Warum verbreitet sich der Atheismus in Deutschland aus (>50%) und was machen die Christen/Gläubige dagegen?

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21 Antworten

Weil die Menschen langsam beginnen zu denken. Die globale Vernetzung macht es Atheisten in kleinsten und konservativsten Gemeinden möglich sich mit anderen auszutauschen und hilft ihnen zu erkennen, dass sie nicht alleine sind.

Die Christen/Gläubigen können nichts dagegen machen. Sie rezitieren nur weiter wie immer seit 2.000 Jahren dieselbe kitschig-romantische und unlogische Leier.

Über kurz oder lang wird es keine Religionen mehr geben, wenn sich diese Entwicklung hält. Jede neue wissenschaftliche Erkenntnis erschüttert die Aussagen von Religionen immer wieder aufs Neue und mit jeder Entdeckung verlieren die Götter an Macht und an Glaubwürdigkeit.

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Ich bin ein gläubiger Mensch - allerdings kein Christ - und ich sehe keinen Grund, irgendetwas gegen den angeblich steigenden Trend zum Atheismus zu unternehmen.

Jeder Mensch hat seine eigenen Überzeugungen. So lange mich niemand mit seinen eigenen Ansichten belästigt, oder Menschen diskriminiert, kann er glauben, was er will.

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Auf was für Zahlen beruft du dich bzw. woran erkennst du den Zulauf zu atheistischer Weltanschauung.

Nur weil die Beuscherzahlen in Kirchen sinken, kann man längst nicht daraus schließen, dass die Anzahl an Gläubigen Menschen abnimmt.

Eine zulässige Schlussfolgerung wäre eine Verlagerung von Institutionell gebundenen Glauben in die Privatsphäre.

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Nach außen hin war früher die Anzahl der Gläubigen höher, wenn man das am Besuch der Gottesdienste maß. Grund war vor allem, dass das Christentum gesellschaftlicher Konsens war und viele es sich deshalb nicht leisten konnten, ihrer Gemeinde fernzubleiben. Die junge Generation wurde regelmäßig gezwungen, in die Fußstapfen der Älteren zu treten. So ist es mir noch in der Nachkriegszeit gegangen.

Heute beruht alles auf Freiwilligkeit und Selbstverantwortung, was ich sehr gut finde. Im Religionsunterricht wird kein Katechismus gepaukt, sondern selbstverständlich werden auch andere Religionen vorgestellt. (Meine Frau war kath. Religionslehrerin.) Vielfach geht es auch weniger um typisch religiöse Fragen, sondern um allgemeine des menschlichen Zusammenlebens, über die zu Hause ja nicht geredet wird.

Unsere katholische Gemeinde am Ort ist von ca. 5.000, die früher zur Kirche trotteten, auf ca. 300-400 zusammengeschrumpft, die aber wissen, warum sie zur Kirche gehen. Als Jugendliche haben wir einmal vor der Kirchentür die Leute treuherzig gefragt, warum sie da reingehen. Es kam dabei zu heftigsten Reaktionen, die zeigten, dass die Leute es nicht wussten und das nicht wahrhaben wollten. Das ist heute anders geworden, und ich begrüße diese Entwicklung. Wer nichts mit Gott am Hut hat, soll sich dessen auch bewusst sein. Aber natürlich dadurch gesellschaftlich auch keine Nachteile haben, wei wir in einem demokratischen Staat mit Anschauungsfreiheit leben.

Wir Christen haben den Auftrag, Gottes Angebot in der Welt sichtbar werden zu lassen. Wer es hören will, der komme dazu. "Christen sind nicht besser, aber besser dran." (Zitat) Meine Pfarrgemeinde ist meine erweiterte Familie.

Mit der kirchlichen Oberschicht, manchem Dogma und den unsinnigen Zwängen (z.B. Zwangszölibat, Verbot der Weihen für Frauen, usw.) bin ich natürlich nicht einverstanden. Leider lassen sich viele, die eigentlich gut in ihre Pfarrgemeinde passen würden, von dem "Oberbau" und den Missetaten einer Minderheit von kirchlichen Amtsinhabern abschrecken. Aber das hat der kleine Gläubige nicht zu verantworten.

