Warum unterstützt in den alten Bundesländern eine Mehrheit "Fridays for Future", während die Mehrheit in den neuen Bundesländern dagegen ist?

19 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Spätschäden der stalinistischen SED-Diktatur, in der zivilgesellschaftliches Umweltschutzengagement latent als staatsfeindlich beargwöhnt und verfolgt wurde.Gepaart mit systematischer Totschweigepolitik hinsichtlich der gravierenden Umweltprobleme der DDR.

https://de.wikipedia.org/wiki/Umweltbewegung#DDR

Spätschäden der stalinistischen SED-Diktatur, in der zivilgesellschaftliches Umweltschutzengagement latent als staatsfeindlich beargwöhnt und verfolgt wurde.

und in den alten Bundesländer sind es Spätschäden des Nationalsozialismus ?

Der Naturschutz im Nationalsozialismus begann 1933 mit der Gleichschaltung der Naturschutzverbände und dem Ausschluss der jüdischen Mitglieder aus den Vereinen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Naturschutz_im_Nationalsozialismus

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@wickedsick05
  • Wie ich soeben sehe, ist dein Kommentar zur hilfreichsten Antwort standardisiert.
  • Du postest dein Zitat und den zugehörigen Link auch auf andere Beiträge, die das Thema "Fridays for future" betreffen.
  • Welchen Zweck du damit verfolgst, kann ich nur vermuten.
  • Ich schließe mich @realfacepalm an, der dein Zitat nebst zugehörigem Link an anderer Stelle wie folgt kommentiert:
Wow. Du vergleichst hiermit also die Bemühungen zum Klimaschutz und die demonstrierenden Schüler mit der Gleichschaltung der Nazis. Eine unfassbare Entgleisung und Verleumdung.
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@atzef

Vielen Dank @atzef.

Ebenso "danke" an @alle, die imstande waren, konstruktiv zu antworten und einen sachlichen Tonfall selbst dann zu wahren, wenn kritische Rückfragen (auch von meiner Seite) kamen.

Schönes Wochenende & liebe Grüße von der Waterkant!

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So jetzt mal ein Hinweis von jemanden, der bei der Staatssicherheit der DDR war:

Die Umweltgruppen waren kleine politisch-ideologische Plattformen und wurden deshalb vom MfS überwacht.

Warum?

Die SED wußte sehr wohl von den Problemen im Umweltschutz, aber auch der Sozialismus merkte schnell, daß er keine wahren Antworten wußte.

Die Mitglieder dieser Umweltgruppen wurden aufgefordert, in den Kulturbund der DDR, Sektion Umweltschutz einzutreten und im Rahmen dieser staatlichen Organisation auf der Grundlage des Sozialismus und der staatlichen Gesetze mitzuwirken.

Und wollten sie mitwirken?

Nein.Sie wollten stänkern, Unruhe stiften, freche Forderungen stellen, sich aufplustern, sich öffentlich mit staatlichen Stellen anlegen, aber nicht mitwirken.

Sie lehnten ab, weil sie sich dann unter Kontrolle des Staates wähnten. Die Staatssicherheit nahm sie unter Kontrolle, um international Schaden von der DDR abzuwenden. Diese Personen hatten nur ein Ziel, die DDR international anzuschwärzen, die sozialistsiche Umweltpolitik der DDR madig zu machen, zum Schaden der DDR zu handeln.

Und da wurde es politisch.

Deswegen wurden diese Spinner, Jesuslatschenträger, Parkaträger, Zopf- und Knobelbecherträger mit Rucksack und Flusenbart, diese Nickelbrillenträger unter OPK oder OV gestellt, also überwacht.Sie wurden als feindlich-negative Personen bz. Personenkreise unter Kontrolle gehalten.

Von diesen bunten Vögeln war nicht einer, der Gräben sauberhielt, Gras mähte oder andere notwendige Arbeiten machte. Sie lungerten rum, saßen sich ihre Hintern auf Parkbänken platt, machten Lagerfeuer und spielten Eckensteher mit Kofferradio und Sonettradiorecorder.

Wir haben sie zum Wehrdienst oder zum Reservistendienst eingezogen und ihnen dort den Hintern warmgemacht durch militärische Köperertüchtigung und Sturmbahn- oder Fuchsbauakrobatik.

Und heute?

