Warum verbietet man auch die Drogen, die in sämtlichen Studien als weniger gefährlich eingestuft wurden als Alkohol?

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13 Antworten

Hat halt vile mit der Geschichte zu tun. Cannabis, Cocablätter, Kava-Kava usw., von wem wurde das zuerst konsumiert, weniger von christlich orientierten Weißen der Mittel und Oberschicht. Es hat/hatte wirklich teils mit rassistischen Tendenzen zu tun. Bei Cannabis spielten auch wirtschaftliche Interessen eine Rolle (Konkurenz der Papier, Kunstfaser und Pharmaindustrie). Bei den in den USA beginnenden Drogenverboten gerieten zu Anfang immer Chinesen, Afroamerikaner und Latinos ins Visier. Die konnte man halt gut damit diskriminieren indem man diese generell mit dem Konsum bestimmter psychoaktiver Substanzen assozierte und diesen dann sehr negative Eigenschaften zuschrieb.Hat halt mit Klassen- Rassen- und Wirtschaftskonflikten zu tun.

Dann wurde der Drogenkonsum (besonders Cannabis, LSD, Pilze usw.) im Zuge der Protestbewegung der 1970er Jahre populär, das waren dann genau die Menschen welche gegen die bürgerliche Gesellschaft und deren Werte protestierte und sich gegen die bestehende Obrigkeit auflehnten. Das kam denn bei der Obrigkeit auch nicht so gut an und durch die Strafverfolgung konnte man halt gegen diese Menschen vorgehen.

Dann hat sich durch die Perspektive der strafrechtlichen Verfolgung (Drogennutzer = Kriminell) und die medizinische Perspektive (Drogennutzer = Krank) in Verbindung mit der Berichterstattung der Massenmedien welche halt auch teilweise den letzten Schrott drucken eine Sichtweise in der Bevölkerung etabliert, welche Drogenkonsum (illegale Drogen) halt mit Krankheit, Sucht, Verelendung, Tod, Verbrechen und moralischem Verfall assoziert. Gerade in den Medien wird halt eher über die negativen Fogen und über reißerische Einzelfälle (Extrembeispiele) berichtet, normale Konsumenten welche ihren Konsum und ihr Leben unter Kontrolle haben kommen dort zumeist nicht zu wort. Das ganze führt dann auch zu einer Tabuisierung, es wird in der Gesellschaft an sich nicht offen und ehrlich über Drogen kommuniziert (in gewissen Subkulturen schon). Ingesamt führt das dann zu einer moralischen Verurteilung des Drogenkonsums, so nach dem Motto, was illegal ist muss auch schädlich sein, was schädlich ist muss auch illegal bleiben. Das hat wenig mit rationalem Denken zu tun.

Bei den legalen Substanzen hat diese assoziation mit Krankheit und Kriminallität nicht so stattgefunden, diese sind auch in unserer Kultur schon länger verbreitet (die Angst vorm unbekannten fehlt). In den Medien wird auch wesentlich weniger über die Folgen von legalen Rauschmittel berichtet obwohl der durch diese entstehende Schaden um ein vielfaches höher ist. Wenn werden diese oft als ungefährlicher und besser steuerbar dargestellt (was so auch nur sehr bedingt zutrifft). Das spiegelt sich auch in der Gesellschaft wieder. Als Beispiel wird z. B. in der Tageszeitung gegen die Legalisierung von Cannabis gewettert oder der Fund von ein paar Gramm wird als polizeilicher Erfog verkauft während zwei Seiten weiter Werbung für Alkohol gedruckt wird, das sagt ja quasi schon alles.

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Die Staaten haben es bei diesen Drogen geschafft, den Handel und Anbau selbst zu regulieren. Das liegt daran, dass sie sich mit den Lobbyisten der Tabak- und Alkoholindustrie auf ein gegenseitiges Profitgeschäft (Steuern und Unternehmensgewinne) einigen konnten. Die anderen Drogen, stammen aus Gegenden, in denen die Regierung das nicht schaffte und Privatpersonen Anrecht auf die Abgaberegelungen und Erträge beanspruchten. 

Der Staat verdient also nichts an Kokain (und das wird er auch nie ändern können, da der illegale Handel zu große Kreise gezogen hat und das weiß er...) und somit lenkt er die Menschen gezielt auf stark suchterzeugende Substanzen, an denen er verdient, indem er so tut, als sei der Rest "böse". Das ist genau so eine Lüge wie, wenn so ein ründlicher CSU-Politiker sagt, dass Bier nunmal zur Kultur gehört. Viele heute illegale Substanzen, wurden bereits Jahrtausende zuvor von den Menschen konsumiert.