Was die Christen also tun können? Bei sich anfangen, bessere Christen zu sein. "An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen."

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Kommentar von pruddle
19.01.2016, 23:54

Hallo,
ich bin 15 und habe vor kurzem den Atheismus für mich entdeckt, daher lese ich mir diese ganzen Diskussionen erst im Nachhinein durch. Beim Lesen Ihres Beitrags macht es den Anschein, als stünden sie dem Atheismus um einiges positiver als dem Christentum gegenüber und haben sich augenscheinlich mit dem Thema ''Glauben'' auseinander gesetzt.
Weshalb sind sie trotz allem Christ?
Ich wäre um eine Antwort wirklich sehr Dankbar.

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Deine Annahme ist falsch denn sie beruht auf falschem Verständnis. 

Gehen wir in die Geschichte zurück stellen wir fest dass die sogenannten Deutschen Völker von ihren Herrschern vorgeschrieben bekamen zu welchem Glauben zu zugehörten. Nichtbefolgung dieses Zwanges war mit der Todesstrafe, lange Zeit auch mit vorherigen sehr schlimmen Foltern, bedroht. 

Mittlerweile haben wir das Recht auf freie Wahl. Wir können einer Institution vom Finanzamt Steuern einbehalten lassen, wir können uns aber auch dagegen entscheiden. Mit Glaube hat dieses Thema nicht das Geringste zu tun. Gezählt werden aber Jene die Steuern abführen. Ob sie die Bibel nicht nur gelesen haben - was ein durchaus beachtlicher Teil schlichtweg ablehnt - sondern auch verstanden haben zu diesem Thema darf stark angezweifelt werden. 

Ich hatte vor rund 20 Jahren mal eine Diskussion mit einem gewissen Herrn Ratzinger. Den habe ich gefragt wie ich als Christin Mitglied einer Institution sein kann die von mir Steuern verlangt. Der sogenannte Schadensersatz für Enteignungen ist schon vielfach abgegolten. Eine Antwort die mit der Bibel begründet wurde habe ich nicht erhalten. 

Ich bin auch nicht damit einverstanden dass alle Menschen die in Deutschland Steuern zahlen ab Bischof die Gehälter mitzahlen. Denn ab diesem Titel wird das Gehalt von Staatssteuern bezahlt. 

Noch bin ich damit einverstanden dass der Europäische Gerichtshof für Deutschland der evangelischen und der katholischen Kirche das Recht zugestanden hat sich außerhalb unseres Rechtsstaatsprinzips zu stellen. 

Ich bin mit meinem Verständnis der Bibel absolut nicht alleine. Würde uns die Freiheit gewährt aus eigenen Mitteln die Pfarrer, Pastoren und Pastorinnen nebst über ihnen stehender sogenannter Würdenträger zu finanzieren würden wir das tun. Aber eine Vermischung von Staat und Glauben ist für einen Christen der die Bibel gelesen und verstanden hat zu diesem Thema schlichtweg tabu. 

Deshalb kann eine entsprechende Statistik nicht stimmen. Denn wir werden nicht erfasst. 

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Kommentar von loewenherz2
02.12.2015, 22:04

Der sogenannte Schadensersatz für Enteignungen ist schon vielfach abgegolten

ist das so ?

wie lange muß man Miete zahlen damit die Sache irgendwann abgegolten sind

wann darf die Bank das einbezahlte Kapital behalten

 nach 50 Jahren Zinszahlung ? mehr oder weniger

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Geht man nach Vergemeinschaftungen, sind nur sehr wenige Menschen organisierte Konfessionsfreie, knapp 50.000 (http://www.remid.de/info_zahlen/verschiedene ). Nach REMID sind 25,1 Mio. bzw. 31,1% (Bezugsjahr 2013) konfessionslos. Nach Umfragen haben zwischen 9,7% (KuRiE 2006), 17% (INSA 2012 im Auftrag eines evangelikalen Netzwerkes) eine atheistische bzw. 57% eine nicht-religiöse Einstellung (FOWID 2013), siehe auch: http://www.remid.de/blog/2012/06/wer-sind-die-konfessionsfreien/

Zunächst ist das einfach Ausdruck einer pluralistischen Gesellschaft. Zwar mag es für einen persönlich eine Bedeutung haben, wie viele Christen überhaupt in Deutschland vorhanden sein mögen, aber man sollte bedenken, dass auch das Christentum vielfältig ist und sich auch intern uneins ist.

