Warum vergeht Zeit schneller wenn man älter wird?

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Wenn man an einem Tag viel Neues erlebt, erscheint dieser Tag im nachhinein sehr lang. Verbringt man einen Tag mit Routinearbeit, vergeht er "wie im Flug".

Als Kind erlebt man ständig Neues, also ist ein Jahr in der Kindheit/Jugendalter subjektiv gesehen länger als ein Jahr in der Lebensmitte oder zweiten Hälfte. Wenn man älter ist kann man zwar auch viel "Neues" erleben, aber wirklich neu ist das Meiste nicht mehr. Vieles hat man schon in ähnlicher Form erlebt, in Büchern gelesen, in Filmen gesehen oder im Bekantenkreis mit bekommen - sich also schon Gedanken darüber gemacht.

Ich habe mal ein sehr gutes Buch darüber gelesen: Drouwe Draaisma "Warum das Leben schneller vergeht, wenn man älter wird"

Also für mich fühlt es sich ehrlichgesagt eher so an, als würde in der Routine die Zeit nicht schnell genug umgehen... und wenn man was tolles macht, was einem gefällt und einen voll einspannt, habe ich eher das Gefühl, "Waaaaas? Schon drei Stunden vergangen? Ich dachte wir sind erst seit 30 Minuten dabei! - Heute nicht mehr? Morgen? Schade... waren doch nur 30 Minuten!" . :)

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Deine Antwort erstaunt mich. Zeit vergeht wie im Fluge und ist spannend, weil man so viel Neues erleben kann und nie Langeweile aufkommt. Als Kind und Jugendlicher bist Du immer nur am warten: "Wann ist die Schulstunde endlich zu Ende? Wann gibt es endlich essen? Wann bekomme ich mein Geschenk? Wann habe ich endlich das richtige Alter." Deshalb vergeht die Zeit so langsam. Und glaube mir, die alten Menschen, die nur noch da sitzen und auf den Tod warten, denen verhet die Zeit sehr langsam.

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@Enki40

Pedrofilipe und Enmki40, ihr habt mich beide missverstanden. Natürlich vergeht die Zeit während Routinearbeiten oder während des Wartens langsam. Wenn man etwas macht, was einem gefällt, es nicht langweilig ist vergeht die Zeit während dessen schneller.

Ich habe jedoch versucht zu beschreiben, wie man die verbrachte Zeit rückblickend in Erinnerung hat. Mir erscheinen z.B. 5 Jahre meiner Jugendzeit erheblich länger gewesen zu sein, als die letzten 10 vergangenen Jahre.

In der Jugendzeit erlebt man sehr viel Neues und erinnert sich dadurch später an viele Details. Das macht die Zeit, in der das alles passiert ist, subjektiv gesehen länger – rückblickend gesehen.

Viele Jahre später, man ist in seinem Beruf gefestigt und routiniert, beim Kochen/Haushalt muss man nicht mehr überlegen oder nachlesen, der Bekannten- und Freundeskreis besteht seit vielen Jahren und die gemeinsamen Unternehmungen wiederholen sich in ähnlicher Form. Es passieren viel weniger Dinge, die so neu sind, wie in der Jugendzeit. Dadurch erinnert man sich nicht mehr so häufig an Details. Das macht diese Zeit rückblickend - subjektiv gesehen - kürzer, als die gleiche Zeitspanne in der Jugendzeit mit den vielen neuen Eindrücken.

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@Emelina

@Emelina, das sehe ich genauso wie Du, es ist als wen ich das erste Mal von A nach B mit dem Auto fahre, die Strecke kommt einen sehr lang vor, fahre ich diese Strecke zum 7 oder 8 Mal, weiß ich genau, da kommt der Kirchturm, 10 Km weiter muss die Brücke kommen und wenn man dann schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, weiß man ganz genau, da kommt Weihnachten dann werden schon die Hasen für Ostern angeboten, die Abstände, zwischen den Ereignissen werde scheinbar kürzer? ;-)))

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Danke für den Stern :-)

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Weil die Wahrnehmung abnimmt und im Alltagtrott immer das gleiche passiert. In der Schule gibt es alle Jahre ein neues Schuljahr mit neuen Stoff, neue Freunde , neue Erlebnisse , in der Ausbildung auch noch aber dann macht man einfach seine Job sofern man in der heutigen Zeit einen hat, die meisten bleiben nach der Ausbildung auf Ihrer Position stehen, eine Karriere mir kontinuierlichen Aufstieg machen nur wenige, so passiert außer den langsamen techn. Fortschritt nichts mehr, so erlebt man es subjektiv , dass die Zeit in den Platz dem eine das Leben / Schicksal od. Glück zugeteilt die Zeit schneller vergeht.

Zeit vergeht wie im Fluge und ist spannend, weil man so viel Neues erleben kann und nie Langeweile aufkommt. Als Kind und Jugendlicher bist Du immer nur am warten: "Wann ist die Schulstunde endlich zu Ende? Wann gibt es endlich essen? Wann bekomme ich mein Geschenk? Wann habe ich endlich das richtige Alter." Deshalb vergeht die Zeit so langsam. Und glaube mir, die alten Menschen, die nur noch da sitzen und auf den Tod warten, denen vergeht die Zeit sehr langsam. Für jeden, der Abwechslung in seinem Leben hat, vergeht die Zeit wie im Flug. Für jeden, der monotonen Alltagstrott sein Eigen nennt, will die Zeit einfach nicht verrinnen. Frag mal einen 60jährigen Knacki, der noch 10 Jahre abzusitzen hat, ob dem die Zeit schnell vergeht.

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