Warum urteilen viele Gläubige so schnell über andere?

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19 Antworten

Weil der Glaube ihnen ein falsches Gefühl von Überlegenheit vermittelt, genauso wie ihre Vorstellung von Gott.

Aber eines nach dem anderen:

Der Glaube trichtert den Gläubigen ein, sie seien die Auserwählten. Ihr Glaube sei der einzig richtige und nur duch ihren Glauben könnten sie Erlösung erfahren und alle anderen...tja, Pech gehabt, ihr hattet die Wahl!

Da ist es nicht verwunderlich wenn Menschen beginnen über andere zu richten.

Als zweites formt sich jeder Gott nach seinem eigenen, persönlichen Vorstellungen. Da Gott so gut wie nicht beschrieben ist, interpretiert jede Person Gott anders, aber nach einer Richtlinie, nämlich Perfektionismus.

Gott ist perfekt, aber wie soll sich unser Verstand Perfektion vorstellen? Wir brauchen dazu eine Referenz, etwas nach dem wir uns richten können und das wird so lange verbessert, bis es der Beschreibung entspricht.

Aber unser Verstand kennt nur eine Person gut genug um das zu bewerkstelligen und das sind wir selber.

Sprich Gott ist eine perfekte Version des jeweiligen Gläubigen. Daher glauben auch viele mit Gott kommunizieren zu können, denn das womit sie da sprechen ist ihr eigenes Über-Ich, eine Art Schulterengel, der versucht die Person näher an die Vorstellung heranzubringen.

Aus diesem Grund sagt Gott der einen Person auch Spenden sei das Wichtigste und der anderen gut zu Tieren zu sein sei das Wichtigste und wieder ein anderer meint er/sie müsse Menschen töten.

Dies ist ein weiterer Grund warum sich so viele Gläubige sicher sind über andere urteilen zu können, ihr Schulterengel "Gott" sagt es ihnen. Er verurteilt und bewertet nach den Vorstellungen der Person und sagt ihr was Richtig und was Falsch ist.

Und welcher Gläubige könnte schon Gottes Wort in Frage stellen?

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 Das liegt zum Teil daran, dass die Leute sich immernoch nicht einig sind, was jetzt eigentlich zuerst da war. Der Koran? Doch die Bibel? Fakt ist, es gibt viele unterschiedliche Religionen, die in unterschiedlichen Epochen der Geschichte entstanden sind.

Nicht nur Gläubige urteilen sehr schnell über andere Personen, das ist generell so, weil wir eine Erwartung von einem Menschen haben, sobald wir ihn sehen. Denn der Mensch ist bekanntlich ein Augenmensch, uns beeindruckt das, was wir sehen zuerst und wir verlassen uns darauf.

 Behaupten, wo wer im Jenseits landen wird ... weißt du, der Mensch hat sich immer schon gefragt, wo er herkommt, wie er auf dieser Erde gelandet ist, etc. dann wurde eine Erklärung gesucht.

Natürlich soll das nicht heißen, dass es Gott nicht gibt. Wir haben den wissenschaftlichen Beweis, dass der Mensch durch die Evolution (https://de.wikipedia.org/wiki/Evolution) entstanden ist, dann haben wir noch das, was uns Andere erzählen.

Die alten Griechen haben, ebenso die Römer eine Unterwelt erschaffen, wo alle Seelen der Verstorbenen hinkommen und wo dann die Richter über sie entscheiden. Es gab dort 3 Abstufungen: Das Elysium (die Insel der Seligen), der Tartarus (die Hölle) und der Asphodeliengrund (eine Eintönigkeit).

Ähnlich ist es auch bei anderen Glauben. Woran die alten Ägypter glaubten, ist noch ein anderes Kapitel. Wir wissen ja nur, was uns überliefert wurde.

Wissen, wo wir letztendlich landen, können wir erst recht nicht, da hast du recht. Aber wir können daran glauben, und das ist doch das Schöne daran, oder nicht? Ich habe von Menschen gehört, die eine Nahtoderfahrung hatten und später erzählten, sie seien durch einen Tunnel gelaufen, an dessen Ende ein Licht war. Ob sie das tatsächlich gesehen haben, weiß niemand. Schlussendlich wissen nur die Menschen, die vertorben sind, ob es ein Leben nach dem Tod gibt.