Letztlich haben sich auch noch weitere Vorteile für die Regierung ergeben. Es ist einfach schade, dass einige Bürger glauben, der Staat wolle sie lediglich beschützen wollen.

Fakt ist, es geht wieder einmal mehr nur ums Geld.

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Weil die Politik keine Menschen haben möchte die Konsumieren :) wir sind Fleißige Bienen und wissen nicht was gut für uns ist... Es wäre doch sehr schade wenn man wegen gewisser Substanzen weniger arbeiten würde. 
Alkohol ist seit viel zu langer Zeit in unserer Gesellschaft etabliert um es abzuschaffen... Und es bringt steuern ein.

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Wehret den Anfängen würde ich sagen. Du fängst mit Cannabis an. Irgendwann reicht dir die Wirkung nicht mehr. Du schaust dich nach härten Sachen um. So steigert sich der Wunsch und das Verlangen nach härteren Drogen.

Genauso verhält es sich mit dem Alkohol. Das erste Glas schmeckt zwar noch nicht so gut, aber mit der Zeit wird aus dem einen Glas ein zweites und am Ende eben mehr. Bis man im Extremfall zum Alkoholiker wird.

Ähnlich ist das mit dem Rauchen. Die erste Zigarette löst noch einen Hustenanfall aus. Bei weiteren verschwindet dieses Gefühl und schliesslich ist man voll dabei und raucht.

Nur der Unterschied zwischen Drogen und Rauchen ist der, dass Raucher trotz ihres Tabakkonsums immer noch klar im Kopf bleiben, was bei der Einnahme von Drogen nicht mehr der Fall ist.

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Jede droge ist harmloser als alkohol. Aber davon mal ganz abgesehen hat das wirtschaftliche gründe. Die alkoholindustrie ist riesengroß, politiker sind marionetten, und wenn man andere drogen legalisieren würde (ich bin dafür jede droge zu legalisieren, ausnahmslos) dann würde ja niemand mehr saufen wenn man sich lieber ein bisschen MDMA reinpfeifen könnte und der glücklichste mensch der welt sein könnte. Und das wollen die jungs in der alkoholindustrie nicht. Die tabakindustrie übrigens genauso, auch wenn es bei denen eher gegen cannabis geht.

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Weil es gesellschaftlich weitenteils akzeptiert ist und daher auch keine Notwendigkeit besteht, es zu ändern.

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Lobbyismus, Vorurteile, "Traditionen und Kultur", etc etc

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Bedenke, dass dann die Pharmaindustrie Profiteinbußen hätte, wegen geringerem Umsatz.

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Kommentar von chilsi
20.01.2016, 20:51

Die Pharmaindustrie sehe ich auch als Hauptproblem.

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Ja, das würde ich auch gerne mal wissen.

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Warum wird Alkohol nicht verboten, obwohl das Suchtpotential sehr hoch ist und die Nebenwirkungen die Gesundheit gefährden bis hin zu tödlich sind?

Noch schlimmer mit Zigaretten.

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Kommentar von Googler
20.01.2016, 17:10

Weil es zu viele Steuern einbringt und zu etabliert in der Gesellschaft ist.

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Kommentar von Stkuber
20.01.2016, 17:12

Weil man eine Abschaffung von Alkohol und Zigaretten nicht durchsetzen kann

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Frag Deinen örtlichen Abgeordneten.

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Coca Blätter sind das Ausgangsmaterial zur Herstellung von Kokain. Also ist es keine "harmlose Substanz". Was die anderen Substanzen betrifft, wird die Einnahme Nebenwirkungen haben, die gesundheitschädlich sind und süchtig machen.

Alkohol ist zwar eine Droge, jedoch wird sie das erst nach einer relativ langen Zeit und übermäßigen Gebrauch zur Suchtdroge.

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Kommentar von seife23
20.01.2016, 17:25

"Alkohol ist zwar eine Droge, jedoch wird sie das erst nach einer relativ langen Zeit und übermäßigen Gebrauch zur Suchtdroge."

Das stimmt nur bedingt. In Sachen Gesundheitsschädlichkeit, steht ein normaler Alkoholrausch jedoch über den meisten Rauschzuständen bei anderen Drogen.

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Kommentar von chilsi
20.01.2016, 17:31

Jede weiche Droge, außer vielleicht Nikotin, wird erst nach übermäßigen Gebrauch zur Suchtdroge. Zudem ist der Alkohol Entzug einer der schlimmsten überhaupt.

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Weil Alkohol nach dem man soziale Kompetenzen dazu gezählt hat zur gefährlichsten Droge wurde das heißt man müsste meth Cocaine usw legalisieren

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