Warum verheddern sich Kabel immer so schnell?

...komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Ich hätte auch zu gern gewusst, ob und welche physikalischen Gesetzmässigkeiten es sind, die dazu führen. Ich habe es tausende Mal zur absoluten Frustration erlebt, dass da vollkommen sauber und parallel verlegte Kabel - z.B. an einem PC-Arbeitsplatz - ohne jedes Zutun, aber auch ohne auch nur eine Chance zu haben, die Ursache zu beobachten nach Wochen heftig verheddert und verknotet sind. und zwar Knoten, die nur dann da rein gekommen sein können, wenn ein oder mehrere Kabel abgezogen waren und mutwillig durcheinander gezogen. Wie oft haben sich Leute darüber aufgeregt, wer das alles so hart verwurschtelt hat und und habe Leute erlebt, die aus Wut darüber den Kabelsalat zerschnitten und alles weggeworfen haben. Warum das noch keiner herausgefunden hat mag daran liegen, dass das Problem für lächerlich und idiotisch erklärt wird. Wie oft hat man sich mit Klettbändern, Gummis und auch sogenannten Kabelordern zu helfen versucht, die dann aber nach kurzer Zeit kaputt waren, obwohl niemand dran war. Im Gegensatz zu fester Elektroinstallation - in Kabelkanal oder Kabelrohr - verlegt sind flexible Kabel die Hölle! Extrem glatte oder etwas dicker und mit glatter Seite umsponnene Kabel haben die Eigenschaft, zu "fließen" und können daher nicht verwurschteln. Das ist auch bei Ölflexkabeln so. Und feste Installationen in Computertischen, wo man zum leichteren Abziehen vom Computer bei Instandsetzungen usw nur ganz kurze Brückenkabel braucht, sind wohl die beste Lösung. Vielleicht gibt es neben der Gravitation, der Massenanziehung, die ebenso unbegreifbar existiert wie der scheinbar unerschöpfliche Magnetismus, den sich auch Keiner so richtig erklären kann noch weitere unerklärliche Gesetzmäßigkeiten. Jedenfalls fehlt es, das Phänomen an die Grenze einer Aufklärung heranrückend zu umreißen, wie das bei Gravitation und Magnetismus der Fall ist auch bei der unerkärlichen Selbstverwirrerei griffigerer und rauherer Kabelumrissen werden können müßte, um zumindest auf wirksame Gegenmaßnahmen schließen zu können. Zwei sind ja schon genannt. Doch diese sind nicht unbedingt preisgünstig. Dennoch es fuchst einen immer wieder, dass ordentlich in einem Schubfach eingelegte und mit Gummis oder Kabelbindern oder Bindedraht gesicherte Kabel nicht bei mehrerern Kontrollen pro Woche oder Monat verheddern, sondern trotz weiterem Nichtgebrauch anch Wochen ohne Kontrolle alle samt und sonders verwurschtelt sind, die Gummis abgezogen oder Bindedrähte aufgedrallt.

Das ist "Die Tücke des Objekts". shit happens, Gefragt hast du ja nichts.

Ich erweiter die Frage noch: Warum hat noch keiner einen Gartenschlauch / Wasserschlauch erfunden, der einseits flexibel, anderseits sich gut zusammenrollen lässt und nicht abknickt?

syncopcgda 08.02.2014, 18:19

Ich fürchte, dass das technisch nicht machbar ist, man muss den Schlauch eben immer in sich verdrehen, damit keine Torsionsspannungen auftreten (um das jetzt mal geschwollen technisch auszudrücken).

0
estudia694 08.02.2014, 18:33

Das gibt es doch aber schon! Zum Einen Kreuzgeflecht in einem Mehrebenenmantel und geriffelte Schläuche oder solche, in deren Mantel über die gesamte Länge eine Federspirale integriert ist. Weiter kennt man das von Duschschläuchen,.dass eine geschachtelte Schutzwendel drumherum gelegt ist.

0
syncopcgda 09.02.2014, 09:07
@estudia694

Dem will ich nicht ganz folgen. Jeder Schlauch - und sei er noch so aufwendig aufgebaut - verzwirbelt sich, wenn er in sich verdreht wird und bildet Schlaufen. Nur die Knicksicherheit, mechanische Robustheit und der Widerstand gegen Über- und Unterdruck (zusammenfallen) werden erhöht. Das geht aber normalerweise auf Kosten der Flexibilität. Auch ein Brauseschlauch zwirbelt sich - wird er verdreht - hemmungslos zusammen. Er ist in Richtung hohe Flexibilität konstruiert, die Ummantelung hat eher optische Bedeutung.

Im Übrigen ist ein guter Gartenschlauch aus Gummi (z.B. "Goldschlange"), er verhält sich grundsätzlich besser als ein Schlauch aus Kunststoff, sowohl die höhere Flexibilität, die höhere Knicksicherheit, als auch die gegenüber "Plastik" geringere Erhöhung der Steifigkeit bei niederen Temperaturen schlagen zu Buche.

0

Was möchtest Du wissen?