Für Gott sprechen kann niemand, das stimmt auch. Aber wir haben eine freie Meinung, in der wir leben können und können darüber entscheiden, woran wir glauben. Das bezieht ein, dass wir niemandem unseren Glauen aufzwingen und auch niemanden von seinem Glauben abzubringen versuchen. Niemandem seinen Glauben aufzuzwingen, heißt auch, keinen Terorrismus auszuüben.

Es ist aber nicht schlimm, zu sagen, ob man nun an Gott glaubt oder nicht. Schließlich ist das die Ansicht von einem selber, und das sollte man akzeptieren.

Ich hoffe ich konnte dir hierbei weiterhelfen.

LG

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Kommentar von comhb3mpqy
13.03.2016, 23:31

zum Thema Evolution: man kann sich ja mal informieren, wie die Meinung der katholischen und evangelischen Kirche zur Evolution ist.

Zum Thema Nahtod: Man kann im Internet ja mal nach "Wissenschaftler Nahtoderfahrung Buch" suchen (ohne Anführungszeichen). Oder nach "Mädchen begegnet Jesus", aber das ist evtl keine Nahtoderfahrung, vielleicht aber doch. Die Nahtodberichte sind manchmal positiv.

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Ich weiß nicht, ich finde, das ist doch eine typische Eigenschaft vieler Menschen auf diesem Planeten. Seien es Gläubige, Ungläubige, Veganer, Fleischesser, politisch Aktive, politisch Inaktive..............

Sobald es um Glaubens-, Haltungs- und Einstellungsfragen geht hört die Vernunft, das Wissen und die Toleranz deutlich schneller auf, denn hier geht es um die eigene Identität, und die Argumente werden fanatisch und leidenschaftlich, da sachliche Argumente selten existieren oder recht dünn sind.

Die meisten lassen sich dann schnell von ihren Gefühlen hinreißen und müssen zudem ihre Identität wahren, indem alles, was von dem eigenen Weltbild abweicht oder nicht recht reinpasst, vernichtet, ignoriert oder schlechtgemacht wird.

Absolut menschlich und dennoch traurig. Glücklicherweise gibt es auch einige Leute, die das nicht machen oder zumindest weniger fanatisch.

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Glaube ist leider auch eine Art von Verblendung, ebenso wie Medienpropaganda. Umso jünger die Person ist, desto wahrscheinlicher ist es diese zur Weltoffenheit aufklären zu können (,von dem der eine weise Denkweise besitzt und etwas Lebenserfahrung hat).

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Konnte ich bisher nicht feststellen. Ich hatte einen Auszubildenen, der ist Zeuge Jehovas. Und ich habe eine Kundin, die ist in einer dieser evangelikalen Freikirchen. Beide haben bisher nicht über Andere gelästert. Auch einen tiefgläubigen Moslem, mit dem ich mal jahrelang engeren Kontakt hatte, äußerte sich mir gegenüber in einer herabwürdigen Weise über andere Menschen. Was für Leute kennst Du bloß?

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Also eines steht fest als Muslim geht man definitiv den einzig wahren Weg ( solange man seine Religion praktiziert) .
Jedoch steht es einem nicht zu zu Urteilen vielleicht konvertriert die Person über die man urteilt morgen und ist vor Allah weit aus besser als man selbst.
Nur Allah hat das Recht zu urteilen über einen Menschen und niemand sonst selbst wenn die Person sündigt und sündigt darf man keine prognosen stellen.
Wenn dir Muslime begegnen die diesen Fehler machen sag ihnen einfach das nur Allah das recht hat zu Urteilen .

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Also so wie ich das verstanden habe, gibt es zwei Arten davon:

1.Gegenüber einem gleich Gläubigen(in meinem Fall Muslim)
2.Gegenüber einem anders Gläubigen bzw. Atheisten

1. Ja das stimmt, habe ich auch öfters erlebt, dass man andere Muslime beschuldigt, die nicht gerade viel für die Religion tun. Aber nicht so extrem wie du es geschildert hast, es sind eher ganz normale Ratschläge, schlussendlich weiss das nur Allah was in ihren Herzen so läuft.

2. Nun, wenn ein anders Gläubiger oder Atheist behauptet er sei ein guter Mensch und sagt er kommt im Falle ins Paradis bzw Himmel, streitet man das immer ab, da Allah im Quran sagt das nur ein Muslim ins Paradis kommen wird.