Heute sind diese Freaks bei den Grünen und verprassen das Geld der Bürger in sinnlosen Gemien oder Kommissionen.Zu dumm, einen Hammer in die Hand zu nehmen, aber große Weltverbesserersprüche klopfen.

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Was die Mehrheit im Moment für das wichtigste oder für die wichtigsten Themen hält, ist leider immer wieder der Mode unterworfen, vielleicht ist da - fast?! - keiner ganz frei davon, also ich jedenfalls wohl nicht, obwohl ich mich subjektiv gesehen sehr bemühe, immer wieder darüber nachzudenken, was jetzt gerade die wichtigsten Problemstellungen sind, was das Wohl deer Menschen und Tiere betrifft. Und das Spannungsfeld Umweltverschmutzung gegen Gesundheit hat hier in Ostdeutschland (ich habe die ersten ca. 35 Jahre meines Lebens in Westdeutschland und die letzten 23 in Ostdeutschland gelebt) nun wirklich keine Tradition. Aber Du willst sicher wissen, warum nicht? Ein - vielleicht dilettantischer? - Antwortsversuch: Zu DDR-Zeiten war es das große offizielle Ziel, den "Kapitalismus" (dieses Wort hört man hier immer noch sehr oft), was die Wirtschafts-Produktion betrifft, nicht nur einzuholen, sondern sogar zu überholen, und Menschen, die die Frage aufgeworfen haben, ob dabei nicht die Umwelt zu stark verschmutzt wird, galten im besten Fall als Defaitisten und Miesmacher, wurden meistens sogar politisch verfolgt. Da konnte dann keine Denkschule in dieser Richtung entwickelt werden.

Ich weiß nicht, ob es in Westdeutschland mittlerweile auch so ist, aber hier in Ostdeutschland blühen zur Zeit die Verschwörungstheorien in recht krassem Ausmaß. Zum Beispiel, dass Herr Rohwedder (der die "Treuhand" bei der "Abwicklung" der alten DDR-Betriebe zunächst leitete und dann nach seiner Ermordung durch die hier extrem unbeliebte Breuel ersetzt wurde) nicht durch die "Rote Armee Fraktion" ermordet worden sein soll, sondern durch den "westdeutschen" Nachrichtendienst. Und so gehen hier auch solche Theorien um, dass das "Märchen" von der Klimaerwärmung durch die "Solar- und Windkraft-Mafia" in die Welt gesetzt wurde.

Was für mich offensichtlich ist: die Leute sind hier aus mehreren Gründen durch die Ereignisse der Vergangenheit, über die erst jetzt bestimmte ja auch wirklich schreckliche Wahrheiten ans Licht kommen (zum Beispiel dass einstige "gute Freunde" Leute bei der Stasi "verpfiffen" haben, oder dass politische Gegner stundenlang in den engen "Tigerkäfig" gesteckt wurden) politisch traumatisiert und glauben, jetzt mal vielleicht etwas zu pauschal formuliert, gar keinem mehr. Ist eine furchtbar traurige Situation, die mich auch selbst sehr deprimiert - das einzige Gegenmittel ist meiner Meinung nach größtmögliche Transparenz und gute Bürgerbeteiligung in Politik und Wirtschaft !!

Klasse Antwort, @gruenefeder!

Wie ich dir an anderer Stelle schon schrieb:

Ich lese deine Beiträge - natürlich auch diesen - immer besonders gern, weil du bei GF zu denen gehörst, die Antworten und Kommentare nicht einfach en gros raushauen. Was du schreibst, besticht durch QUALITÄT statt durch Quantität.

Daumen hoch und danke!

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Guten Abend, Hot Pants,

mit der Antwort darf man es sich nicht so leicht machen, dazu bedarf es Geschichtskenntnissen, die am besten real erlebt wurden.

Fest steht, dass das Bildungssystem der DDR wesentlich besser funktioniert hat als das heutige - trotz aller Vorbehalte und aller Fehler, die in ideologischer Hinsicht gemacht wurden. Die Schüler der DDR haben sich insgesamt viel mehr mit der Schule identifiziert, als das heute der Fall ist ( Das ist keine Verallgemeinerung, ich weiß, dass es Ausnahmen gab) Es gab kaum notorische Schulschwänzer - in die Schule gehen gehörte zum guten Ton. Und die Großeltern, teilweise auch die Eltern der heutigen Schüler der oberen Klassen haben diese Selbstverständlichkeit noch intus - und die ist Bestandteil ihres Einflusses auf die Kinder und Enkel

