Warum verlangen Lehrer so viel von den Schülern?

14 Antworten

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Ist bei mir auch genauso...

Zu viele Hausaufgaben,viele Lehrer fehlen oft (Keine Ahnung warum ?!)

Und wir haben nurnoch kaum Lehrer...Ist das normal ?!

Tipp:

Versuche mit deinen Eltern,Freunden oder Vertrauenslehrern darrüber zu sprechen ;-)

Es sind oft viel zu wenig Lehrstellen vom Ministerium pro Schule vorgesehen. Zudem gibt es absolute Mangelfächer wie Mathe, Physik und Chemie. Wenn es an einer Schule insgesamt 4 Physiklehrer gibt, die alle Klassen und Kurse in Physik übernehmen müssen, mit Tests, Klausuren und allem was dazugehört, dann ist das eine hohe Belastung für die Physik Fachschaft der Schule. Wenn ein Lehrer dann wegen Krankheit längerfristig ausfällt und die Stelle nicht neu besetzt werden kann (aus Mangel) und auch keine neue Stelle vom Ministerium gegeben wird, dann sind die anderen 3 auch bald am Limit. Nicht wenige Lehrer müssen wegen Burnout in Behandlung, einfach weil über die Jahre viel zu viele Lehrstellen eingespart wurden. Lehrer müssen den vom Ministerium erstellten Kernlehrplan umsetzen, meistens wird eh schulintern ein eigener Lehrplan erstellt, in dem bestimmte Themen aussortiert werden, weil es auch so schon eine Riesenmenge an Stoff ist. G8 war schlecht geplant und überworfen, Inklusion ist nicht funktionsfähig, da ausreichend Sonderpädagogen zur Betreuung und erst einmal auch die Stellen für Sonderpädagogen fehlen. Dann ist der Druck seitens der Eltern da, die ihr Kind mit den bestmöglichen Noten sehen wollen. Schüler wiederholen häufig nicht selbstständig das in der Schule durchgenommene zuhause, deshalb gibt es den "Zwang" mit den Hausaufgaben. Ansonsten wäre die Übung zu wenig, um die Klausuren dem Schwierigkeitsgrad angemessen zu stellen, ohne einen Schnitt von 5,0 zu erreichen. Es ist wirklich zu einem großen Problem geworden, aber auch die Ablenkung der Schüler durch soziale Medien, Handy, PlayStation und was weiß ich. Wenn alle 2 Sekunden das Handy neben einem summt und man unbedingt nachschauen muss, welcher neueste Hundefilter-Snap reingestellt wurde, dann ziehen sich Hausaufgaben natürlich endlos hin.

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@Rhenia

Danke,für die Erklärung ;-)

Bin sehr schüchtern in der Schule und sehr fleißig xD

Da meist Lehrer krank sind ,haben wir meist 1 mal in der Woche nur 2 Stunden Unterricht und bekommen dazu einen Berg voller Hausaufgaben die wir an einen Tag fertig machen sollen ;-)

Nach der Schule komme ich mit einen riesen Schädel nach Hause und habe Kopfschmerzen ...

Meine Klasse ist sowas wie ein Kindergarten- nurnoch Schlimmer !!!

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Oha, das klingt schon echt extrem °_° an meiner alten Schule und an den Schulen meiner Verwandten (die sind fast alle Lehrer ^^°) gibt es nur in der Oberstufe keine Vertretung mehr, die Klassen werden soweit es geht noch versorgt (bis auf die Randstunden). Nur 2 Stunden einmal die Woche ist schon sehr wenig. Dass bei euch Schülern dann teilweise über Hausaufgaben das hängen bleibt, was die Lehrer wegen Krankheit oder anderem nicht leisten können, ist wirklich nicht gut. Es tut mir leid, das zu hören, und hoffe, dass sich eure Situation bald verbessert!

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Eventuell sind diese Schüler, die mehr oder weniger dauernd überfordert sind schlicht und ergreifend in der falschen Schulform. Nicht jeder Schüler ist für das Gymnasium geeignet. 

Des Weiteren packen sich die Schüler ihre Freizeit bzw. ihre unterrichtsfreie Zeit viel zu voll. Da ist es logisch, das kaum Zeit bleibt, den Unterricht mal wirklich nachzubereiten.

Den Lehrern kann man da kaum einen Vorwurf machen. Diese haben einen  Lehrplan, welchen sie bis zum Ende des Schuljahres abgearbeitet haben müssen.

Ich bin zwar auch der Meinung, das man an manchen Stellen des Lehrplanes nachbessern und entschlacken könnte, dies löst aber das Grundproblem nicht.

Schule muss bei vielen Schülern einfach einen andern Stellenwert einnehmen.

Ich glaube, viele Lehrer sind nicht minder genervt als die zu Unterrichtenden - und NICHT SIE sind ursächlich für euren VERSTÄNDLICHEN Stress verantwortlich, sondern die bescheuerten Fach-Richtlinien = Curricula, nach denen sich die Pädagogen zu richten haben !!

Hätten wir ein SINNVOLLES Schulsystem u.a. mit Richtlinien, die nicht wie viele auf die geistige Müllhalde des 19. (!!!!!) Jahrhunderts gehörten, u.a. nicht G 8, das glücklicherweise weitgehend gekippt wird - hätten wir Bildungsministerien, die Lehrer nicht mit immer mehr ÜBERFLÜSSIGER Bürokratie überhäuften; hätten wir überhaupt eine gänzlich andere, vereinfachte Lehrer-Ausbildung, die auf Praxis-Bezug Wert legt anstatt auf pseudo-pädagogisches GESÜLZE (Referendariat !!!), würde DAS das Dasein beider "Parteien" - Schüler wie Lehrer - erheblich vereinfachen, entkrampfen...

Schule könnte "im schlimmsten Falle" sogar Spaß bringen !!!

pk, Lehrer am Gymnasium

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