Warum vermitteln Tierheime Listenhunde nicht auch an Anfänger?

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11 Antworten

In welchem Bundesland lebt ihr denn?

Je nach dem sind dann ja noch besondere Auflagen zu erfüllen.

Man muss allerdings bedenke das viele Listenhunde im Tierheim einiges durchgemacht haben. Sehr häufig kommen sie aus illegaler und nicht immer guter Haltung.

Da sollte man wissen was man tut.

Auch sind viele Leute mit Vorurteilen behaftet und wenn nur eine Kleinigkeit schief läuft bist du schneller angeschwärzt als du schauen kannst. Denn Listenhunde gelten bei vielen Mitmenschen leider immer noch als gefährliche Monster.

SpiderFreak14 27.02.2017, 18:29

Ja das mit den Auflagen ist klar :-) klar darum würden wir auch die Hundeschule besuchen, um da daran zu arbeiten. Vorurteile von Mitmenschen sind mir egal, ich werde auf jeden fall alles einhalten. damit uns niemand anschwärzen kann.

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Hallo,

weil Tierheime eben sehr verantwortungsvoll handeln.

Diese Hunde sitzen ja nicht grundlos im Tierheim. Es handelt sich dabei fast immer um eingezogene Tiere, weil die Halter die Auflagen nicht erfüllt haben, den Hund illegal gehalten haben, mit ihm nicht entsprechend umgegangen sind, so dass er auffällig wurde etc.

Die Hunde haben also meist schon eine leidvolle und nicht sehr liebevolle Vergangenheit.  Oft werden diese Hunde von Menschen gehalten, die mit einem "solchen" Hund ihre eigenen Minderwertigkeitskomplexe aufpolieren wollen, entsprechend kann es sein, dass solche Hunde auch aggressiv gemacht werden.

Und einen solchen Hund kann ein Tierheim nicht an Anfänger vermitteln, viel zu groß wäre die Gefahr, dass sie mit dem Tier gar nicht fertig werden, die Resozialisierung gar nicht schaffen - das kann böse Folgen haben, der Hund dann schnell wieder im Tierheim landen.

Einem Fahranfänger sollte man ja auch nicht unbedingt einen Ferrari anvertrauen, sondern lieber erst einmal ein kleineres Auto, damit er Erfahrung sammeln kann.

So ähnlich ist es auch mit einem Hund. Im Tierheim gibt es auch jede Menge Hunde, die von den Mitarbeitern als familien- und anfängertauglich klassifiziert werden - solche Hunde sind dann für Anfänger viel besser geeignet.

Gutes Gelingen

Daniela


Ich finde das auch nachvollziehbar. Ein Anfänger in Sachen Hundehaltung macht IMMER Fehler - egal wie viel Mühe er sich gibt und wie oft er in die Hundeschule geht. Das ist auch gar nicht schlimm - wenn man einen Hund hat, der halt auch mal was abkann und solche Fehler verzeiht. Man muss auch als Mensch die Hundesprache erst lernen - manche lernen es auch nie. Es kann halt fatale Folgen haben - bei einem Hund der evtl. in der Vergangenheit schon schlechte Erfahrungen gemacht hat und dann nicht zögert zuzupacken. Diese Hunde haben eine enorme Beisskraft und wenn die zupacken lassen sie so schnell nicht mehr los. Ich möchte jetzt keine "Kampfhund-Diskussion" lostreten aber Tatsache ist halt, dass diese Hunde "speziell" sind und nicht in unerfahrene Hände geraten sollten. Die Tierheime sind voll davon weil eben die Leute überfordert sind oder die Hunde auffällig geworden sind und eingezogen wurden. Kein Tierheim möchte riskieren, dass da noch mal was passiert. Der Vergleich mit den Autos ist schon richtig. Würdest Du Deiner 18jährigen Tochter die gerade erst den Führerschein gemacht hat, einfach so ein 200 PS Auto geben ? Hättest Du ein gutes Gefühl dabei ? 

In den Hund "verliebt" sein, reicht einfach nicht..

Man weiß vielleicht nicht welche Erlebnisse der Hund bisher gemacht hat und ob ein kleiner Fehler bei dem Hund negative Auswirkungen hat was bei manchen Rassen schwer wieder raus zu bekommen ist. Dann gibt es viele Leute die gerne solche Hunde als Statussymbol haben wollen... und denen die Erziehung egal ist. Ich finde es sehr gut das Hunde mit höherer beißkraft oder teilweise nicht einfachen Charakter direkt an Hundeanfänger gegeben werden. Und noch ein Tipp bevor ihr euch für genau den einen Hund entscheidend lernt ihn richtig kennen. Nehmt ihn mal paar Tage mit nach Hause und schaut ob es klappt

Ich lese gerade etliche Kommentare. Vielleicht liegt es an eurer Karaktere, dass man im Tierheim der Meinung ist, dass es  eben nicht klappt. Geduld Konsequenz Karakter des Hundes mit berücksichtigt, kann dazu führen, dass ein Nein kommt. Akzeptier es.

