen und die Gewissheit haben, in guten, zumindest hilfsbereiten Händen zu sein.

Ähm….

Ein Versicherungsmakler muss im Gegensatz zu einer Versicherungsagentur seinen Mandanten überhaupt nichts verkaufen, um an sein Geld zu kommen.

Es reicht völlig aus einen MA (Maklerauftrag) zu stellen.  Dadurch bleiben auf  Wunsch der Mandanten  sämtliche Verträge unverändert.

Dies ist ein riesen Vorteil. Die Mandanten bekommen einen neutralen Experten, der ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht.

Eine Versicherungsagentur kann diesen Sachverhalt niemals abbilden. Wie auch? Diese Damen und Herren MÜSSEN bestehende Verträge kündigen um an ihr Geld zu kommen.

Aufgrund deiner Schilderung, bezweifle ich das du es mit
einem richtigen Makler zu tun hattest. Vermutlich verwechselst du hier etwas.

Was du beschreibst, passt du einer Versicherungsagentur.

Ohne mir deinen Text durchzulesen :

 

Nur so ernten diese den größten Teil an vertraglich zugesicherter Provision. Heißt also, dass sie Geld an dem verdienen, was sie dir verticken. Desto mehr das ist, umso mehr können sie sich bereichern.

Aber ein einziger abschluss ist doch noch immer mehr als gar keiner

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@Luki1989

Du hast jetzt genug Argumente dafür bekommen, dass der Abschluss NUR der KFZ-Haftpflicht für den Vermittler eine Nullnummer ist.

Zum Geldwechseln geht NIEMAND vor die Tür.

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Es gibt kein Geld für Abschlüsse im Sachbereich.

Für den Abschluss einer KFZ Versicherung verdiene ich exakt 0,- € unabhängig davon, welchen Versicherer ich wähle.

Ich bekomme Geld für jedes Jahr das der Vertrag besteht und von mir betreut wird.

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das Wort "bereichern" ist wohl unangemessen. Es ist doch legitim, dass auch ein Versicherungsmakler für seine Arbeit bezahlt werden will. Oder arbeitet der Handwerker bei Dir kostenlos? Und im Gegensatz zum Handwerker erbringt der Versicherungsmakler seine Beratungsleistung in der Regel sogar kostenlos, wenn Du keinen Maklervertrag unterschreibst.

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Hallo.

Er versucht etwas  auf Dauer zu verdienen.

Wieso sollte man sowas auch bei einem Makler machen??

Man kann sich doch heute nun wirklich bestens im Netz informieren und das beste, passendste in jeder "Sparte" raussuchen.

Manche mögen den persönlichen Kontakt-das "Bestens" stellen sie hintenan.

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@sinari

Ich mag den persönlichen Kontakt auch, deshalb informiere ich mich trotzdem erst einmal vorab - und dann gehe ich zu den einzelnen Agenturen, soweit ich sie in meiner Nähe habe.

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Das kann man im Krankheitsfall auch. Trotzdem gibt es noch immer Leute, die zum Arzt gehen.

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Weil es mehr Provision gibt,

ich denke weil sie dadurch eine höhere Provision bekommen.

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