Warum verlangt meine Bank einen Beratungsbogen für Wertpapiergeschäfte?

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7 Antworten

Von deinem Vorwissen und deinem Anlageverhalten hängt es ab, welche Art von Papieren deine Bank dir verkaufen darf.

Nicht jedes Wertpapier passt zu jedem Anleger. Es gibt individuelle Anlageziele, individuelle Erfahrungen und ein eigenes Chancen-Risiko-Profil. Aufgrund der Angaben bei der Direkt-Depot Eröffnung wird jeder Kunde in eine von fünf Risikoklassen eingestuft. Dieser Risikoklasse entsprechend können dann Wertpapiere gehandelt werden. Ihre Risikoklasse teilen wir Ihnen schriftlich in Ihrer Depoteröffnung mit.

Bei jedem Wertpapier-Kauf wird Ihre Order mit der Risikoklasse des Wertpapiers abgeglichen: übersteigt das Wertpapier Ihre Risikoklasse, informieren wir Sie während des Kaufs automatisch darüber. Sie können die Order selbstverständlich auch trotz der höheren Risikoklasse ausführen lassen.

  • Risikoklasse A (Sicherheitsorientiert) Substanzerhaltung, Sicherheit der Anlage steht im Vordergrund z. B. Euro-Geldmarktfonds, Bundesschatzbriefe und Finanzierungsschätze

  • Risikoklasse B (Konservativ) Höheren Ertragserwartungen stehen angemessene Risiken gegenüber z. B. Euro-Anleihen, Euro-Rentenfonds, offene Immobilienfonds

  • Risikoklasse C (Risikobewusst) Ertragserwartung über Kapitalmarktzinsniveau, gesteigerte Risikobereitschaft z. B. Aktien der Euro-Teilnehmerländer (Standardwerte), gemischte Fonds, Dachfonds, Geldmarkt-, Renten- und offene Immobilienfonds von Nicht-Euro-Teilnehmerländern

  • Risikoklasse D (Spekulativ) Hohe Ertrags- und / oder Zuwachserwartung mit hoher Risikobereitschaft z. B. Aktien-Standardwerte der Nicht-Euro-Teilnehmerländer, Genussrechte, Aktienfonds

  • Risikoklasse E (Höchst spekulativ) Sehr hohe Ertrags- und / oder Zuwachserwartung mit sehr hoher Risikobereitschaft, Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich z. B. Aktien-Nebenwerte, Indexzertifikate ohne Finanztermingeschäftsfähigkeit

Optionsscheine und spekulative Zertifikate sind in keine Risikoklasse eingestuft. Aufgrund der besonderen Risiken (Totalverlust möglich) ist dafür die Finanztermingeschäftsfähigkeit erforderlich

https://www.ing-diba.de/main/fb/direktdepot/kundenservice/details/#jump01289

Zusätzlich ist zu sagen, dass es ab dem 31.01.2007 eine neue Vereinbarung names MIFID (Markets in Financial Instruments Directive) gibt, die von Finanzinstituten umgesetzt werden muss. Für nähere Informationen siehe

http://de.wikipedia.org/wiki/MiFID

Hört sich sehr merkwürdig an. Bei solchen Fragen und Aussagen werde ich immer sehr hellhörig. Ich würde diese Angestellte glatt nochmal anrufen und ihr mitteilen, daß ich an ihrer Aussage zweifle. Anschl. würde ich den Vorgesetzten verlangen. Wenn was nicht stimmen sollte, dann wirst du es spätestens dann erfahren.

@emjay:

Wenn Du keine Ahnung von einem Thema hast, dann solltest Du die Frage vielleicht einfach mal unbeantwortet lassen und die anderen Antworten lesen - vielleicht lernst Du dann ja etwas dazu.

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@demosthenes

@demosthense: Man lernt halt nie aus. Wenn ich es besser gewusst hätte, dann hätte ich wohl kaum diese Antwort gegeben. Aufgrund der anderen Antworten hier, war mir schon klar, daß ich mit meiner Meinung falsch lag. Gut das sich hier ein paar Oberlehrer im Forum befinden, die einen auf so etwas hinweisen und im Nachhinein belehren.

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Das ist ein ganz normaler Vorgang. Wenn jemand Wertpapiere kauft, muss laut Gesetz jede Bank und auch jeder unahängige Finanzberater diesen Fragebogen ausfüllen lassen. Der Sinn ist den Kunden über die Risiken aufklären, die Erfahrung und die Ziele des Kunden zu erfragen um dann das geeignete Produkt für den Kunden zu finden. Natürlich dient dieser Fragebogen auch zur Absicherung der Bank oder des Beraters.

Lissas Antwort ist nichts hinzuzufügen, diese Bogen dienen dem Schutz des Anlegern und der Bank, damit gerade in den hohen Risikoklassen dann niemand behaupten kann, er wäre nicht aufgeklärt worde...der Gesetztgeber schreibt es so vor

Wertpapiere lassen sich vereinfacht in fünf Kategorien einteilen: sicherheitsorientiert, konservativ, ertragsorientiert, spekulativ und hochspekulativ. Ausschlaggebend ist dabei Dein wirtschaflicher Hintergrund. Anlagen in Wertpapieren sollen nicht existenzgefährdend und Du musst Dir der Tragweite klar sein. Die Bank hat eine gewisse Aufklärung-/Absicherungpflicht.

Die Bank muß nachweisen, daß sie Dich hinreichend beraten hat, um die Risiken zu verstehen, die beim Wertpapierhandel entstehen können. Das ist gesetzlich vorgeschrieben. Es gibt Risikoklassen, in die Du eingestuft wirst.

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