Für eine globale Verteilung größerer christlicher Richtungen siehe die erste Grafik hier: http://www.remid.de/blog/2015/10/ambivalentes-verhaeltnis-zur-moderne-was-ist-eigentlich-die-pfingstbewegung-und-warum-ist-sie-global-so-erfolgreich/

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Warum verbreitet sich der Atheismus in Deutschland aus 


Ich meine, es liegt daran, weil immer weniger Eltern ihre Kinder in einem Glauben erziehen. Man neigt ja dazu, das zu glauben, was einem von klein auf als "richtig" dargestellt wurde, genauso, wie man oft lebenslang Angst vor Dingen hat, die einem als Kind eingetrichtert wurden... ( Angst vor den Klabautermann, Angst vor der Dunkelheit, Angst was zu essen ohne vorher gebetet zu haben,...Angst vor Gott und Teufel ...etc...)
Mir wurde als Kind immer gesagt, wenn es donnerte, dass Gott jetzt schimpft, weil ich böse war...  .. na so ein Quark !
Da immer mehr Dinge wissenschaftlich erklärbar sind, gibt es auch immer weniger Grund, irgendetwas auf "Gott/Teufel" zu schieben.
Je aufgeklärter und gebildeter die Menschen sind, umso weniger Glaube an ein "wirken" übersinnlicher Mächte

und was machen die Christen/Gläubige dagegen


Ich hoffe mal, die machen nichts dagegen.

Jedenfalls nichts, was mit Drohungen wie:

 "du kommst in die Hölle" 

o.ä- zusammenhängt.


Allerdings bin ich dafür, dass es ein Schulfach gibt, das nicht mehr "Religion" sondern "Religionen" heißen sollte, und Pflicht für ALLE ist. 

Dort sollten die diversen Religionen erklärt werden, aber auch Esoterik u.ä.

( ebenso wäre ich für ein Schulfach, das sich "Politik" nennt...)


Dennoch bleibt es den einzelnen Religionsgemeinschaften überlassen, ihren Glauben an Info-Ständen o.ä. ähnlichem bekanntzumachen.


Verboten gehören alle Religionen, deren Ziel es ist, den Staat zu ändern, und daraus einen "Gottesstaat" zu machen, wo nach der Thora, dem NT, der Baghavad-Gita , dem Koran, oder sowas gelebt wird.


Die Menschheit ist mittlerweile ( jedenfalls in westlichen Ländern ) durchaus dazu fähig, (Grund)Gesetze zu entwickeln, wonach jedem Menschen ein Höchstmaß an individueller Freiheit, Entfaltungsmöglichkeit, Spiritualität usw. geboten wird, und im Rahmen einer staatlichen Ordnung Schutz und Sicherheit garantiert ist.

Die eigene Freiheit endet dort, wo die Freiheit des anderen Menschen eingeschränkt würde.


Andere "besserwissende" Tendenzen kommen tatsächlich meist von Menschen irgendeiner Religion. Die wollen einem einreden, die "wirkliche" Freiheit läge woanders, und wollen einem Angst vor einem imaginären ( eingebildeten ) Gott machen.
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Religion- Glaube-Vernunft, das sind Begriffe , die auch hier wieder einmal ohne Backgroundwissen zusammengewürfelt werden. Wer von den Atheisten hier, die sich stolz und aufgeklärt gegen den Gottesglauben stellen, mögen sich wohl jemals mit der Basis ihrer Ablehnung, der Bibel, beschäftigt haben?