Hallo, ich hatte im meinem Leben schon mit vielen Hunderassen Umgang und ich gebe dem Tierheim recht.

Listenhunde sind keine Anfängerhunde.

Und ob es einen Unterschied macht welchen Hund du hast, besonders wenn es zB zu einer Beiserei kommt.

Da macht zB ein Amstaff jeden anderen Hund fertig. 

Da nützt dir auch die Hundeschule nichts. Für diese Rassen braucht man ein Händchen und das haben die wenigsten Besitzer.

Mein Hund, Fr. Bulldogge, darf nach einem Beisvorfall nicht mehr mit Listenhunden spielen.

Das ist genauso vernünftig, wie einem Fahranfänger keinen Ferrari oder Porsche zu geben. Die verzeihen keine Anfängerfehler.

Das geht zwar nicht immer schief, aber die Chance dass es schief geht, ist ziemlich groß.

Hallo! Ich habe einige zeit in einen tierheim gearbeitet, dieses Thema wird in jeden heim anders gehandhabt ich kann dir nur sagen wie es bei uns war: 

Es gilt prinzipiell: nur weil sich jemand in einen Hund verliebt hat, heißt es nicht, dass dieser ihn alles bieten kann! 

Hört sich hart an, ist aber leider so. Wieso es ihn deinen bestimmten Fall so ist kann ich natürlich nicht sagen. Bei uns ist es oft so, dass junge 'kampfhunde' ohne schlechte Erfahrungen auch an Anfänger vermittelt wurden. Es war allerdings auch so, dass wir einen mischling (relativ klein) nur an erfahrene Menschen gaben weil er einfach durch seine angst Nacht leicht war. 

Vielleicht hat dieser Hund auch schon etwas erlebt wodurch er einfach ein anderes Training und somit eine erfahrene Hand braucht.

Aber du/ihr findet sicher noch den richtigen Hund! 

LG :)

Soll ich dir erzählen, was so ein Amstaff mit meinem Golden gemacht hat, den das Tierheim an einen kiffenden Anfänger abgegeben hat?

Selbstredend tut sich das Tierheim in der Öffentlichkeit als besonders seriös hervor, das niemals Kampfhunde an Anfänger und ungeeignete Bewerber herausgibt....

Ich würde ganz allgemein sagen, jedes Tierheim tut gut daran, die besonderen Bedürfnisse der Hunde bei der Vermittlung zu berücksichtigen. Ob das ein Listenhund aus schlechter Haltung, ein Deprivationshund oder z.B. auch ein kranker Hund ist, ist erst mal egal. Der zukünftige Besitzer muss passen und vor allem auch wissen auf was er sich einlässt.  Anfänger sind sich in der Regel nicht bewusst, wieviel monate oder gar jahrelange Arbeit nötig ist bei manchen Hunden. Mit manchen Hunden arbeitet man monatelang, nur um einmal ganz normal um den Block spazieren zu können. Oder um 5 Minuten vor die Tür gehen zu können.  Dinge die man niemals geahnt hatte als Anfänger können plötzlich auf der Tagesordnung stehen.  Wenn man dann noch nicht die guten von den miesen Trainern und die 1000 täglichen gut gemeinten  Ratschläge unterscheiden kann von wirklich guten Tipps, geht man wirklich unter. Und der Hund muss es ausbaden. 

Ich finde es sehr vernünftig, dass solche Tiere nicht an Anfänger vermittelt werden. Der Charakter der Hunde ist nicht immer einfach und als Anfänger hat mal null Ahnung von Erziehung etc.
Die Tierheime wünschen Erfahrung in der Hundehaltung, nicht unbedingt Erfahrung mit Listenhunden.

SpiderFreak14 27.02.2017, 18:30

Doch, Rasse Erfahrung.

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SpiderFreak14 27.02.2017, 18:30

Ich wüsste nicht welchen Unterschied das macht, ob es nun ein Labbi oder Staff ist. beide sind normale Hunde.

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Tarsia 27.02.2017, 18:33

Weil die Haltungsbedingungen ganz anders sind. Wenn Erfahrung mit der Rasse gewünscht ist, muss man sich eben in Liebhaberkreise der rasse bewegen und zu solchen Rassetreffen gehen etc.

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