Warum verlangen einige nach einem Einwanderungsgesetz?

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3 Antworten

Jedes Land, in das eingewandert wird, braucht Einwanderungsgesetze.

Nachdem ich mir einige Einwanderungs-Prozeduren in die bekannten "Einwanderungsländer" (Kanada, USA, Neuseeland, Australien) angesehen habe, ist mir klar geworden, dass das an unserer Situation überhaupt nichts ändern würde, weil vermutlich weniger 0,1% der "Flüchtlinge" die Voraussetzungen erfüllen würden.

Das hängt von der Ausgestaltung der Gesetze ab. Die genannten (klassischen) Einwanderungsländer leben von der Einwanderung. Also haben sie auch sehr viel striktere Gesetze, als andere Länder, die eben nicht "klassische Einwanderungsländer" sind, haben müssen.

Außerdem gehst du von einem großen Missverständnis aus: "Asyl" ist NICHT "Einwanderung".

Auch in den von dir genannten Ländern kann man jederzeit Asyl beantragen. Selbst dann, wenn die "Einwanderungs-Vorschrift" den betreffenden Personen die Einwanderung nicht gestatten würde.

Doch wenn es um reine Zuwanderung geht, dann sollte diese auch der Gesellschaft dienen können. Dabei gebe ich dir Recht, dass Religion, Hautfarbe, etc. keine Kriterien sein sollen und dürfen. Doch die Bevorzugung von "nützlichen Fähigkeiten" zum Nutzen der Gesellschaft, ist ein zwingendes Muss, wenn die Gesellschaft selbst ausbalanciert bleiben soll.

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Kommentar von BTyker99
03.07.2016, 22:53

Hallo, danke für die Antwort.

Ich sehe ein, dass jedes Land, in das eingewandert wird, ein Einwanderungsgesetz braucht, bin aber auch der Meinung, dass wenn es sich um erzwungene Einwanderung handelt, wie in Deutschland ("replacement migration") und man eigentlich kein Einwanderungsland sein möchte, dann sollte es für uns nicht nötig sein.

Dass Asyl nicht das gleiche ist wie Zuwanderung ist mir eigentlich durchaus bewußt, auch wenn ich nicht jedes Detail in der Gesetzgebung kenne. Im Falle der aktuellen Flüchtlingsströme ist es aber offensichtlich so, dass das Beantragen von Asyl nur als Grund vorgeschoben wird, um eigentlich einzuwandern. Begründung ist, dass vermutlich dem überwiegenden Teil der "Flüchtlinge" klar sein müsste, dass sie kein Anrecht auf Asyl haben, und nur durch Verschleierung des echten Herkunftslandes und der "Flucht"-Route ein Aufenthaltsrecht bekommen. Durch juristische Winkelzüge kann eine Abschiebung bzw. Ausweisung so lange verschoben werden, bis eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung aufgrund des schon lange anhaltenden Aufenthalts vergeben wird. Das ist zumindest mein - teilweise sicherlich unpräzises - Verständnis der Sachlage.

Sie unterstellen mir im letzten Absatz, ich würde die Religion nicht als Kriterium für eine Zuwanderung anerkennen, das ist aber nicht der Fall. Beispielsweise im Falle von solchen Muslimen, die die Gesetze ihrer Religion über "unser" Rechtssystem stellen, würde ich jegliche Zuwanderung ablehnen, da dadurch der innere Frieden gefährdet würde.

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Falsch.

Wir haben Einwanderungsgesetze (Aufenthaltsgesetz). Die sind sogar weit schärfer und restriktiver als in Kanada oder in Neuseeland. Wir brauchen auch keine liberaleren, weil die EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit imWesentlichen ausreicht, um den Bedarf an zusätzlichen qualifizierten Arbeitskräften sicherzustellen.

Die Flüchtlinge wiederum sind keine Zuwanderer, sondern im Kern nur temporär in der Bundesrepublik, solange die Fluchtursachen andauern. Ihre Bleibe stellt keine grundsätzliche Zuwanderung dar, sondern ein temporäres Verweilen aus humanitären Gründen und hat mit "Einwanderung" nicht viel zu tun.

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Kommentar von BTyker99
03.07.2016, 23:01

Soweit ich weiß, ist es jedoch "üblich", den Grund Asyl beantragen zu wollen vorzugeben, wenn man eigentlich einwandern will, auch wenn man keinen Asylgrund hat und vermutlich auch dem Aufenthaltsgesetz (das ich noch nicht kenne) nicht stand halten würden. Das ist im letzten Jahr anscheinend millionenfach bereits passiert, da es mitlerweile bekannt ist, wie man das deutsche System juristisch aushebel kann. Dass wir keine Fachkräfte benötigen, entspricht auch meiner Auffassung.

Was den temporären Aufenthalt angeht: Ist es nicht so, dass nach 2-3 Jahren aufenthalt automatisch eine deutsche Staatsbürgerschaft (nach entsprechender Prüfung von Sprachkenntnissen ect) angeboten wird? Meinem Gefühl nach, und auch nach vielen Aussagen von Politikern, werden wir die meisten illegalen Einwanderer nicht mehr los.?

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Vielleicht hast du das noch nicht mitbekommen, es wurde von der Union jetzt mit auf dem Plan genommen. Jeder der hinter europäische Grenzen lebt soll dann nur noch die Möglichkeit haben einzuwandern, bei Nachweis einer Arbeit um nicht in das Sozialsystem einzuwandern.

Was absolute Mogelpackung ist.

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