Dann würden sie wissen, daß unser Goht im Christentum keine sinnlosenRituale, keine Religion erwartet, um glauben zu dürfen. Wir brauchen nur den Glauben an den Herrn Jesus Christus und schon sind wr für die Ewigkeit gerettet.

Wir Christen brauchen nicht gegen den Unglauben-den Atheismus- zu kämpfen. Aber es wäre gut, wenn wir mehr unseren Mitmenschen davon erzählen würden, welche Freiheit ein Christ durch Glauben erwirbt. Und dann muß jeder Mensch ganz allein für sich selbst entscheiden, ob er Jesus annimmt oder ablehnt, Wir Christen glauben, das eine Ablehnung zu einer ewigen Gottesferne führt- und das ist die Hölle.

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Kommentar von LolleFee
29.11.2015, 07:29

"Wir Christen glauben, dass eine Ablehnung zu einer ewigen Gottesferne führt - und das ist die Hölle."

Genau - für den, der daran glaubt. Die Hölle ist ein Glaubenskonstrukt. Wer gerne glauben möchte, dass er in der Hölle landet, wenn er nicht tut, was "Gott" bzw. die Menschen, die von sich behaupten, "Gottes Willen" zu kennen will, soll das tun. Andere in der (eigenen) Hölle zu sehen, ist dagegen für mich ziemlich unchristlich. (Abgesehen davon, dass die "Ungläubigen" tatsächlich nicht an die Hölle glauben und ihnen somit auch nicht mit der Hölle gedroht werden kann.)

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Kommentar von earnest
29.11.2015, 07:58

@hoax: 

Der Hochmut und die Selbstüberhebung, die dieser Beitrag atmet, sprechen für sich.

Es ist ein Unding, hier a) mit Unterstellungen und b) mit Höllendrohungen zu arbeiten.

Fast hätte ich gesagt: So etwas ist die Hölle.

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Kommentar von Abahatchi
29.11.2015, 10:19

Wer von den Atheisten hier, die sich stolz und aufgeklärt gegen den Gottesglauben stellen, mögen sich wohl jemals mit der Basis ihrer Ablehnung, der Bibel, beschäftigt haben?

ICH!

Das "ICH!" war nur ein Scherz, denn ich bin kein Atheist aber auch kein Theist. Mir ist es schlicht weg egal ob es Götter bzw. Geistwesen gibt, weil die Wahrscheinlichkeit, dasz es Geistwesen gibt geringer ist, als dasz es Osterhasen gibt, die Eier legen und verstecken. 

Grusz Abahatchi

PS auch als nicht Atheist und nicht Theist habe ich mich mit die Bibel beschäftigt und festgestellt, dasz man sie nicht ablehen musz, sondern als reines Fantasieerzählbuch entlarven kann.

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Kommentar von Abahatchi
29.11.2015, 10:23

Dann würden sie wissen, daß unser Goht im Christentum keine sinnlosenRituale, keine Religion erwartet, um glauben zu dürfen.

Und hättest Du Dich mal mit der Bibel beschäftigt, dann wäre Dir aufgefallen, dasz genau diesbezüglich sich die Bibel ständig im Unklaren ist. Einmal hüh und einmal hot.

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Der Atheismus breitet sich nicht aus, der Theismus geht zurück.

Dieser Unterschied ist wichtig - denn Atheismus ist keine Weltanschauung, sondern das Fehlen einer Weltanschauung!

Jedes neugeborene Kind ist Atheist - genauso wie jeder andere, der keinen Gottglauben besitzt (aus welchem Grund auch immer)

In Deutschland glauben laut Eurobarometerbefragung 53% der Deutschen nicht mehr an einen Gott - bei der SHELL-Jugendstudie sind es über drei Viertel der Jugendlichen, die nicht an Gott glauben.

Das ist eine völlig normale Entwicklung - die Christen versuchen zwar, dagegen vorzugehen (indem die Jugend irgendwie angesprochen werden soll durch Angebote o.Ä.), scheitern aber damit.

