Warum vereinbaren Arbeitgeber eine Kündigungfrist zum Quartalsende?

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6 Antworten

In der Regel ist es für einen Arbeitgeber schlecht, Mitarbeiter zu verlieren. Er muss einen neuen suchen und finden. Die Aufgaben müssen an jemand anderen übergeben werden. Und da sind 3 Monate manchmal nicht ausreichend! Außerdem ist es eine gewisse Hürde für den Arbeitnehmer einfach zu einem anderen Arbeitgeber zu gehen.

Der Arbeitgeber muss nicht ständig mit Kündigungen rechnen - wenn es nur 4 Termine im Jahr gibt, muss er sich nicht monatlich damit auseinandersetzen. Alle 3 Monate gibt es eine größere "Neueinstellungskampagne", bei der die Personalabteilung sich ganz dieser Aufgabe widmen kann. In der restlichen Zeit können andere Dinge "in Ruhe" erledigt werden (z.B. Weiterbildungen...).

Das war früher die gesetzliche Kündigungsfrist. Manche Leute scheuen ja eine Umstellung

Der Arbeitgeber muss sich doch auch für einen Ersatz kümmern und deshalb hat er die Kündigungsfrist um Zeit dafür zu bekommen.

trudylein 31.01.2016, 09:12

Ist mir schon klar, aber es geht ja hier nicht um die Kündigungsfrist an sich, sondern um die Frage, warum eine Kündigung nur zum Quartalsende möglich ist. 

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pilot350 31.01.2016, 09:15
@trudylein

Es ist so vertraglich vereinbart und es gibt auch Gesetze die Verträge zum Ende eines Quartals enden lassen. Ein Faktor liegt auch daran, dass Schulabschlüsse zu Ende eines Quartals liegen und die Arbeitsaufnahme zu Beginn des neuen Quartals deshalb geplant sind. Es sei denn, es sind befristete Arbeitsverträge die enden unabhängig davon.

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beide Seiten haben bei einer Kündigung des jeweils anderen, genügend, zumindest mehr Zeit um eine Nachfolgeregelung (neue Stelle / neuen Mitarbeiter) zu treffen. Im Bereich der "Angestellten" ist die Chance am Quartalsbeginn am größten.



trudylein 31.01.2016, 09:15

Danke für die Antwort, aber wie oben schon kommentiert geht es nicht um die Kündigungsfrist, sondern um den Zusatz "zum Quartalsende". 

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Nightstick 03.02.2016, 03:20
@trudylein

Das ist ein Relikt aus der Vergangenheit, als man noch zwischen Angestellten und Arbeitern unterschied (damals gab es auch noch eine Angestellten- und eine Arbeiterrentenversicherung).

Arbeitern konnte man 14-tägig kündigen, Angestellte wechselten grundsätzlich nur zum Quartalsende. Dies war dann auch in den Arbeitszeugnissen ersichtlich. Sah man dort bei einem Angestellten ein "krummes" Datum, wusste man sofort, dass da etwas faul war.

Das waren noch Zeiten... :)) 

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Der Vorteil ist den Arbeiter möglichst lange zu binden. Ähnlich wie 24 Monate handyverträge

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