Ich wünsche dir einen angenehmen Abend

mit der Antwort darf man es sich nicht so leicht machen

Volle Zustimmung von meiner Seite. Deshalb DH & danke für deine ausführliche Antwort. Auch und besonders für deine Sachlichkeit, die bei "Fridays for Future"-Beiträgen hier bei GF nicht immer selbstverständlich ist. Falls du Zeit und Interesse hast, meine bisherigen Fragen und Antworten zu "Fridays for Future" (einschließlich zugehöriger Threads) zu lesen, wirst du feststellen, dass und wie stark einige User regelrecht herumpöbeln. Wobei auffällt: Es sind überwiegend immer dieselben User, für die Sachlichkeit und konstruktive Kritik Fremdworte zu sein scheinen.

Es gab kaum notorische Schulschwänzer - in die Schule gehen gehörte zum guten Ton. Und die Großeltern, teilweise auch die Eltern der heutigen Schüler der oberen Klassen haben diese Selbstverständlichkeit noch intus - und die ist Bestandteil ihres Einflusses auf die Kinder und Enkel.

Das ist Generationen-übergreifend auch in unserer Familie so, die in Schleswig-Holstein, also in einem "alten" Bundesland lebt.

Dessen ungeachtet unterstützen mich meine Eltern, Großeltern und Urgroßeltern (von denen du ja aus einem anderen Beitrag weißt) bei meinen Aktivitäten für "Fridays for Future", an denen ich aktiv teilnehme, obwohl auch mir (wie den drei älteren Generationen) die Schule und ein guter Schulabschluss tatsächlich sehr, sehr wichtig ist.

Wie wichtig mir persönlich die Schule ist und was ich tue, um den durch Teilnahme an "Fridays for Future" versäumten Unterrichtsstoff nachzuholen, habe ich unter anderem in meiner Antwort auf diese Frage gepostet: https://www.gutefrage.net/frage/findet-ihr-es-gut-dass-schueler-fuer-friday-for-future-nicht-in-die-schule-gehen

Ich wünsche dir einen angenehmen Abend.

Den wünsch' auch ich dir und würde mich freuen, dich irgendwann hier bei GF wiederzulesen.

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@HotPants219

Dass dich deine Eltern , Großeltern und Urgroßeltern nur positiv beeinflussen, das merke ich bei jedem deiner Beiträge - aber leider ist das nicht typisch - das stellst du nun wieder an anderen Beispielen fest. :-)

Ich hatte mich ja bereits an anderer Stelle zu deinem Einsatz am Sonnabend geäußert.

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Das Leben besteht ja nicht nur aus Schule, und manche Schüler hätten gerne mehr Leben statt Schule. Die einen sagen, unser Schulsystem gehört zu den Besten der Welt ; die anderen sagen, unser Schulsystem ist marode und gehört von Grund auf umstrukturiert. Beides involviert wohl einen Teil der Wahrheit. Doch allem voran handelt es sich um Menschen in der Ausbildung, nicht um einen Massenkörper, der konform gelenkt werden soll.

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Da die Friday-for-Future Bewegung keine / kaum Beachtung mehr von den Medien erhält, sollte man die Demos nicht am Wochenende veranstalten?

Nein, dies ist keine Hetzfrage.. nicht falsch verstehen.

Die Aussage der Streikenden Kinder war ja stets -> “Würden wir es samstags machen, würde es keinen interessieren”... diesen Punkt hat man seit Wochen schon an den Freitagsdemos erreicht.. die Medien berichten kaum, oder gar nicht mehr um FFF.

Schon im März hat die zeit.de einen Anstoß gegeben, das die Demos besser am Samstagen stattfinden sollten ->

Wenn Greta Thunberg an diesem Freitag in Berlin vor vielen Tausend jungen Menschen steht, wird es großen Beifall geben. Am lautesten werden allerdings nicht die Anhänger dieser neuen Jugendbewegung applaudieren, sondern deren Mütter und Väter an der Seitenlinie oder zu Hause an den Bildschirmen.
Früher war das anders, da fanden es Eltern nicht ausnahmslos super, wenn sich der Nachwuchs in Wackersdorf Schlachten mit der Polizei lieferte oder sich im Wendland an die Gleise kettete. Aber seit Eltern und Kinder die besten Freunde sind, unterstützt man sich eben gegenseitig. Das kann man in diesem Fall für eine vorbildliche Erziehungsmethode halten. Oder einfach nur für bequem.