Als Antitheist (der nicht nur nicht an Gott glaubt, sondern sich gegen Theismus wendet) finde ich diese Entwicklung sehr gut :)

Lg

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Kommentar von Relilehrer
29.11.2015, 09:26

Das stimmt so nicht, insofern es Weltanschauungsgemeinschaften gibt, die sich atheistisch nennen. Ich würde Ihre Argumentation eher bei dem Begriff des Konfessionslosen / Konfessionsfreien vermuten.

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warum nicht?!

jeder soll dem Glauben frönen, dem er anhängt, aber was genau, verleiht dem einen Glauben, in der Vielzahl von Möglichkeiten, seine Wahrhaftigkeit? Ist es nicht relativ einfältig zu denken, dass genau die eine und nur die eine Variante mich nach dem Tod zur Erlösung bringt? 

edit: und wir reden noch nicht davon, dass vom Ursprung der Glaubensgemeinschaften, Jahrhunderte lagen um die Schriften zu verändern... 

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Kommentar von mindlessinfi
02.12.2015, 22:38

nachdem ich jetzt hier bissl mitgelesen habe,"pappe" ich den zweiten mal sinnvollerweise an den ersten Kommentar... warum diskutiert und streitet man sich über Religionen?

Was ist mit den abermillionen Seelen passiert, die vor der Gründung der einzig wahren Religion existiert haben? 

wer hat, wenn es einen Richter gab wie über sie gerichtet? Die Frage die sich daraus ergibt ist: "wenn es bei diesen Richtungen positive Urteile gab, ist die Religion dann überflüssig und die Ethik der Kern von allem? werden die eigentlichen Religionen der Ethik, die im Kern zu stehen scheint gerecht? Werden soviele Religiöse Menschen am Ende ihrer eigenen Religion nicht gerecht und es ist eher scheinheilig, von ihnen ihre Gotteshäuser überhaupt noch zu besuchen? Fragen über Fragen... :)

edit: welche ethik haben atheisten? den kategorischen imperativ von kant nutzen wohl die wenigsten

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Nun, es steht schon in der Bibel, daß es mal eine Zeit geben wird, in der die Menschen die gesunde Lehre nicht ertragen und sich Lehrer suchen werden, die ihnen das erzählen, was sie hören wollen. (2.Timotheus 4,3)

Was Christen dagegen tun?

Nichts besonderes. Sie sehen dem Treiben im Grunde freudig zu in der Gewissheit, daß Gottes Gericht immer näher rückt. Christen halten sich an das, was in dem bereits erwähnten Text sonst noch steht: sie verrichten das Werk eines Predigers. Sie ermahnen geduldig zum Guten.

Je weniger Leute auf diese Ermahnungen hören, desto mehr Leute werden vor Gottes Gericht keine plausible Ausrede für ihr tun finden können.

warehouse14

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Warum verbreitet sich der Atheismus in Deutschland aus

Das hat was mit Bildung zu tun. Je gebildeter eine Gesellschaft, desto weniger Einfluss haben Religionen. Und das trotz Pisa.

was machen die Christen/Gläubige dagegen?

Das meiste, was sie so machen, ist eher eine Unterstützung für die Abwendung vom Glauben. Fummelpriester, Ausbeutung der Gesellschaft, unbotmäßige Einflussnahme auf die Politik, Diskriminierung von Personengruppen...

All das ist Alltag auch in Deutschland.

Es ist doch beruhigend, dass das Tun der Gläubigen viel mehr den Atheismus befördert, als wir Atheisten das je tun könnten. Da möchte ich an dieser Stelle mal die Gelegenheit nutzen und ein herzliches Danke in die Runde werfen.

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Kommentar von HeinrikH
29.11.2015, 00:58

1. "Fummelpriester" werden von einem Großteil aller Gläubigen genauso verurteilt wie von Atheisten.

2. Wo beutet die Kirche bitte die Gesellschaft aus? Ich hoffe, du redest nicht von der Kirchensteuer.

Ansonsten stimme ich dir größtenteils zu.