Ein Beispiel zur Erläuterung: Der Chef hat eine Sekretärin eingestellt, jedoch putzt sie ganze zeit nur die Fenster und wischt den Boden, der Chef wird sie natürlich rausschmeissen.

Aber natürlich egal ob Punkt 1 oder 2 egal welche Situation, sollte man das immer in Ruhe angehen ohne unnötigen Senf zu geben.

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So, pass auf. Meine Nachbarin (Adventistin) meint auch, dass nur sie und andere (echte) Adventisten, den wahren Glauben haben. Und natürlich werden nur die errettet, na klar.

Ich bin "weltlich", stelle unangenehme Fragen, bezweifle einige Dinge usw. Na und ich sündige, ich mache Dinge, die verboten sind.

Also hat mir meine Nachbarin mal wirklich gesagt, sie könne es kaum erwarten, dass der Weltuntergang kommt, sie wartet täglich darauf, das tut die wirklich!

Und dann will sie, an Gottes Seite, über mich richten. Die glaubt das wirklich! Ja, sie wird über mich richten und sie wird mir dann, triumphierend sagen, "sehen sie Frau ....., ich habe sie gewarnt aber sie wollten nicht hören". Und dann will sie mich ins Feuer schicken.

Ja, sie freut sich schon seit Jahren darauf, mich in die Hölle zu schicken. Na, wenn das mal nicht christlich ist....

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Du hast ein gutes Urteilsvermögen, dir sollte es nicht schwer fallen die Antwort selbst zu finden.

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Kommentar von VanesLavin
13.03.2016, 23:12

Und Du hast mein Anliegen anscheinend durchschaut 😊😘

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Stimmt, im Endeffekt wird Gott darüber richten, wo die Menschen nach dem Tod sein werden.

Die Bibel gibt aber klare Hinweise darauf, wie man sich sicher sein kann, nach dem Tod im Himmel zu sein und an der Herrlichkeit Gottes teilhaben zu können: Wer an Gott glaubt und um Vergebung seiner Sünden bittet, erhält Sündenvergebung und das ewige Leben geschenkt (Johannes 3,16; Johannes 5,24; 1. Johannes 1,9; Römer 6,23 usw.).



Wenn die Bibel recht hat... 

 - gibt es einen Gott
 - ist dieser Gott erfahrbar
 - hat unser Leben einen wirklichen Sinn und eine Zukunft
 - kennt und liebt dieser Gott jeden einzelnen und nimmt Anteil an unserem Leben
 - trennt uns Sünde (unser Egoismus und seine Folgen) von Gott
 - bleibt diese Trennung auch über den Tod hinaus bestehen, wenn wir nie bewusst auf die Seite Gottes treten
 - gibt es weder eine Wiederverkörperung (Reinkarnation) noch Höherentwicklung noch Selbsterlösung
 - sind Himmel und Hölle Realitäten
 - gibt es nur einen Weg, mit Gott versöhnt zu werden
 - können wir über unsere Zugehörigkeit zu Gott eine klare persönliche Gewissheit erlangen .

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Naja, eine überragend gute Tat zu tun, ist sicherlich etwas Bewundernswertes. Aber das ist eben nicht der Weg in den Himmel und zur Vergebung der Sünden. Die Bibel stellt ganz eindeutig folgendes in Epheser 2, 8-10 fest:


"Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme".

Demnach wäre auch eine gute Tat nur ein Werk und keine Gnade. Gnade bekommt man, wenn man selbst nichts tut (versteht daß man sich seine Erlösung nicht verdienen kann) und Gott bittet einem aus Gnade und durch den Glauben an Jesus Christus, die Sünden zu vergeben. Wenn man dir also widerspricht, wenn du das anders siehst, dann eben auf dieser Grundlage. Du betrügst dich selbst, wenn du meinst dir den Himmel verdienen zu können. Das ist unmöglich.

Es gibt nur den einen Weg zur Erlösung - durch Jesus Christus (Johannes 14,6). Christen glauben daran, daß die Bibel Gottes Wort ist. Das ist die Basis ihres Glaubens den sie vertreten. Auf alles hat man sicherlich nie eine Antwort, aber seinen Glauben kann man eben am Besten damit erklären, indem man sich auf die Aussagen der Bibel beruft. Mit Arroganz oder Besserwisserei hat das gar nichts zu tun. Jeder der glaubt beruft sich auf eine Schrift. Für mich ist es eben die Bibel und Jesus Christus ist mein Heiland. Gruß.