Es wird darüberhinaus von einigen Streikenden ausdrücklich gewünscht, das die Eltern und jene die sonst Freitags arbeiten müssen, sich doch bitte an den Demos beteiligen sollen ->

Die einzige Gewissensfrage, die sich Eltern stellen müssen, ist die, ob sie ihr Kind nun offiziell schwänzen lassen oder doch lieber eine Entschuldigung schreiben: "Sehr geehrte Damen und Herren, meine Tochter Lisa-Sophie muss heute die Welt retten. Ich bitte, ihr Fernbleiben zu entschuldigen." Niemand fragt, wie eigentlich die Erwachsenen ihr eigenes Fernbleiben entschuldigen können. 
Warum gibt es noch kein grenzüberschreitendes Erwachsenenschwänzen? Warum keine große Klimastreikbewegung? Werktag for Future? Huch, da würde doch das Bruttoinlandsprodukt einknicken. Na gut, dann gern auch Saturday For Future. Ach so, geht nicht, wegen der Eröffnung der East-West-Mall und dem Wochenendtrip nach Barcelona, schon klar.

https://www.zeit.de/kultur/2019-03/fridays-for-future-schulstreik-klima-eltern-kinder

Es ist doch so... der "Hype" hat massiv nachgelassen, auch in Bundesländern, in denen schon vor Wochen die Schule wieder begonnen hat. Da nun auch die Aufmerksamkeit durch die Medien weitestgehend verloren gegangen ist... wäre es nicht sinnvoll die Demos am Wochenende stattfinden zu lassen? Zum Einen können die Schüler den Vorwurf der Schulschwänzerei ein für allemal beseitigen... zum Anderen würden wesentlich mehr Menschen teilnehmen, da sie frei haben.

Was haltet ihr davon.. besonders an die FFF-Aktivisten.. liege ich mit meinen Anliegen so falsch? Ich mutmaße, das wenn man weiter so rumdümpelt, diese Bewegung erlahmt und letztendlich nicht viel mehr bei rumgekommen ist, als ein paar lange Wochenenden.

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Ich möchte vom Smartphone auf ein "Tastenhandy" umsteigen. Du auch?

Wie oben schon erwähnt, möchte ich hauptsächlich ein ganz normales Tastenhandy im Alltag verwenden und mich nicht mehr vertraglich binden. Ein einfaches Handy mit Guthabenkarte, fertig. Zum Arbeiten, fürs Studium und outdoor, so oft es eben geht ohne Touchscreen.

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+ : Zeitersparnis und Freiheitsgefühl, mehr echte Konversationen mit Augenkontakt und Gestikulation, mehr Treffen mit Freunden und Bekannten im real live, weniger "Strahlung" (falls es das überhaupt gibt), Fokus auf andere und wichtige Dinge in nächster Umgebung, Geldsparen durch ansparfähige Guthaben, Selbstmanagement-Training, Vertragsungebundenheit, hochwertigere Bilder durch super Kamera, die mir das Fotofeeling wieder gibt und nicht selfiefreundlich ist. Bei dem langweiligen Selfieüberschuss heutzutage.

_ : VoiceIP Anrufe nicht möglich (Whatsapp, FbMessenger, Skype, etc.), GoogleMaps fällt weg, keine Handykamera die geeignet wäre, weniger Social Media präsent, Unterhaltung bei Warten und Reisen fällt teilweise weg (Alternativen sind gefragt: Buch, Kartenspiel, Mp4 Player, Zeitung usw.), mehr Platz wird durch Ersatzmittel benötigt (Unterhaltung und Musik), keine live-Übertragung in Bildform mehr für fb Freunde (nur nachträglich, wenn überhaupt)

Hat jemand ähnlich Erfahrungen gemacht oder hat Ideen oder Kritik dazu? Ich habe noch ein Jahr Zeit, da mein Vertrag erst in ein paar Monaten ausläuft. Ich möchte aber auch zukünftig mein Smartphone nur mehr noch im Notfall verwenden.

Für mich Überwiegt der Wert der hier angeführten Vorteile, was haltest du davon?

Ich möchte mich nur anderwärtig orientieren, weil mir das Smartphone so auf die Nerven geht. Reparatur, Kosten, Daten-Nicht-Schutz, ständige Erreichbarkeit übers Social Media und Gruppenzwang zu Whatsapp :D

Danke im Voraus

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oh...thats huge

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