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Kommentar von Abahatchi
29.11.2015, 10:10

Es ist doch beruhigend, dass das Tun der Gläubigen viel mehr den Atheismus befördert, als wir Atheisten das je tun könnten.

Besonders bemerkenswert finde ich es, wenn sie im TV mal einen Gemeindepfarrer zeigen, der sich Gedanken über die schrumpfende Gemeinde macht und die lehren Kirchen zum Sonntag morgen. Wie diese Pfarrer dann sinnieren, wie sie die Jugend wieder für die Gottesdienste und Gemeindearbeit begeistern könnten. Da frage ich mich manchmal, ob die wirklich so weit von der Realität entfernt sind, dasz die noch nicht einmal begriffen haben, dasz die Leute nicht mehr in die Kirchen gehen, weil sie einfach nicht an diesen Götterhokuspokus glauben, so sie auch nicht an den Wahrheitsgehalt des Märchen über Rumpelstilzchen glauben. 

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christen sollen nichts gegen andere menschen haben, egal, ob diese gläubig sind oder nicht

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Ich würde fast sagen wollen, daß die Vernunft siegt. Aber die Wahlergebnisse der letzten Jahre belehren mich eines Besseren.

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Weil es immer mehr gebildete Menschen gibt, die erkennen, dass es keine Götter gibt und Religionen die Phantasien alter Männer vor Jahrtausenden sind.

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Was sollen Christen oder Andersgläubige dagegen tun können?

Jeder hat für sich selbst das Recht zu entscheiden, ob er an einen Gott glaubt oder nicht.

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Der Atheismus verbreitet sich durch den Einfluss der Medien auf die Bürger. Was man dagegen tun kann: Man kann missionieren.

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Kommentar von LolleFee
29.11.2015, 07:24

Bei "missionieren" stellen sich mir die Nackenhaare auf; dieser Begriff ist für mich eindeutig negativ konnotiert. 

Ich zitiere Wiki (> missionierende Religion): "Eine missionierende Religion (lat.: missio: ‚(Aus-)Sendung‘, übertragen ‚Auftrag‘) ist eine Religion, die ihre Botschaft aktiv verbreitet. Sie glaubt sich berufen, Nichtgläubige und Andersgläubige zu überzeugen und sie in die betreffende Religion aufzunehmen. Diese Berufung basiert häufig auf dem Anspruch der alleinigen Vertretung einer behaupteten universalen Wahrheit." Es ist genau der Anspruch, die universale Wahrheit zu besitzen, der die selbsternannten Missionare so unsympathisch macht.

Schon mal darüber nachgedacht, dass "verlorene Seelen" überhaupt nicht von irgendwelchen Gläubigen gerettet werden wollen? Weil die eigene Wahrheit nicht die aller ist?

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Der Atheismus breitet sich aus, weil er für Viele, nach allen Erkenntnissen die wir heute haben, das Logischste ist.

Die meisten Christen tun nichts dagegen. Warum sollten sie auch? Religionsfreiheit ist eines der wichtigsten Rechte, die es gibt.

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Kommentar von Hyperdinosaurus
28.11.2015, 20:47

Glaube folgt ebenso einer Logik wie andere Weltanschauungen wie zum Beispiel der Atheismus auch.

Mit Logik kann man da meiner Meinung nach nicht argumentieren.

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Der Atheismus verbreitet sich nicht, der christliche Glaube geht in Deutschland zurück. 

Was sollen Christen dagegen machen? Warum sollten Christen etwas dagegen machen? Hat nicht jeder das Recht zu glauben, was er will? Oder auch: das Recht, nicht zu glauben. 

Wir haben in Deutschland Religionsfreiheit. Und das ist gut so.

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Warum es sich so sehr verbreitet kann ich dir nicht sagen. Ich habe mich von Religionen abgewandt weil sie im Großen und Ganzen eigentlich nur Ärger bringen. 
Gläubige können nicht wirklich etwas dagegen tun, weil jeder Mensch frei entscheiden kann was er glauben möchte und was nicht. 

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