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...Viele glauben die Wahrheit zu kennen und zu vertreten...

Das ist schon die Antwort.
Diese Menschen die du beschreibst, sind davon überzeugt auf der Richtigen Seite zu stehen ( auf einer Kugel ). Sie sind davon überzeugt auf dem Richtigen Weg zu sein ( ins Paradies; Wohin sonst? ) Sie haben von ihrer Religion ein Bild von der Welt geschenkt bekommen ( in Schwarz / Weiß ).

Darum finden sie sehr schnell dei für sie richtigen Antworten. ( leider )

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das denken ist 7 mal schneller als die vorgänge in der welt. es eilt voraus. 

deshalb sagt man auch: "du warst voreilig".

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da sie glauben, nur sie seien in der wahrheit!

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religion ist völlig unlogisch, wer also meint wegen seiner religion schlauer zu sein als andere, den muss ich enttäuschen,  denn religion war vielleicht im 14. jahrhundert gut um sich unbekanntes zu erklären. wer aber heute eine ansicht hat die einer meinung aus vorzeiten gleichkommt, hat kein recht jemanden wegen einer anderen meinung zu diskriminieren.

zur frage: sie sind wahrscheinlich in der 9. klasse von der schule abgegangen.

alahu akbar ;)

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Man sollte ueber niemanden urteilen. Aber warnen sollte man. Diese 3 Punkte sollte man dabei beachten: 

Gewiss, du kannst nicht rechtleiten, wen du gern (rechtgeleitet sehen) moechtest. Allah aber leitet recht, wen Er will. Er kennt sehr wohl die Rechtgeleiteten. (26:56)

Es gibt keinen Zwang im Glauben. (2:256)

So ermahne –, wenn die Ermahnung nuetzt. (87:9)

Nur Gott regelt die Angelegenheiten.

 Und worueber ihr auch immer uneinig seid, das Urteil darueber steht Allah (allein) zu. Dies ist doch Allah, mein Herr. Auf Ihn verlasse ich mich, und Ihm wende ich mich reuig zu. (42:10)

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Und da bin ich wieder an dem Punkt gelangt wo ich erneut sage: Religion ist Sinnlos und schadet der Menschheit.

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Nicht Taten und Worte bestimmen,wessen Seele erlöst wird sondern allein die Reue vor Gott und der Glaube an ihn😇

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Kommentar von peoplelife
13.03.2016, 22:39

Das hört sich nicht nur bescheuert an....^^

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Jeder der vor seinem Tod den Islam nicht annimmt wird das Paradies nicht betreten. Dies ist keine Verurteilung sondern ein Fakt. Wer nicht daran glauben will hat selber schuld. Jeder der einen Menschen für seine Ungläubigkeit verurteilt begeht eine Sünde. Man sollte sie nur bedauern und Mitleid mit ihnen haben. Möge Allah (swt) uns alle rechtleiten.

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Kommentar von BellaBoo
13.03.2016, 22:45

Das ist kein Fakt, das ist dein Glaube. Ein Christ kann dir das gleiche über das Christentum sagen, ein Jude...das ist ja das Unsinnige an der Sache...im Grunde glaubt ihr an das Gleiche, aber seid zu blöd über den Tellerrand zu blicken, sondern versteift euch einfach nur total auf das was ihr glaubt, was richtig ist.

Ich glaube: Gott schert sich einen Kehricht darum, wie man ihn nennt !

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Kommentar von ShoXeD420
13.03.2016, 22:46

Es ist eine Verurteilung, so gesehen verurteilst du gerade ALLE die den Islam nicht annehmen in die Hölle oder sonst wohin zu kommen.

Religion ist Sinnlos.

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Kommentar von Enzylexikon
13.03.2016, 22:59

Jeder der vor seinem Tod den Islam nicht annimmt wird das Paradies nicht betreten. Dies ist keine Verurteilung sondern ein Fakt.

Das ist eine religiöse Behauptung und hat mit objektiv beweisbaren Fakten absolut nichts zu tun - gar nichts.

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